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Hansmeier

kennt sich schon aus
Hallo zusammen,

es gibt ja drei Wege, Windows auf ein neues Laufwerk zu bringen:
1) mit Windows Bordmitteln: Systemabbild
2) Backupsoftware via Backup-Restore
3) Backupsoftware via Klonen-Funktion

Was sind die entscheidenden Unterschiede?
Man könnte ja z.B. Bedenken haben, ob eine Backupsoftware wirklich so sauber und vollständig überträgt wie Windows via Systemabbild. Schließlich kennt Windows sich selbst am besten und kann daher vielleicht genauer und vollständiger vorgehen.
Bei 2) hätte man den Vorteil, dass man gleich ein aktuelles Backup hat und dieses dann gleichzeitig nutzen kann, um das System auf das neue Laufwerk zu bringen.
Bzgl. 2) und 3) habe ich mal irgendwas gehört, dass es da Unterschiede bei der Übertragung gibt, irgendwas mit "blockweise" oder etwas in der Richtung.

Letztlich treibt mich natürlich die Frage, ob eine der drei Methoden zu bevorzugen ist, damit es nach der Übertragung keine Probleme gibt.
 
Guten Morgen! 🙋‍♂️
Vorweg eines: keiner hier Forum empfiehlt für Datensicherung die Windowsbordmittel. Sie sind viel zu unzuverlässig. oftmals gibt es Probleme beim zurücksichern.
Klonen ist als einmaliger Vorgang gedacht, um Daten von einem Datenträger auf einen anderen (ev. neuen) Datenträger zu übertragen. Der Klon ist in der Regel größer, als ein Backup, weil ein Backup komprimiert wird und ein Klon nicht.

Ich persönlich würde ein System- oder Datenträger-Backup bevorzugen. Zum einen ist die Backupdatei kleiner, als die Quelle, weil komprimiert und zum anderen hat man eine gute Basis für eine Backupstrategie mit Inkrementellem oder Differenziellen Backup.
Ich verlinke mal einen Artikel von Aomei.
 
Ein Usb Gehäuse oder Adapter für SATA oder NVME, je nachdem.
Und Restore eines Backups reicht, aber das Programm sollte Partition Alignment beherrschen, das tun die wenigsten Tools in der Gratisversion. Für AOMEI gibt es ja dauernd frische 1-Jahres-Keys.
Ganz sicher, gratis, aber immer offline und auch langsamer ist CloneZilla.
 
Ich empfehle die Neuinstallation von Windows mit einem mit dem Media Creation Tool erstellten Windows-Installations-Medium (normalerweise heute ein USB-Stick, früher eine DVD).
Danach die Installation und Einrichtung aller gewünschten Programme.
Das ist aufwändig, aber die mit Abstand sauberste Lösung.

Wenn man sich den Installationsaufwand aus irgendwelchen Gründen sparen will, geht auch folgendes:
  1. Backup des gesamten Systems auf der alten Festplatte mit einem der gängigen Backup-Programme (Aomei, Acronis, Macrium usw.)
  2. Neuinstallation vom Windows vom Windows-Installationsmedium als Zwischenschritt.
  3. Wiederherstellen der C-Partition aus dem Backup (nur C-Partition) mit Überschreiben der gerade neu erstellten Windows-C-Partition.
Das erzeugt eine sauber partitionierte Festplatte mit dem Inhalt der alten C-Partition - also mit allen früher installierten Programmen und Daten (allerdings auch mit allen "Altlasten").
 
Herzlichen Dank für Eure prompten Antworten!

@corvus:
Ich habe hier Macrium Reflect free. Mal sehen, ob es Partition Alignment kann.
Gibt es vielleicht ein separates Tool, das das im Nachhinein noch machen kann oder muss das zwingend schon im Rahmen der Wiederherstellung erfolgen?

PeteM92
Klar, eigentlich möchte ich mir eine Neuinstallation schon sparen.

Ich hatte schon den Gedanken, ob man es wie folgt machen könnte:
  1. Erzeugen einer Primärpartition auf der neuen SSD.
  2. Übertragung des Systembackups.
  3. Inplace-Installation mit Erhalt der Daten und Programme, um das System so sauber wie möglich zu bekommen.
    Zur Sauberkeit habe ich auch vor der Backuperstellung schon sfc und dism eingesetzt, temporäre Dateien beseitigt, etc.
Stichwort sauber partitionierte Festplatte:
Wenn ich Windows als Zwischenschritt neu installiere, wird ja auch die EFI- und die Wiederherstellungspartition angelegt.
Diese sind üblicherweise auch in meinen Backups enthalten.
Vermutlich müsste ich dann die EFI-/Wiederherstellungspartition der Neuinstallation mit der aus dem Backup überschreiben, oder?
 
Ach so, ich dachte diese beiden Partitionen auf der Neuinstallation passen dann nur zur Neuinstallation und nicht zum Backup des zu übertragenden Windows.
Na, dann werde ich das mal versuchen.

Ich habe übrigens schon mal versucht, über die Rettungsoptionen das Systemabbild von Windows auf die neue SSD zu bekommen. Das Abbild hatte ich auf einer meiner internen Datenfestplatten abgelegt.
Windows wollte aber nur ein Systemabbild auf einem externen Datenträger (den ich aber in der benötigten Größe nicht habe).
Zum Wahnsinnig werden ...
 
Betrachte das mal als Übung für den Umgang mit einem Backup-Programm Deiner Wahl. Wenn Du gut auf die alte Festplatte aufpasst, kann nichts schiefgehen - Du hast viele Versuche, das kostet nur etwas Zeit.
 
Mache es so, wie @PeteM92 es in #4 (Ziff 1-3) beschrieben hat.
Habe ich schon mehrfach erfolgreich durchgeführt.

Dein Macrium Free erhält übrigens nur noch bis 1.1.24 Sicherheits-Updates.
Weitere Benutzung dann auf eigene Gefahr.
 
Jetzt ist doch noch eine Frage offen:
Ich kann nicht feststellen, ob Macrium Reflect free beim Klonen oder Restore auf eine neue SSD Alignment beherrscht.
Gibt es vielleicht ein separates Tool, das das im Nachhinein noch machen kann oder muss das zwingend schon im Rahmen der Wiederherstellung erfolgen?
 
das Alignment Offset prüft man sinnigerweise vor dem Klonen, z.B. mit einem Tool wie AS SSD

->AS SSD Benchmark

der rot markierte Bereich ist dafür relevant
 

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  • SSD Alignment Offset.jpg
    SSD Alignment Offset.jpg
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Bis auf CloneZilla, die Windows-Datenträgerverwaltung und einen Partitionsmanager macht kein Gratis-Tool das Alignment richtig.
Bei HDDs gibt das nen spürbaren Leistungsverlust, bei ner SSD merkt man ne Halbierung der Performance kaum, dafür halbiert sich dort auch die Lebensdauer.

Nachträglich kann man das aber auch noch korrigieren, mit Windows-Kommandozeilentools und nem Taschenrechner.
 
@corvus:
Windows Datenträgerverwaltung: Meinst Du damit das Erstellen einer Partition auf der neuen SSD via Datenträgerverwaltung und dann Überspielen eines Backups der bisherigen SSD? Oder berücksichtigt das Klonen via Windows-eigenem Systemabbild den Alignment-Aspekt?

Mir ist noch nicht klar, was ich vor Übertragung eines Backups oder Systemabbildes machen kann, damit das Alignment passt und keine nachträglichen Aktionen mehr nötig sind.
Und ebenso ist mir noch nicht klar, ob das Alignment durch eine der Klonmöglichkeiten wieder "in Unordnung" gebracht werden kann.

@Mark O.:
Ich habe noch eine CD mit Acronis True Image 2020. Meinst Du das tut es auch?
Also Klonen mit diesem Programm und das Alignment stimmt / wird automatisch angepasst?
 
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