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Blaues Licht leuchtet blau – mehr wohl nicht

Martin

Webmaster
Teammitglied
@sim danke für deinen Beitrag, ich habe das entsprechend abgeändert.
 
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Yee Haw

nicht mehr wegzudenken
Die Lichtfarbe beeinflusst unsere Psyche. Wie das Licht am Morgen hat auch bläuliches Licht am Abend eher eine stimulierende Wirkung. Darum also zu studieren, dass blaues/bläuliches Licht unseren Schlafrhythmus nicht gefährdet hat für mich was von Dr. Malboro und seiner Studie zum Thema Rauchen und Gesundheit. Jeder hat seine persönliche Grenze, an der der PC ausgeschaltet werden sollte, wenn der Schlaf erholsam sein soll. Bläuliches Licht triggert aber weiterzumachen, bis mit dem Notarzt gedroht wird. Wenn es mal geschieht, ok.

Blaues Licht schadet sicher nicht unserer Physis aber unsere Psyche (ach kann's nicht geben, wissen die Evolutionstheoretiker).
 

anthropos

gehört zum Inventar
Ich konnte nicht für Andere sprechen aus meiner Erfahrung, bis jetzt konnte ich gut schlafen, daher fand ich nicht abwegig die Berichte, die das kritisierten, allerdings ändert dies alles nichts daran, dass ich im Dunkeln lieber rötliches Licht sehe als bläuliches.

Ich habe auch seit geraumer Zeit nichts mehr davon gelesen. Der Konsument sollte wohl schon vorbereitet werden darauf, dass dann berichtet wird, dass es alles völliger Blödsinn gewesen ist.

Eins ist mal sicher: Es ist bloß die Frage, wie sehr man heutzutage medial verarscht wird. Dass man verarscht wird, steht wohl völlig außer Frage.
Ich würde nicht von Verarschung sprechen, weil es wie eine Lüge Absicht voraussetzt, was im Einzelfall sein kann, aber dass es die so genannte Schwarm-Dummheit ist, die leider neben der erhofften Schwarm-Intelligenz aufgetaucht ist, dass die Leute eben ungeprüft Zeug verbreiten, was gut gehen kann oder nicht.
Davon abgesehen, kann ich nur zustimmen.

Die "Schwurbelheinis" haben Hochkonjunktur, weil bei uns zu wenig öffentlicher politischer Diskurs herrscht. Parteiauseinandersetzungen im Bundestag werden so gut wie überhaupt nicht in den Medien gesendet.
Das alles kann nur systematisch gewollt sein, daher die "Schwurbelheinis"!
Vielleicht sollte man hinzufügen, dass es aber nicht so was sein sollte wie beim so genannten Wahlkampf, wo sich Alle mit Dreck beschmissen hatten, statt über irgendwas Substanzielles zu sprechen. Irgendwie musste ich daran denken, als ich las von Auseinandersetzungen zwischen den Parteien.
 
Zuletzt bearbeitet:

Bonnyblank

Freigeist und "musical omnivore"
Als damals die Funktion herausgekommen ist, dass man den Blauanteil in der Bildschirmdarstellung reduzieren konnte, habe ich mehrfach hin und her geschalten. Bei dem, was mir zugesagt hat, bin ich bis heute geblieben (weniger Blau). Ob das gesundheitsschädlich ist oder nicht, war mir wurscht. Zack - fertig. :cool:
 

[email protected]

Ergonomiker
Nun ja, das ist eine einzige wissenschaftliche Stimme, die nun plötzlich erklärt, dass sämtliche bisherigen Äußerungen zu diesem Thema falsch wären.

Überdies werden zwei Dinge in einen Topf geworfen, nämlich:
  1. angebliche Netzhautschäden durch blaues Licht (was durchaus einfach Quatsch sein könnte), und
  2. die Produktion von Wachheitshormonen durch Tageslicht (mit hohem Blauanteil).

Ich denke, dass insbesondere die Erkenntnis #2 keineswegs dadurch ad acta gelegt werden kann, dass nun eine einzige, ziemlich kleine Studie keinen signifikanten Unterschied bei der Schlafqualität nach Smartphone-Nutzung im Bett mit bzw. ohne Blaulicht-Filter feststellen konnte.

Eine Beeinflussung der Schlafqualität durch die vielfach größeren PC-Monitore hat die Studie überhaupt nicht getestet.

Persönlich nutze ich seit Jahren F.lux auf allen PCs, und die Bildschirme werden dadurch am Abend richtig warm-rot wie ein gemütliches Kaminfeuer. Einen grellen "blauen" Bildschirm am Abend kann ich überhaupt nicht ertragen und schlafe danach garantiert später oder schlechter.
 

anthropos

gehört zum Inventar
Nun ja, das ist eine einzige wissenschaftliche Stimme, die nun plötzlich erklärt, dass sämtliche bisherigen Äußerungen zu diesem Thema falsch wären.

Überdies werden zwei Dinge in einen Topf geworfen, nämlich:
  1. angebliche Netzhautschäden durch blaues Licht (was durchaus einfach Quatsch sein könnte), und
  2. die Produktion von Wachheitshormonen durch Tageslicht (mit hohem Blauanteil).

Ich denke, dass insbesondere die Erkenntnis #2 keineswegs dadurch ad acta gelegt werden kann, dass nun eine einzige, ziemlich kleine Studie keinen signifikanten Unterschied bei der Schlafqualität nach Smartphone-Nutzung im Bett mit bzw. ohne Blaulicht-Filter feststellen konnte.

Eine Beeinflussung der Schlafqualität durch die vielfach größeren PC-Monitore hat die Studie überhaupt nicht getestet.

Persönlich nutze ich seit Jahren F.lux auf allen PCs, und die Bildschirme werden dadurch am Abend richtig warm-rot wie ein gemütliches Kaminfeuer. Einen grellen "blauen" Bildschirm am Abend kann ich überhaupt nicht ertragen und schlafe danach garantiert später oder schlechter.
Dein Beitrag fällt allein deshalb auf die Nase, weil Anekdoten an sich keine Rolle spielen, wenn es um wissenschaftliches Arbeiten geht.
Dann gibt es noch so andere Stellen Deines Beitrags, die in eine Richtung gehen, die gar nicht eingeschlagen wurde: Hier ging es nie um eine Zerschlagung irgendwelcher Beweise oder Widerlegung irgendeiner Erkenntnis. Es wurden Annahmen infrage gestellt und davon abgeraten, voreilig irgendwelche Maßnahmen zu ergreifen oder viel Geld dafür auszugeben.

Zwei nette Info-Poster dazu:

P-L-U-R-V: Dies sind die häufigsten Desinformations-Tricks von Wissenschafts-Leugnern

Materialien, damit Fakten eine Chance gegen Falschinformationen haben

Wenn das unseriös erscheint, dann sollte man sich vor Augen halten, dass dies auch nicht selber wissenschaftliches Arbeiten ist, denn hier werden Standards und Verfahren aus der Wissenschaft aufbereitet und präsentiert, was böse Zungen Manipulation nennen können, was dann aber zu eigenen Problemen führt.

Jetzt zurück zum Thema, da findet man leicht neben der Seite, die Martin zitiert, Folgendes:

Should You Be Worried About Blue Light?

Darüber kommt man dann zu scheinbar widersprechender Seite:

Evening use of light-emitting eReaders negatively affects sleep, circadian timing, and next-morning alertness

Auch hier wird scheinbar widersprochen und Brillen empfohlen, die blaues Licht filtern.

Blue light has a dark side

Aber dann findet man plötzlich doch so eine Aussage:

Are Blue Light-Blocking Glasses Worth It?
(Nein)

Warum? Weil man bis jetzt nur Vermutungen angestellt hat und nicht genug Daten gesammelt hat, was von Werbenden aber dennoch übertriebenen aufgeblasen wurde.

Unter "Blue light has a dark side" zum Beispiel wird aus einem Versuch geschlossen, dass Brillen gegen Blaulicht eine Wirkung haben, weil beide Testgruppen gleiche Melatonin-Werte hatten, wogegen in den anderen Texten erklärt wird, dass schon schwaches künstliches Licht den Schlaf stören kann, Bildschirme von Geräten also nur ein weiterer störender Faktor sind, aber dass nicht wissenschaftlich genügsam belegt worden ist, dass das Blaulicht von Bildschirmen überhaupt einen nennenswerten Faktor darstellt noch dass Brillen gegen Blaulicht dafür geeignet sind, hier Abhilfe zu schaffen, vielmehr wird gewarnt, dass man nicht das Risiko eingehen sollte, sich durch die verschiedenen Maßnahmen am Ende noch selber zu schädigen.

Die verschiedenen Gesellschaften, die hier erwähnt wurden, versuchen, die wissenschaftliche Arbeit aufzubereiten und für Leute verständlich und zugänglich zu machen, die nicht klarkommen mit den Feinheiten in der wissenschaftlichen Arbeit, weil diese Leute einfach damit beschäftigt sind, anderes im Leben zu tun, als wissenschaftlich zu arbeiten, denn wissenschaftliches Arbeiten ist nicht alltagstauglich und soll auch nicht jedes andere Arbeiten ersetzen, weil es vorgeblich besser wäre.

Dieses "es ist ja nur eine Stimme" ist leicht gesagt, oft aber nicht verstanden, weil die Gesellschaften nicht nur eine Studie sich herausgesucht haben und auf dieser Studie dann alles aufbauen, was sie sagen, sie haben in der Regel die Entwicklungen zu dem Thema verfolgt und heben Studien hervor, die sie erwähnenswert finden, haben aber davor einiges mehr getan, als sich nur eine Studie als Rosine herauszupicken.
 
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