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Brasilien nickt Microsofts Übernahme von Activision ab

DrWindows

Redaktion
Brasilien nickt Microsofts Übernahme von Activision ab
von Martin Geuß
Activision Übernahme Titelbild


In Brasilien haben die Kartellwächter keine Einwände gegen die geplante Übernahme von Activision durch Microsoft. Die dortige Behörde „Administrative Council for Economic Defense“ (CADE) genehmigte den Deal ohne Auflagen.

Mit einer kurzen und knappen behördlichen Mitteilung hat das CADE grünes Licht für größte Übernahme aller Zeiten in der der Technikbranche gegeben. Weil die brasilianische Behörde viele Unterlagen zu ihrer entsprechenden Untersuchung offengelegt hatte, wussten wir, dass Sony selbstverständlich auch dort massive Bedenken vorgetragen hatte.

Offenbar teilte das CADE diese Bedenken nicht, in der ausführlichen Begründung geht man darauf ein und erklärt, dass man selbst mit einer Exklusivität von Call of Duty für Microsofts Ökosystem kein Problem hätte. Das hat Sony als Hauptargument vorgetragen und Microsoft hatte beteuert, dass sie das überhaupt nicht planen.

Auszug aus der Stellungnahme:

Darüber hinaus ist es wichtig hervorzuheben, dass das zentrale Ziel der Aktivitäten des CADE der Schutz des Wettbewerbs als Mittel zur Förderung des Wohlergehens der brasilianischen Verbraucher und nicht die Verteidigung partikulärer Interessen bestimmter Wettbewerber ist.

In diesem Sinne, obwohl anerkannt wird, dass ein Teil der Benutzer von PlayStation-Konsolen (von Sony) sich entscheiden könnte, auf Xbox zu migrieren, falls Activision Blizzard-Spiele – und insbesondere Call of Duty – exklusiv für das Microsoft-Ökosystem werden, glaubt CADE nicht, dass eine solche Möglichkeit an sich ein Risiko für den Wettbewerb auf dem Konsolenmarkt insgesamt darstellt.


Ob das nun eine Signalwirkung für die anderen Prüfungen hat, bleibt abzuwarten. Brasilien ist jedenfalls nicht der Ort, an dem diese Schlacht geschlagen wird. Die Entscheidungen der EU und der amerikanischen FTC werden da freilich ein viel stärkeres Gewicht haben.


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Wieso wird in mehreren Ländern darüber entschieden?

Die Erklärung der CADE klingt absolut plausibel und begrüße ich sehr.

Was allerdings passiert, wenn in den Staaten zugestimmt wird, genau wie in Brasilien, aber die Heinis in GB sagen:

Wir machen eh alles anders und denken immer noch wir sind der Mittelpunkt des Commonw...ähhh der Welt und sagen dazu NÖ?

Darf dann Microsoft CoD endlich den Kindern auf Playstations wegnehmen aber in GB, schlimmer noch, in Europa muss alles bleiben wie es ist?

Wenn Brasilien sagt: Alles gut, macht nur.
Und Lichtenstein, Monaco und Luxemburg meinen es auch so zu handhaben...

Das ist doch irre, dass da jeder seinen Senf dazu geben kann.
Sollte das nicht das Land entscheiden, in dem der Stammsitz von Activision ist?
Oder noch besser, die Eigentümer von Activision, die selbst entscheiden was das Beste für die eigene Firma sei?
 
Wieso wird in mehreren Ländern darüber entschieden?

Die Erklärung der CADE klingt absolut plausibel und begrüße ich sehr.

Was allerdings passiert, wenn in den Staaten zugestimmt wird, genau wie in Brasilien, aber die Heinis in GB sagen:

Wir machen eh alles anders und denken immer noch wir sind der Mittelpunkt des Commonw...ähhh der Welt und sagen dazu NÖ?

Darf dann Microsoft CoD endlich den Kindern auf Playstations wegnehmen aber in GB, schlimmer noch, in Europa muss alles bleiben wie es ist?

Wenn Brasilien sagt: Alles gut, macht nur.
Und Lichtenstein, Monaco und Luxemburg meinen es auch so zu handhaben...

Das ist doch irre, dass da jeder seinen Senf dazu geben kann.
Sollte das nicht das Land entscheiden, in dem der Stammsitz von Activision ist?
Oder noch besser, die Eigentümer von Activision, die selbst entscheiden was das Beste für die eigene Firma sei?

Sehe ich genauso wir Du. Sehr gute Entscheidung und vor allem Begründung der CADE. Es geht darum das Beste für den Konsumenten rauszuholen und nicht darum, andere Marktteilnehmer zu schützen.

Ich glaube auch nicht, dass der Deal durch UK alleine verhindert werden könnte. Wenn die US Behörde und die EU zustimmt, dann ist der Drops doch gelutscht. Notfalls müssen Auflagen verhängt werden, aber das der Deal noch Platzt kann ich mir nicht vorstellen, da sich die Vertragspartner ja einig sind. MS wird dadurch zwar extrem mächtig im Gamingmarkt, aber hat dennoch noch kein Monopol. Wird schon klappen. :)
 
MS wird dadurch zwar extrem mächtig im Gamingmarkt, aber hat dennoch noch kein Monopol.
Irgend einen Gegenpol zum arroganten und selbstherrlichen Kapitalisten Sony muss es ja geben.

Meine Meinung bezüglich Microsoft (die ja ebenso, zumindest auf dem Papier, Kapitalisten sind) stellt Kevin gut dar.

Bin mit denen groß geworden, lebe in deren Ökosystem, habe die weitestgehend kundenorientiert erlebt (wobei ich die Hinrichtung von Windows Phone/Mobile denen wahrscheinlich nie verzeihen werde können) im Gegensatz dazu hab ich Sony immer nur als gieriges Unternehmen ohne Gewissen kennen gelernt.
Statt Spiele für Kinder herzustellen wurde der Markt mit Gewalt und Gesetzesbruch übersät und dazu die Firmen mit kundenschädlichen Exklusivdeals erpresst.

Der letzte Satz ist emotionsbedingt nicht 100% faktengenau. 🫣
 
Gears of War ist für Kinder und auf der 360 hat MS nix für COD Exklusivität bezahlt 😅 😉
Sony ist in den 90ern "groß" geworden.
Und da gab es Microsoft als Konsolenhersteller noch nicht.

Und soweit ich weiß, waren sowohl Nintendo als auch SEGA, allen voran Nintendo, Hersteller von Spielen für Kinder und Jugendliche.

Nintendo hat sogar aktiv Spiele verhindert wenn diese nicht "kompatibel" mit Familienunterhaltung waren.
 
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