Braucht Microsoft einen eigenen ARM-Prozessor als Antwort auf Apples M1?

bx33

gehört zum Inventar
@GuenterMuc: angenehm detaillierte Aufzählung (bis auf den letzten Satz stimme ich zu). Ja MS muss sich langsam mal in diversen Bereichen entscheiden. Notfalls auch klar sagen, was man nicht ist.

Mal sehen, was die anderen Hersteller können, wenn sie auf 5-nm kommen.
Dann werden die Werte dort wahrscheinlich auch besser. Das Ganze folgt in Wellen, und momentan ist halt Apple oben. Trotzdem gut gemacht.
IMHO: Wer nicht unbedingt etwas braucht, sollte einfach ein paar Tage (na eher Halbjahre) abwarten.
 
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Miine

gehört zum Inventar
@bx23: wenn Nadella was entscheidet - dann so das es keinem wehtun soll. Da kann man nur was Windows angeht auf Panay hoffen. Das erste was der machen sollte: alles was W10 out-of-the-box ist wird auf Fluent umgestellt. Ohne Ausnahme.
Und wo das nicht möglich ist - was vom GUI ja durchaus passieren kann und würde - dann müssen sich die FLuent Designer halt was ausdenken. "Eat your own dog food" nennt man sowas.
Das sich bei Microsoft keiner schämt das das Kernsteck eines dateibasierten Workflows - der Fileexplorer sowie die Öffnen und Sichern Dialoge - nicht Fluent sind ist mir unbegreiflich.
Vielleicht wird diesbezüglich ja Windows X "die Lösung" - dann sollte Microsoft das aber allen die eine W10 Lizenz haben als "Feature" anbieten, gerne auch Account-basiert - d.h. je nach Login hat man das normale oder halt das schöne neue Windows...
 

ntoskrnl

gehört zum Inventar
Das ist nicht Apples erster ARM Prozessor, Apple baut seit vielen Jahren eigene Designs für die iOS Geräte.

Für Qualcomm ist das wirklich ein wenig peinlich, das Windows läuft hier auch noch virtualisiert.

Hardware ist bei Apple teilweise schon toll, wenn da nicht der verschlossene Müll wäre.
 

Kenwood

kennt sich schon aus
Sehr guter Artikel, danke Martin. Ich finde es gut das Apple in dem Bereich Druck macht, damit der Riese im Desktop Markt (Microsoft) und deren Partner (hier vor allem Qualcomm) etwas mehr in Zugzwang Geraten. MS kann sich mit seinen rund 90% Marktanteil mit Windows vielleicht ausrauen könnte man meinen, aber das dürfen sie nicht, denn ARM wird irgendwann neben den x86 Maschinen ein zweites Standbein im Markt sein. Das x86 gar gänzlich abgelöst wird glaube ich bis auf weiteres nicht. Dafür ist der Leistungsunterschied im High End Bereich viel zu eklatant. Aber das hatte Martin oben ja bereits gut beschrieben. Das zweite Thema ist eben die Kompatibilität, wo x86 Harwdware in über 35 Jahren eine unverzichtbare Säule aufgestellt hat, wo auch nicht klar ist, ob ARM diesen Status im Produktiven Bereich jemals erreichen kann.
 

ntoskrnl

gehört zum Inventar
Die Kompatibilität schmeißt ARM gerade auf den Müll, traditionell war die eigentlich ziemlich gut.
Die haben angekündigt ab 2022 Kerne ohne 32Bit Modus zu bringen :wand.
 

Rivn

treuer Stammgast
Microsoft benötigt keinen eigenen ARM-Prozessor, muss nicht mit eigener Expertise auf Augenhöhe mit Qualcomm Chips entwickeln, geschweige denn eine Regisseur-Rolle bei der Transformation des Windows-Ökosystems übernehmen.
Windows auf x86 bringt unverändert gutes Geld ein und verschiedenste Versuche mit anderen massentauglichen Rechner-Plattformen mit einigen Partnern brachten bislang weder ausreichend Entwickler noch Kunden an die neuen "Tröge", um die notwendige Prioritäten und Ressourcen zu rechtfertigen.
Sollte neben Effizienz auch die Performance-Krone an die ARM-Architektur gehen, bleiben Unternehmenskunden, Verwaltungen etc. als Abnehmer für OS und x86-Surface, die immer Jahre für größere Umstellungen benötigen. Parallel werden Cloud, Gaming und Services weiter wachsen und Windows als großes Standbein beim Umsatz ablösen und verdrängen.

Interessant wird was Lenovo, Dell, HP, Asus etc. nun in der Preis-/Leistungsklasse der M1-Rechner ins Consumer-Regal stellen können. "Läuft mit x86-Betriebssystemen" und niedrigerer Preis ist auf Dauer nicht genug, um weniger Leistung, mehr Hitze-/Geräuschentwicklung und höhere Stromrechnung zu kompensieren.

@Miine
Rechner- bzw. Mainboard-Hersteller sind die Kunden für Chiphersteller und entsprechend Zielgruppe etwaiger Roadmaps. Sollte Apple auf den Idee kommen, die SoCs an Lenovo, HP, Dell, Asus etc. zu verkaufen, hätten sie wohl branchenüblich etwas veröffentlicht. Die eigenen SoCs muss sich Apple nicht schmackhaft machen, um sie einzusetzen.
 

Miine

gehört zum Inventar
@Rivin: warum sollte ein Apple User auch wissen sollen ob er mit einem M1 jetzt vorlieb nimmt oder besser etwas warten soll um dann mehr Performace zu bekommen wenn er einfach zweimal kaufen kann...
 

Martin

Webmaster
Teammitglied
Die Kompatibilität schmeißt ARM gerade auf den Müll, traditionell war die eigentlich ziemlich gut.
Die haben angekündigt ab 2022 Kerne ohne 32Bit Modus zu bringen :wand.
Wenn du das so ganz ohne Kontext schreibst, dann hört sich das so an, als wäre das ab übernächstem Jahr schon ein Thema, was es aber nicht ist. ARM wird 2022 den ersten reinen 64 Bit Highend-Chip bauen, das ist korrekt. Der Wechsel auf "64 Bit only" wird dort zwar schneller passieren als bei Windows, aber wir reden halt doch von einem Zeitraum von mindestens drei weiteren Jahren, bis man von einem drohenden Ende der 32 Bit Kompatibilität sprechen kann.
Für die Zukunft von Windows on ARM dürfte das kaum relevant sein - und das darf man sich von mir aus so positiv oder negativ auslegen, wie man möchte, ich weiß es ja auch nicht :).
 

Rivn

treuer Stammgast
@Miine: Weil Raodmaps nichts mit Wissen zu tun haben sondern eher Glaubensfragen sind. Intel hat seinen Investoren im Jahr 2010 (seinerzeit 22nm) für 2013 15nm, für 2015 11nm und 2017 8nm Fertigungsdichte vorhergesagt.
Die triviale Erkenntnis der eher besseren Performance nachfolgender Rechner hat sich vermutlich auch bei Apple Usern rumgesprochen. Vor vielen Jahren kursierte der Scherz, sich beim Heimweg vom Rechnerkauf zu beeilen, da dieser sonst breits vor dem Auspacken veraltet ist ;)
 

konsol

nicht mehr wegzudenken
Wenn die Software besser angepasst wird, braucht MS keinen eigenen Chip. Wenn ich sehe wie gut Lightroom auf meinem SurfaceProX läuft, kippe ich fast um. Die Performance ist deutlich besser als auf meinem SurfaceStudio! Durch die Galerie klicken, vergrößern und an den reglern schieben: so flüssig und rasant habe ich das noch nie gesehen. Zur Info: LR für Windows on ARM gibts seit gestern für CC Abonnenten.
 

Granolche

gehört zum Inventar
Ich glaube, dass der M1 Chip für das Surface Pro X gut ist. Dadurch bekommt sicherlich das ganze einen Schub nach vorne.

Im Augenblick liebäugel ich mit einem neuen Laptop. In meinen Gedanken sind das neue Macbook Air mit M1 oder das Surface Laptop GO mit i5, 256GB, 8GB Ram.
Natürlich könnte ich mich für das Air mit der gleichen Ausstattung entscheiden. Für mich als Endverbraucher zählen noch mehrere Dinge, als nur der sehr gute M1 Chip. Für mich ist wichtig, dass mein Arbeitsgerät sauber läuft und meinen Ansprüchen gerecht wird. Da mir beide Geräte sehr gut gefallen, so würde ich mich, trotz M1, für das Go entscheiden.
 
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