Coronavirus

Guber

kennt sich schon aus
Das Szenario könnte entstehen , daß jedes Jahr neue
Impfstoffe erforderlich sind od. neue Virusarten auftreten .
Wie lange will man dann so noch weiter machen ?
Stimmt, das ist misslich, keine Frage. Aber hättest du eine bessere Idee?

@Wolli
Dem ist nichts hinzuzufügen. Danke.
 
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Jürgen

Moderator
Teammitglied
Manche Themen kann man mit der deutschen Nationalmannschaft vergleichen, 22 Spieler auf dem Platz und 80 Millionen Bundestrainer,
Aber nur wenige haben das Sagen und machen es immer falsch, weil man es nicht allen recht machen kann, da wird es immer Verlierer und Gewinner geben.
Eins bleibt aber sicher. Keiner von uns und denen die das Sagen haben, mussten jemals so eine dramatische Pandemie schon mal durchmachen, das müssen alle noch lernen. Auch die Wissenschaftler wissen noch nicht alles. Da gibt es auch widersprüchliche Aussagen,
 

Lone Survivor

nicht mehr wegzudenken
"Die Intensivstationen sind nicht überlastet": Der Mann sollte mal Nachrichten gucken..
Der Mann hat Recht! Es gibt zwar Regionen, in denen die Intensivstationen am Limit arbeiten, aber insgesamt ist es nicht so schlimm wie es teilweise suggeriert wird.
 

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Bonnyblank

Freigeist und "musical omnivores"
Alles nicht so schlimm? :rolleyes:Da werden auch Betten frei, weil die drinnen lagen, elendig verreckt sind.

Wäre in der Tat nicht schlimm, wenn es mal die Richtigen erwischen würde, damit sie endlich begreifen, wie es ist, auf Gevatters Schaufel zu stehen.


Die ganzen Leugner können doch froh sein, dass man nicht für Dummheit hinter Gitter wandert.
 

.Bernd

gehört zum Inventar
AstraZeneca kann nur 40% der versprochenen Dosen liefern. Dadurch verzögern sich die Impfungen um nochmal 3 Wochen, die 80-jährigen in NRW sind damit erst Ende April durch.

Glückwunsch

 

weltleser

gehörte zum Inventar?
Ist das ein Fake? Eine Oberregierungsrätin mit einer gmx E-Mail-Adresse?
https://www.bva.bund.de/SharedDocs/...13487E.intranet252?__blob=publicationFile&v=2

Bin sehr unschlüssig, was sagt es mir, dass die Alpen-Prawda darüber berichtet: Bahn frei! - Politik - SZ.de Soll ja Leute geben, die dieses Blatt den seriösen Medien zurechnen. Wie auch immer das möglich sein soll, bei Medien, die etwa Hans Leyendecker oder Heribert Prantl ... Aber jeder wie er mag.
Man muss Fehler zugeben (können). Das will ich hiermit tun. Nachdem ich gerade einen Bericht über eine Sendung
„Talk im Hangar-7“ gelesen habe, muss ich mir - und hier auch öffentlich - eingestehen, dass meine Beurteilung von Heribert Prantl unangemessene war. Nur weil ich häufig eine andere Sicht auf die Dinge habe als er, war es anmaßend von mir, ihn so eindimensional in eine Schublade zu stecken.

Zum eigentlichen Thema, manch schlichtem Gemüt ist es nicht zuzumuten, zwischen der Tragödie des einzelnen und der gesamtgesellschaftlichen Problematik zu differenzieren, ob dies auf berechtigten oder unberechtigten Ängsten des Einzelnen beruht, ich weiß es nicht... Differenziert zu betrachten passt nicht in dieses alternativlose Gestümpert.

Dass hier dass Staatsoberhaupt zitiert wird, macht Mut. Wer hätte geglaubt, dass jemand, der vom VS beobachtet wurde, irgendwann in so eine Position kommen kann.

Zur jüngsten Veröffentlichung der WHO zu PCR Tests muss man nicht viel schreiben, wer nicht bewusst mit verschlossenen Augen durchs Leben tingelt, dürfte sie wahrgenommen haben.

Da hier jüngst wieder die Singularität angeführt wurde, jedem Abgeordneten und Minister auf Bundes- und Landesebene, der bereits am 03.01.2013 im Amt war, lag ein Gutachten vor, dass wir auf derartige Szenarien schlecht vorbereitet sind, die sind noch nicht alle in Rente...

Der Lacher der Woche war das pushen der FFP2 Masken, da hatte wohl noch schnell jemand den Leuten in Berlin verklickert, dass bundesweite „Kurzarbeit“ droht, wenn diese Maske generell am Arbeitsplatz zur Pflicht wird. Und man ist zurückgerudert.

Was mich gerade etwas erstarren lies, hier wünscht ein User anderen die Krankheit an den Hals und statt, dass dies als Hass und Hetze bewertet wird, klickt der Moderator auf Danke. Wo bin ich hier?
 

Pixelschubse

gehört zum Inventar
@Wolli218
bin kein Querdenker, kein Verweigerer und erlaube mir trotzdem mein Hirn einzuschalten.

Beispiel: für den Parkplatz im Breuningerland Ludwigsburg besteht Maskenpflicht. Die Schilder überlese nicht nur ich, seit Lockdown Dezember stehen jedem Besucher locker, besonders abends, ein Umkreis von mindestens 10 m ringsum frei zur Verfügung. Von dem Wach-Sheriffs, die anfangs noch die Einhaltung im Gebäude kontrolliert haben ich in den letzten 2 Wochen keinen mehr gesehen. Alle tragen brav ihre Maske, halten Abstand. Irgendwas desinfektionsmäßiges wird meiner empfindlichen Nase zum Putzen vom Boden verwendet. Die Allergiker erkennen sich gegenseitig am plötzlichen Niesanfall.

Die Umsätze bei den offenen Geschäften gehen kontinuierlich nach unten. Je mehr von den Lockdown-betroffenen Geschäften dann auch noch tatsächlich aufgeben (müssen?) desto stärker gehen auch die Umsätze bei den anderen Geschäften zurück. Steigende Arbeitslosigkeit unvermeidbar. Trifft keinen Entscheidungsträger, das Volk umso mehr.

Anordnung von FFP2 Masken. Warum stinken manche so erbärmlich, warum lassen sich sog. Zertifikate nicht nachprüfen? Im Land der Autobauer gab es den Dieselskandal. Alles schon vergessen?
Interessanten YT Clip gesehen mit Nachweis über DEKRA Labor über mangelnde Qualität von Masken die in Krankenhäusern, Arztpraxen eingesetzt wurden. Natürlich gab es dann Infektionen beim Personal. Konnten die was dafür daß sie den Mist möglicherweise auch noch selbst weitergegeben haben?
Ein Maskenhersteller aus Deutschland benannte das Problem vom Vliesmaterial aus mangelhaften Chargen (Importware aus China).

Hatte ich schon eine Broschüre im Briefkasten mit bebilderten Textmaterial und Links zu weiteren Informationen? Kann mich nicht daran erinnern.

Warum beschleicht mich immer mehr das Gefühl daß breite, auch kontroverse Diskussionen mit allen Mitteln verhindert wurden? Die Schreihälse, der Mob, die haben sich doch selbst nur gegenseitig hochgeschaukelt. Für einen Xaver Naidoo und solchen Spinnern hätte ich außer einer Backpfeife nichts übrig. Warum stürzt sich die Presse auf diesen Sch...ss-Mob und erklärt alle, die einfach mehr wissen wollen, oder sogar einen differenzierten Weg mit weniger Kollerateralschäden in die Waagschale werfen können zum Anhängsel vom verblödeten Mob?

War das nicht erfrischend und beeindruckend wie Sleepy Joe seinem total gespalteten Land die versöhnende Hand gereicht hat um gemeinsam aus dem Dreck rauszukommen? Und was er alles, natürlich von Beratern gut vorbereitet, umgehend geändert bzw. eingeleitet hat. Denjenigen die meinen sie könnten mit Gewalt ihre perversen Vorstellungen durchsetzen hat er gleich ordentlich Dresche in Aussicht gestellt.

Warum liest man inzwischen sogar deutsche Wissenschaftler beim Gesichtsbuch und Zwitscherchor? Möglicherweise weil das noch der einzig offene Weg ist? Der Lindner von der FDP hat kürzlich mehrfach auf die Rückbesinnung zur parlamentarischen Debatte hingewiesen. Wäre das nicht ein Mehrgewinn für alle? Mehr Input, besserer Output?

Selbst bei der Schutzimpfung - bis neulich der hoch erwarteten Wunderwaffe - wird ausgerechnet jetzt verhalten zurückgerudert. Zufällig oder um vom Impf-Mißmanagement hierzulande abzulenken? Natürlich fehlen Langzeit-Erfahrungswerte. Die Probanden reichten gerade für die schnelle Zulassung.

Die sogenannte spanische Grippe hat vor hundert Jahren in Teilen der Welt mehr Todesopfer gefordert wie im ersten Weltkrieg. Sie kam, wütete böse und irgendwann war sie weg.

Wenn man ein Jahrhundert später nicht mal das Potenzial des vorhandenen Wissens, der Technologie ausschöpft, dann ist das was?
Wenn Schmidt-Schnauze seinerzeit in Hamburg als Senator nicht mit Verstand und Herz um seine Mitbürger, seine Stadt gekämpft hätte wären Tausende versoffen, verfroren.

Wenn man als Strahlemädchen einst vor Jahren mit den Mächtigen der Welt tage- und nächtelang rumdiskutieren konnte und jetzt sich gerade mal einen oder zwei Tage gönnt für eine Sache, die um Dimensionen höhere Dringlichkeit hat wie ganze Quark seinerzeit.

Ich wünsche allen von ganzem Herzen ein Jahr das wir nicht nur mit Ach und Krach überstehen und trotzdem viele auf der Strecke lässt.
:cautious:

Übrigens, ich hätte gerne mal mit einem unserer Vorfahren, so einem Höhlenbewohner einen kleinen Chat gehalten.
Meine einfache Frage wäre "hey wie ist das, kommst du gerne aus der Höhle raus und triffst dich auch mal mit dem Typen vom Hügel links und hängst dann eine Weile mit ihm ab oder bist du lieber nur in der eigenen Höhle?"
 

Lone Survivor

nicht mehr wegzudenken
Wäre in der Tat nicht schlimm, wenn es mal die Richtigen erwischen würde, damit sie endlich begreifen, wie es ist, auf Gevatters Schaufel zu stehen.
Wer sind denn "die Richtigen" ?!
Alle, die Dinge hinterfragen und nicht kadavergehorsam an den Tag legen?

Im Übrigen frage ich mich, ob diejenigen, die jetzt so empört sind, nur eine Träne für die Grippetoten der letzten Jahre vergossen haben 🤷‍♂️.
 

weltleser

gehörte zum Inventar?

Der Hersteller von Tempo und Zewa möchte seinen Mitarbeitern Halsbänder zur Abstandswahrung anlegen, vorerst in Frankreich, „leider“ sind die Mitarbeiter mit der Hundehaltung unzufrieden, so dass es eventuell nicht auf die Standorte in Deutschland ausgeweitet wird.

 
Zuletzt bearbeitet:

Guber

kennt sich schon aus
Man kann natürlich Bedrohungen dadurch begegnen, dass man sie nicht wahrnimmt oder einfach ausblendet. Siegmund Freud hat sich mit diesem Phänomen ausgiebig beschäftigt und es "Verdrängung" genannt. Die Taktiken der Verdrängung sind vielfältig: Man kann die Bedrohung einfach leugnen oder verniedlichen, Verschwörungsschwurbeleien nachplappern, Maßnahmen gegen die Bedrohung in Frage stellen und was weiß ich. Das ist trivial und eigentlich Psychologie für Anfänger.

Daraus folgt jedoch, dass es in Bedrohungssituationen nichts bringt, bei den Gegenmaßnahmen auf die Vernunft der Menschen zu setzen. Es wird immer "Verdränger" geben, die den Erfolg der Maßnahmen konterkarieren. Hinzu kommt die Gruppe von Leuten, deren wirtschaftliche Interessen durch die Maßnahmen betroffen sind. Also kommt der Staat nicht drumherum, demokratisch legitimierte Gegenmaßnahmen für und gegen alle durchzusetzen. Und daran hat es viel zu lange gehapert: Es wurde viel zu lange viel zu windelweich reagiert, um bloß niemanden zu erschrecken.

Und jetzt haben wir den Salat.
 

Wolli218

gehört zum Inventar
@Pixelschubse
Sollte der Eindruck entstanden sein, dass ich Dich in die Reihe der Querdenker und Verweigerer eingruppiere, dann möchte ich mich bei Dir vielmals entschuldigen. Das war nicht meine Intension.
Du schreibst
@Wolli218
bin kein Querdenker, kein Verweigerer und erlaube mir trotzdem mein Hirn einzuschalten.
und das ist auch gut so, vor allem das mit dem Hirn einschalten.

Ich würde mir Wünschen dass dies mehr Leute tun würden, und sich nicht nur an Gruppierungen anhängen weil diese die eigenen Interessen an persönlicher Freiheit predigen, aber im Hintergrund ganz andere Interessen vertreten.

Ja, wir werden noch einige Zeit an den Auswirkungen der ganzen Situation zu knabbern haben, und ja, so manche Entscheidungen hätte man eventuell besser Regeln können. Aber was wäre denn die Alternative gewesen?
Einfach die Pandemie im vergangen Frühjahr laufen lassen und zusehen was passiert?
Ich möchte nicht wissen wie dann die Reaktionen der Bevölkerung gewesen wären. Wahrscheinlich hätte man dann gelesen, was macht eigentlich unsere Politik - warum tun die nichts dagegen - da müssen doch Maßnahmen ergriffen werden, oder so ähnlich.

Nicht alle Entscheidungen die von useren Politikern gefällt wurden kann ich für gut heißen. Sie werden sicherlich an Plänen arbeiten müssen um Zukünftig auf solche Situationen besser vorbereitet zu sein, denn auf Dauer kann sich das selbst ein "reicher Staat" wie Deutschland nicht leisten und der Bevölkerung und dem Gewerbe auch nicht zugemutet werden.
Und dennoch bin ich ihnen Dankbar dass sie eingeschritten sind und nicht tatenlos zugesehen haben.

Deshalb, lass uns alle hoffen dass mit zunahme der Impfungen der gewünscht Effekt eintritt und wir irgendwann im laufe des Jahres wieder in ein geregelteres Leben über gehen können.
Die Lehre, die ich aus dieser ganzen Situation mitnehme, fällt sehr gespalten aus.
Was mich positiv stimmt ist der große Teil der Bevölkerung die hier Einsicht und die Einwilligung zeigen, es muss etwas unternommen werden zum Wohle aller!
Was ich aber absolut nicht verstehen kann ist, wie Egoistisch und Respektlos sich manche Menschen verhalten sobald es um Einschnitte in ihr tägliches Leben und die Gestaltung Ihrer Freizeit geht, und sich einen Dreck um den Rest ihrer Mitmenschen kümmern. Ganz ehrlich, vor diesen Leuten graust es mir.

Es wird wieder aufwärts gehen, davon bin ich Felsenfest überzeugt. Aber mein Blick auf den ein oder anderen Erdenbürger wird ein anderer sein.

Ich wünsch Euch einen schönen Sonntag!
 

weltleser

gehörte zum Inventar?
Zu #2.015
Rein formal ist der erste Absatz nicht falsch. Fraglich ist, was eine gesunde Bewertung eine Bedrohung ist, der Begriff der „German Angst“ ist nicht ganz grundlos entstanden. Ebenso ist Eigenverantwortung in diesem Land quasi ein Schimpfwort.

Über die Leute, die die eine oder andere Maßnahme in Frage stellen oder diese umgehen ist man insgeheim vermutlich glücklich, da man diesen, vom eigenen administrativen Versagen ablenkend, die Schuld in die Schuhe schieben kann.

Demokratisch legitimiert wäre wünschenswert, weil dies bedeuten würde, dass es im rechtsstaatlichen Rahmen passieren müsste und nachprüfbar sein müsste. Und an dieser Stelle sehe ich momentan Defizite. Man kann Entscheidungen nicht immer so erklären, dass sie jede Kerze auf der Torte versteht, aber im Ansatz besteht diese Forderung zurecht.

Der wirtschaftliche Aspekt, jede Stimme ist gleichberechtigt, aber, das nehme ich mir an dieser Stelle heraus, Beamte, ÖD‘ler, quasi ÖD‘ler und Rentner haben eventuell eine etwas verzerrte Sicht auf die Dinge, da sie etwas dichter an der Euro-Druckerpresse sitzen.
 

Jürgen

Moderator
Teammitglied
Gerade heute mehrmals in den Medien erschienen, wer sind diese Menschen die falsche Meinungen verbreiten, denen die Verschwörungstheoretikern das auch abnehmen und weiterverbreiten. Hier ein Arzt aus den USA der schon mit anderen fragwürdigen Methoden aufgefallen und Strafen in Millionenhöhe zahlen musste. Seine Thesen werden weltweit gelesen und genutzt, Lesezeit ca 10min

 

Guber

kennt sich schon aus
zu #2017
Das liest sich erstmal schlüssig, aber...

Hinsichtlich der "gesunden Bewertung" der Bedrohung haben wir ja wohl nicht allzu viel Spielraum. Auch ist mir nicht ganz klar, was du in diesem Zusammenhang unter "gesund" verstehen möchtest.

Absatz 2 ist in der Tat eine Vermutung und daher einer sachlichen Antwort nicht zugänglich.

Bei der demokratischen Legitimierung wird es politisch. Man kann vertreten, dass die demokratische Legitimierung durch das Infektionsschutzgesetz und die darauf basierenden Rechtsverordnungen der Länder gewährleistet ist, man kann aber genauso gut sagen, dass bei derartig einschneidenden Maßnahmen Rechtsverordnungen nicht mehr ausreichen. Beides ist ok und ändert nichts an obiger Aussage.

Ich bin weder Beamter noch Rentner, sondern Angestellter.
 

weltleser

gehörte zum Inventar?
#2.019
Die Form des Angestelltenverhältnisses ist sehr wahrscheinlich in meiner Aufzählung subsumiert. Dies war auch eher als generelle, als denn als persönliche Anmerkung gemeint.

Zum Spielraum, wie heißt hier eine Rubrik im Forum? „Über den Tellerrand geschaut“. Dies geschieht (von allen Seiten) zu selektiv und zu verzerrt. In Moskau oder Stockholm könnte man sich an dieser Diskussion aus einem Café beteiligen, ich halte dies für richtig, ob dies richtig ist, wird erst später zu klären sein. Viel interessanter finde ich, dass es hierzulande noch immer möglich ist, ohne Schnelltest in viele Altenheime zu kommen. Irgendwo las ich heute von Lenin, der wohl sagte, der Deutsche kauft vor dem Besetzen des Bahnsteigs ein Ticket. An den wichtigen Stellen tut er es nicht. Der tatsächliche Schutz der „Alten“ ist ein Lippenbekenntnis.

Zur Legitimation: 1. Wenn ein Herr Seibert auf die Frage nach Grundlagen von Entscheidungen sinngemäß äußert >Die Kanzlerin glaubt an die Wissenschaft< und er auch 24 Stunden später keine Studien oder Abstracts nachliefert, dann ist das dünn, nach meinem Empfinden zu dünn.

2. Nicht grundlos wurde etwa in der Hessischen Verordnung, anders als öffentlich kommuniziert, manches nicht verboten, sondern nur dringend empfohlen (private Haushalte). Vieles bewegt sich auf sehr dünnem Eis und wo dies auf unabhängige Richter trifft ergehen auch entsprechende Urteile.

Dies bedeutet nicht, dass ich 100 Prozent der Maßnahmen für falsch halte oder dazu aufrufe, sich allen zu widersetzen.

Und die handwerklichen Mängel setzen sich fort. Die Bestellvorgänge zu den Impfstoffen sind peinlich. Hätten wir eine funktionierende EU-Bürokratie, wäre es eventuell eine gute Idee gewesen, haben wir aber nicht und zusätzlich haben wir nun noch die französischen staatlichen und pharmaindustriellen Interessen. Was dazu führt, dass Ungarn, obwohl die EU-Zulassung noch nicht erteilt ist, Impfstoff in Russland ordert. Wie auch mancher Staat in Südamerika.

Auch die Auswahl der Impfreihenfolge ist interessant. Menschlich mag es nachvollziehbar sein, „Alte“ zuerst. Aber ist es richtig? Die Studienlage ist sehr dünn und es geht mit zwei Problemen einher. Das Risiko ist für diese höher, die Chance auf Wirksamkeit ist deutlich geringer. Das soll keine Aufforderung sein, die „Alten“ im Stich zu lassen, aber ob die Reihenfolge ein Beleg für Menschlichkeit ist, da bin ich mir nicht sicher. Aber so lange nicht klar ist, ob geimpfte ansteckend sein können, geht das Rätselraten weiter. Und da sind wir mal wieder bei den PCR Tests, von denen man auf der Insel nun Abstand nimmt. Richtige Entscheidung? Zumindest diskutabel, sollte man in einer offenen Gesellschaft vermuten.

Irgendwer schrieb hier von der ärztlichen Beratung vor der Impfung. Die Vergütung für Ärzte für den Berechtigungsschein liegt bei fünf Euro (gegebenenfalls zuzüglich 0,90 Porto), eine Abrechnungsposition für Beratung ist nicht vorgesehen. Manchem Arzt ist die Beratung ein Anliegen, aber dann ein privates. Das sollte dem Patienten bewusst sein.

Vor ein paar Monaten war man hier „beleidigt“, wenn es den Hinweis auf das staatliche Desinteresse am ÖPV gab. Nun sind andere Masken (die nicht unproblematisch sind) Pflicht, man will die Belegung reduzieren und manche fabulieren von Redeverboten in Bus und Bahn. Aber die Gedanken sind frei?
 
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