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Cortana: Microsoft stellt den Sprachassistenten für Windows ein

DrWindows

Redaktion
Cortana: Microsoft stellt den Sprachassistenten für Windows ein
von Kevin Kozuszek
Cortana Titelbild


Während Microsoft mit zahlreichen Copiloten für Windows, Microsoft 365 und andere Produkte gerade eine große Offensive im Bereich Künstlicher Intelligenz fährt, wird eine altgediente Umsetzung nun endgültig aufs Abstellgleis geschoben. In einem neuen Support-Dokument kündigen die Redmonder nun die Einstellung von Cortana unter Windows 10 und Windows 11 an. Das Ende für die Standalone-App kommt später in diesem Jahr.

Nicht betroffen sind verschiedene Umsetzungen in Microsoft Teams (Teams Display, Teams Mobile, Teams Rooms) sowie die mobile Version von Microsoft Outlook. Hier soll Cortana als Produktivitätsassistent weiterhin erhalten bleiben. Ansonsten verweisen die Redmonder auf die neuen Möglichkeiten, die innerhalb der verschiedenen Produkte von Microsoft zur Verfügung stehen. Als designierter Nachfolger wird zumindest unter Windows 11 aktuell der neue Windows Copilot getestet.

Wirklich vermissen dürfte Cortana kaum jemand. Nach dem Ende von Windows 10 Mobile verkümmerte der Sprachassistent immer mehr und spätestens mit dem Wechsel zu Windows 11 dürften ihn auch die wenigen Restnutzer nicht mehr beachtet haben.


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Heute (oder war es doch schon gestern 🤔) erst über meine Ablehnung diverser Assistenten (ach ging um Einbettung von To Do in die Apple Watch und die Integration von Erinnerungen über Google Assistent) geschrieben und dass ich Cortana gegenüber noch sehr offen eingestellt war.
Ich hab die sogar gemocht.

Aber mittlerweile sehe ich überhaupt keinen Vorteil mehr in solchen Teilen, wenn ich alles selbst, wesentlich präziser in Kalender und Co. eintragen kann.
Demnach, schade, aber verständlich.

RIP
 
Sehr schade. Glorreich gestartet und grandios gescheitert.
Ich habe Cortana gerne genutzt und dachte eigentlich, dass sie in Zukunft mit ChatGPT verheiratet wird.
Ob das wirklich klug ist sie einzumotten wird sich zeigen. Der aktuelle Copilot ist ja leider eher unpersönlich.
 
Ich finde es auch schade. Das jetzt wäre nochmal eine Chance für Cortana gewesen. Da ich ganz gut Englisch kann, hatte ich mein System auf US-Englisch eingestellt und habe sie viel genutzt. Schade, daß das immer nur so ging. Und für mich ist es ein Verlust, daß ich dann eben nicht mehr per Sprachassistent Programme öffnen oder Termine organisieren kann. Aber wenn man die Kritiken im Store liest, weiß man, was die Leute von Cortana halten. Am besten war sie im alten Edge und Windows 8.1 Phone. -- Nebenbei: Schönes Wochenende! -- -- Übrigens wird, wenn man sie jetzt öffnet eine Meldung mit Link zur Einstellung angezeigt.
 
Das jetzt wäre nochmal eine Chance für Cortana gewesen.
Theoretisch ja, praktisch aber sicherlich nicht, dafür sind die treibenden Kräfte, die jeweils hinter Windows 10 und Windows 11 wirken bzw. gewirkt haben, einfach zu unterschiedlich. Bei Windows 10 waren das vor allem Joe Belfiore und Terry Myerson, wo Windows nach der weitreichenden Ablehnung von Windows 8.1 auch wieder einen größeren Consumer-Fokus haben sollte. Beide sind mittlerweile weg und das Interesse an den ursprünglichen Ideen und zunehmend auch den Consumer-Diensten wie dem Groove Music Pass ging unter Satya Nadella ja immer weiter zurück.

Hinter Windows 11 stecken mit Rajesh Jha und Panos Panay andere Leute und auch das Betriebssystem war ja zunächst mal eine große Konsolidierungsaktion, wo sie den Unterbau von Windows 10 mit der Oberfläche von Windows 10X zusammengebracht und das dann erweitert haben. Dass Windows jetzt wie die anderen Produktreihen von dem 10 Milliarden-Investment in KI profitiert, hat mit dem Betriebssystem an sich nichts zu tun, sondern vor allem mit langfristigen Effekten bei den Kosten.

Das ist nicht neu, das haben wir schon bei MSN und später Microsoft News (bzw. jetzt Microsoft Start) gesehen. Microsoft hat den KI-Anteil da massiv ausgebaut, dafür etliche Mitarbeiter rausgeschmissen und die Personalkosten gesenkt. Überall, wo sie Sachen automatisieren und mit KI versehen können, brauchen sie weniger oder kein menschliches Personal und können Ressourcen anders verteilen. Das ist effizienter, und genau eine solche Sparrunde im großen Stil hatte Satya Nadella ja im letzten (?) Jahr angekündigt. Er wollte Kosten in Rand- und Nebenbereichen reduzieren, dafür das verfügbare Geld in Bereiche investieren, die für den langfristigen finanziellen Erfolg von Microsoft (=> Unternehmen, nicht Consumer) notwendig sind. In diese Zeit fielen auch die 10 Milliarden USD bei Open AI und die Entwicklung vom Prometheus-Modell, was jetzt Bing und die diversen Copiloten antreibt.

Man muss das alles im Gesamtkontext sehen. Klar ist Cortana auch eine KI, aber sie stammt eben strategisch aus einer anderen Zeit, die jetzt vorbei ist.
 
Ich würde nur mit HAL 9000 reden.
Dann lebst du aber möglicherweise nicht mehr lange.

Zu Cortana:
Cortana habe ich kaum genutzt. Trotzdem bin ich der Meinung dass eine Sprachassistenz wichtig ist und in Zukunft immer wichtiger wird.
Seit ich ein iPad und einen Mac mini habe, diktiere ich verstärkt E-Mails.
 
Ich nutze Sprachassistenten seit sie auf den Markt sind (Alexa, Google). Beide Assistenten erweitern meine Komfortzone und ich mache sehr viel damit. Cortana hatte ich nie im Focus da sie für mich immer unsichtbar war.
Für mich war das wieder so ein ''MS-Prestige Projekt'', allen Vorreitern hinterher laufen und nach ein paar Jahren ist die Luft dann raus. Fragt mal draußen ein paar Leute wer Cortana ist, da wird kaum einer drauf kommen.
 
Von mir aus können die Cortana als allen Programmen streichen.
War immer mit Abstand der schlechteste Sprachassistent. Selbst Siri von Apple ist dagegen eine wahre Megaintelligenz.
 
Selbst Siri von Apple ist dagegen eine wahre Megaintelligenz
Was können denn die beiden "Großen" besser?
Was kann so ein Assistent überhaupt sinnvolles außer dass Wetter ansagen?

Ich sehe überhaupt keinen praktischen Nutzen, was das finanzielle Fiasko Amazons eindrucksvoll zur Schau stellt und ich mir Hähme nicht verkneifen kann.

Klar, aus der Badewanne heraus die Heizung im Wohnzimmer stellen oder die Lautstärke am Netzwerklautsprecher, aber dann hört es auch bei meiner Fantasie auf.

Deswegen die Ernst gemeinte Frage, wozu diese "dummen" Dinger sinnvoll eingesetzt werden können?
 
Da habe ich wohl etwas falsch interpretiert. Für mich war Cortana schon seit Jahren abgeschaltet. Das es noch in Windows aktiv war ist mir nicht aufgefallen. Schon krass! Nur logisch, dass Ding zu beerdigen.
 
Bei deiner negativen Einstellung
Schade eigentlich, aber negative Einstellung gegenüber Programmen die einzig dafür geschaffen wurden um Daten abzugreifen und die Faulheit Bequemlichkeit mancher Menschen zu unterstützen, sollte basal gegeben sein.
Mich interessiert trotzdem doch, wozu es eingesetzt werden kann, aber erst danach mühselige Recherchen betreiben ist es natürlich nicht wert, wenn jemand, der ES aktiv einsetzt, sich nicht wohl fühlt dabei, in einem dazu dienenden Forum eine kurz gefasste Antwort zu schreiben. 🥴
 
Schade eigentlich, aber negative Einstellung gegenüber Programmen die einzig dafür geschaffen wurden um Daten abzugreifen und die Faulheit Bequemlichkeit mancher Menschen zu unterstützen, sollte basal gegeben sein.
Was hat das mit dem Abgreifen von Daten zu tun? Zum damaligen Zeitpunkt brauchte man nun mal eine größere Rechenleistung und deshalb wurde die Spracherkennung auf entsprechend Servern durchgeführt. Heute geht das tendenziell ja auch schon offline. Die Vokabeln Faulheit oder Bequemlichkeit hätte ich mit Spracheingabe in der Tat in keinster Weise in Verbindung gebracht. Es geht hier um eine alternative Form der Eingabe.
Ich würde mich wundern, wenn man in 10 oder 20 Jahren immer noch Tastaturen verwendet. Zumindest nicht in dem Umfang wie heute.


Wahrscheinlich wird es so sein, dass Microsoft zur gegebener Zeit feststellt, dass sie bei der Spracheingabe wieder mal hinterher hinken, weil sie die Technik vorschnell aufgegeben haben.
 
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