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Am Puls von Microsoft

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Das Streichkonzert bei Microsoft geht weiter

DrWindows

Redaktion
Microsoft hat in dieser Woche wieder eine noch bisher unbekannte Anzahl an Mitarbeitern entlassen. Die letzten Stellenstreichungen gab es erst im Juli, die mir vorliegenden Informationen legen allerdings dar, dass die Umstrukturierungen anders ablaufen als erwartet.
Vor allem das Sales-Team stark...

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Wenn ich einen Metzger (Fleischer) entlasse und einen Bäcker an den Arbeitsplatz stelle, werden die Würstchen nicht unbedingt besser schmecken.
 
Das ist grob unsozial. Da schämt man sich fast schon Software einer solchen Firma einzusetzen. Leider mangelt es an Alternativen.
 
MS hat immer noch deutlich mehr Mitarbeiter als z.B. Alphabet. Vielleicht, gerade mit der Übernahme anderer Firmen, ist es die einzig logische Entscheidung. Vielleicht war MS zu aufgeblasen.

Nur stecken hinter all den Zahlen nun mal auch Menschen. Man kann nur hoffen, dass MS mit seiner Entlassungswelle bald mal fertig ist, damit für die übrigen Mitarbeiter so etwas wie Ruhe einkehrt.
Eine Anstellung bei MS im Lebenslauf ist aber sicherlich auch ganz gut für zukünftige Bewerbungen.

Der Arbeitnehmerschutz in den USA ist aber so oder so katastrophal.
 
Andere Unternehmen sind da auch nicht besser. Warum wohl steigen psychische Erkrankungen ständig an ? Viele Menschen kommen mit dem ständigen Leistungsdruck halt irgendwann nicht mehr klar. Aber was will man in einer globalisierten Welt in der nur noch Zahlen zählen auch anderes erwarten ?
 
Ich kann mir gut vorstellen , wenn Unternehmen gekauft werden, hat man plötzlich einige Stellen innerhalb von Microsoft doppelt besetzt und da ist es normal des der ein oder andere gehen muss.
 
Die Diskussion über Gewinn-Maximierung oder unsoziales Verhalten ist m.M. nach müßig.
jeder vernünftige Unternehmer muss schauen, dass er die Kostenquote im Griff hat um langfristig das Unternehmen und damit auch die verbleibenden Mitarbeiter "am laufen" zu halten.
das passiert in allen Unternehmen, nur dass es bei den großen natürlich gleich um mehrere hundert, wenn nicht sogar tausend Mitarbeiter geht.
Die Diskussion um Arbeitsplatzerhaltung muss dann immer im Zusammenhang von Digitalisierung, Onlinehandel oder der mittlerweile bei uns üblichen "Geiz-ist-geil"-Mentalität gestellt werden.
und da die "Human-Ressource" in einem Unternehmen, speziell hier in Deutschland, nun mal das teuerste ist, ist eine Straffung der unternehmensstruktur durchaus logisch.
gerade der "Sales-Bereich" der hier im Artikel erwähnt wird kann in vielen Unternehmen durch Online-Handel oder -Support durchaus effizienter gestaltet werden.
in dem Zusammenhang nenne ich auch mal als Beispiel unsere Verwaltung-Apparate.
jeder beschwert sich über den "Wasserkopf" von Behörden auf EU-, Bund-, Land oder Kommunal-Ebene und die irre Geldverschwendung, die dadurch entsteht, weil die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut und so viele "Köche den Brei verderben".
gehe ich da aber ran was beim Beamtentum äußerst schwierig ist, ist der Aufschrei groß, dass Arbeitsplätze vernichtet werden.

versteht mich nicht falsch, natürlich ist mir bewusst, dass hinter so einer Sache immer menschliche Schicksale verbunden sind, aber wir haben so ein erhalten mit unsrem Wunsch nach "höha, schnella, weidda" auch selbst voran getrieben.
Konsequenterweise müssten also die Menschen, den ein solches Verhalten unsozial vorkommt, ausschließlich den persönlichen oder telefonischen Kontakt vor Ort suchen, egal ob im Verkauf oder der Beratung.
Aber ich glaube diese Entwicklung ist mittlerweile unumkehrbar
 
Na ja, ich verstehe Zwaenge, deshalb ist eine langfristige Strategie um so mehr nötig. Mitarbeiter haben u.U. gute Ideen, die sie für sich behalten, wenn sie keine Hoffnung haben. Die Motivation ist weg. Und das glaube ich seit vielen Monaten bei MS zu bemerken.
 
@ Stefan
Bitte jetzt nicht bei MS ansetzen wenn es um Entlassungen geht Da brauch ich nicht mal den Namen Siemens nennen, übrigens auch ein Globalist. Sogar einer der Größten.
Diese Firmen arbeiten ALLE daran, Menschen nur noch als Nahrungsaufnehmer zu sehen, weil Ihre Produkte keinen Deut schlechter werden wenn Maschinen als Produzenten auftreten. Im IT-Bereich braucht keiner einen der gut Feilen kann, nicht mal mehr einen der Aktienwerte bewertet. Die Arbeitnehmer (und noch viel mehr die Freelancer) werden bezahlt um Lohnempfänger los zu werden.
Sogar jeder - Behauptung - von uns geht mehr zur Bank um nachzusehen ob er noch ein Rendezvous auf der Kante hat oder nicht. Da reicht ein Billigphone. Also sind, wie ein alter Freund von mir, und damit meine ich seit Mitte der 70er, da ist also er und viiiele seiner Arbeitskollegen arbeitslos. Und wer ist daran schuld? Wahrscheinlich niemand, aber wenn dann IT.
Lumia hat wahnsinnig viele Nokia-Menschen arbeitslos gemacht, Google sehr viele bei Brisbane, Word sehr viele in Schenectady, Outlook sehr viele bei Lotus.
Ja, es ändert sich vieles, aber das war es auch schon in der Zeit der Pferde.
Heute arbeitet alles weltweit zusammen, damals ohne Trademark arbeiteten Menschen und Industrielle zusammen die im Astand von 15 bis 16 Kiometern wohnten, weil das eine Entfernung war die Pferde schnell zurück legen konnten ohne körperlichen Schaden zu nehmen.
 
MS hat in letzter Zeit nicht so viele Unternehmen aufgekauft, als dass nur in Deutschland 1500-2500 Stellen deswegen wegfallen müssten. Das mag wenig klingen, aber ganze Kleinstädte an den Rand der Existenz oder darüber hinaus drängen. Solchen Mengen findet man nicht mal eben so, vor allem, weil hier in D ein Überangebot an IT-Stellen herrscht, nicht unbedingt an der Spitze der Pyramide, aber im unteren Bereich, weil jeder Depp was mit IT lernt oder stukkatiert. Wenn aus einer Kleinststadt sich 100 Personen mitsamt Familie einen neues Umfeld suchen müssen, dann trifft das auch die örtlichen Versorge ziemlich gut, es snd schon mehr Läden wegen weniger ex gegangen.
Wer was von "sozialverträglich" redet, hat keine Ahnung. Geld ersetzt mit 40++ in jener Branche nicht mal ansatzweise den angerichteten Schaden. Und ab 50++ ist eh vorbei.
 
@.Bernd
Vielleicht ist es aber ganz einfach so, dass die meisten der ITler grenzenlos schlecht sind. IT ist ja kein Ausbildungsberuf da reicht "Hello World". Okay, ich zahle ins Phrasenschwein.
Die 90er sind immer noch im vielen Köpfen die damals eine Grafikkarte einbohren konnten. Sogar ich habe damals in L (bin Wessi) einen gefragt habe ob er mir die Karte einbauen kann. Voodoo und so.
Er hat mir eine defekte Karte eingebaut und als Lohn wollte er CorelDraw das ich hatte.
Wie gesagt, er war so ahnungslos wie die meisten Dienstleister jetzt noch
sind.
 
Das Problem bei Microsoft ist wie bei vielen Großunternehmen, dass es eben eine AG ist. Nicht der Mitarbeiter oder Kunde im Mittelpunkt der Unternehmung steht, sondern Gewinn, Dividende und Aktienkurs. Als Kunde ist man immer, wirklich immer besser dran, wenn das Gegenüber ein Einzelkaufmann, ein Familienunternehmen oder eine seriöse Gesellschaft ist. Leider ist der IT-Bereich fast nur in Händen von börsennotierten Monopolisten. Der Kunde ist längst nicht mehr König. Soziale Verantwortung: Fehlanzeige.
 
Die offiziellen News zum Stellenabbau stammen allesamt aus Juli 2017.
Wenn jetzt von mindestens vier weiteren Mitarbeitern eine Meldung kam, daß ihre Arbeitsplätze aus anderen Bereichen auch wegfallen werden
https://www.petri.com/microsoft-layoffs-impact-us-employees-sales-product-teams
scheint mir diese neue Meldung derzeit etwas spekulativ im Hinblick auf die Anzahl der Betroffenen.

Wenn ich an meine Berufszeit zurückdenke (Ende in diesem Jahrzehnt) kann ich nur sagen, daß die Mitarbeiter vom amerikanischen Mutterkonzerns weitaus fehleranfälliger waren als alle anderen global verstreuten Mitarbeiter.
Wer an Windows Mobile und die Problemquote bei den Surface-Modellen denkt, müsste auch auf solche Gedanken kommen.

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Was die menschliche Seite betrifft wurde schon alles angesprochen und ja - bis auf ganze wenige Ausnahmen - tut mir jeder leid. Sofern die Gesellschaft (das jeweilige Land) bereit ist, die Betroffenen aufzufangen und neuen Arbeitsbereichen zuzuführen - würde diese Leute nicht vor dem Nichts stehen). Dazu müssten aber alle Seiten (zwangsweise) beitragen. In welchem Land dazu am allerwenigsten Bereitschaft ist wissen alle.
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Was börsennotierte Firmen, bzw. Shareholder-Value betrifft, möchte ich mal deutlich machen, daß Shareholder der Firma Kapital (Geld) bereitstellen, welches die Firma benötigt. Ohne Aktionäre, die bereit sind, ihr eigenes Kapital in Firmen zu investieren, würde die Weltwirtschaft zusammenbrechen. Deshalb ist es ziemlich dummes Geschwätz wenn man Aktionären keinen angemessenen Gewinn zugestehen will.
 
Zuletzt bearbeitet:
Tja ist für jeden einzelnen mindestens blöd. Aber, MS ist ein amerikanisches börsennotiertes Unternehmen. Ich erinnere mich noch daran, als DHL knapp 15.000 Mitarbeiter in den USA entlassen hat. Da hat sich in Deutschland auch niemand drum gekümmert. Die Frage also ist, wo sind die deutschen Alternativen zu Microsoft (Apple, Alphabet, Facebook etc.) Es gibt sie schlicht und einfach nicht. Der Grund, weil viele Menschen heute denken das für Software Schmieden zu arbeiten, im Internet arbeiten, keine Arbeit ist. Wir sind nicht dabei den Anschluss zu verlieren, wir haben ihn bereits verloren...
 
Im Prinzip ist es schon richtig, dass sich Firmen von Ballast trennen. Nur ist immer die Frage, obs die richtigen erwischt. Und das bezweifel ich oft sehr stark. In großen Unternehmen sowieso nicht. Da setzen sich nur die aller größten Intriganten durch, wenn sie nicht zum Gründer Team gehören.
 
Das ist grob unsozial. Da schämt man sich fast schon Software einer solchen Firma einzusetzen. Leider mangelt es an Alternativen.

Natürlich nicht, und was ist daran nun empörend? Der Kapitalismus ist nicht sozial. Vielleicht sollten manche mal ihren Horizont etwas erweitern, denn der in Deutschland aufgezwungene Sozialismus wird in anderen Ländern (auch in den USA) von vielen streng abgelehnt, und das aus guten Gründen.

Stefan schrieb:
Der Arbeitnehmerschutz in den USA ist aber so oder so katastrophal.

Hoch lebe der Liberalismus. Ich finde es eher katastrophal, wenn ein Staat Unternehmer dazu nötigt, nicht länger benötigte Mitarbeiter trotzdem weiter zu beschäftigen. Als kleiner Mitarbeiter ist man fast immer entbehrlich - Willkommen in der Realität, die sich FREIE Marktwirtschaft nennt. Peinlich, wenn ein Land seine Bürger mit irgendwelchen Gesetzen vor dieser Realität beschützen will.

Fällt euch auf, dass die Kommentare unter derartigen Artikeln wirklich immer in die selbe Richtung gehen? 90% von euch kapieren die amerikanische/unternehmerische Perspektive nicht, und schlagen sich dann auf die deutsche Arbeitnehmer-Seite.

Wie emmtee schon richtig geschrieben habt, sollte mal überlegt werden, warum es keine Deutsche Gegenstücke zu Apple, Google und Microsoft gibt, und mit ziemlicher Sicherheit auch nie geben wird.
 
PeteM92 schrieb:
Wenn ich einen Metzger (Fleischer) entlasse und einen Bäcker an den Arbeitsplatz stelle, werden die Würstchen nicht unbedingt besser schmecken.

Noch schlimmer finde ich das in der Politik. Wenn z.Bsp. aus einer Familienministerin plötzlich eine Verteidigungsministerin wird.
 
Da sieht man es wieder: An sich hat sich kapitalistische System überlebt. Das Streben nach immer mehr Gewinn und Effizienz sorgt für immer mehr Verlierer und eine Verarmung der breiten Masse und speziell der Arbeitnehmer.
 
Malvo schrieb:
Hoch lebe der Liberalismus. Ich finde es eher katastrophal, wenn ein Staat Unternehmer dazu nötigt, nicht länger benötigte Mitarbeiter trotzdem weiter zu beschäftigen. Als kleiner Mitarbeiter ist man fast immer entbehrlich - Willkommen in der Realität, die sich FREIE Marktwirtschaft nennt. Peinlich, wenn ein Land seine Bürger mit irgendwelchen Gesetzen vor dieser Realität beschützen will.

Fällt euch auf, dass die Kommentare unter derartigen Artikeln wirklich immer in die selbe Richtung gehen? 90% von euch kapieren die amerikanische/unternehmerische Perspektive nicht, und schlagen sich dann auf die deutsche Arbeitnehmer-Seite.

Wie emmtee schon richtig geschrieben habt, sollte mal überlegt werden, warum es keine Deutsche Gegenstücke zu Apple, Google und Microsoft gibt, und mit ziemlicher Sicherheit auch nie geben wird.

Sehr guter Beitrag! Der beste, den ich hier gelesen habe.

Wenn man die Beitrage liest, dann merkt man eben, wie die Deutschen wirklich ticken. Es ist immer noch der alte Geist, des staatsgläubigen Mündels. Von Freien Bürgern ist in Deutschland nach wie vor Spur mehr zu finden. Betriebswirtschaft ist böse, Arbeitnehmerfreisetzung sowieso und - kann man da denn nicht ein Gesetz gegen machen. Dass in Deutschland die Kündigungshürden so hoch sind wie fast nirgendwo kümmert keinen. Und dass das ganze im Ergebnis unsozial ist ebenso. Eine niedrigste Kündigungsschutzschwelle ist gerade für gering Qualifizierte hilfreich und für hoch Qualifizierte keine wirkliche Bedrohung. Die Hürden, einen "unbrauchbaren" MA in D wieder loszuwerden sind so hoch, dass man diesen oftmals lieber erst gar nicht einstellt.

Die Dichotomie am dt. Arbeitsmarkt ist in der Tat beklagenswert - die einen Sitzen bombenfest im Sattel und die anderen müssen sich als Zeit- und Leiharbeiter verdingen. Nur geht niemand wirklich auf die Ursachen ein. Die sind aber hausbacken. Die nach wie vor boomende Zeit- und Leiharbeitsbranche zeigt doch, wie wertvoll personalpolitische Flexibilität den Deutschen Firmen ist. Die zahlen nämlich in Toto mehr, als wenn sie die Leute fest einstellen würden. Mit Hire & Fire wie in den USA gäbe es diese ganze Branche nicht, die in der Tat nur wenig menschenfreundlich ist.

Doch statt die Branche zu verteufeln, muss man an die Wurzel gehen. Und da gibt es dann einen breiten Aufschrei in der Bevölkerung - befeuert von ansonsten ziemlich obsolet gewordenen Gewerkschaften und natürlich der staatlichen Bemutterungs- und Bevormundungspartei schlechthin; SPD (Spezialdemokratische Partei).
 
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