Der PC-Boom geht auch im Jahr 2021 weiter

DrWindows

Redaktion
Der PC-Boom geht auch im Jahr 2021 weiter
Surface Pro 6 und Surface Laptop 2 im Test


Die Corona-Pandemie hat dem PC-Markt einen unverhofften Boom beschert. Im Jahr 2020 wurden wieder mehr als 300 Millionen Geräte verkauft, insgesamt wuchs der Markt um über 13 Prozent und damit so stark wie seit fast zehn Jahren nicht mehr. Diese Entwicklung setzt sich auch im ersten Quartal 2021 fort und ist offenbar noch lange nicht zu Ende.

Die Marktforscher von IDC haben ermittelt, dass im ersten Quartal des Jahres 2021 weltweit fast 84 Millionen PCs abgesetzt wurde. Das ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Zuwachs von sagenhaften 55,2 Prozent. Vor einem Jahr wurden PCs quasi über Nacht Mangelware. Man hätte auch im Frühjahr 2020 viel mehr Geräte verkaufen können, wenn sie denn verfügbar gewesen wären.

Nach wie vor herrscht aufgrund des Chipmangels ein Beschaffungsstau. IDC rechnet daher damit, dass der PC-Markt mindestens noch das gesamte Jahr, wahrscheinlich aber auch sogar darüber hinaus weiter wachsen und starke Umsätze verzeichnen wird. In 2-3 Jahren wird man nach Ansicht der Analysten sagen können, welche nachhaltigen Effekte die Corona-Pandemie auf den Markt hat.

Beim Blick auf die Hersteller ändert sich in der Rangliste nichts, man sieht allerdings, dass sich das Wachstum ungleich verteilt. Apple hat prozentual das stärkste Wachstum verzeichnet, Dell bildet mit „nur“ 23,4 Prozent Zuwachs das Schlusslicht.

Verkaufszahlen und Marktanteile der PC-Hersteller

Es sind keineswegs nur Budget-Geräte, die den Markt beflügeln. Laut IDC sind hoch leistungsfähige Notebooks besonders gefragt, sowohl bei den Geschäftskunden als auch bei Privatnutzern, wo Gaming-Notebooks besonders stark zulegen konnte. Im Bildungsbereich sind zunehmend Geräte mit Touchbedienung gefragt, was auch dort die durchschnittlichen Beschaffungskosten in die Höhe steigen ließ.

Es herrscht also so etwas wie Goldgräberstimmung im so lange totgesagten PC-Markt.


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Martin

Webmaster
Teammitglied
Microsoft hält die Verkaufszahlen der Surface-Geräte geheim, in den Geschäftszahlen wird immer nur der Gesamtumsatz der Sparte ausgewiesen. Der lag im vierten Quartal 2020 erstmals über 2 Milliarden US-Dollar.
Wenn man jetzt einfach mal einen Durchschnittspreis von 1.500 Dollar je Gerät ansetzt, um irgendeine Hausnummer zu haben, dann ergäbe das 1,3 Millionen Geräte, also vergleichsweise wenig. Aber um Stückzahlen geht's da auch nicht unbedingt.
 

Martin

Webmaster
Teammitglied
Das ist er zweifellos, ich bin allergings nach wie vor der Überzeugung, dass niemand oder nur ganz wenige Kunden wegen eines Prozessors die Plattform wechseln. Ich glaube eher an einen Upgrade-Effekt, also Apple-User kaufen sich neue Macs. Relativierend muss man allerdings auch erwähnen, dass Q1/20 für Apple ein eher schwaches war.
Witzigerweise hat Apple allerdings von Anfang an am stärksten vom Corona-Boom profitiert, als es den M1 noch gar nicht gab 🤔.
 

Rivn

treuer Stammgast
Den M1-Vorgänger gab es in deren Tablets, die auch sehr gefragt waren ;) Ich vermute, Macbooks wie Chromebooks wurden aufgrund des geringeren Support-Aufwands bevorzugt, der mit "home office" statt "office" die Hausbesuche spart.
 

Uwi58

gehört zum Inventar
Hallo, ich dachte bisher, dass PCs die für den Schreibtisch sind, also mit getrennter Hardware. Sonen Klappi würde ich mir nie zulegen, schon der Preis und dann, wenn was aussteigt. Monitor, Tastatur usw gibts an jeder Ecke. Bei defekten Klappi ist Schluß mit Lustig.
Gruß Uwi58
 

Rivn

treuer Stammgast
@Uwi58 PC = Personal Computer, Desktop PC = Schreibtisch PC. Es gibt viele solide "Klappis", hier werkeln u.a. sogar noch ein Thinkpad T41 von 2003 und ein MacBook Pro von 2008.
 
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