RAM: Desktop-PC frisst Arbeitsspeicher bei Verwendung von Videos

thomasTS

kennt sich schon aus
Ich beobachte seit Längerem einen Effekt bei dem mir das Wissen fehlt um ihn verstehen zu können:

Ich mache selbst recht viele DSLR-Videos. Wenn ich mit denen arbeite (in Lightroom wo sie gespeichert sind und in meinem Präsentationsprogramm/Art Schnittprogramm) dann sinkt im Task-Manager recht rapide der RAM. Dann laufen die Videos nicht mehr richtig und der PC wird insgesamt langsam. Ich muss dann neu booten was besonders ärgerlich ist weil ich auch Word-, Powerpoint-Dateien, ... neu öffnen muss.

Konkret habe ich 32GB RAM die mir im Querbalken im Task-Manager als vier Blöcke angezeigt werden:
- In Verwendung
- Geändert
- Standby
- Frei
Es geht nur um die letzten zwei. Wenn ich gestartet habe hat Standby etwa 6 GB und Frei 20 GB. Das verschiebt sich aber recht schnell von Frei zu Standby. So in zwei Stunden. Hat Frei nur noch so 6 GB beginnen die Probleme.

Fragen:
- ist diese Verlagerung so normal?
- warum wird der PC so langsam obwohl der RAM doch noch "standby" ist?
- kann ich (mit eher geringen praktischen IT-Kenntnissen) da etwas (softwareseitig) tun?

Gruß und Dank!



(meine PC-Konfiguration sollte unterhalb meinem Namen erscheinen, hoffe ich)
 
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tkmopped

gehört zum Inventar
Das liegt am Aufbau der Frames in den im Videocontainer eingebetteten verschiedenen Codecs. I-Frames, B-Frames und P-Frames bedingen einander in unterschiedlichem Maße und müssen (bei jedem Codec- und Containerformat) im Ram vorgehalten werden. Reicht dessen Platz nicht oder werden viele Dateien gleichzeitig bearbeitet (Schnitt, Nachvertonung, Titelgeneratoren und Änderungen direkt am Stream ) muß in die Auslagerungsdatei ausgelagert werden. Mit immer größeren Auflösungen wächst die Datenmenge dabei exponentiell.
Das ist eben so, das einem System durch solche Bearbeitungen die Grenzen aufgezeigt werden. Der I7 könnte maximal 64GB Ram verwenden. Ob sich das lohnt den zu verdoppeln oder die Arbeitsorganisation anders gestaltet werden sollte mußt du selber herausfinden.
Ich bearbeite immer kürzere Sequenzen. Nacheinander und nicht gleichzeitig! Die werden als letzter Schritt zu einem Projekt zusammengebaut. Dafür haben bis jetzt , auch für 4K, 16 GB immer ausgereicht. Allerdings waren das immer "fertige" Videos echter Videokameras. DSLRs sind dafür in den Formaten und Möglichkeiten zu eingeschränkt. Ansichtssache!
 

thomasTS

kennt sich schon aus
@tkmopped
Respekt! Ich habe nicht erwartet in einem Windows-Forum auf jemanden zu treffen der sich so gut auskennt!
Ich mache vor allem Fotografie und habe hier eine sehr gute Ausrüstung mit mehreren Kameras und vielen guten Objektiven, daher DSLR-Videos.

Der damals teure Rechner ist jetzt vier Jahre alt. Mehr RAM würde bedeuten, dass ich auch die alten nicht mehr benutzen kann (4 Plätze) das wäre schon eine eher extreme Lösung.

Ich habe den Eindruck, dass alleine das Ansehen der Videos in Lightroom schon deutlich RAM verzehrt. Werde aber die nächsten Tage da noch mehr drauf achten.

Ich benutze die teure Präsentationssoftware m.objects Ultimate die vor allem für Live-Präsentationen gedacht ist, aber auch eingeschränkt Bearbeitungen erlaubt sowie Titelgenerator, ... . Das Programm wird von vielen professionellen (bekannten) Vortragenden benutzt. Gilt eigentlich, was den Umgang mit Daten anbelangt, als sehr professionell.

Ich hatte zuletzt eine neue Bearbeitung gestartet mit gerade mal 6 min in full-HD und kein 4K und die wenigen Fotos als jpg < 2MB.

Ich hatte mal etwas von einer Software gelesen die angeblich gelegentlich den RAM leert. Weiss aber nicht mehr wo. Ist das technisch überhaupt möglich, bzw. bei meiner Anwendung machbar?


@Tarantula
Ganz ehrlich: ich weiß nicht was das soll!

Ich habe in dem von Dir angesprochenen Thread mitgeteilt, dass es derzeit keine Probleme gibt, ich die Sache beobachte und mich melde. Die Batterie auf dem Board habe ich nach dem Rat hier am nächsten Tag getauscht.

Ich kann keinerlei Zusammenhang sehen zwischen dieser Frage zum RAM und den Problemen des Bootens, auch wenn die evtl. mal wieder auftauchen sollten. Falls ich mich irre, sage mir bitte wo dieser Zusammenhang ist?

Ich finde das auch "massiv unfair" nach so einem kompetenten Kommentar wie von @tkmopped so ein "Störfeuer" völlig unkommentiert reinzuschießen das irgendwie den Eindruck erweckt die Diskussion abwürgen zu wollen.

Also bitte sag mir was das eine mit dem anderen zu tun hat?
 
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PeteM92

gehört zum Inventar
Du schreibst von DSLR-Videos. Normalerweise werden die im RAW-Format bearbeitet, wobei abhängig von der Auflösung und der Framerate sehr große Datenmengen anfallen.

Full-HD und .jpg sind im allgemeinen das Resultat der Video / Bildbearbeitung. Die haben erst am Ende der Bearbeitung (verlustbehaftete Kompression) handhabbare geringe Datenmengen.

Du mußt also die Datenmengen nennen, die Deine DSLRs liefern, damit man sich ein genaueres Bild machen kann.

Und ganz allgemein gesagt: RAM ist dazu da, daß er möglichst gefüllt ist. Wenn der eingebaute RAM leer bleibt, hat man zuviel Geld für Ungenutztes bezahlt.
 

thomasTS

kennt sich schon aus
@PeteM92

Sorry, aber da scheint mir vieles auf "Verdacht" beschrieben zu sein.
DSLR und RAW gibt es nach meinem Wissen nur in der Fotografie nicht beim "normalen" DSLR-Video. Auch wenn einige das direkt ausgelesene HDMI-Signal als RAW bezeichnen. Aber davon reden wir hier nicht.

"Full-HD und .jpg sind im allgemeinen das Resultat der Video / Bildbearbeitung."

Nein das ist falsch. Full-HD ist die Aufnahmeauflösung in der Kamera (!) und hat mit Bearbeitung nichts zu tun. Die Fotos werden nicht beim Montieren bearbeitet sondern wurden schon lange vorher in Lightroom bearbeitet und von RAW nach jpg ausgegeben. Alle Dateien sind daher eher klein und bei 6 min sowieso.

"Und ganz allgemein gesagt: RAM ist dazu da, daß er möglichst gefüllt ist."
Auch da kann man unterschiedlicher Meinung sein.

Ich hab jetzt gerade im Projektordner geschaut. Alle verwendeten Daten (Foto, Video, Audio, ) haben in dem kurzen Projekt keine 4 GB. Wie gesagt habe ich den Eindruck, dass der RAM schon alleine durch das Auswählen/Betrachten der Videos im Lightroom-"Archiv" verbraucht wird. Werde das konkreter beobachten.

@tkmopped
Was Du beschreibst leuchtet mir sehr ein. Dieses Vorhalten der Daten im RAW, das passiert auch schon wenn ich die Videos nur betrachte, oder?

Nachtrag 17:43h:
Weiss jemand was es genau mit diesem "Frei" und "Standby" auf sich hat? Warum ist das so ein großer Unterschied, wenn es sich zu Standby verlagert? Ist Standby nicht nutzbar?

Nachtrag 17:53h:
Ich habe jetzt mal genau geschaut: alleine das Betrachten von ein paar Videos in Lightroom hat in gut 5 min den "Frei"-Anteil vom RAM von 16,5 GB auf 14,5 GB gesenkt.
Dabei sind die full-HD Video-Dateien eher nur durchschnittlich groß mit so ca. 170MB pro min.

Nachtrag 18:06h:
Bei dem "Standby"-Anteil kommt die Anzeige:
"RAM der zwischengespeicherte Daten und Codec enthält die aktuell nicht aktiv verwendet werden"

Daher meine Frage zu Beginn: gibt es keine Möglichkeit diesen Anteil zu löschen so dass ich wieder mehr "Frei" habe ohne den PC neu starten zu müssen?

Nachtrag 18:50h
Es kommt nun zu einem für mich eher überraschenden Effekt: ich habe nun immer wieder mal mit Pausen ein Video angesehen. Zunächst sank der Frei-RAM stetig, dann stieg er sogar wieder an un pendelt sich nun bei so 14 GB ein.
Es scheint also doch die Montage der Dateien im Präsentationsprogramm m.objects zu sein.
 
Zuletzt bearbeitet:

thomasTS

kennt sich schon aus
Gut, nachdem der Test gerade etwas länger war hier eine kurze Zusammenfassung:

- der PC wird zu langsam wenn im RAM (32GB) zu viel von Frei nach Standby wandert
- es sieht so aus als ob das vor allem bei der Montage von Videos im Präsentationsprogramm m.objects passiert
- Bei dem "Standby"-Anteil kommt die Anzeige:
"RAM der zwischengespeicherte Daten und Codec enthält die aktuell nicht aktiv verwendet werden"

Daher meine Frage zu Beginn: gibt es keine Möglichkeit diesen Standby-Anteil zu löschen so dass ich wieder mehr "Frei" habe ohne den PC neu starten zu müssen?
 

Porky

gehört zum Inventar
Im Standby-Anteil liegen zwischengespeicherte Daten, bei denen Windows davon ausgeht, dass sie wieder gebraucht werden und so sofort zur Verfügung stehen (Caching). Diesen Bereich gibt Windows bei erhöhter Speicheranforderung sofort frei. Ein manueller Eingriff ist also nicht nötig. Wichtig ist, dass die Auslagerungsdatei nicht deaktiviert ist, auch bei 32 GB RAM.
 
Zuletzt bearbeitet:

tkmopped

gehört zum Inventar
Es ist halt so, das sich der Aufbau von Videos selber, innerhalb verschiedener Codecs, massiv unterscheiden kann. Gerade wenn wenige eigenständige I- und P-Frames enthalten sind ist das tricky. B-Frames bauen immer auf den vorhergehenden und den nachfolgenden auf. Dabei werden die Differenzen des Bildes (Frames) berechnet und gleiche Bildinhalte erhalten. Differenzcodiert nennt man das. Deshalb müssen (fast) alle Daten im Ram vorgehalten werden. Bei Bearbeitung standardmäßiger Videos ist das idR. ein "durchlaufender " Posten der ins Ram geladen, bearbeitet und in die fertige Datei geschrieben wird. Frame für Frame. Muxen und demuxen nicht zu vergessen, wenn zusätzlich Audio eingebunden ist. Rohdaten und daraus abgeleitete Videostreams sind halt wegen fehlender Kompression (mpg, mov, H265, X264, oder H265 um nur einige zu nennen) sehr umfangreich. Beim Bearbeiten muß dabei immer die komplette Sequenz eingelesen, bearbeitet und als neue Datei geschrieben werden. Nur mal ein Stück geht eben nicht.
Diese Dateien dann in ein Präsentationsprogramm einzubinden - dasselbe Problem wie eben. Auch dabei wird die komplette Datei ins Ram "eingelagert" um in die Projektdatei eingebunden werden zu können. Sind das mehrere , eher wahrscheinlich, ist das eben so das irgendwann der Platz ausgeht. Im Extremfall bis Windows wegen langsamen Zugriffen einen Timeout vermutet.
Da die Auslagerungsdatei den aktuell nicht verwendeten Programmcode aufnehmen sollte, wird dein PC dabei extrem langsam. Evtl. hilft es Windows auf ein größeres Laufwerk zu installieren. Dann kann das OS der Pagefile Sys mehr Platz einräumen. Auf alle Fälle sollte die erstmal auf "von Windows verwaltet" eingestellt sein. Damit darf diese, bei bedarf, auf die Größe des Ram aufgeblasen werden. Ob das hilft kann man nur vermuten.
Der Umgang und die Bearbeitung unkomprimierter Videosequenzen wird normalerweise auf richtigen Workstations erfolgen. Das sind Profigeräte denen ein paar ...zig Euros wegen mehr Ram nur ein müdes Lächeln entlocken.

Vielleicht hilft es ja schon, nur H264 komprimiertes Video zu verwenden. Da hinterher sowieso auf 1080P (oder andere Auflösung) komprimiert wird, könnte man sich dieses komplett sparen. Auch die Bearbeitung in den Zwischenschritten beschleunigt sich dabei extrem. Auch in 4K lohnt es, komprimiertes Videomaterial einzusetzen. Das dann in MKV zu speichern hilft zusätzlichen Platz zu sparen. Sowas muß man testen, ob es den eigenen Vorstellungen entspricht. Bei der Kontrolle den nötigen Betrachtungsabstand zur Bildschirmgröße einhalten.

Mit Lightroom und Co. habe ich allerdings wenig am Hut..
 

thomasTS

kennt sich schon aus
zuerst mal @Porky:
das ist ja alles Schön und Recht nur
1. scheint mein PC genau die Daten in Standby ja nicht zu brauchen, denn nach einem Neustart ist er ja viel schneller
2. scheint das mit dem zur Verfügung stellen nicht zu klappen, denn trotz 15-20GB in Standby ist er viel langsamer als mit 10GB in Frei



@tkmpooed
Echt vielen dank für die ausführliche Antwort. Ich muss das am WoEnde noch mal in Ruhe durchgehen und antworte dann noch mal.
Die allgemeine Situation ist, dass meine Videos in 1080 aus der Canon 5D + M, Nikon D4 und D500, Nikon Z6 kommen (aus Z6 gelegentlich auch 4K, selten 60fps). Meist hab ich zu einem Thema 30-100 Videos oder mehr und benutze für eine (Teil-)Montage davon nur 10-30 (plus Fotos). Die Videos sind auf einem Raid-NAS in Lightroom nur zur Verwaltung was dort wie ich finde extrem gut funktioniert (Stichwörter, Suche, Gruppierung, ...). Ich bring sie von da direkt nach m.objects. Da ich ja vorher nicht weiß welche der ursprünglichen Videos ich verwenden werde, wäre eine vorherige Umwandlung schon ein hoher Aufwand. Zudem denke ich, dass die DSLRs doch schon H264 liefern, wenn man intern auf Speicherkarte abspeichert und nicht das unkomprimierte Signal über Mini-HDMI ausliest, was ich bisher nicht mache. Die Videodateien sind wie angegeben ja eigentlich nicht so ungewöhnlich groß - finde ich.
Hab auch Edius Pro, verwende das aber nur wenn an einem Video mehr korrigiert werden muss.
Kann ich eine vernünftige Möglichkeit den RAM gelegentlich mit einem Tool zu leeren ausschließen?
Warum wird der PC langsamer, warum gibt er nicht einfach 5GB aus Standby frei?
Auf der Windows-SSD sind 90GB frei.
Wie gesagt: zum Rest brauch ich etwas Länger.

Schönes Wochenende!
 
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tkmopped

gehört zum Inventar
Ram wird nie "einfach mal so" freigegeben. Das liegt daran, weil jeder Prozeß, zusätzlich zum aktuell verwendetem Speicher, auch zugesicherten Raum im Ram insgesamt beanspruchen darf. Dieser Bereich "Standby" ist nicht leer sondern beinhaltet zusätzlich den Zugesicherten (evtl. priorisierten) Speicher der aktiv laufenden Prozesse. Wenn du dort manuell eingreifen willst, wird dir die Kiste im gleichen Moment das Zeitliche segnen.

Alleine wenn du Projekte aus unterschiedlichen Kameras zusammenstrickst unterscheiden die sich im Quellmaterial. Auch wenn alles in H264 codiert wäre, ist das im Aufbau( in den Containerformaten und den Bildfrequenzen) immer unterschiedlich. Deshalb muß von jedem Quellmaterial die kompletten Frames neu berechnet werden. Wenn auch die Auflösung noch zusätzlich angepaßt werden muß käme das noch dazu. Auch wenn die Containerformate der DSLRs einen gleichlautenden Videocontainer erzeugen würden, wäre der interne Aufbau der Containerdatei immer noch nicht identisch. Es würde schon reichen das nur die Kompression abweichende Parameter setzt. Damit sind auch Videodateien aus derselben Kamera (mit unterschidlichen Einstellungen) für jedes Bearbeitungsprogramm erst auf ein Zielmedium anzupassen. Bis hierher nur Video, Audio betrifft das parallel auch wobei da die Formateflut nicht so ausufernd ist.
Wenn "rendern im Hintergrund" zusätzlich wegen einer Vorschau aktiv ist, belastet das ein System im Extremfall derart, das zeitweise keine Eingaben verarbeitet werden können. Unnötige Hintergrundprozesse sollten deshalb, so weit wie möglich, deaktiviert werden. Oder ein Benutzerprofil für Videobearbeitung angelegt, das solche Prozesse nicht automatisch lädt. Das ist eine Wissenschaft für sich.

Das Hardwarebeschleunigte Rendern von Videos durch Grafikkarten wäre eine Möglichkeit, funktioniert aber nur bei "sortenreinen" Videos weniger Formate. Ich habe dabei die Erfahrung gemacht, das mein derzeitiger R5 3600 um den Faktor 2 schneller ist als meine AMD-Grafik. Der schafft in 12 Threads eine Umwandlung von 4K in 1080P von 220 - 280FPs. Je nach Differenzierung abweichend. Da kommt meine Vega 56 nicht mal ansatzweise in die Nähe. Auch die neue RX 5500XT nicht. Auch dabei ist der Ram (32GB DDR4 3600GHz) im Ernstfall nur zu 50-60% ausgelastet.
Bei mir ist dabei aber immer nur das Videobearbeitungsprogramm oder -Tool geöffnet. Außer den dafür nötigen Diensten absolut nichts. Bei dir stehen oben noch einige Office-Boliden aktiv im Ram. Sowie deren Prozesse und Dienste.

Quellmaterial auf einem NAS? Ich habe mehrere NAS und wenn ich etwas von einem NAS bearbeiten will muß ich das zuerst auf den lokalen PC herunterladen. Erst dann kann ich das in ein Projekt einfügen. Ich weiß nicht ob das bei dir anders ist. Normalerweise läßt sich auch auf eingebundene Netzwerklaufwerke nicht so direkt zum bearbeiten zugreifen.
 

thomasTS

kennt sich schon aus
Hallo @tkmopped
Ich arbeite gerade mehr mit Fotos deswegen kam jetzt nicht direkt gleich eine weitere Antwort. Wird sich aber bald wieder ändern. Allgemein muss bedacht werden, dass mein damals sehr guter PC nun fünf Jahre alt ist (dachte es wären vier).

Zuerst zu Deinem letzten Punkt (ich würde mich natürlich freuen wenn ich in der Lage wäre auch eine Anregung/Erfahrung geben zu können)
Ich habe aus 10 Jahren rund 140 Tausend RAW-Fotos und gut 6.000 DSLR-Videos auf einem Netgear-NAS (RAID 5) mit 24 Terabyte und das Ganze zweimal gesichert. Neben flüssigem Arbeiten ist für mich maximal entscheidend die Aufnahmen sehr gut archivieren und vor allem finden zu können. Dafür ist die Kombination von Lightroom und m.objects genial. Ja, ich mache gar nichts mit den zu verwendenden Videos/Fotos. Ich arbeite mit zwei EIZO Bildschirmen. Auf dem einen habe ich Lightroom (LR) als Verwaltung offen und auf dem anderen die Montagespuren von m.objects. Das bedeutet
- ich kann direkt in LR alle Fotos + Videos ansehen
- wenn ich es verwenden will, Rechtsklick, "in Explorer anzeigen", dann ziehe ich die Datei aus dem Explorer direkt auf meine m.objects Spur - genial für mich!
- ich habe zu Regionen wie Pyrenäen oder Festen wie Fallas de Valencia Tausende Fotos und Hunderte Videos über mehrere Jahre
- ich habe damit alle Fotos und Videos (F+V) in einer gemeinsamen Verwaltung nach Datum und kann sie gleichzeitig sehen
- kann alle F+V hier mit Sternen bewerten und Farben markieren (und Fotos fertig bearbeiten)
- kann beim Import von einem Tag allen z.B. 300 F+V die Stichworte "Pyrenäen", "Winter", "Aiguestortes" zuweisen
- ohne irgend etwas zu tun alle Aufnahmen nach z.B. einer konkreten Kamera, einem Objektiv, einer Blende, ... filtern
- oder nach Farben (z.B. Blau für Fotos für bestimmte Verwendungszwecke (Focus-stacking, ...)
- aber das Beste: ich kann in LR virtuelle Gruppen und Untergruppen anlegen
- zusammen mit dem Filtern kann ich also z.B sehr schnell alle Winterfotos + V von den Pyrenäen von einer Region aus verschiedenen Jahren finden
hab mit einem Klick alle auf dem Schirm
dann die jeweiligen F+V einfach in die einzelnen virtuellen Untergruppen ziehen (z.B. Regionen, oder Tiere, Pflanzen, Nacht, Menschen, ...) es werden keine Kopien gemacht
damit habe ich das ganze Material schon vor Beginn einer Montage in der richtigen Reihenfolge vorsortiert und bereitgestellt
- und wie gesagt: dann schaue ich mir das einzelne Foto oder Video am Tag der Montage kurz in LR an, klicke "Explorer" und ziehe es direkt auf die Spur in m.objects - für mich ist das genial! Zumal bei mir oft erst während der Montage die Notwendigkeit der Verwendung von weiteren Aufnahmen entsteht. Ich muss also nie aus z.B. 1.200 Aufnahmen vorher 300 exportieren und dann wieder einzelne hinterher suchen. Und habe jederzeit zu einer Aufnahme auch alle direkt davor oder danach gemachten im Zugriff.
In bestimmten Abständen fragt dann m.objects ob ich die verwendeten Dateien in den Ordner auf dem PC kopieren möchte? Was ich dann natürlich mache. Wenn ich einzelne Videos etwas mehr bearbeiten muss mache ich das manchmal händisch schon vorher. Full-HD-Videos laufen leicht bearbeitet aber auch vom NAS ohne Probleme.
m.objects ist vor allem Montage, die Fotos sind in LR schon fertig bearbeitet, die meisten Videos kann ich ausreichend in m.objects bearbeiten. Nur wenn ich eins mehr bearbeiten muss geht es auf die FP des PC (m.objects Dateien-Ordner) und in Edius Pro.

Die Sache mit Office könnte ich einschränken, damit der RAM weniger voll wird. Ich habe hier Gliederungen und Ablaufpläne. Die könnte ich als PDF exportieren, dann müsste ich die Programme nicht öffnen. Kann sie dann aber halt nicht ändern. Muss ich mal probieren und sehen ob das RAM spart?

Natürlich ist auch ein neuer Rechner mal eine Option, da aber alles andere außer RAM gut funktioniert und auch schnell genug ist wollte ich klären, ob es nicht ein "Tool" gibt, mit dem ich dan RAM besser handhaben kann. Das scheint nicht so zu sein.
 
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