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Die Kosten müssen runter: Microsoft ersetzt OpenAI und Anthropic durch eigene KI-Modelle

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Redaktion
Die Kosten müssen runter: Microsoft ersetzt OpenAI und Anthropic durch eigene KI-Modelle
von Martin Geuß
Microsoft 365 Copilot App


Der Microsoft 365 Copilot generiert weiterhin nicht genügend Einnahmen. Um die Kosten zu drücken, beschleunigt Microsoft den Wechsel von OpenAI und Anthropic zu seinen hauseigenen KI-Modellen.

Der Plan an sich ist nicht neu. Seit Beginn des KI-Booms arbeitet Microsoft an seinen eigenen Modellen, die unter dem Familiennamen „MAI“ (Microsoft Artificial Intelligence) firmieren. Ziel ist es, die Abhängigkeit insbesondere von OpenAI zu reduzieren. Auf deren Technologie setzte man in Redmond zu Beginn des KI-Zeitalters exklusiv.

Die Adaption des Microsoft 365 Copilot lässt weiterhin zu wünschen übrig. Weniger als fünf Prozent der kommerziellen Abonnenten von Microsoft 365 haben Insiderberichten zufolge die kostenpflichtige Copilot-Option besucht. Um die Verbreitung zu forcieren, gewährt Microsoft großzügige Rabatte. Die Einnahmen dürften bei weitem nicht ausreichen, um die explodierenden Kosten zu decken.

Wie Bloomberg (Paywall, via Thurrott) berichtet, beabsichtigt man deshalb, den Einsatz der eigenen MAI-Modelle voranzutreiben. Diese sind technisch noch längst nicht so gut wie die Modelle von OpenAI und Anthropic. Es ergibt sich daraus aber kein Wettbewerbsnachteil, weil Microsoft sich innerhalb des eigenen Ökosystems bewegt und die eigenen Assistenten und Agenten deshalb keinerlei Konkurrenz haben. Es ist daher auch vorstellbar, dass den Kunden der Unterschied gar nicht so sehr auffällt.

Noch ist der Anteil von MAI innerhalb von Microsoft gering, heißt es in dem Bericht. Microsoft macht jedoch schnell Fortschritte und will die Nutzung der eigenen KI-Modelle zügig hochfahren.

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Artikel im Blog lesen
 
Zahlt Microsoft Nutzungsgebühr an OpenAI, oder welche Kosten werden gespart?
Alle Unternehmen, die entsprechende KI-Modelle anbieten und den eigenen Kunden zur Verfügung stellen, haben entsprechende Verträge mit den Unternehmen, die ein KI-Modell entwickeln. Teilweise sind das die alten Verträge, wo man das via Kontingente abrechnen konnte, meistens passiert das mittlerweile über die direkten API-Kosten, die deswegen von Microsoft und Co. zunehmend ungefiltert an die Endnutzer durchgereicht werden, weswegen die Kosten hier zusätzlich zu den anderen Faktoren wie den knappen Cloudressourcen mittlerweile explodieren.

Momentan straucheln so einige Unternehmen wegen dieser Umstände. Microsoft testet zusätzlich zu dieser Umstellung auf eigene KI-Modelle das Hosten von frei verfügbaren Open Weight-Modellen in Azure, für die sie keine zusätzlichen externen Kosten aufrufen müssen (also sowas wie Google Gemma, Mistral, DeepSeek, GPT-OSS usw.). DuckDuckGo und Brave machen was Ähnliches. Meta stellt auch zunehmend auf die neue eigene KI-Familie Muse um, nachdem Llama so versagt hat und Google denen den Zugriff auf Gemini maximal zusammengestrichen hat.

Da werden wir auch noch mehr sehen. Bei Cursor, nachdem sie von SpaceX übernommen wurden, wird beispielsweise auch erwartet, dass sie Modelle von Anthropic und Co. abstoßen und den Kunden hier in erster Linie Modelle aus der hauseigenen Grok-Familie angeboten werden.
 
Da fragt man sich doch warum Microsoft überhaupt auf die Idee gekommen ist die OpenAI KI in die eigene Strategie zu implementieren wenn doch klar war das kostet mehr als wir reinholen. Es muss ja auch damals (was ja eigentlich noch gar nicht so lange her ist) schon klar gewesen sein das das mittelfristig nicht in schwarze Bereiche kommen kann.
 
Da fragt man sich doch warum Microsoft überhaupt auf die Idee gekommen ist die OpenAI KI in die eigene Strategie zu implementieren wenn doch klar war das kostet mehr als wir reinholen. Es muss ja auch damals (was ja eigentlich noch gar nicht so lange her ist) schon klar gewesen sein das das mittelfristig nicht in schwarze Bereiche kommen kann.
Uff.
Jetzt nochmal ein Schluck Kaffee und dann nochmal nachdenken.


Wie können 1und1 oder jeder andere Service Provider bloß Gewinn machen? Die strategie war im Grunde richtig OpenAI an Bord zu holen, nur ist die Implementierung in das M365 das Problem. Copilot bietet keinen Mehrwert, wäre dieser gegeben, würden die (Firmen)kunden auch mehr dafür bezahlen.
 
Da fragt man sich doch warum Microsoft überhaupt auf die Idee gekommen ist die OpenAI KI in die eigene Strategie zu implementieren wenn doch klar war das kostet mehr als wir reinholen.
Bei einer neuen Technologie geht es ja oft erst einmal darum, einen Fuß in den Markt zu bekommen. Also wird zunächst investiert, weil man davon ausgeht, dass ein Scheitern auf jeden Fall mehr kosten würde.

Microsoft hat sich bei OpenAI eingekauft, weil sie deren Potenzial gesehen haben und weil sie selbst völlig nackt waren. Sie hatten also gar keine andere Wahl.

Eigentlich erleben wir beim Thema KI nur die üblichen Mechanismen, nur eben in einem nie gekannten Ausmaß.
 
Wie können 1und1 oder jeder andere Service Provider bloß Gewinn machen?
Bei 1und1 ist mir das klar, gehört aber nur in soweit in den Kontext AI, dass ich mir nicht mehr die Mühe mache selbest an 1und1 zu schreiben sondern dies zum größten Teil CoPilot überlasse. Allerdings muss ich teilweise doch noch nachschärfen, weil CoPilot zu nett ist! Die Bundesnetzagentur war mit einer Anwort schneller als 1und1. Da habe ich Beschwerde eingereicht, als 1und1 mal wieder eine Frist nicht eingehalten hat. Tatsächlich hat 1und1 sich erst nach der Nachfrage der Behörde gemeldet. Andere Kunden werden wahrscheinlich eher resignieren, weil sie keine Ahnung haben. Die 1und1-Schergen sind jedenfalls auf mehreren Ebenen völlig überfordert, wenn man sie mit technischen, vertraglichen und rechtlichen Tatsachen konfrontiert. CoPilot erledigt dabei den Schreibkram, damit die mehr zu lesen haben. Aber eine Formulierungen wie z.B. "ich behalte mir vor die Datenschutzbehörde einzuschalten" waren mir zu weich und wurde zu "ich werde die Datenschutzbehörde einschalten".
Mit anderen Worten: 1und1 macht mit schlechter Qualität und nicht vorhandenem Service sowie einigen anderen Dingen, gegen die sich 0815-Kunden nicht wehren, Gewinn.
Microsoft hat sich bei OpenAI eingekauft, weil sie deren Potenzial gesehen haben und weil sie selbst völlig nackt waren. Sie hatten also gar keine andere Wahl.

Eigentlich erleben wir beim Thema KI nur die üblichen Mechanismen, nur eben in einem nie gekannten Ausmaß.
Die bereits berechneten LLMs kann man ja auch teilweise auch in eigener Infrastruktur laufen lassen und dabei mit eigenen Daten anreichern. Das Modell, dass die Chinesen Anfang 2025 in den Markt geworfen haben, konnte man komplett in Azure lauden und laufen lassen. Dieses und andere - auch kommerzielle Modelle, die man ggf lizensieren muss - lassen sich auf passender Hardware auch lokal betreiben. Da ist für MSFT dann noch einfacher diese auch im eigenen Modell zu integrieren und Abfragen hybrid und/oder kontextbezogen mit einer passenden Datenbasis zu beantworten. Schon jetzt kann man dies auch bei eigenen Agenten und Anwendungen in CoPilot Studio, PowerApps und Azure nutzen. Die AI-Foundry bietet da weit mehr Möglichkeiten als in Azure schon vor ein paar Jahren an Basis-Technologie zur Verfügung stand.

Ich denke MSFT, auch durch die Datenhaltung von Kunden in M365 sowie APIs und Sicherheitslayern beim Datenzugriff eine gute Basis. Ich merke, wieviel sich "mein" M365 CoPilot dadurch verbessert.
 
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