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Digitale Souveränität: Bundesregierung plant neue Bürger-App als zentrale Anlaufstelle

DrWindows

Redaktion
Digitale Souveränität: Bundesregierung plant neue Bürger-App als zentrale Anlaufstelle
von Kevin Kozuszek
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Momentan kennen Bundesbürger, die in irgendeiner Art und Weise digitale Angebote von der deutschen Verwaltung nutzen wollen, vor allem die AusweisApp als zentralen Eingangspunkt. Geht es nach Bundesdigitalminister Karsten Wildberger, sollen die Deutschen schon bald von einer neuen Bürger-App profitieren, die alle digitalen Angebote von Bund, Ländern und Kommunen bündelt. Ambitioniert ist es allemal.

Staatliche Dienstleistungen sollen bewusst cloudbasiert entwickelt, auf dem Smartphone unter einer Oberfläche gebündelt und wie über einen Appstore zugänglich gemacht werden. Nach Aussage von Karsten Wildberger auf dem Govtech-Gipfel des Handelsblatts sollen Bürger damit Anträge einreichen, Termine vereinbaren und sich online ausweisen können. Diese Kombination einer Wallet, in der auch Dokumente wie Führerscheine und Personalausweise hinterlegt werden können, soll nach dem Willen der Bundesregierung das Verhältnis zwischen Bürger und Staat neu ordnen.

Den aktuellen Stand will die Bundesregierung im Juni oder Juli diesen Jahres präsentieren. Gleichwohl soll die Nutzung weiter freiwillig bleiben, auch analoge Möglichkeiten bleiben demnach erhalten.

Der Beitrag Digitale Souveränität: Bundesregierung plant neue Bürger-App als zentrale Anlaufstelle erschien zuerst auf Dr. Windows.


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Mal wieder eine Smartphone-App statt betriebssystemneutraler Browser-Zugang?
So wie Wero, was nicht im Browser läuft, im Gegensatz zum klassischen Online-Banking.

Das ist für mich keine digitale Souveränität, wenn ich mit US-Apple oder US-Google auf dem Smartphone in DE Staatsgeschäfte machen muss.

Bin mal gespannt, wann es ein Gesetz gibt, dass mich zwingt, eine Taschenwanze zu haben, damit ich hier als Bürger weiterhin existieren kann.
 
Eine Ankündigung wie in jeder Legislaturperiode. Bin gespannt, ob es überhaupt was wird oder ob am Ende eine App mit eine Linkliste dabei rumkommt.
 
Mal wieder eine Smartphone-App statt betriebssystemneutraler Browser-Zugang?
Ich finde, so streng darf man das nicht sehen.
Abgesehen davon, dass man zunächst einmal abwarten muss, ob das nicht einfach nur Symbolpolitik ist: Wenn man sich auf eine Reise begibt und jemanden mitnehmen möchte, dann muss man ihn zunächst da abholen, wo man ihn am schnellsten erreichen kann.
 
Ich finde, so streng darf man das nicht sehen.
Abgesehen davon, dass man zunächst einmal abwarten muss, ob das nicht einfach nur Symbolpolitik ist: Wenn man sich auf eine Reise begibt und jemanden mitnehmen möchte, dann muss man ihn zunächst da abholen, wo man ihn am schnellsten erreichen kann.
Abgesehen davon kommen manche Äußerungen mittlerweile rüber wie "Ich hab zu allem eine Meinung, aber von nichts eine Ahnung." (bildlich betrachtet, damit meine ich keinen direkt, fühlt euch also nicht angegriffen), wenn ich bedenke, dass wir im einen Beitrag zu Wero letztens mehrmals lang und breit erklärt haben, was das ist, wie das funktioniert und warum es so konstruiert ist, wie es das ist. Aber das nur am Rande...

Ernsthaft, Leute: Dass ihr aufgrund der letzten 10 bis 15 Jahre, wo wir in Deutschland die Digitalisierung gegenüber anderen Ländern wie Estland und Dänemark buchstäblich verschlafen haben, enorm skeptisch seid, kann jeder verstehen, mir inklusive. Aber wenn ich raten müsste, dürfte ich damit sicherlich nicht falsch liegen, dass nur ein Bruchteil von euch eigentlich wirklich wissen, wie das Ganze von innen ausschaut. Genau deswegen möchte ich euch nochmal auf folgenden Beitrag verweisen, den ich im Januar veröffentlicht habe.


Wenn ihr weiter unten bei der inklusiven Informatik, die als neuer Bereich in meinem Themenzuschnitt dazustoßen wird, schaut, dann hatte ich als einen Punkt, der hier kommen wird, geschrieben:

"Kritische Begleitung der Digitalisierung und Staatsmodernisierung in Deutschland mit den wichtigen Gesetzen und Vorhaben wie den Modernisierungsagenden von Bund und Ländern, dem Onlinezugangsgesetz und mehr"

Das habe ich nicht umsonst geschrieben, dass ich das hier anschneiden werde, zumal es daneben auch das Thema der europäischen Digitalwirtschaft betrifft, um die ich mich künftig ebenfalls hier stärker kümmern werde. Was ich hier bisher gemacht habe, ist nur Vorgeplänkel dazu.

Für mich sind diese Sachen schon länger gelebter Alltag, weil Strategien in der Eingliederungshilfe und Maßnahmen in meiner qualifizierten Assistenz darauf aufbauen, um meine Unabhängigkeit zu verbessern. Warum? Einerseits, weil meine chronische Angststörung meine Mobilität massiv einschränkt, aber vor allem weil Assistenz und EGH beide wissen, dass ich bei Dr. Windows bin und auch so über notwendiges technisches Wissen verfüge. Wie das ausgestaltet wird, ist zu großen Teilen meine Entscheidung, und ich habe auch schon Sachen abgelehnt, weil ich aufgrund von Sicherheitsbedenken Bauchschmerzen hatte. Was auch immer ich hier veröffentlichen würde (im Sinne eines Editorials oder einer Anleitung), ist also schon durch die Vorkontrolle gegangen.

Macht euch mal keine Sorgen, in den nächsten 12 bis 14 Monaten werden wir viel Zeit haben, um über solche Sachen zu diskutieren. Voraussichtlich in diesem Zeitraum bin ich nämlich in einer Brückenassistenz mit einem begrenzten Mandat, weil meine eigentliche Assistentin aufgrund eines für sie sehr erfreulichen und schönen Ereignisses erstmal in die Pause gegangen ist und mich mit ihrer Rückkehr dann wieder übernimmt. Heißt auf Deutsch: Ich habe, auch weil ich meinen Kopf stärker selbst aus der Schlinge ziehen muss, erstmal mehr zeitliche Spielräume und kann auch mehr Zeit in Dr. Windows investieren.

Wird noch etwas dauern, weil ich das mit der Brückenassistenz noch richtig eintakten muss, da wurde ich in den letzten zwei Wochen hier etwas überrollt. Aber ich bin dran.
 
Ernsthaft, Leute: Dass ihr aufgrund der letzten 10 bis 15 Jahre, wo wir in Deutschland die Digitalisierung gegenüber anderen Ländern wie Estland und Dänemark buchstäblich verschlafen haben, enorm skeptisch seid, kann jeder verstehen, mir inklusive.
Ich bin da nicht skeptisch. Deutschland hat gegenüber diesen Ministaaten (1,4 bzw. knapp 6 Mio. Einwohner) nur andere, weitaus größere Baustellen. Außerdem muss noch jedes Bundesland persönlich angesprochen werden, damit sich keines übergangen fühlt.
Die bekommen nicht mal ein einheitliches Schulsystem hin, wie wollen sie da Deutschland "schnell" digitalisieren?

Eigentlich sollten es doch alle gewohnt sein abzuwarten oder abzuwinken und leise denken: "es kommt wie es kommt". 🤷‍♂️
 
wo wir in Deutschland die Digitalisierung gegenüber anderen Ländern wie Estland und Dänemark buchstäblich verschlafen haben,
Ja, das ist in vielen Bereichen richtig. Andererseits ist aber auch nicht alles nachahmenswert. Schweden z. B. ist hinsichtlich der Digitalisierung auch deutlich weiter als wir. Das ist einerseits im Alltag total praktisch (z. B. bei der Einkommenssteuererklärung lachen sich die Schweden schlapp, wenn wir erzählen, wie das hier läuft), andererseits hat das auch Schattenseiten. So gibt es Internetseiten, da muss man nur den Namen von beliebigen Privatpersonen eingeben und ggf. mit dem Ort eingrenzen, z. B. hitta.se. Und schwuppdiwupp erfährt man die genaue Adresse, ob die Person mit jemandem zusammen lebt und dessen Namen, frühere Adressen, Geburtstag und andere Infos. Das wäre zum Glück in Deutschland undenkbar und ich bin ganz froh, dass bei der Digitalisierung genauer hingeguckt wird.
 
@Kevin Kozuszek
Finde ich irgendwie lustig: einerseits ist ständig die Rede davon, das wir unabhängig werden wollen von MS & Co, also z. B. Linux und LibeOffice nutzen, andererseits heißt Digitalisierung in Deutschland offenbar: alles mit App auf Apple oder Google, alias amerikanisches Handy-OS, alias Vendor Lock?

Warum kann Digitalisierung nicht offen sein?
Ich habe nichts gegen gut gemachte Digitalisierung, nutze z. B. Online-Banking und Elster am PC, ich habe auch nichts gegen Apps, z. B. Komoot bei Radeln, aber ich habe was gegen Apple-Google-App-Zwang ohne Alternative!


Ergänzung: Außerdem ist mir das Mäusekino einfach zu klein und ich kaufe bestimmt kein extra Tablet wegen des App-Zwangs, habe einen PC mit schönem 4k-Monitor.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Mauersegler Das stimme ich absolut zu, aber das ist auch nicht der Punkt, der mich in der Diskussion stört. Natürlich darf und kann jeder seine Meinungen haben und vertreten, aber dann sollte man sich nicht so aufführen, als würde man gleichzeitig auch Ahnung von der Materie haben - wie gesagt, das mit Wero haben wir mehrmals erklärt - oder man für alle sprechen möchte, obwohl man das bestenfalls für sich selbst tun kann. Was für mich Sinn macht, muss es für andere noch lange nicht tun - aber genau das ist auch völlig in Ordnung so.

Staatliche Dienstleistungen im digitalen Bereich sind de facto ein ziemlich komplexes Gebilde. Das fängt bei einfachen Apps wie NINA und NORA an und endet bei den großen Gebilden wie dem Justizpostfach, dem elektronischen Personalausweis oder ähnlichen Sachen. Für mich ist das gelebter Alltag, weil ich das als Teil der sozialpsychiatrischen Eingliederungshilfe umsetze und es über die qualifizierte Assistenz begleitet wird. Letztlich sind diese Möglichkeiten aber auch nur ein Ökosystem, genau wie bei Microsoft. Bei Microsoft springe ich auch nicht blind ins Meer und ziehe mir alles an Land, was ich kriegen kann. Ich wähle da auch aus, was für mich sinnvoll ist und was zum Beispiel aus Sicherheitsgründen tabu ist. Hier mache ich das auch nicht anders.

Sowas wäre für mich auch ein Kreisverkehr. Wenn ich diese Möglichkeiten nicht nutze und Vollmachten nicht ausreichen, würde theoretisch wieder eine Rechtliche Betreuung mit dem Feld als Vertretung gegenüber Gerichten, Behörden und anderen Sachen in Betracht kommen. Könnte ich das bentragen? Ja. Würde ich das bekommen? Nein. Warum nicht? Weil das nach dem neuen Betreuungsrecht, was seit 2023 gilt, bei der Betreuungsbehörde landen würde. Was würde die machen? Es gibt das neue Instrument der erweiterten Unterstützung, was letztlich ein mehrwöchiges Fallmanagement ist, um zu schauen, ob sich durch andere Hilfe eine Betreuung vermeiden lässt. Was würde da rauskommen? Dass gerade die EGH hier zuständig wäre und ich digitale Hilfen ausreizen kann. Womit ich wieder am Anfang wäre.

Woher weiß ich das? Ganz einfach, weil ich den gesamten Zirkus einmal mitgemacht habe und vom Amtsgericht und der Betreuungsbehörde über die Gutachten und Pflegeberatungen bis hin zur Eingliederungshilfe und dem Träger der Assistenz alle ganz genau und völlig begeistert mitbekommen haben, dass ich genau das hier - und ja, ich meine genau Dr. Windows - mache und dass bei mir auch sonst ein Wissen sondergleichen im it-technischen sowie zahlreichen anderen Bereichen vorhanden ist. Ich müsste schon meinen Kopf unter dem Arm tragen, um aktuell auch nur in die Nähe der RB zu kommen. 2010, wie ich reingekommen bin, war das aber noch normal. Ich bin erst 2023 rausgegangen und Anfang 2024 in die neue Struktur gewechselt.

@Utilisator Fenestrarum Das ist ja das Problem bei dir. Einerseits machst du Online-Banking, auf der anderen Seite verwendest du Kraftausdrücke bei Wero, obwohl dessen Funktionsweise aus dem gleichen Grund, nämlich der PSD-2 Bankenrichtlinie, so umgesetzt wurde, weil es den 2. Faktor braucht. Außerdem wird Wero als offener Standard sowieso in den Banking-Apps integriert, weil es der verlängerte Arm vom Sepa-Verfahren ist, und du kannst sehrwohl am PC damit bezahlen, weil der Online-Shop via QR Code die Direktverbindung sucht. Es funktioniert etwas anders, weil es kein zentraler Zahlungsdienstleister mit eigener Bankenlizenz ist, sondern ein Übertragungsstandard zwischen den Banken selbst. Mehr aber auch nicht.

Der Rest ist eine Abwägung zwischen einer absoluten oder pragmatischen Herangehensweise. Ich würde sagen, man muss manchmal mit den Wölfen heulen, das ist einfach so. Du siehst es anders. Kann man es anders machen? Klar.

  • Man könnte sich ähnlich wie in der Schweiz zum Beispiel dafür einsetzen, GNU Taler weitreichend für Bezahlung einzuführen. Die Schweizer haben das zumindest probiert. Damit würdest du in Deutschland aber keine große Masse hinterm Ofen hervorlocken.
  • Man könnte bei den Betriebssystemen auch zu Murena gehen, ein Smartphone mit /e/ OS kaufen und darauf microG aktivieren. Das wäre sogar realistischer als Sailfish OS, wo man u.a. wegen der veralteten Gecko-Engine schon Sicherheitsbedenken haben muss. Mit microG würden viele Android-Apps aus dem Google Play Store laufen, weil es eine freie Reimplementierung der Google Play Services ohne Kontakt zu Google ist. So ein Smartphone würde ich aber zum Beispiel nicht finanziert bekommen, weil es nicht standardkonform wäre.
  • Oder Beispiel Kommunikation: Viele wollen WhatsApp nicht verwenden, völlig logisch. Kann man trotzdem schreiben, ohne Kontakt zu Meta? Ja, kann man. WhatsApp basiert auf XMPP/Jabber, entsprechend gibt es auch technische Möglichkeiten, das über einen entsprechenden Server zu überbrücken und dann am Desktop (via Gajim) und Mobile (Monal unter iOS, Conversations unter Android) zu nutzen. Bei Matrix ist es relativ ähnlich. Aber das ist mit Kosten und zusätzlichem Aufwand verbunden, den viele scheuen. Aber eben auch nur so realistisch, weil man den Netzwerkeffekt kaum überlisten kann.
Machen kann ich vieles. Ob das realistisch ist oder für den Einzelnen Sinn macht, ist die andere Frage. Am Ende läuft es hier immer auf einen pragmatischen Kompromiss hinaus. Und wie gesagt. Was für mich Sinn macht, muss es für einen anderen noch lange nicht. Das ist völlig okay, aber da liegt eben auch die feine Grenze zwischen Differenzierung und Verallgemeinerung.
 
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Kraftausdrücke? Meine Kraftausdrücke würden gegen Forenregeln verstoßen 🤬
Ich habe mich bemüht, die Quelle deiner Aussage in meinen Antworten zu Wero zu finden, aber außer "App-Zwang" konnte ich nichts entdecken, aber das ist für mich kein Kraftausdruck. 😇

Alternatives OS: Beim nächsten Handy werde ich darüber nachdenken, falls sie ein stabiles Outdoor-Phone anbieten. Aber da sehe ich nichts bei Murena/FairFone.
Ich habe mir auch schon Volla angesehen, aber das X23-Outdoor-Handy scheint baugleich mit dem etwas betagten Gigaset GX4 zu sein (kann kein 5G), das ist mir dann zu alt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie immer: Es wird erstmal ein Arbeitskreis gegründet. Dieser entschließt sich nach 1 Jahr Beratung ein Entscheidungsgremium zu bilden. Dieses muss mit externen Consultants für ca. 2 Mio € über einen Zeitraum von 2 Jahren beraten werden.
Schließlich wird entschieden eine Ausschreibung zu machen. Die Ausschreibung gewinnt ein Konsortium aus Telekom und SAP. Die Entwicklungskosten für die App betragen in etwa 2,5 Milliarden Euro.
Kurz vor Erscheinen der App legt Markus Söder im Bundesrat ein Veto ein, da ihm noch einige länderspezifische Änderungen fehlen. Diese werden in zügigen 9 Monaten vom Konsortium für 250 Millionen Euro eingepflegt.
Die App erscheint und floppt noch in der ersten Woche. Nicht erreichbare Server ("Wir waren von den hohen Nutzerzahlen überrascht. In der ersten Wochen wurde die App immerhin 1000 Mal heruntergeladen.) und unerklärliche Abstürze.
Der CCC findet in einer App-Analyse heraus, dass die App mehrere gravierende Sicherheitsmängel aufweist.
Die Bundesregierung reagiert umgehend und beauftrag das BSI mit einer Überprüfung´. Diese ist nach 12 Monaten abgeschlossen und bestätigt die Einschätzung des CCC.
Das Konsortium weigert sich die Mängel kostenfrei zu beheben ("War nicht Teil der Ausschreibung"). Daraufhin vergibt die Bundesregierung auf Ministerialbefehl hin einen Updateauftrag für 0,5 Milliarden Euro.
Die App erscheint nach 6 Jahren und bietet zum Einstieg vorerst 10 Dienstleistungen von den 2500 in Deutschland verfügbaren Angeboten an.
Mit weiteren Updates wird bis 2050 gerechnet. Die laufenden Kosten für den Betrieb im Treuhand-Datacenter der Telekom kostet pro Jahr 380 Millionen EUR. Pro zusätzlich eingebauter Dienstleistung konnte ein Updatepreis von 25 Mio € verhandelt werden.
 
Das stimme ich absolut zu, aber das ist auch nicht der Punkt, der mich in der Diskussion stört.
Darüber solltest du dich nicht ärgern. Gejault wird gerade in Deutschland immer, wenn es um Innovationen geht. Nochmal das von mir angerissene Beispiel Schweden: Dort gibt es inzwischen Geschäfte, in denen man nicht mehr bar bezahlen kann. Hier tragen über 50% der Leute immer noch ihr Sparschwein in der Hosentasche rum. Und sie haben selten objektive Gründe dafür. In den Öffis läuft in Schweden ohne "Mäusekino" fast nichts mehr. Komisch, niemand beschwert sich, auch Senioren nicht. Hier würde die Bildzeitung den Untergang des Abendlandes beschwören - auch wieder nicht unbedingt mit sachlichen Argumenten. Da ist immer sehr viel Bauchgefühl und irrationale Angst vor Unbekanntem im Spiel.

Mir ging es jedoch auch um etwas anderes: Zügige Digitalisierung, ja gerne. Aber ebenso wichtig ist mir, dass die rechtlichen Rahmen und vor allem die Standards beim Datenschutz (siehe Beispiel oben!) gewahrt bleiben. Und wenn es dann dadurch ein wenig länger dauert - na gut, dann ist das eben so.
 
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Man könnte bei den Betriebssystemen auch zu Murena gehen, ein Smartphone mit /e/ OS kaufen und darauf microG aktivieren. Das wäre sogar realistischer als Sailfish OS, wo man u.a. wegen der veralteten Gecko-Engine schon Sicherheitsbedenken haben muss. Mit microG würden viele Android-Apps aus dem Google Play Store laufen, weil es eine freie Reimplementierung der Google Play Services ohne Kontakt zu Google ist.

Alternatives OS: Beim nächsten Handy werde ich darüber nachdenken, falls sie ein stabiles Outdoor-Phone anbieten. Aber da sehe ich nichts bei Murena/FairFone.
Ich habe mir auch schon Volla angesehen, aber das X23-Outdoor-Handy scheint baugleich mit dem etwas betagten Gigaset GX4 zu sein (kann kein 5G), das ist mir dann zu alt.
Kaum geschrieben, schon veraltet:
Hier die brandneue Outdoor-Handy-Antwort für alternative Betriebssysteme:
Android ohne Google oder mit Ubuntu: Betriebssysteme | Volla Phone

Könnte ich mir zum runden Geburtstag wünschen ;)
 
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Mal wieder eine Smartphone-App statt betriebssystemneutraler Browser-Zugang?
So wie Wero, was nicht im Browser läuft, im Gegensatz zum klassischen Online-Banking.

Das ist für mich keine digitale Souveränität, wenn ich mit US-Apple oder US-Google auf dem Smartphone in DE Staatsgeschäfte machen muss.

Bin mal gespannt, wann es ein Gesetz gibt, dass mich zwingt, eine Taschenwanze zu haben, damit ich hier als Bürger weiterhin existieren kann.

Warum nur immer alles so negativ sehen...?
Ich glaube, du hast das Wero System überhaupt nicht verstanden, wenn du hier solche eine Äusserung raus lässt. Komm mal bitte in die Schweiz, oder lass dir das hiesige Twint System von jemandem erklären. Google hilft vielleicht auch...
Etwas cooleres gibt es kaum, im alltäglichen Zahlungsverkehr. All die anwendbaren Szenarien hier aufzuzählen würde den Umfang sprengen.
Und ich als Deutscher, der in der Schweiz lebt,
freue mich wahnsinnig, das es jetzt (für euch)
eine deutsche (europäische) Lösung gibt.

Gruss Woodchip
 
Ich bin jetzt ein bisschen zappelig:
Am 30.11.2026 läuft mein jetziger Personalausweis ab; aber die Einführung des neuen digitalen soll erst ab Jahreswende kommen. Und dann lese ich im Internet, dass ich eine Bayer. ID brauche. Warum denn das schon wieder? Ich habe nur die ganz normale!
Ich bin zwar gebürtige Bayerin; aber sowas kann mich schon wieder aufregen!
Ich umarme keinen Baum und hänge auch kein Kruzifix in Schulzimmern auf, war aber mehrere Jahre in anderen Bundesländern sesshaft und kann deshalb den Hohn von Nichtbayern oft gut verstehen.
Jetzt sitze ich hier wieder fest: Freud und Leid!
 
Ich bin jetzt ein bisschen zappelig:
Am 30.11.2026 läuft mein jetziger Personalausweis ab; aber die Einführung des neuen digitalen soll erst ab Jahreswende kommen. Und dann lese ich im Internet, dass ich eine Bayer. ID brauche. Warum denn das schon wieder? Ich habe nur die ganz normale!
Ist bei uns in Schleswig-Holstein auch nicht anders. Wir haben neben der Bund-ID auch das digitale SH-Bürgerkonto, was ab 2028 sogar obligatorisch werden soll.
 
Warum nur immer alles so negativ sehen...?
Ich glaube, du hast das Wero System überhaupt nicht verstanden, wenn du hier solche eine Äusserung raus lässt. Komm mal bitte in die Schweiz, oder lass dir das hiesige Twint System von jemandem erklären. Google hilft vielleicht auch...
Etwas cooleres gibt es kaum, im alltäglichen Zahlungsverkehr. All die anwendbaren Szenarien hier aufzuzählen würde den Umfang sprengen.
Und ich als Deutscher, der in der Schweiz lebt,
freue mich wahnsinnig, das es jetzt (für euch)
eine deutsche (europäische) Lösung gibt.
Habe ich was gegen Wero als Zahlungsdienst gesagt? Nein! Ich finde die Idee gut und habe Hoffnungen, dass es PayPal ersetzt. Ich habe auch nichts dagegen, wenn man es wahlweise per App nutzen kann.
Ich habe nur etwas dagegen, dass ich es nicht Smartphone-unabhängig auf einem X-beliebigen Rechner im Browser nutzen kann, anders als mein Banking, PayPal oder seinerzeit PayDirekt.

Eine europäische Lösung ist für mich eine ohne amerikanischen Play-/App-Store.

Aber es scheint zumindest einen Google-freien Lichtblick für mein nächstes Handy zu geben, laut Suchmaschine:
  • Die Wero-App kann über den Aurora Store auf einem Volla Phone mit Volla OS installiert werden, wie beispielsweise bei Nutzern von LineageOS ohne Google-Dienste.
 
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