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Digitale Souveränität: Neue Beschlüsse zum ODF-Format und Bund-ID getroffen

DrWindows

Redaktion
Digitale Souveränität: Neue Beschlüsse zum ODF-Format und Bund-ID getroffen
von Kevin Kozuszek
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Es tut sich wieder ein bisschen was beim Thema Digitale Souveränität. Der IT-Planungsrat des Bundes hat für die Umsetzung des Deutschland-Stacks am vergangenen Donnerstag zwei Richtungsentscheidungen getroffen, was den Austausch von Dokumenten in und mit der öffentlichen Verwaltung betrifft. Neben proprietären Formaten soll dabei auch die E-Mail als Kommunikationsweg zurückgedrängt werden.

Darüber berichten die Kollegen von LinuxNews in einem aktuellen Beitrag. Demnach wird das freie OpenDocument-Format (ODF) bis 2027 verpflichtend und soll die proprietären OOXML-Formate von Microsoft bis dahin ablösen. Zusätzlich rückt die Bund-ID stärker als bisher in den Fokus. Der klassische Austausch von Dokumenten über E-Mail soll dann schrittweise durch zentrale Postfächer im bundeseinheitlichen Standard ersetzt werden.

Der Beitrag Digitale Souveränität: Neue Beschlüsse zum ODF-Format und Bund-ID getroffen erschien zuerst auf Dr. Windows.


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Ich danke dir für die immer aktuellen Informationen zu dem Thema.
Was ich mich frage...kann ich dann endlich auch digitale Dokumente einreichen? Reicht meine digitale Signatur, die bei allen anderen funktioniert, auch endlich bei Behörden? Und wie erkläre ich meinem Vater, der mit Microsoft Office groß geworden ist, und auf alle Fälle nicht mehr auf OpenOffice oder so wechselt, dass er auf einmal ein neues Format nutzen muss?
Der Weg ist gut, die Zukunft aber bleibt spannend.
 
kann ich dann endlich auch digitale Dokumente einreichen? Reicht meine digitale Signatur, die bei allen anderen funktioniert, auch endlich bei Behörden? Und wie erkläre ich meinem Vater, der mit Microsoft Office groß geworden ist, und auf alle Fälle nicht mehr auf OpenOffice oder so wechselt, dass er auf einmal ein neues Format nutzen muss?
Das kann ich dir einigermaßen beantworten, weil ich wegen der Eingliederungshilfe, wo diese Digitalisierung einen zentralen Schwerpunkt bildet, ja sowieso davon betroffen bin.

Grundsätzlich ist das geplant, dass hierüber dann der Austausch von Dokumenten als auch der allgemeine Schriftverkehr von Behörden und Bürgern möglich wird. Teilweise gab es das schon vor der Gesetzesnovelle des OZG unter der damaligen Innenministerin Faeser, als das Justizpostfach in die Pilotphase gegangen ist. Inwieweit das aber noch länger bestehen wird, weiß ich nicht. Der Schwerpunkt liegt mittlerweile jedenfalls auf der einheitlichen Kommunikationsinfrastruktur Neo, die von der FITKO vorangetrieben wird. Die basiert im weitesten Sinne auf dem Matrix-Protokoll, was wir im Alltag vor allem vom Messenger Element kennen und wofür die Plattform entsprechend angepasst wird.

Anders als bei Wero soll das auch nicht nur über eine mobile Lösung laufen, wo das ja in Person der kommenden Bürger-App, die im Juni oder Juli vorgestellt wird, sichtbar werden soll. Neo setzt auf der vorhandenen Infrastruktur der AusweisApp auf und hier soll es auch eine Webversion geben, weil die USB-Kartenleser ja weiter genutzt werden können. Was ich allerdings noch nicht weiß, ist, ob die Bürger-App eine Neuentwicklung wird oder ob die AusweisApp über ein großes Update zur Bürger-App wird. Ich meine, dass letzteres passieren soll (womit neben iOS und Android natürlich auch Windows und macOS betroffen wären), aber nagel mich da bitte noch nicht drauf fest.

So oder so finde ich das raus, spätestens wenn das wegen der EGH hier wichtig wird. Dann reiche ich die Infos über einen Blogartikel sowieso an euch durch. Wichtig ist halt, dass sich Neo nicht nur auf die Bund-ID, sondern auch auf die unteren föderalen Ebene wie das SH-Digitalkonto bezieht.

Und was das ODF-Format betrifft, muss man ja nicht LibreOffice oder Apache OpenOffice nehmen. Microsoft 365 unterstützt das ebenso wie SoftMaker Office und einige andere. :)
 
Grundsätzlich klingt das ja gut, hatte @sterzing ja auch schon gepostet.
Im Justizpostfach werden primär PDF-A-Dateien verschickt, daher ist dieser Vergleich hier nicht so ganz zielführend.
 
Die Unterstützung des ODF-Formats durch Softmaker Office ist noch sehr rudimentär. Lediglich ODT-Dokumente können mit Textmaker geöffnet und gespeichert werden. ODS-Tabellen können mit Planmaker zwar geöffnet, aber nicht gespeichert werden. Mit Präsentationen im ODP-Format kann Softmaker überhaupt nichts anfangen. Eine Anfrage im englischsprachigen Softmaker-Forum vom 13.02.2026 mit dem Hinweis, dass Softmaker angesichts der zunehmenden Nutzung des ODF-Formats in EU und NATO an Wettbewerbsfähigkeit verliere, erhielt lediglich die knappe Antwort "Thank you for your post. I have forwarded this improvement suggestion."
 
Der Druck das sich da was verändern muss ist da. Von daher bin ich doch einigermaßen optimistisch. Es gibt immer Startschwierigkeiten und bei Behörden dauert es auch immer noch mal zusätzlich länger. Es scheint aber klar zu sein das geliefert werden muss.
Für Microsoft könnte es erstmal schmerzhaft sein da auch viele andere Länder erkannt haben nicht mehr bedingungslos auf US-Unternehmen zu setzen. Am Ende wird ein neuer Wettbewerb in diesem Sektor sicher für Innovation und zu geringere Kosten führen.
 
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