Anzeige

Am Puls von Microsoft

Anzeige

Digitaler Ausweis: EU-App zur Altersprüfung ist fertig – Infoseite zur EUDI-Wallet startet

DrWindows

Redaktion
Digitaler Ausweis: EU-App zur Altersprüfung ist fertig – Infoseite zur EUDI-Wallet startet
von Kevin Kozuszek
bundestag_titelbild-720x360.jpg


Es gibt zwei kleinere Entwicklungen beim Thema Elektronische Ausweise, die wir an dieser Stelle noch kurz an euch weitergeben wollen. Wie unter anderem die Tagesschau in einem aktuellen Artikel berichtet, hat die EU-Kommission die von ihr in Auftrag gegebene App zur Altersprüfung für einsatzbereit erklärt, nachdem eine längere Testphase in ausgewählten EU-Ländern durchgeführt wurde. Für Deutschland erarbeitet eine von Bundesministerin Prien (CDU) eingesetze Kommission aktuell Empfehlungen.

Technisch orientiert sich die neue App an dem Verfahren, was beim digitalen Impfzertifikat während der Corona-Pandemie entwickelt wurde. Die Altersprüfung kann über verschiedene Methoden wie den elektronischen Personalausweis, einen digitalen Reisepass oder eine Bankverbindung erfolgen – anschließend wird auf dem lokalen Gerät nur das Geburtsdatum gespeichert. Nur dies kann auch an Anbieter wie soziale Netzwerke oder Streamingdienste entsprechend auch übermittelt werden.

Interessierte können sich das dazugehörige Open Source-Projekt auf GitHub ansehen. Spannend sind allerdings die gewählten Lizenzen. Neben der allgemein bekannten APL 2.0 der Apache Software Foundation wendet man in Brüssel mit der EUPL 1.2 eine eigene und neue Lizenz an.

Unabhängig davon hat das BMDS für die kommende EUDI-Wallet eine offizielle Infoseite für die Bevölkerung gestartet. Diese könnt ihr an dieser Stelle finden.

Der Beitrag Digitaler Ausweis: EU-App zur Altersprüfung ist fertig – Infoseite zur EUDI-Wallet startet erschien zuerst auf Dr. Windows.


Hinweis: Der Artikel wird möglicherweise nicht vollständig angezeigt, eingebettete Medien sind in dieser Vorschau beispielsweise nicht zu sehen.

Artikel im Blog lesen
 
Anzeige
Ich kenne den Dienst Yoti, der auch so etwas anbietet. Ich bin ja gespannt, wie das angenommen wird und wie das Feld sich entwickeln wird. Ich nehme an, es wird wieder Quiz-Zeit werden. :sneaky:
 
Was ich bis jetzt darüber gelesen habe, hört sich gut an.
Ein bisschen gespannt bin ich, wie die Sperrung bei Verlust funktioniert und wie ich die lokalen Daten auf ein neues Gerät übertragen kann.
 
Anbieter von Seiten und Diensten müssen dann ja verpflichtet werden auf die App aufzubauen und bei Anmeldung das Alter abzufragen. Bin gespannt ob das später auch wirklich alle machen, die dazu verpflichtet werden. Und vor allem, was passiert wenn nicht. Sperrung der Seite in Europa?
 
Allzu bekannt ist es noch nicht


und es hagelt Kritiken wie meist bei solchen Projekten z.B.
Warum die EUDI-Wallet Menschenleben gefährdet
Ab 2027 muss jedes Land in der EU eine digitale Brieftasche anbieten, mit der sich Menschen bei Unternehmen oder Banken ausweisen sollen. Nur, was da bisher entstanden ist, ist aber vor allem eine sicherheitstechnische Katastrophe – mit womöglich fatalen Folgen.
 
Zuletzt bearbeitet:
>> aber vor allem eine sicherheitstechnische Katastrophe

Wie eigentlich immer bei Entwicklungen der öffentlichen Hand. :(
 
sind gelöscht ( nicht alles, was dort gepostet wird, ist Schrott., man kann die rotmarkierten überspringen)
In offiziellen Statements und Ankündigungen wird natürlich reichlichst gejubelt

Googeln mit EUDi & Kritik liefert weitere Artikel die diskussionswürdig sind
 
Zuletzt bearbeitet:
Nur dies kann auch an Anbieter wie soziale Netzwerke oder Streamingdienste entsprechend auch übermittelt werden.

Wäre noch ganz schön wenn ich nicht das komplette Geburtsdatum preisgeben müsste. Für Soziale Netzwerke o.Ä. würde es eigentlich reichen wenn die App nur zurück meldet "User ist älter 14/16/18/21


Edit: da war ich etwas voreilig.

Auf der Website steht

"Ein Altersnachweis bestätigt die Volljährigkeit, ohne das Geburtsdatum offenzulegen. .."
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ja, macht Yoti auch, halte ich für sinnvoll @Revoltec . Allerdings fände ich blöd, wenn es massenhaft Anbieter gäbe und man ständig wechseln müsste, weil jede Seite ihren eigenen Anbieter verwendet.

Bei der Sicherheit wird hoffentlich nicht gekürzt, aber da würde ich mir mehr Sorgen machen bei einer App in Deutschland, wo immer alles erst gegenfinanziert werden soll oder es wird gestrichen. Dann sollte man die grundsätzliche Versorgung mit solchen Diensten oder Infrastruktur, Strom, Wasser und Gesundheit nicht übernehmen, sondern es einem anderen Staat überlassen.
 
Yoti ist nicht mal eine EU-Lösung:
Building the world's trusted identity platform • Yoti - UK, Australia, Canada, US, New Zealand, India
Alles 5-Eyes-Staaten (außer Indien)

Ich lade meinen Ausweis nicht ins Netz oder halte ihn/mein Gesicht vor eine Webcam.

Wenn man dann wieder solche Meldungen liest: Ausweiskopien frei im Netz ...
Internet ist Anwalts Liebling?

EUDI-Wallet:
Da lese ich das vernichtende Urteil bei Netzpolitik zu gesetzeswidrigem Vorgehen.
Da lese ich "Smartphone" - was vermutlich alternativlos US-OS bedeutet.

BTW: Ich bin nicht grundsätzlich technologiefeindlich, nutze zuweilen den nPA mit AusweisApp (am PC mit Reiner SCT).

Vielleicht kommt ja irgendwann mal eine datenschutzfreundliche Lösung, die vor dem CCC, Lilith Wittmann und anderen Security-Experten standhält.
 
Anbieter von Seiten und Diensten müssen dann ja verpflichtet werden auf die App aufzubauen und bei Anmeldung das Alter abzufragen. Bin gespannt ob das später auch wirklich alle machen, die dazu verpflichtet werden. Und vor allem, was passiert wenn nicht. Sperrung der Seite in Europa?
Ja.



Zumindest wird hier ein datensparsamer Ansatz verwendet. Hoffentlich am Ende so anonym wie versprochen. Solche Daten wecken schließlich Begehrlichkeiten von allen Seiten.

Ich sehe hier dennoch eine Gefahr: Eingeführt für einige Bereiche könnte der Nutzungszwang immer weiter ausgedehnt werden.
Am Ende ist das halbe Netz ohne Autorisierung unzugänglich, sowie diverse Dienstleistungen.
Wollen wir das?

Das Forum hier könnte auch betroffen sein.

Was ist mit Leuten, die keine Geräte mit Google, Apple oder Microsoft-Software benutzen wollen?
Die haben jetzt schon mit der Privatwirtschaft ein großes Problem.
 
Hmm, es ist wohl unbestritten, dass etwas passieren muss. Im Augenblick hebelt ja das Internet jeglichen Jugendschutz aus. Aber ich habe Fragen und hoffe, dass ich einfach nur technisch zu naiv bin und sich die Fragen gar nicht stellen:

Sperrung der Seiten in Europa - Ist es überhaupt möglich, wie zu erwarten sein wird, tausende Seiten aus allen Ecken der Welt zu sperren? Wer überwacht, dass wirklich nur jugendgefährdende Seiten gesperrt werden?

Was ist mit dem sog. "Darknet"? Jeder auch nur so halbwegs inteligente Jugendliche weiß, was TOR ist oder lässt es sich in ein paar MInuten erklären. Das gleiche gilt für VPNs, wie das aktuelle Beispiel aus Australien zeigt.

Huch, muss jetzt los, habe bestimmt noch weitere Fragen, aber die schiebe ich dann nach.
 
Wer will denn Seiten sperren? Es geht darum eine Alternative zu Lösungen aus den USA etc. zu schaffen wo Unternehmen wie Palantier mit drinnen stecken (siehe Discord).

Wir können in der EU nicht auf der einen Seite verlangen das Sozial Media das Alter überprüfen bzw. den Jugendschutz aufrecht erhalten soll und dann Daten an solche Unternehmen weitergeben.

In wie weit die im Beitrag vorgestellte Lösung besser ist wird sich zeigen, aber eine EU basierte Lösung begrüße ich grundsätzlich erst einmal.
 
Steht das auch so auf der offiziellen Seite?

Hier wird lediglich ein Tool zur Verfügung gestellt um evtl. Alterabfragen und Ausweisfunktionen zu Verfügung zu stellen.

Was die EU mit dem Tool macht ist was ganz anderes.
 
Guck einfach mal hier:

Zitat:
"Die App soll Pornoseiten oder Online-Netzwerke wie TikTok, Instagram und YouTube für Kinder sperren können. Das Prinzip: Wer die App herunterlädt, muss sich ausweisen, zum Beispiel über einen Personalausweis oder einen Reisepass. Anschließend soll sie lediglich speichern, ob eine Person laut der Angaben auf dem Ausweisdokument eine gewisse Altersgrenze überschritten hat.

Wenn man nun altersbegrenzte Seiten oder Inhalte aufrufen will, kann die App bestätigen, ob die Nutzerin oder der Nutzer das darf."

Ich habe in meiner langsam auslaufenden Kaffeepause leider nicht die Muße, weiter zu recherchieren. Jedenfalls scheint wohl klar zu sein, dass es nicht nur um soziale Medien, sondern insgesamt um den Jugendschutz geht. Und meine Frage war nunmal, was mit Seiten ist, die in irgendeiner Ecke der Welt gehostet werden und bei denen den Betreibern diese App piepschnurzegal ist. Außerdem eben die Fagen zu VPN, Darknet etc, siehe oben.
 
Da passiert genau gar nichts. Sonst hätte die EU ja vor Jahren Pornoseiten schon den Stecker gezogen bzw. vorhandene Lösungen verwendet um eine Altersverifizierung durchzusetzen.

Finde es auch amüsant das man bei der Tagesschau Social Media und Pornoseiten in einem Satz nennt, wo Letztere Jahrelang niemanden interessiert hat.
 
Es hielt und hält niemanden davon ab, Filme & Spiele ab 18 zu nutzen, an Zigaretten, Alkohol, Drogen zu kommen, Glücksspielautomaten mit Geld zu füttert, durch Straßen wie in Las Vegas bzw. Amsterdams Rotlichtviertel zu laufen oder zwischenmenschliche Interaktionen zu entdecken. Was im echten Leben trotz FSK, Gesetzen, sorgenden Eltern etc. durchgerutscht ist, wird mit diesem Feigenblatt auch nicht geändert.
Gelegentlich wurden Menschen genervt, die jünger als 18 erschienen. Im digitalen Umfeld werden jetzt alle genervt.
2009 hat das Zugangserschwerungsgesetz auch nicht das Löschen oder Verhindern der Bereitstellung krimineller Inhalte bewirkt. Es ging um Techniken fürs Sperren von Servern. Jetzt wirkt es wie Techniken zum Sperren der Clients.
 
Oben