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Eine Woche mit dem Samsung Galaxy Z Flip3

DrWindows

Redaktion
Eine Woche mit dem Samsung Galaxy Z Flip3
Samsung Galaxy Z Flip3 5G


Seit letzter Woche sind die beiden neuen Falt-Smartphones von Samsung zu haben. Mit der dritten Generation hat ein Gerät mein Interesse geweckt, welches ich vorher nie wirklich auf dem Schirm hatte. Nach einer Woche mit dem Samsung Galaxy Z Flip3 frage ich mich, warum es bisher unter meinem Radar flog, denn ich bin durchaus angetan.

Bisher habe ich mich eher für das Fold interessiert, denn es verspricht durch den aufklappbaren Bildschirm einen Mehrwert gegenüber konventionellen Smartphones. Wirklich „abgeholt“ hat mich die Idee allerdings nach wie vor nicht und ich glaube weiterhin, dass ein Dual Display Konzept wie beim Surface Duo produktiver ist. Aber darum soll es ja heute gar nicht gehen.

Auf den ersten Blick ein ganz normales Smartphone​


Das Galaxy Z Flip3 wird aufgeklappt ausgeliefert. Um die Stelle zu erkennen, an der das Display später zusammengefaltet wird, muss man schon ziemlich genau hinsehen. Das bleibt allerdings nicht lange so. Dazu gleich mehr.

Galaxy Z Flip3 5G

Auch wenn das Flip3 später eingeschaltet im aufgeklappten Zustand auf dem Tisch liegt, wird niemandem auf den ersten Blick auffallen, dass es sich hier um ein faltbares Gerät handelt.

Samsung Galaxy Z Flip3 5G

Knick in der Optik?​


Die Stelle, an der das Display gefaltet wird, tritt nach einigen Tagen der Nutzung sichtbar in Erscheinung. Ich hatte zuerst den Eindruck, der Knick würde jeden Tag deutlicher, und an den ersten beiden Tagen war das mit Blick auf den Auslieferzustand auch ganz sicher der Fall, seither scheint es aber stabil zu bleiben. Ich bilde mir allerdings auch ein, dass die Falte wieder etwas glatter wird, je länger man das Gerät offen liegen lässt. Aber ganz ehrlich: Vielleicht träume ich das auch, man kann sich ja viel einreden, wenn man etwas sehen will.

Für Ästheten ist das sicher nichts, es sieht schon ein wenig seltsam aus. Allerdings hat es bislang keinen Einfluss auf die Nutzbarkeit, und noch viel wichtiger: Die Falte ist beim Betrachten von Bildern oder Videos nur minimal bzw. meistens überhaupt nicht wahrnehmbar, und mutmaßlich auch nur dann, wenn man weiß, dass sie da ist.

Man spürt die Falte eher, als dass man sie sieht, wenn man beispielsweise durch Dokumente oder Webseiten blättert und dabei mit dem Finger die Mitte des Bildschirms überquert.

Samsung Galaxy Z Flip3 5G

Ob das hält?​


Viele zweifeln nach wie vor an der Langlebigkeit der faltbaren Displays. Das tue ich ebenfalls, trotzdem habe ich bei der dritten Generation nun irgendwie genug Vertrauen gefasst, dass ich mich entschlossen habe, das Flip3 zu kaufen.

Ich war die letzten Tage ein paar Mal in Gesellschaft, und da zog das Zusammenklappen sofort die neugierigen Blicke auf sich (ich gebe zu, ich habe mich auch nicht sehr angestrengt, das heimlich zu tun, wenn ihr versteht. Man will ja zeigen, was man hat).

Alle fanden das cool, und jeder fragte: „Aber hält das auch?“. Meine Antwort war immer gleich: „Ich habe keine Ahnung, aber wenn nicht, dann hoffe ich sehr, dass es innerhalb der ersten zwei Jahre bricht.“

In den ersten Tagen war ich beim Auf- und Zuklappen des Geräts noch besonders vorsichtig, das hat sich inzwischen allerdings gelegt und es ist ein normaler Vorgang geworden, den ich mehr und mehr unbewusst ausführe. Die Frage in der Absatzüberschrift kann nur die Zeit beantworten.

Ein ganz normales Smartphone auch im Alltag​


Wenn ich den ganzen Tag am Schreibtisch sitze, was von Montag bis Freitag beinahe immer der Fall ist, dann liegt das Flip3 aufgeklappt neben mir oder es steht in der Ladestation. Dass es trotz seines besonderen Formfaktors drahtloses Laden unterstützt, war einer der Punkte, die mich letztlich zum Kauf bewogen. Der Fingerabdruckleser ist seitlich im Powerknopf untergebracht, was ich ebenfalls begrüße. Das Flip3 ist allerdings das erste Smartphone, bei dem ich die Gesichtserkennung eingerichtet habe. Dass es mich beim Aufklappen erkennt, fühlt sich irgendwie stimmig an.

Der Snapdragon 888 macht dem Gerät erwartungsgemäß ordentlich Beine, hinsichtlich der Performance gibt es nicht das Geringste auszusetzen. Die Akkulaufzeit war in den ersten Tagen erschreckend kurz, inzwischen hat sie sich gebessert. Das muss ich allerdings weiter beobachten, ein langer Tag außer Haus könnte in der Tat zur Herausforderung werden.

Die Kamera macht, so ich das bis jetzt nach einigen Schnappschüssen beurteilen kann, gute bis sehr gute Fotos. Weil das Flip3 ohnehin recht dick ist und das kleine Zusatzdisplay etwas aufträgt, kommt es ohne Kamerabuckel aus, was ich ebenfalls als sehr angenehm empfinde.

Zwei Beispielfotos habe ich nachfolgend eingefügt.

Samsung Galaxy Z Flip3 5G Beispielfoto

Samsung Galaxy Z Flip3 5G Beispielfoto

Klapp auf, klapp zu​


Wie weiter oben schon erwähnt, ist das Auf- und Zuklappen des Galaxy Z Flip3 inzwischen ein alltäglicher Handgriff geworden. Den Transport in der Hosentasche empfinde ich als deutlich angenehmer. Es trägt zwar dicker auf, dafür stört es nicht, wenn man sich hinsetzt. Mein vorheriges Gerät, das Galaxy Note 10+, konnte sich beim Hinsetzen schon mal schmerzhaft bemerkbar machen, oder es drohte unbemerkt aus der Gesäßtasche zu rutschen.

Das kleine, außenliegende Display habe ich bereits sehr zu schätzen gelernt. Wie im folgenden Foto zu sehen, kann es als Miniplayer genutzt werden, weitere verfügbare Widgets sind Wetterbericht, Diktiergerät sowie die Anzeige von Benachrichtigungen, Terminen und Infos von Samsung Health. Eingehende Telefonanrufe zeigt es selbstverständlich ebenfalls an.

Galaxy Z Flip3 5G

Das äußere Display hat durchaus seinen Charme, dennoch muss man das Flip3 logischerweise häufig aufklappen. Gegenüber einem „normalen“ Smartphone ist das ein zusätzlicher Schritt, der mich bis jetzt noch nicht sonderlich stört. Da ich jemand bin, der meist zu oft und auch in unpassenden Situationen mit seinem Smartphone herumspielt, setze ich außerdem ein wenig auf den selbsterzieherischen Effekt.

Erstes Fazit​


Nach inzwischen gut einer Woche mit dem Galaxy Z Flip3 bin ich mir ziemlich sicher, dass ich es behalten werde. Echte Schwächen habe ich bislang nicht gefunden, lediglich die Sache mit der Akkulaufzeit muss ich noch ein paar Tage im Auge behalten.

Ich will an dieser Stelle weder euch noch mich selbst belügen, indem ich dem faltbaren Display irgendeinen signifikanten Mehrwert andichte, den hat es nämlich nicht. Dass man das Flip 3 zusammenklappen und einstecken kann, ist in erster Linie cool. Es ist halt einfach mal wieder was Neues in der ansonsten doch ziemlich langweilig gewordenen Smartphone-Welt.


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Artikel im Blog lesen
 
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Hedonist

nicht mehr wegzudenken
@Martin : Danke für den Bericht

Bezüglich dem Mehrwert des Falt-Displays mit ansonsten "normaler" Größe (also aufgeklappt bei 5-6") bin ich mir auch noch nicht schlüssig; konnte mit dem Falthandy von Motorola damals auch nichts anfagen, außer es wie bei Strartrek Original Serie mit Communicator gleich zu tun. Also mit einer Handy und quasi mit dem Daumen ruckartig hochzuklappen und reinzureden ;)

Den Mehrwert des Fold sehe ich schon; wenn dann aufgeklappt ein kleines TabletPC in der Hand hälst. Einzig die Dicke des Fold ist mir immer noch ein Dorn im Auge... hatte sehr darauf gehofft, dass Samsung die beiden Bildschirme an sich deutlich schmaler hinkriegt. Aber kann ja noch was werden in ein paar Jahren.

Würde mich sehr über ein Update des Erfahrungsbericht in ein paar Wochen intensiver bzw. täglicher Nutzung freuen.
 

RicardoSSB

nicht mehr wegzudenken
Wenn es nicht zu schwer ist, finde ich es doch eine recht angenehme Art es wieder in die Hosentasche zu bekommen, so 5-6" Geräte sind echt ein Problem.
 

Jmk

treuer Stammgast
HAHAHA. Ich mag das Faultier, astreine Comedy.
Ach ja, was hat das Fold mit dem Flip zu tun?


Hatte das Flip gestern auch in der Hand. Gewicht hat mich positiv überrascht. Sehr wertig. Aber wie beim Fold, das ist ja cooler finde, weil halt Tablet, komme ich über mit dem Falz nicht so recht klar.
 

Dose

gehört zum Inventar
Obwohl ich für technische Spielereien immer zu haben bin muss ich sagen, dass mich hier ein paar Sachen doch stören würden:

- Die Falte mittig
- Der Umstand, dass man das Smartphone immer aufklappen muss, wenn man nur mal kurz was nachgucken will
- laut diverser Tests sind die Kameras nicht auf High End - Niveau, wie in dem Preissegment 1000€ + üblich und die Akkulaufzeit ist auch unterdurchschnittlich

Ein toller Hingucker ist es auf jeden Fall, nur sehe ich den großen Mehrwert momentan noch nicht. Eine Smartwatch (mit LTE/eSIM) als Ergänzung zum normalen Smartphone finde ich dagegen sehr praktisch und habe mich geärgert, dass ich da nicht früher auf den Zug aufgesprungen bin.
 
G

Gelöschtes Mitglied 107444

Gast
Ich denke schon, dass ich mich mit solch einer Technik anfreunden könnte. Ich mochte auch damals die Klapphandys. Alles, was den Ziegel in der Tasche etwas kleiner macht, ist hier sehr willkommen...

Soll aber noch ausreifen, die Technik. Vielleicht schaffen sie es irgendwann auch ohne diese Kante im Display.
 

shrike

nicht mehr wegzudenken
Solange ich es extra aufklappen muss damit es den gleichen Zweck erfüllt wie ein normales Smartphone, sehe ich keinen Sinn darin dafür Geld auszugeben.
 

ThorKMaster

kennt sich schon aus
Grundsätzlich finde ich Geräte mit Faltdisplay extrem spannend.
Aber in der Praxis stört es mich ganz gewaltig das die „Falte“ nach wie vor viel zu deutlich ins Auge fällt. Alleine das ist für mich persönlich der Grund sowas noch nicht zu kaufen. Ein weitere Grund ist die Dicke der Geräte im zusammengeklappten Zustand. Das empfinde ich in der Hosentasche als extrem störend. Das ist auch der Grund warum es mich überrascht das es anscheinend doch etliche User gibt die mit so einem „Klötzchen“ in der Tasche rumlaufen mögen. Aber gut das es unterschiedliche Geschmäcker gibt, sonst gäbe es nur Einheitsbrei.
Auch wenn mich das bisher alles nicht wirklich überzeugt freue ich mich auf die Weiterentwicklung im „Fold-Bereich“ und lese gerne die Erfahrungsberichte dazu.
Irgendwann mal ein brauchbares Gerät in den Händen zu halten das zum einen Smartphone und zum anderen ausgeklappt ein Tablet ist, ist immer noch ein persönlicher Traum.
 

DerEineTyp

bekommt Übersicht
Auch ich benutze das Flip seit letzter Woche und durch seine Größe in der Hosentasche denke ich oft, dass ich mein Handy vergessen habe.
Die Dicke ist durchaus auch dem Klappmechanismus geschuldet, wie man auf einigen "Zerlegevideos" sehen konnte. Auch muss die Falz, sprich das überschüssige Material beim Biegen, ja irgendwo hingeschoben werden. Ich finde das Konzept jedenfalls sehr gelungen. Für mich unterwegs praktischer als ein faltbares Tablet.
In die Haltbarkeit des Bildschirm habe ich Vertrauen (bringt es allerdings auch beruflich mit sich), das Problem der sich lösenden Schichten hat man im Griff und der Staubschutz sollte verbessert sein. Also ich kann es wirklich empfehlen.
Vielleicht noch als Ergänzung, wenn es hier interessiert: Bei der Herstellung von Displays gibt es einige Prozessschritte die hohe Temperaturen erfordern. Das führt bei einem flexiblen Trägermaterial - eine Kuststofffolie - die keine hohen Temperaturen aushält, zu Problemen. Die neueren Bildschirme werden deshalb auf Quarzglas-Substraten aufgebaut und danach vom Glas auf die flexible Folie transferiert. Damit erreicht man eine deutliche bessere Festigkeit der Schichten und eine geringere Ausfallquote bei der Herstellung.
 
Zuletzt bearbeitet:

LutzH

LUTZ
2019 habe ich ein Ersatz für mein Lumia 950XL gesucht.
Auf Empfehlung von @Martin habe ich mir ein Note10 + schon im August 2019 gesichert.
Leider ist die Erscheinung des Note 21 in weiter Ferne gerückt wenn es denn überhaupt noch kommt.

Aber das nur nebenbei.

Deshalb war ich ganz gespannt wie die neuen Faltgeräte von Samsung so ankommen.

Ich lese jeden erdenklichen Artikel darüber.
Das einzige was für mich Sinn gemacht hätte wäre das Fold 3 wegen des doppelten Displays im aufgeklappten Zustand.

Das Flip 3 ist im aufgeklappten Zustand nicht mal so groß ist wie mein Note 10+

Das Flip 3 ist meiner Meinung nach eher was für Frauentaschen.

Und warum ich mich haupsächlich gegen Klapphandys einscheide sind die aufeinander liegenden Displayflächen.
Diese laden doch Staub- und Sandkörner regelrecht ein das Display zu zerkratzten.
 

Martin

Webmaster
Teammitglied
Das Flip3 ist in erster Linie schmaler als das Note 10+ und ich habe auch befürchtet, dass mich das stören könnte. Aber ich habe nach einem Tag schon nicht mehr dran gedacht.
Die Sache mit den Staubeinschlüssen, die zu Kratzern führen können, ist eine der Fragen, auf die ich erst in ein paar Monaten eine Antwort habe. Wie ich hörte, kann man die Folie aber angeblich bei Samsung tauschen lassen. Wer mutig ist, kann auch für 20 Euro eine Drittanbieter-Folie kaufen und das selbst machen.
 

LutzH

LUTZ
So wie ich deine Handys über die letzten Jahre verfolgt habe die du persönlich benutzt hast du immer welche mit großen Display bevorzugt.
Es wundert mich das du dich jetzt für das Flip 3 und nicht für das Fold 3 entschieden hast.
 

Martin

Webmaster
Teammitglied
Ja, das wundert mich auch. Aber das Fold3 ist mir einfach zu mächtig.
Meine Kaufentscheidung war auch insofern voreilig, als ich davon ausgehe, dass ich das Surface Duo 2 zwar interessant finden werde, aber für mich persönlich nicht "kaufenswert".
 

LutzH

LUTZ
Eigentlich habe ich große Hoffnung auf das Duo 2 gesetzt.
Aber du weißt über das Duo 2 wahrscheinlich mehr als Andere.
Ich hoffe ja insgeheim das du das Duo 2 nach dem Erscheinen trotzdem testen!
 

Martin

Webmaster
Teammitglied
Nein, ich weiß leider nicht mehr als das, was man auf vielen Seiten öffentlich nachlesen kann.
Mein einziger Vorteil ist, dass ich ein paar Leute fragen kann und die zwar nichts verraten, aber auch nichts dementiert haben. Testen werde ich es so oder so, das ist klar. Dazu bin ich ja quasi verpflichtet :D.
 

DerEineTyp

bekommt Übersicht
Hätte ich eine Frauenhandtasche, wäre auch bei mir das Fold oder dann sogar ehr das Duo kein Problem 😊 Da ich aber meist ohne Taschen unterwegs bin, ist für mich das Flip genau die richtige Wahl.
Die Oberfläche liegen bei allen faltbaren Displays im zusammengeklappten Zustand nicht direkt aufeinander. Beim Biegen muss ein gewisser Radius eingehalten werden. Ein echtes Knicken, wie bei einem Blatt Papier, ist nicht möglich. Es sieht ähnlich wie bei einem Surface Book aus. Nur die oberen und unteren Aussenränder stossen im geklappten Zustand aufeinander. Dort gibt es kleine Gummipuffer in den Ecken. Am Gelenk bleibt ein Spalt.
 
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