Einen knappen Monat nach Veröffentlichung seines neuen "Safety Scanners" hat Microsoft erste Statistiken vorgelegt.Demnach wurde das Programm in der ersten Woche nach seiner Veröffentlichung 420.000 mal heruntergeladen - auf über 20.000 Computern wurden dabei Schadprogramme gefunden.
Demnach befand sich also auf knapp fünf Prozent aller untersuchten Computer ein Virus, ein Trojaner oder sonstige Schadprogramme.
Sieben der zehn "Top-Schädlinge" basieren auf Java-Exploits - besonders erschreckend daran ist der Umstand, dass diese auf zum Teil längst geschlossenen Sicherheitslücken basieren. So ist der Java-Sicherheitsbug "CVE-2008-5353" auf Platz 1 - er wurde bereits im Dezember 2008 von Oracle (damals noch Sun) beseitigt. Auch für die anderen Einfallstore sind zum Teil schon seit längerer Zeit entsprechende Sicherheitsupdates verfügbar.
Programmierer von bösartiger Software konzentrieren sich aktuell sehr stark auf ungepatchte Java-Sicherheitslücken - im zweiten Halbjahr 2010 hat sich die Anzahl entsprechender Angriffe vervielfacht.

Als Türöffner für die befallenen Systeme dient dabei schwerpunktmäßig auch Rogue-Software: gefälschte Antivirus-Programme, die sich als Sicherheits-Tools ausweisen, aber das Gegenteil davon sind.
Siehe auch:
http://www.drwindows.de/windows-new...y-scanner-kostenloses-antivirustool-ohne.html