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Für OpenSource: Schleswig-Holstein will sich von Microsoft lösen

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Ich stelle mir das so richtig lustig vor.
Die Vollblutbeamten sollen was neues lernen?
Wie soll das möglich sein?
 
……….So gut und schön das Projekt ist, so etwas kann man sich leisten, wenn der Rest läuft. Bis dahin ist das Geld an anderer Stelle besser angelegt
Auch wenn ich den Haushaltsplan SH nicht im Detail kenne und ich dir auch grundsätzlich recht gebe, sollte man natürlich auch im blick behalten, dass sich die Landesregierung vielleicht hier eine Kostenentlastung auf lange Sicht verspricht und damit die eingesparten Gelder in die, von dir angesprochenen, Projekte fließen können.
dass jetzt erst mal mehr geld ausgegeben wird ist natürlich klar, aber auf lange sicht könnte es sich relativieren.
ich stecke Zuwenig im Thema "freie Software", grundsätzlich finde ich aber die Idee, auch an diesem Punkt dem Steuerzahler Geld einzusparen, wirklich gut.
aber dann muss es halt auch richtig durchdacht und durchgeführt werden
da fand ich die "Münchener Nummer" auch gut, nur das Ergebnis war halt sehr fragwürdig
und da wir alle nicht im Rat der Stadt München sitzen, wissen wir auch nicht die Hintergründe.
aber ich kann mir schon vorstellen, dass da der eine oder andere Planungsfehler bewusst "gedeckelt" wird.
da kommen wir wieder zum Thema Schwarzbuch und meinem, schon ewigen Wunsch, handelnde Personen in kommunen endlich haftbar zu machen.
leider lässt dass das Beamten- und Vergaberecht nur bedingt zu
 
Die Wirtschaftlichkeit kann man schwer vorhersagen. Hängt maßgeblich auch von der bereits bestehenden Struktur ab.
In München wurde ja die komplette IT faktisch neu aufgebaut und massiv aufgestockt, hinzu wurde eine Firma gegründet. Im Vergleich zu früher ein enorme Kostenfaktor. Dann prallten auch Ideologien aufeinander, die von Milchmädchenrechnungen begleitet wurden. Da ist von Beginn an vieles schief gelaufen.
SH kann es einfacher habe, da sie theoretisch auf vorhandene Erfahrung zurückgreifen können. Einige der entstandenen Lösungen könnte man sicher auch übernehmen.
Wenn sie aber Starrköpfig was eigenen durchboxen wollen, kann das ziemlich teuer werden.
So ein Projekt kann nur funktionieren wenn objektive Köpfe miteinander arbeiten und Ideologin ausgesperrt werden.
 
Die großen Softwareunternehmen zwingen die Gesellschaft dazu, Standards zu verwenden, auf welche sich die Gesellschaft aus sich heraus nie einigen könnte. Das bringt die Gesellschaft sicher in eine gewisse Abhängigkeit von den Unternehmen, aber die Unternehmen sind auch von der Gesellschaft abhängig, sodass sich im Grunde immer eine win-win-Situation einstellen sollte. Warum sonst hat z.B. MS eine Deutschland-Cloud istalliert und legte sich mit der eigenen Regierung wegen des Schutzes ausländischer Daten an?
Und was SH oder andere Großverwaltungen angeht, sich in irgendeiner Weise zu reformieren: Verwaltungen nach deutschem Schema sind dazu nicht in der Lage. Und wenn sie nach Jahren der Quälerei zu etwas gekommen sein sollten, sind die realen Randbedingungen schon wieder ganz anders. Verwaltungen verwalten Bestehendes, Kreativität kann dort kaum Jemand. Je höher die Verwaltung von der Gemeinde bis rauf zum Bund, um so weniger.
 
Die Wirtschaftlichkeit kann man schwer vorhersagen. Hängt maßgeblich auch von der bereits bestehenden Struktur ab.
In München wurde ja die komplette IT faktisch neu aufgebaut und massiv aufgestockt, ………..
das meinte ich ja mit
aber dann muss es halt auch richtig durchdacht und durchgeführt werden
man kann sicherlich keine Blaupause anlegen, aber aus den Erfahrungen von München lernen, sollte schon mal ein guter Ansatz sein.
"Überraschende" Kosten sind, aus meiner Sicht, bei allen Großprojekten nicht zu vermeiden, können aber bei der Planung einkalkuliert werden.
dass es bei München zum kompletten IT-Struktur-Austausch kam, wusste ich bisher nicht und ist für mich eher ein Zeichen für schlechte Vorbereitung.
und wenn das wirklich fachlich und sachlich nötig war und die vorhandenen IT verantwortlichen das nicht voraus gesehen und zur Sprache gebracht haben, hätten sie die gleich mit austauschen sollen
 
Ralf 71 schrieb:
[...]Was ist mit Datenschutz bei quelloffene Software ?.....

Das ist nur eine Frage der eigentlichen Implementierung (und der Mitarbeiterschulung beim Nutzer), nicht ob der Quellcode öffentlich verfügbar ist, oder nur für bestimmte Personen.

Spannend finde ich an dem Ansatz in SH auch das öffentlich unterstützt entwickelter Code zukünftig per-se open source sein muss.
 
In zehn Jahren wollen sie reumütig zu Windows zurück und Microsoft sagt: Sorry, aber bei uns gibt's auch nur noch Linux :ROFLMAO:.
 
Eine IT-Infrastruktur ist mehr als nur der Arbeits-PC mit Windows und Office. Wenn viele Server mit Windows laufen und dort gewechselt werden kann, dann kann sich das schon sehr schnell rechnen. Windows Server Lizenzen, SQL Server etc sind nicht gerade Schnäppchen. Dagegen ist Office und Windows Kleinvieh.

Daneben wird es genügend interne Anwegeben, die man deutlich Plattform-agnostischer entwickeln kann. Da könnte sogar Microsoft in gewisser Weise reinspielen durch ihr PWA pushen. Der Sonderteil einer PWA für Windows sind wenige Kleinteile, nicht vergleichbar mit Win32/MFC/WinForms/WPF Anwendungen.

Was ich mich immer Frage: Warum gibt es immer so ein großes Problem mit der Office Kompatibilität? Oder besser gefragt, warum werden so viele Office Dateien benötigt?
Eine Office Datei macht ja Sinn, wenn der Empfänger daran weiter arbeiten können soll. Das sehe ich halt nur bei internen Angelegenheiten. Mein Brief mit meiner Anfrage schicke ich doch nicht als Word File durch die Gegend. Da ist doch PDF das bessere Mittel: sieht überall gleich aus und Veränderbarkeit braucht es auch nicht, wenn es die Zuständigkeitsebene verlässt. Wenn ich einen Brief an eine Behörde schreibe, soll der nicht verändert werden können und braucht es nicht.
Ergo: schaut man sich an, wo bislang Office Dokumente verschickt wurden und warum, kann man eher am Prozess arbeiten und den wahrscheinlich auch optimieren. Da dürften eigene Anwendungen deutliche Verbesserungen bringen, da Daten strukturiert werden und entsprechend effizienter verarbeitet werden können. Hier in Deutschland im nächsten Jahrhundert vielleicht auch automatisiert :D

Zumindest Word sehe ich sehr unkritisch im Ersatz: es werden minimale Formatierungen genutzt und 95% des Aussehens sind durch Vorlagen vorbestimmt. Das kann auch ein Tool und im Hintergrund die Eingabe in Latex setzen und dann auf Knopf PDF und elektronisch raus oder halt zum Drucker, wenn man noch im Prä-Neuland unterwegs ist.
 
Dafür, dass in Deutschland Fachkräftemangel herrscht, lesen hier aber ganz schön viele Fachleute für die IT-Struktur in der S.H.ischen Verwaltung mit. Respekt.
 
Die Politik weiß wohl nicht mehr was sie mit dem ganzen Geld anstellen soll. Anstand man es für die Öffentlichkeit verwendet wird das Geld einfach ohne Ahnung aus dem Fenster geworfen. Wie wäre es mal die Straßen zu erneuern? Hier im wirtschaftlichen starken gebieten kommt man keine 10 meter weit ohne in den nächsten Schlagloch zu fahren. Nur mal so als Tipp. Oder wie währe es mit mehr Wohnungen? Nö man muss das Geld wieder mal ausgeben auch wenn der Bürger kein nutzen oder Erleichterung dadurch hat. Danke ;)
 
Zumindest Word sehe ich sehr unkritisch im Ersatz: es werden minimale Formatierungen genutzt und 95% des Aussehens sind durch Vorlagen vorbestimmt. Das kann auch ein Tool und im Hintergrund die Eingabe in Latex setzen und dann auf Knopf PDF und elektronisch raus oder halt zum Drucker, wenn man noch im Prä-Neuland unterwegs ist.
Sicher, man kann fertige Dokumente auch als PDF verteilen. In vielen Fällen ist es sicher auch die bessere Wahl.
Jetzt ist es aber so, das eine ganze Reihe von Abläufen quasi zum Standard geworden sind. Darunter z.B. das Dokumente sei es Word-Dateien oder aber auch PDF´s geschützt und digital unterzeichnet werden. Bis hin zu automatischen Abläufen inkl. Protokollierung und rechtsverbindlicher Unterzeichnung. Dort, wo dies gefordert oder als fester Ablauf etabliert ist kann man nicht einfach eine alternative Lösung aus dem Ärmel schütteln. Sicher kann man hergehen und sagen, wir machen es ab heute so und so. Aber was macht man mit den Archiven und noch laufende Projekte? Kann man sie einfach portieren? Mitunter müssen auf Jahre hinweg mehre Systeme vorgehalten und evtl auch eingebunden werden.
Wirklich einfach ist das alles nicht und wird auch S H über Jahre dauern.
 
Wenn man selber in der IT (Softwareentwickler) arbeitet und solche Artikel erscheinen, da gibt man gerne seine Ansicht wieder. Wie so häufig steckt der Teufel im Detail und ohne detaillierte Kenntnisse der vorhanden Struktur und Prozesse kann man auch nur ein naives Bild zeichnen.

IT-Leute interessieren sich für ihr Metier, von daher findest du unter entsprechenden Artikeln/Kommentaren auch entsprechende Beiträge. Von Außen ist die Sicht immer einfacher als von Innen. Größere Systemlandschaften sind nie trivial in keinem Aspekt. Dafür gibt es zu viele Wechselbeziehungen, Abhängigkeiten etc pp. Aber ob diese nun in einem privaten Unternehmen steht oder in einer Behörde macht technisch nicht so viel aus (fachlich schon, klar).

Größtes Abenteuer in solchen Projekten ist herauszufinden, wie tatsächlich gearbeitet wird. Denn definierter Prozess und gelebter Prozess sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Das ist aber auch eine IT-Binsenweisheit, die leider viel zu häufig zutrifft.
 
Naja, irgendwer muss einfach den Kreislauf einer ständigen Abhängigkeit durchbrechen. Es ist ja nicht so, dass man nur an bewährtes festhält, weil es das Beste ist was es gibt. Man ist teils sogar gezwungen das Ganze fortzuführen, weil es auf den ersten Blick bequemer ist. Man ist quasi in einer Zwickmühle gefangen.
Wenn sie es schaffen, gibt auch Gründe sich im Wettbewerb mehr anzusträngen. Teilweise ist es ja doch auch ein friss oder stirb.
 
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