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Fairer Wettbewerb in der Cloud – Microsoft sieht Handlungsbedarf bei sich selbst

DrWindows

Redaktion
Fairer Wettbewerb in der Cloud – Microsoft sieht Handlungsbedarf bei sich selbst
von Martin Geuß
Microsoft Logo Titelbild


Microsofts Vizepräsident Brad Smith sagt, das Unternehmen müsse schnell Maßnahmen ergreifen, um für einen faireren Wettbewerb in der Cloud zu sorgen. Diese Erkenntnis erfolgt selbstverständlich unter Druck, denn die Kunden sind unzufrieden und eventuell droht Microsoft neuer Ärger in der EU.

Dass sich Konkurrenten über die Praktiken von Microsoft beschweren, ist nicht neu, in der Branche beschwert sich jeder über jeden und oft ist es schwer einzuschätzen, was davon nun echte Probleme und was reine PR-Maßnahmen sind.

Anders sieht es jedoch aus, wenn die Kunden verärgert sind. Genau das ist offenbar derzeit bei Microsofts Cloud-Kundschaft der Fall. Es geht darum, dass der Betrieb von Office, Windows Server, Microsoft SQL Server und diverser anderer Produkte aufgrund unterschiedlicher Lizenzierungen teurer ist, wenn man auf eine andere Cloud-Infrastruktur als Microsoft Azure setzt.

Das entsprechende Preismodell wurde 2019 umgesetzt und das Ziel liegt klar auf der Hand: Den Kunden sollte die Nutzung der Google Cloud, Amazons AWS oder anderer Plattformen madig gemacht werden. Darüber hatten sich zunächst die Wettbewerber beschwert, und wie Bloomberg berichtet, rebellieren auch die Kunden inzwischen gegen diese Ungleichbehandlung.

Üblicherweise wird derartige Kritik entweder negiert oder ausweichend beantwortet. Brad Smith wird im Bloomberg-Bericht allerdings mit deutlichen Worten zitiert: „Es gibt definitiv einige berechtigte Bedenken. Wir müssen genau hinschauen, daraus lernen und dann notwendige Änderungen vornehmen.“

Die EU prüft derzeit, ob sie wegen der Beschwerden der Konkurrenz ein Verfahren gegen Microsoft einleitet (siehe Bericht). Die vorauseilende Ankündigung von Microsoft kann man durchaus als Signal werten, dass man in Redmond entsprechende Sanktionen fürchtet.


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Ich finde lustig wie die entsprechende Preispolitik von MS angeprangert wird. Klar, wenn alle gerne den selben Preis bezahlen wollen um sich frei zu entscheiden wird sich MS sicher nicht beschweren die Preise ordentlich nach oben zu korrigieren, denn einmal Nutzer immer Nutzer, da wird keiner deshalb wechseln wenn die Preise von Google und AWS die selben sind wie bei MS xD
 
... es geht um Fairness auf dem Markt. :cool: Etwas, was die Amerikaner seit der Übernahme eines Kontinents von den Ureinwohnern nicht weiter ausgebaut haben. An Fairness ist noch keiner stinkreich geworden, also kann das weg. Sich gegenseitig ans Bein pinkeln und das Nest beschmutzen, gehört dort zum guten Ton.
ot:
Brad Smith sagt, das Unternehmen müsse schnell Maßnahmen ergreifen, um für einen faireren Wettbewerb in der Cloud zu sorgen
ot:

"Nein Euer Ehren, ich konnte nicht wissen, dass so ein Stich mit dem Messer ins Herz meiner Schwiegermutter tödlich ausgehen kann". "Ich gelobe Besserung und werde beim nächsten mal daran denken". :devilish:

Scheinheiliges Gerede von knallharten Geschäftsmännern.
 
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