[gelöst] Falsche Dateizuordnung(stabelle) nach SSD-Wechsel

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Osambala

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Hallo,

ich habe Datensalat auf meiner Festplatte. Win 10 läuft, aber offensichtlich haben sich zwei Systeme (MBR und GTP) miteinander vermischt, weil ich die falsche Sicherung (Acronis) zurückgespielt habe.
Genauer:
Hallo,

ich habe in einen neuen Laptop mit gtb-bios eine mbr-festplatte mit meinen Daten eingebaut. Dabei ist es durch Unachtsamkeit zu Datensalat gekommen wie folgt:

Ich hatte von beiden Festplatten eine Acronis-Sicherung gemacht. Auf der größeren SSD-Festplatte aus dem "alten" Rechner" mit mbr waren 5 Partitionen: System, LW C: , LW D:; LW E:, LW F:. Auf der GPT-Festplatte, die bei Kauf im neuen Rechner war, gab es ursprünglich nur "System" und "LW C:". Ich habe lediglich kurz vor dem Ausbau noch Minipartitionen D-F angelegt, um die gleiche Aufteilung zu haben.

Dann habe ich versehentlich aus einer Acronis-Sicherung der GPT-Platte die Systempartition und LW C: mit restore aufgespielt. Das gab auch keine Probleme. Windows startet, wobei ich den Eindruck hatte, dass es nach dem Win-Logo nochmals was geladen hat. Dann habe ich, weil die eingebaute Maus nicht richtig funkionierte, den Geräte-Manager aufgerufen und festgestellt, dass unter "andere Geräte" eine Menge Zeugs steht und unter "Eingabegeräte" etliche doppelt. Habe die doppelten und "anderen" deaktiviert.

In der Datenträgerverwaltung werden mir jetzt die alten und neuen Partitionen angezeigt, wobei die Partitionen zusammengezählt größer wären als die ganze Platte. Ich kann aber die kleineren Einheiten der Partitionen nicht löschen, da sie als EINE angesehen werden, wobei es das bei Windows ja gar nicht gibt, dass dieselbe Partition nicht zusammenhängt.

Nun weiß ich nicht, wie ich das am besten lösen kann.

Die Kiste läuft wie gesagt, aber irgendwie scheint mir die Dateizuordnungstabelle nicht zu stimmen. Ich weiß zwar, wie man einen neuen MBR schreibt, aber nicht, was bei einer GPT-Festplatte zu tun ist. Leider habe ich das erst gemerkt, nachdem ich - wie ich meinte - mein Windows schön neu aufgesetzt und alle Programme neu installiert hatte.



Anbei zwei Screenshots. Bin für jede Hilfe seeehr dankbar.
 

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PeteM92

gehört zum Inventar
Wichtig: Du brauchst ein Acronis-Rettungsmedium für das nachfolgend beschriebene Vorgehen.

Ich würde als ersten Versuch einfach die richtige Sicherung auf die SSD Festplatte zurückspielen, und zwar alle Partitionen angehakt, insbesonders die mit Pfeil gekennzeichneten (einfach das Kästchen neben "Laufwerk 1" im Bild anhaken, dann passt das):

1619933784922.png


Wenn das nicht funktioniert, würde ich so vorgehen:

1. SSD einbauen und Windows 10 neu installieren, dabei alle Partitionen auf der SSD löschen. Das ist nur ein Zwischenschritt!
2. Wenn Windows 10 komplett installiert ist und funktioniert, dann die gewünschten zusätzlichen Partitionen einrichten und aussagekräftige Namen vergeben.
3. Alle Partitionen - Achtung: jetzt ohne die im Bild mit Pfeil markierten Partitionen - einzeln aus dem Backup zurücksichern.

Jetzt sollte Windows 10 mit allen Programmen und Daten aus der Sicherung auf der neuen, sauber partitionierten SSD laufen.
Zum Zurücksichern mit dieser Methode kann man auch das Backup der alten Festplatte hernehmen. Dann hat man exakt die Programme und Daten, wie sie vor Festplattentausch auf dem Rechner waren.
 

PeterK

gehört zum Inventar
In der Regel macht das nichts aus wenn du MBR und GPT Partitionen mit einander in einem Rechner Mischst sonst müsste man ja bei jedem Externen USB Datenträger gleich Probleme bekommen, GPT ist nur wichtig bei Datenträgern über 2TB Datenspeicher, also bei einer 3 oder 4TB Festplatte muss diese in GPT Angelegt werden.

Aber wie schon @HerrAbisZ angemerkt hat hast du stattdessen jetzt einen Dynamischen Laufwerksverbund gebastelt, da können mehrere Datenträger zu einem Verbund verbunden werden, Nachteil von Dynamischen Laufwerken ist fügst du zu einem 1TB Datenträger einen zweiten 2TB Datenträger hinzu werden nur 2TB Angezeigt in sofern kein Problem wenn du zwei 500GB Laufwerke hast erwählst du anschließend auch einen 1TB Laufwerk.

Problematisch wird es allerdings wenn du eines der Laufwerke mal entfernen möchtest dann geht der Dynamische Datenträger dabei flöten und die Daten sind dann weg wenn sie nicht auf auf einen Datenträger passen.

Da du gerade am neu machen bist, empfehle ich dir beide Laufwerke wieder zu Löschen und leider geht das nur über löschen, ich hoffe du hast noch die Original Acronis Images von deinen Daten, falls nicht heißt es erst mal die Daten wieder irgendwo hin zu Kopieren wo du Platz hast.
 

Osambala

bekommt Übersicht
@all:
Hi, ihr Profis; danke für eure Tipps. Ich glaube, ich muss wirklich die Arbeit von gestern und der Nacht in die Tonne kloppen. Es läuft zwar alles, aber die Angaben im Geräte-Manager, die in der Luft hängen, machen mich stutzig und erklären vielleicht auch, wieso der Lenovo-Trackball nicht gehorcht. Auch die Benutzerprofile sind merkwürdig. Angelegt sind drei, in der Registry angezeigt werden mir aber nur zwei (ProfilList), und das erste angelegte lässt sich auch nicht mehr löschen, selbst nachdem es kein Admin mehr ist. In der Reg. ist ersichtlich, dass es nur noch ein temporäres Benutzerkonto ist, das ursprüngliche hat denselben Schlüssel mit *.bak. Sie sind jeweils als MS-Konten angelegt, aber die mögen das PW nicht mehr. Also, so wird das nix.

Nur zur Erklärung: Die alte Festplatte ist nun im neuen Rechner. Von daher ist die Acronis-Sicherung des neuen REchners schon richtig. Ob ich die Sicherung der alten Festplatte auch per LW zurücksichern kann, weiß ich nicht. War keine Volume-Sicherung, sondern eine des ganzen Rechners.

Vieleicht sagt ihr mir noch, ob meine Aufteilung sinnvoll oder blöd ist:
LW C: ausschließlich OS
LW D: Programme
LW E: (BenutzerDATEIEN). Hierhin würde ich auch gerne die Benutzerprofile tun; mittlerweile sagt ja auch Microsoft, dass das ohne Probleme beim Update geht.
LW F: Sicherungen (nicht Acronis natürlich)


Und: Sollte ich, um nicht sofort Probleme mit den Microsoft-Konten zu bekommen, die Benutzer erstmal ohne MS-Konto anlegen?

Danke vielmals,
C.
 

PeterK

gehört zum Inventar
Vieleicht sagt ihr mir noch, ob meine Aufteilung sinnvoll oder blöd ist:
LW C: ausschließlich OS
LW D: Programme
Also blöd würde ich jetzt nicht sagen, aber ich finde es unsinnig OS und Programme zu trennen, Programme werden ja auch Aktualisiert und bedeutet nur ein Zusätzliches Backup. Ich zumindest Trenne es nicht wobei Meine Email Daten liegen auch auf D.

LW E: (BenutzerDATEIEN). Hierhin würde ich auch gerne die Benutzerprofile tun; mittlerweile sagt ja auch Microsoft, dass das ohne Probleme beim Update geht.
Ich hab nur Daten wie, Dokumente, Bilder, Musik Videos und Portable Apps auf einem anderen Datenträger, Benutzerprofile bleiben dort wo sie hingehören auf C. Sonst müsste ich ja noch ein Drittes Backup anlegen.

LW F: Sicherungen (nicht Acronis natürlich)
Sichern mit Acronis tue ich auf einen NAS als auch auf meinem Server, Daten Täglich und OS Wöchentlich immer Sonntags.
 

Osambala

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Danke, Peter,

für deine nochmalige Mühe. Du schreibst, die Benutzerprofile ließest du immer auf C:, wo sie hingehören.
Ich hatte die auf E: ausgelagert, damit die bei der Neuinstallation von Windows, wie jetzt nötig, nicht weg oder nur z.T. vorhanden sind.

Programme habe ich nicht auf C:, weil die zwar alle neu installiert werden müssen, aber ich behalte so die Einstellungen, z.B. bei Office. Leider gibt es ja nur wenige Programme, bei denen man für die "Arbeitsordner" und die "Programmordner" getrennte Orte, gar Laufwerke angeben kann.

Ich werd mich jetzt erst mal an Acronis machen. Wie es der Teufel will, spinnt das Programm aber bei meinem Image. Es ist ein vollständiges Image ohne irgendwelche inkremetellen Folgesicherungen. Trotzdem: wenn ich die Tib-Datei überhaupt zur Backup-Liste hinzufügen will, wird mir das verwehrt, weil Acronis nach 6 incr. Backups sucht, die es nicht gibt, aber auch nicht geben muss. Es scheint also nur der Weg übrig zu bleiben:
(a) Ursprungszustand des Rechners herstellen ohne die Laufwerke D-F.
(b) Partionen anlegen
(c) Laufwerke rüberschieben über gemountete "Ordner" im Explorer. Jedenfalls hat das Mounten problemlos gekappt. Die Daten sind auch alle da.

Schönen Abend dir,
C.
 

Osambala

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Hallo, Peter,
jetzt muss ich dich doch noch einmal stören. Lösung 1 hat geklappt, also nur "System"; "Startpartion C:"; "System-reserviert (recovery).Dann wollte ich schön Parttion C: scheibchenweise verkleinern --> erst "Sicherungen F: - hat geklappt --> "Daten E" hat nicht mehr geklappt mit dem Hinweis, dass die Höchstzahl erreicht sei. Ich weiß nicht, ob ich die Partitionierung auf dem andern Rechner mit Win-Bordmitteln oder mit einem externen Tool gemacht habe, ging aber einfach. Bestimmt ist an den Einstellungen was falsch. Deshalb hier noch mal ein Screenshot:

Danke nochmals!
 

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PeteM92

gehört zum Inventar
Wenn man in der Datenträgerverwaltung die "Ansicht" > "Anzeige oben" umstellt von "Volumenliste" auf "Datenträgerliste" sieht man den Partitionsstil der Festplatte (siehe mein Bild). Ich vermute, daß Deine Festplatte immer noch im Partitionsstil "MBR" eingerichtet ist.
Eine MBR-Festplatte kann maximal 4 Partitionen enthalten, 3 davon braucht Windows (Systemreserviert, C: und Wiederherstellung). Damit kannst Du nur mehr 1 weitere Partition anlegen. Das hast Du gemacht, damit geht nicht mehr. Du kannst allerdings diese Partition als "Erweiterte Partition" anlegen. In einer erweiterten Partition könntest Du weitere "Logische Laufwerke" anlegen, die dann Laufwerksbuchstaben E: und andere haben könnten.

Bei einer im GPT Partitionsstil angelegten Festplatte gibt es diese Beschränkung auf 4 Partitionen nicht.

1619978970543.png
 

Osambala

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Hat sich erledigt. Hat im Zusammenspiel von Datenträgerverwaltung und MiniPartitionTool prima geklappt. Alles da und gut. Zum Schluss werde ich das ganze noch von MBR nach GPT umwandeln. Die Vorteile scheinen mir durchschlagend, auch wenn man/frau davon im Alltag nicht viel merkt.
So jetzt endlich Feierabend und ein bisschen Einstimmung auf die Woche.

Bis bald, - war eine prima Unterstützung von Dir !!!
C.
 
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