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Feste IP-Adress-Vergabe im Netzwerk

Franz

Moderator
Teammitglied
Mitunter kann es vorkommen, daß sie beim Einrichten eines lokalen Netzwerks keine Verbindung zum Router oder Server erhalten.
Fehlermeldungen wie "Eingeschränkte Konnektivität", "Kein Netzwerk vorhanden" oder
"Es konnte keine IP-Adresse vom PPPOe-Server bezogen werden" erscheinen dann als Windows-Meldungen.
Und bei Vista kann der Aufbau einer Verbindung zum Router mitunter eine Minute dauern.

Bevor Sie Schritte hinsichtlich Router-Konfiguration und -reset, Änderungen von Registry-Einträgen oder Neu-Installationen von
Netzwerk-Treiber oder gar des Systems unternehmen, sollten Sie zuerst sicherstellen,
daß der betroffene PC eine feste IP-Adresse erhält.

Mit ein paar Mausklicks können Sie bei evtl. Fehlermeldungen z.B. einen IP-Adress-Konflikt auschließen,
außerdem wird die Internetverbindung schneller aufgebaut.

Aber zunächst ein paar kurze Hinweise über die Funktion der IP-Adresse:
Die IP-Adresse ist eindeutig und individuell in einem Netzwerk und definert den PC. Ein passender Vergleich ist der Fingerabdruck.

Wenn keine Änderungen an der Netzwerkkarte (dem "Netzwerkadapter")
vorgenommen werden, wird diese IP-Adresse automatisch erstellt.
Hierfür stellt der PC eine "DHCP"-Anfrage an den Router oder Server, dieser ermittelt,
welche IP-Adresse noch nicht vergeben ist und teilt dem PC eine neue Adresse mit. Damit wird der PC im Netzwerk erkannt,
kann mit anderen PCs kommunizieren oder erhält Zugang zum Internet.

Dieser Prozess wird innerhalb weniger Sekunden beim Starten des Computers abgearbeitet.
Da aber DHCP-Anfragen auch Fehler verursachen, bzw. melden, macht es Sinn, feste IP-Adressen zu vergeben.
Das einzige, was Sie im Vorfeld benötigen, ist die IP-Adresse des Routers oder Servers.
Sie finden diese im mitgelieferten Handbuch des Gerätes oder direkt in den Einstellungen von Windows.

Hierfür öffnen Sie über
Windows Start -> Systemsteuerung
das "Netzwerk- und Freigabecenter", klicken anschließend auf
"LAN-Verbindung":

feste_ip-adresse1.jpg


und weiter auf den Button "Details":

feste_ip-adresse2.jpg


In den umrandeten Feldern werden hier die aktuelle IP-Adresse des PCs und
die feste IP-Adresse des Routers/Servers als IPv4-Standardgateway, IPv4-DNS-Server und IPv4-DHCP-Server angezeigt.

Diese Adresse benötigen Sie für die Konfiguration. Nachdem Sie das Informations-Fenster geschlossen haben,
rufen Sie der Reihe nach die Eigenschaften der LAN-Verbindung auf, markieren dann den Eintrag "Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4)" und klicken auf den Button "Eigenschaften":

feste_ip-adresse3.jpg


Hier aktivieren Sie als erstes die Option "Folgende IP-Adresse verwenden:"

feste_ip-adresse4.jpg


Achten sie bitte darauf, daß die ersten 3 Blöcke der Adresse den ersten 3 Blöcken der Adresse des Routers entsprechen.
Damit wird das Netzwerk festgelegt, indem sich der Router und der Pc befinden.
Ändern Sie diese Blöcke, befindet sich der PC nicht mehr im Netzwerk und erhält somit weder Freigaben noch Zugänge zu anderen PCs und zum Internet.

Der letzte Block, in meinem Beispiel die Nummer (rot) "192.168.178,3" ist der eigentliche PC-Name in diesem Netzwerk.
Nur Adressen im Bereich 1-255, mit Ausnahme der Adresse des Routers, können hier genutzt werden.
Der Router hat die feste IP-Adresse 192.168.178.1.

Nun brauchen Sie nur noch die IP-Adressen eintragen. Für den PC (192.168.178.3) bei
"IP-Adresse" und für den Router bei "Standardgateway" und "Bevorzugter DNS-Server" (168.178.192.1).

Bei einem Klick in den Bereich "Subnetzmaske" wird diese automatisch erstellt und muß ebenfalls eingetragen sein.

Für den Eintrag als DNS-Server geben Sie ebenfalls die IP-Adresse des Routers an.

Anschließend bestätigen Sie alle Änderungen mit OK.

Das war es auch schon.
Ihr PC wird mit einer festen IP-Adresse im Netzwerk sofort erkannt.
 
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