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Freies Office im Browser: LibreOffice Online wird wiederbelebt

DrWindows

Redaktion
Freies Office im Browser: LibreOffice Online wird wiederbelebt
von Martin Geuß
LibreOffice Online


LibreOffice erfreut sich als freie und kostenlose Office-Suite großer Beliebtheit. Auf eine webbasierte Version mussten Nutzer bislang verzichten, doch dabei soll es nicht bleiben. Das Projekt LibreOffice Online wird wiederbelebt.

Vor rund vier Jahren hat das Führungsgremium der Document Foundation (TDF) die Entwicklung einer Online-Version auf Eis gelegt. Jetzt taut man das Projekt wieder auf. Grund hierfür dürfte das gewachsene Interesse an Lösungen sein, die nicht an einem Big Tech Unternehmen aus den USA hängen.

Wie man in einem Blogpost mitteilt, soll die Arbeit an LibreOffice Online unverzüglich starten. Wie üblich arbeitet man dabei mit und für die Community, wie man betont.

Allerdings wird TDF nicht selbst als Hoster in Erscheinung treten. Stattdessen will man Hosting, Marketing, Vertrieb und Support kommerziellen Anbietern überlassen. Ob es eine kostenlose Online-Version von LibreOffice geben wird, ist dementsprechend fraglich.

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Das Projekt LibreOffice Online wird wiederbelebt.

Allerdings wird TDF nicht selbst als Hoster in Erscheinung treten. Stattdessen will man Hosting, Marketing, Vertrieb und Support kommerziellen Anbietern überlassen. Ob es eine kostenlose Online-Version von LibreOffice geben wird, ist dementsprechend fraglich.

Die Idee ist nicht schlecht. Ob sich die angesprochene Befürchtung bewahrheiten wird, das wird die Zukunft zeigen.
 
Ob das wirklich die dringlichste Baustelle ist? Ich würde mich freuen, wenn an der Kernsoftware verstärkt, gearbeitet werden würde. Damit es auch optisch zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz zu M365 wird. Ich hoffe sehr das Microsoft nun Konkurrenz bekommt, in diesen Grundlegenden Bereichen. Ich denke das wir dann alle davon profitieren werden und Microsoft wieder mehr in seine Software investiert als in seinen profit.
 
Garantiert gibt es bei LO andere und wichtigere Baustellen, aber lassen wir LO besser TDF auch spielen. Brauchen wir alle, am Ende eines Tages. Und sei es, dass daraus ein ähnliches Modell wie OnlyOffice entsteht. Ähnlich, dass auf dem eigenen Rechner das LO läuft, und via Hoster mit anderen Teilnehmern am selben Dokument gearbeitet werden kann.

Konkurrenz gibt es ja zu Microsoft. Sie muss nur in Anspruch genommen werden. Ich erlebe es immer wieder in einem anderen IT-Forum, mit welchem Unverständnis zB über Dokumentenaustausch im DOC(X)-Format geschimpft wird. Dann den Leuten schreiben, dass sie doch mal endlich aus ihrer IT-Bubble rauskommen sollen, wird ganz schnell negativ bewertet. Manchmal denke ich schon, dass genug dieser Foristen den ganz einfachen PC-Nutzern ihren PC wegnehmen möchten (Unwürdige, wie kann man sich nicht für PDF und Linux nicht interessieren?). Und dann, nicht zu glauben, gibt es doch Firmen, wo ein Umstieg (sehr) schwierig bleibt. Aber echte IT-Fans nehmen eh kein LO, sondern LaTex.
 
Umgekehrt hoffe ich MS ließe sich mal inspirieren. Kürzlich kam eine völlig abwegige Anforderung auf, einen Serienbrief in einzelne Dokumente, am liebsten als PDF-Export abzulegen. Da mir eine ähnliche Fragestellung mal um 2008 begegnet ist, unterstellte ich zumindest dafür einen Fortschritt bei MS Office. Bis heute nichts dergleichen außer "würg arounds" via Makros, Empfehlungen von PDF-Tools zum Zerlegen der Ausgabe etc..

Seinerzeit sollte ein persönliches Anschreiben via PDF erzeugt und als Anhang in eine Mail mit persönlicher Ansprache verschickt werden. Bei MS-Office seinerzeit völlig utopisch wurde OpenOffice installieren und nach drei Stunden inkl. Kaffee & Kuchen gingen die Mails auf die Reise.
 
Eine Online-Kollaborationslösung ist mit die allerwichtigste Baustelle, denn damit lässt sich das Problem der Kompatibilität/Interoperabilität lösen bzw. umgehen!

Was die Leute in der Wahl ihrer Office-Lösung am meisten einschränkt, nämlich die Kompatibilität der Dateiformate, ist nur aus einem Grund ein Problem, nämlich dass sich die Leute überhaupt Dokumentdateien zum Zwecke der Bearbeitung gegenseitig zuschicken!

Wenn dieser Ablauf gestrichen werden kann, weil verschiedene Leute einfach gemeinsam online auf derselben Officelösung am Dokument arbeiten, braucht man die Quelldateien der Dokumente, also docx, doc, odf, tex usw. gar nicht mehr jemand anderem schicken, und die Frage, ob er sie mit seiner präferierten Officelösung vernünftig öffnen kann stellt sich gar nicht mehr.

Für den Austausch fertiger Dokumente zum Lesen oder Kommentieren generiert man dann Formate wie PDF, die überall gleich aussehen. Und das jeder problemlos mit dem Programm seiner Wahl machen.

Man könnte also theoretisch jahrelang damit weitermachen, hunderte Workarounds zu implementieren, damit LibreOffice und co. sämtliche Formate auch von Microsoft fehlerfrei öffnen und interpretieren können, oder aber man geht den Weg, dass dieses gar nicht erforderlich ist, indem gemeinsame Bearbeitung halt nicht mehr auf individuellen Office-Installation und dem Rumschicken von Dateien basiert, sondern dass das Dokument dort bleibt wo es ist, und alle über dasselbe Tool online am Dokument arbeiten.

Dafür braucht die Officelösung aber eine entsprechend hostbare Plattform. Aber es ist unterm Strich die nachhaltigere und dauerhafte Lösung.
Man muss den Leuten eben einschärfen, dass docx-Dateien und ähnliches rumzuschicken im Prinzip damit vergleichbar ist, dass ich jemandem statt eines fertig ausführbaren Programms nur den Quellcode schicke und er dann selber gucken kann, dass er das ausgeführt kriegt. Kein Programmierer arbeitet mit Kollegen am selben Code, indem man sich den Quellcode zur Überarbeitung gegenseitig hin und her mailt.

Daher: der Dokumentenaustausch zum Zwecke der Bearbeitung an sich ist das Problem, und man muss dafür sorgen, dass genau dafür kein Bedarf mehr besteht. Dann braucht man sich auch nicht mehr um Support von Formaten der Mitbewerber kümmern.
 
Auf alle Fälle sind sie beim größen Förderer mit Collabora Office mal richtig sauer.

 
Eine Version die man auf eigenen Servern hosten kann fände ich prima. Und was auch unbedingt sein muss, ist dass man ein lokal installiertes Libreoffice mit der Web-Version koppeln kann, so wie es bei Microsoft auch geht.
 
Zum Thema TeX: für die Erstellung professioneller Publikationen, gerade im wissenschaftlichen Bereich, ist das absoluter Standard und gar nicht mehr wegzudenken.
Bei uns erstellt keiner mehr ein Paper mit Word oder ähnlichem, da würde man bezüglich Bibliographie/Referenzen, Verweisen auf Abbildungen etc., sowie unterschiedlichen Journal-Präferenzen ja verrückt :)
Aber auch hier sind bei uns Online-Kollaborationsplattformen die Regel. Wir machen alles in TeX nur noch auf Overleaf bzw ShareLaTex. Und das ist auch sehr komfortabel.

Domäne der klassischen Office-Lösungen sind bei uns vor allem Präsentationen und Poster, also Dinge, wo es Priorität hat, dass die Dinge absolut so platziert werden wie man es gerne hätte.
Denn auch wenn ganz harte TeX-Fans gerne das Gegenteil behaupten: eine TeX-Präsentation finde ich einfach hässlich gegenüber einer gut gemachten PowerPoint-Präsentation ;)
 
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