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Gaming-PC im Mini Format: NiPoGi AM08 PRO ausprobiert

DrWindows

Redaktion
Gaming-PC im Mini Format: NiPoGi AM08 PRO ausprobiert
von Alex Lüttgen
NiPoGi AM08 PRO Gaming PC


Der chinesische Hersteller NiPoGi bewirbt den AM08 PRO als Mini Gaming PC. Mini stimmt schon einmal, mit nachgemessenen ca. 19 x 15,5 x 8 cm (H x B x T) nimmt er tatsächlich wenig Platz auf dem Schreibtisch ein – jedenfalls so lange noch keine Kabel eingesteckt sind. Dazu aber später mehr. Ob er wirklich ausreichend Power für anspruchsvolles Gaming bietet, soll dieser Test zeigen.

Technische Daten:

  • AMD Ryzen 7 7735HS CPU
  • AMD Radeon 680M GPU
  • 32 GB DDR5 Arbeitsspeicher
  • 512 GB SSD
  • Wi-Fi 6
  • Bluetooth 5.2
  • USB 4.0
  • Preis (UVP): 599 Euro

Unboxing​


NiPoGi AM08 PRO Unboxing

NiPoGi AM08 PRO Unboxing

NiPoGi AM08 PRO Unboxing
Der NiPoGi AM08 PRO kommt in einer dem Preissegment angemessenen Verpackung, die wertig wirkt. Es liegt alles bei, was man erwartet – aber auch nur das. Neben dem Mini-PC findet man ein Netzteil mit Anschlusskabel, eine mehrsprachige Bedienungsanleitung mit den wichtigsten Informationen und ein Informationsblatt zur Aufrüstung des Arbeitsspeichers.

Auf dem Mini-PC selbst befinden sich neben den zu erwartenden Aufklebern von AMD zu Prozessor und Grafik ein QR-Code für den Whatsapp-Support und ein QR-Code, der mit „Scan ME“ beschriftet ist. Folgt man diesem, wird man über einen chinesische Linkshortener, hinter dem sich eine Tracking-URL verbirgt, auf eine NiPoGi-Seite geleitet, auf der sich ein Button „Start Now“ befindet. Traut man sich, diesen zu klicken, wird man zum deutschen Forum minipcunion.com weitergeleitet.

Vorbereitung und Technisches​


Getestet wird das Model AM08 PRO mit 32 GB DDR5-RAM (4800 MHz) und 512 GB M.2 SSD. Verbaut ist eine AMD Ryzen 7 7735HS CPU mit integrierter AMD Radeon 680M GPU.

Der Achtkernprozessor (16 Threads) kommt mit soliden Werten wie einer Basistaktrate von 3,2 GHz und einer maximalen „Turbofrequenz“ von bis zu 4,75 GHz daher. Damit sollen auch anspruchsvollere Anwendungen flüssig laufen.

Der integrierte Grafikchip AMD Radeon 680M mit 12 Kernen und einer Taktfrequenz von 2,2 GHz ist ordentlich, wird bei Spielen und anspruchsvollen Grafikanwendungen jedoch schnell an seine Grenzen kommen. Für eine integrierte Grafik können sich die Werte aber durchaus sehen lassen.

Der Stromverbrauch beträgt laut NiPoGi im Silent-Modus 20-30 W, im Auto-Modus 30-40 W und im Performance-Modus 40-54 W. Diese Werte liegen selbst im Performance-Modus deutlich unter denen von herkömmlichen Gaming-PCs – allerdings sind diese auch noch ein gutes Stück leistungsstärker.

Die Leistung – und damit auch die Lautstärke, da mehr Leistung mehr Wärme produziert und daher mehr gekühlt werden muss – des Mini-PCs lässt sich über einen Drehregler am Gehäuse von Silent über Auto bis Performance nach den eigenen Bedürfnissen anpassen. Durch die zwei Lüfter und drei Heatpipes wird der PC durch seitlich einströmende Luft gekühlt, die hinten wieder herauskommt. Auch durch die kleinen Abmessungen wird der Mini PC unter Volllast recht warm, was dann eine stärkere Kühlung und damit eine höhere Lautstärke bedeutet. Eine Änderung des Modus über den prominent platzierten Drehregler wird mit einem satten Klicken und einem Wechsel der Farbe der Ein-/Aus-Beleuchtung von blau über grün zu rot quittiert.

Apropos Beleuchtung: Die Beleuchtung an der Oberseite des Mini-PCs ist ein echter Hingucker. Wie man es von teuren Gaming-PCs kennt, zieren Elemente mit anpassbaren Farbwechseln die Oberseite des Gehäuses.
NiPoGi AM08 PRO von oben

NiPoGi AM08 PRO von oben

Für Bastler interessant dürfte außerdem sein, dass eine Seite des Gehäuses magnetisch abnehmbar ist. Unter der Klappe verbergen sich nicht nur die RAM-Bausteine und die M.2-SSD, sondern es gibt außerdem noch einen SATA-Anschluss für eine weitere Festplatte. Somit können schnell Komponenten getauscht oder neue Komponenten ergänzt werden, wie beispielsweise der Festplattenspeicher durch eine zusätzliche 2,5“-Festplatte vergrößert oder der Arbeitsspeicher auf bis zu 64 GB erweitert werden. Bei der getesteten 32 GB RAM Version sind jedoch beide Steckplätze bereits mit 16 GB Modulen belegt. Eine Liste kompatibler RAM-Bausteine liegt dem Mini-PC bei, mit dem Hinweis, dass eine längere Liste beim Support erfragt werden kann.

Dieser Support ist exklusiv per Whatsapp erreichbar, die Daten hierzu erhält man über einen QR-Code, der auf dem Gehäuse klebt. Der Support ist hilfsbereit, freundlich und antwortet zügig auf Deutsch – allerdings nur innerhalb der Bürozeiten, die durch die Zeitverschiebung nach China in Deutschland in der Nacht liegen. Wer also nicht nachts mit dem Support schreiben möchte, wird sich für eine Antwort bis zum nächsten Tag gedulden müssen.
NiPoGi AM08 PRO Unterseite

Anschlüsse bietet der Mini-PC, wie man es erwartet: Auf der Rückseite befindet sich der Netzanschluss, eine Netzwerkbuchse, zwei HDMI- sowie zwei USB-Ports. Auf der Vorderseite befindet sich ein USB-C-Port, zwei USB-Ports und ein Audioanschluss. Alle Anschlüsse sind einzeln übereinander angeordnet, sodass die Rückseite, wenn man das Netzkabel, ein Netzwerkkabel, einen Monitor, Maus und Tastatur anschließt, durch die hochragenden Kabel etwas unaufgeräumt wirkt.

Insgesamt lassen sich drei Monitore anschließen – zwei über HDMI und einer über USB-C.

Die kabellosen Möglichkeiten sind auf dem aktuellen Stand der Technik. Mit Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.2 ist man für die Zukunft gerüstet.
Anschlüsse des NiPoGi AM08 PRO

Anschlüsse des NiPoGi AM08 PRO

Inbetriebnahme und Benchmarks​


Nach dem ersten Starten wird man wie erwartet vom Windows Einrichtungsdialog begrüßt, und nach einiger Zeit startet ein frisches Windows 11 Pro. Allerdings fehlt hier etwas: Der Ton. Der Mini-PC hat keinen eingebauten Lautsprecher, wie man es von anderen Herstellern teilweise gewohnt ist. Um Ton zu bekommen, muss man also entweder einen Lautsprecher per Bluetooth oder USB(-C) anschließen oder ganz klassisch den Audioanschluss auf der Vorderseite bemühen. Dieser liegt allerdings ganz oben, sodass auch hier wie schon auf der Rückseite ein eher unaufgeräumtes Bild entsteht.

Nach dem Installieren einiger Updates und der wichtigsten Software, ist es Zeit für ein paar Benchmarks. Da man direkt am Gehäuse drei verschiedene Leistungsstufen einstellen kann, müssen natürlich auch drei Durchläufe gemacht werden.

Die Ergebnisse der Messungen mit Cinebench und Geekbench lauten wie folgt (jeder Wert in der Liste ist der Durchschnitt über drei gleiche Messungen):

  • Cinebench
    • Performance: Multicore 704 / Singlecore 90
    • Auto: Multicore 634 / Singlecore 90
    • Silent: Multicore 495 / Singlecore 89
  • Geekbench
    • Performance: CPU Multicore 10.061 / CPU Singlecore 2.064 / GPU 27.659
    • Auto: CPU Multicore 9.561 / CPU Singlecore 2.063 / GPU 27.357
    • Silent: CPU Multicore 8.129 / CPU Singlecore 1.943 / GPU 25.664

Anhand der Ergebnisse kann man deutliche Unterschiede innerhalb der drei Leistungsstufen feststellen. Der Performance-Modus ist insbesondere bei den CPU Multicore-Messungen deutlich stärker als der Silent-Modus (Cinebench +42%, Geekbench +24% gegenüber). Dafür ist der Silent-Modus durch die reduzierte Lüfterleistung aber auch spürbar leiser. Der Auto-Modus bietet einen Kompromiss aus Leistung und Lautstärke und sollte in den meisten Fällen der Modus der Wahl sein.

Fazit​


Insgesamt kann sich die Leistung des Mini-PC sehen lassen. Auch wenn aktuelle Spiele nicht auf hohen Grafikeinstellungen gespielt werden können, sprechen die Benchmark-Ergebnisse für sich.

Gerade zusammen mit dem geringen Verbrauch und der im Silent-Modus angenehmen Lautstärke kann der Mini-PC überzeugen. Ob Gaming-Fans, die gerne aktuelle Spiele spielen, mit ihm glücklich werden, ist zwar fraglich, aber für viele andere wird der NiPoGi AM08 PRO eine gute Wahl sein.

Preislich ist der Rechner meines Erachtens gut platziert, außerdem könnt Ihr ihn derzeit zum Schnäppchenpreis bekommen. Der Normalpreis bei Amazon beträgt 599 Euro, im Rahmen einer Aktion bekommen derzeit alle Käufer einen 100-Euro-Coupon.



Disclaimer: Das Testmuster wurde vom Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme auf den Testbericht oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gab es nicht.


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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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Danke für den Test.
Allerdings fehlen wie so oft essentielle Dinge:

Wie viele Bildschirme können mit welchen Auflösungen und welchen Wiederholfrequenzen angeschlossen werden?
Drei Monitore ist keine sinnvolle oder hilfreiche Information. Der Standard der HDMI-Auagänge, samt möglichen Verbindungsoptionen wären für jeden Test durchaus als Standard-Info praktisch.
Mein gammeliges Notebook von 2021 kann leider nur 60 Hz intern und noch schlimmer, nur FullHD mit dann wenigstens 120 Hz.
Nie wieder möchte ich allerdings einen PC mit weniger als 120 Hz bedienen, der Effekt war fast noch heftiger als der Sprung von 30 zu 60 Hz/FPS bei Konsolen und Forza/Rennspiele.

Die völlig veralteten 680M Chipsätze, auch wenn hier bei einem amerikanischen Wirtschaftsaggressor mit Steuergeld und unlauteren Provisionsrabatten geworben wird und der Preis deswegen auch erträglich ist, sind meines Wissens nach nicht zu 4K120Hz in der Lage und demnach aus heutiger Sicht nicht mehr zu empfehlen.

Unabhängig der Leistung des Chips, der bei 4K 60+ eh nie erreicht (außer bei historischen Spielen wie CS 1.6 auf LAN 😋) ist es ein völlig anderes Gefühl,alleine nur den Mauszeiger, durch die Gegend zu schubsen.
 
Die völlig veralteten 680M Chipsätze, auch wenn hier bei einem amerikanischen Wirtschaftsaggressor mit Steuergeld und unlauteren Provisionsrabatten geworben wird und der Preis deswegen auch erträglich ist, sind meines Wissens nach nicht zu 4K120Hz in der Lage und demnach aus heutiger Sicht nicht mehr zu empfehlen.

veraltet? da verwechselst du wohl was

diese iGPU fließt erst seit ende letzten Jahres in Consumer Geräte ein und bildet aktuell die Speerspitze für integrierte Grafiken:

->iGPU-Vergleich: AMD Radeon 680M vs. Intel Iris Xe Graphics im Test

4K/HDR/60HZ sind somit kein Problem

für alles darüber sind dedizierte Grafikkarten notwendig, wenns ruckelfrei sein soll


was der NiPoGi Rechner tatsächlich bietet, weiß keiner, weil weder die HDMI Ausgänge noch der Displayport Ausgang spezifiziert oder getestet wurden

hier ein zum Verwechseln ähnlicher Rechner, der HDMI 2.0 bietet, somit sind 4K/HDR/60HZ möglich

 
diese iGPU fließt erst seit ende letzten Jahres in Consumer Geräte ein und bildet aktuell die Speerspitze für integrierte Grafiken:

->iGPU-Vergleich: AMD Radeon 680M vs. Intel Iris Xe Graphics im Test

4K/HDR/60HZ sind somit kein Problem
Speerspitze?
Seit längerem ist der 780M Speerspitze.
Der nochmals, teils deutlich flinker ist und definitiv 4K120Hz ausgeben kann.
Ich spreche nicht von Spiele FPS, da ist schon klar, unterhalb einer 4060 wird es schwierig bei aktuellen Titeln.

Über Intel und integrierte Lösungen brauchen wir nicht zu sprechen. 😂🤣🥴

Das wäre so als würde man Intel als mit lauteren Mitteln agierender, nicht auf Staatsgelder geiernder fairer Wettbewerber sehen.
⚔️💥☠️🤡🤡🤡👻👻👻

Bei mir steht ja noch ein Polaris im Notebook, auch da wurden riesige Schritte nach vorn gemacht, selbst mit dem alten 680M.
Und ja, völlig veraltet ist etwas zu hart.
Aber ein Chip der offensichtlich (weil es keiner der Wettbewerber damit schafft) nicht in der Lage ist einen aktuellen Marktstandard auszugeben, nichtmal auf einem Bildschirm, darf gerne als veraltet gelten.

Hätte ich VOR meiner eigenen Erfahrung am TV mit 120Hz niemals gedacht oder gesagt, aber wir leben nicht mehr in der Steinzeit.
60Hz ist ja fast Kathodenstrahlröhrenbildschirmzeit.

Oder würdest du mit einem 4K120(144) TV/Monitor noch mit FullHD60 agieren wollen?
Das ist langsam und fühlt sich auch langsam an und ich rede nicht von affinen E-Sportlern.

Sanfte Grüße
Ronny
 
Seit längerem ist der 780M Speerspitze

du übertreibst schon wieder

erste Geräte mit 780M werden in den Weihnachtsauslagen der Geschäfte stehen, von seit langem kann also keine Rede sein


und der Unterschied ist so gering, das man es messen, aber nicht spüren kann

->siehe Screenshot

Quelle: Computerbase
 

Anhänge

  • Radeon 680M-780M Vergleich.jpg
    Radeon 680M-780M Vergleich.jpg
    28,6 KB · Aufrufe: 156
und der Unterschied ist so gering, das man es messen, aber nicht spüren kann

->siehe Screenshot
Faktisch falsch.
Nur relevante Vergleiche sinnvoll, wo beide Chips mit der gleichen Wattzahl arbeiten dürfen.
Was z.B. beim Schrott Ally absolut nicht gegeben ist.

Auch die Aussage bezüglich der Verfügbarkeit ist absolut unwahr.

Bin auf den Vergleich durch Notebookcheck gekommen.
Geräte mit 780M sind seit Monaten verfügbar.
Nur ein Beispiel von vielen


Sanfte Grüße
Ronny
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Du hast leider recht, der Code funktioniert nicht mehr :(
Ich vermute, die haben da einen Fehler gemacht, denn der Rabatt fiel deutlich höher aus, als man uns das mitgeteilt hatte. Es haben gestern definitiv Leute zu diesem Preis bestellt. Mutmaßlich haben die ihren Fehler bemerkt und den Code deaktiviert. Irgendwo verständlich, aber dennoch nicht die feine Art, man hätte uns wenigstens Bescheid geben können.
 
Danke für die schnelle Antwort.
Schade das ich zu spät war. Vielleicht ergibt sich ja bald eine neue Gelegenheit ☺️
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
erste Geräte mit 780M werden in den Weihnachtsauslagen der Geschäfte stehen, von seit langem kann also keine Rede sein
Kann ich dir so sagen dass dies falsch ist zB den Minisforum UM780 bekommst du schon seit Wochen mit und ohne Tiger wenn man drauf steht und die 780 packt defakto Leistung on Top. Das sind bestcase dann auch mal schnell in Spielen mal eben 10-15 FPS wobei da aber auch Betonung auf Bestcase liegt die meiste Zeit ist es zwischen 5 -10. Zumindest wenn du zwei Kisten hast wo die Teile dann auch mal volle Leistung abbekommen ist nämlich nicht immer gegeben. Ist aber eh irrelevant bei einer Halbwertzeit bis aller voraussicht aus der Gerüchteküche bis maximal Ende Januar wo dann Ryzen 8000 aufschlagen soll
 
Der Rabattcode ist wieder da. Er wurde fälschlicherweise auf 20 % festgesetzt, sollte aber nur über 12 % gehen.

Der Zielpreis mit dem Rabattcode beträgt nun 427,12 €. Insgesamt in meinen Augen ein sehr guter Preis.

Natürlich ist der 680M nicht Top-Notch, aber wir sprechen hier auch von einem Gesamtsystem, welches insgesamt günstiger ist, als eine Standalone-Grafikkarte aus dem mittleren Segment.
 
@Utgardus
Okidoki. Dann würde ich gerne bei Amazon ordern wenn du den Rabattcode noch Mal nennen würdest. Hätte ihn leider nicht notiert.
Danke nochmals.
 
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