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Gaming unter Linux: Eine zunehmend attraktive Brückenlösung

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Redaktion
Gaming unter Linux: Eine zunehmend attraktive Brückenlösung
von Kevin Kozuszek
Dualboot von Windows und Linux


Betrachtet man den angespannten Markt für Komponenten und andere Technik, befinden sich Gamer im Jahr 2026 eigentlich in einer schwierigen Situation. Das Wettrennen um Künstliche Intelligenz verknappt nicht nur das Angebot bei der Consumer-Elektronik zugunsten der Rechenzentren, sondern treibt sowohl bei Einzelelementen wie Grafikkarten als auch bei den Konsolen die Preise dramatisch nach oben. Auch bei den Games und Abo haben Anbieter wie Microsoft mit dem Game Pass die Preise teils kräftig angezogen.

Bis sich die Situation zumindest hardwareseitig etwas entspannt, dürften noch etliche Monate oder wenige Jahre ins Land ziehen. Eine mögliche Brückenlösung könnte dabei Linux sein, gerade vor dem Hintergrund, dass in vielen Haushalten dennoch weiterhin leistungsstarke Rechner stehen, die allein wegen der gestiegenen Mindestanforderungen zumindest ohne Bypass kein Upgrade auf Windows 11 hinlegen können. Das Gute ist: Im Gaming-Sektor tut sich bei Linux ganz aktuell eine ganze Menge.

Von Nvidia bis GOG

Die Pionierarbeit wird dabei weiterhin natürlich von Valve geleistet, die nicht nur mit SteamOS und Hardware wie dem Steam Deck ihrerseits eigene Produkte auf den Markt gebracht haben, sondern vor allem mit Proton auch die alles entscheidende Kompatibilitätsschicht auf Basis von Wine und anderen Komponenten entwickelt haben, deren Erfolge auch auf ProtonDB dokumentiert werden.

Aber auch sonst gab es in der jüngsten Vergangenheit einige Meldungen, die auf wesentliche Verbesserungen für Gamer hoffen lassen.

  • Nvidia hat die Verfügbarkeit von GeForce Now für Linux angekündigt, zunächst für Ubuntu 24.04.
  • GOG dürfte seinen Launcher GOG Galaxy in absehbarer Zeit auch für Linux bringen.
  • Hytale wurde mit einem eigenen Launcher für Linux als Early Access veröffentlicht.
  • Führende Linux-Distributionen wie Bazzite schließen sich als Open Gaming Collective zusammen, um eine größere Standardisierung zu erreichen.
  • Opera GX wird eine native Linux-Version erhalten.
  • Der von Windows bekannte Launcher Playnite wird voraussichtlich in diesem Jahr mit einer Portierung auf AvaloniaUI zu Linux kommen.
  • Die Entwickler hinter Heroic hatten kürzlich Version 2.19 als Interimsupdate veröffentlicht, während die nächste Hauptversion zusätzliche Integrationen neben GOG, Epic und Amazon Games bringen soll.

Frühere Möglichkeiten wollen wir hierbei natürlich nicht vergessen, darunter weitere Launcher wie Lutris oder Minecraft, wo die Java-Edition immer noch mit einem eigenen Launcher offiziell seitens Microsoft angeboten wird. Zudem sind auch relevante Plattformen wie Discord offiziell für Linux verfügbar.

Eine sinnvolle Ergänzung

Mir geht es in diesem kurzen Beitrag nicht darum, einen neuen Zweikampf mit Windows als führender Gaming-Plattform am Desktop auszurufen oder die Vorzüge von Linux gegenüber anderen Konsolen wie der Nintendo Switch zu preisen. Linux ist trotz aller Fortschritte und den sich aktuell sammelnden Ankündigungen bei weitem nicht perfekt und Probleme wie mit Anti-Cheat sind weiterhin lästige Begleiterscheinungen. Entsprechend wäre hier eine Missionierung in jeglicher Hinsicht auch komplett unangebracht.

Gleichzeitig kann man das aktuelle Dilemma aber auch nicht verleugnen, was das Wettrennen bei der Künstlichen Intelligenz verursacht. Die Preise für komplette Hardware oder einzelne Komponenten kennen momentan nur die eine Richtung nach oben und nicht jeder hat parallel große Lust dazu, noch ein zusätzliches Abo für einen etwaigen Cloud Gaming-Anbieter zu bezahlen. Bis hier eine nachhaltige Entspannung eintritt, könnte es mindestens bis 2028 oder 2029 dauern.

Viele haben aber sicherlich noch Hardware daheim, die weiterhin genug Leistung bietet, nur eben nicht auf Windows 11 upgraden kann. Hier können diese Nutzer zumindest in dem Rahmen, den Linux tatsächlich erlaubt, eine interessante Brückenlösung austesten und etablieren, ohne dafür (großes) zusätzliches Geld investieren zu müssen. Auch die Leute, deren Ausgaben inflationsbedingt in andere Prioritäten fließen (müssen), können hier eine Alternative finden.

Wenn ihr möchtet, können wir an diesem Thema gerne auch mal dranbleiben. Fakt ist jedenfalls eines: Bestehende Hardware mit ausreichenden Leistungsreserven für sowas weiter zu nutzen, wenn sie schon nicht auf Windows 11 kann, ist immer noch die weitaus bessere Idee, als noch voll funktionsfähige Bestandssysteme ohne Grund dem Elektroschrott zuzuführen.

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Artikel im Blog lesen
 
Das wird keine Brückenlösung, dass wird das Ende von Microsoft zumindest beim Endkunden.

Windows 11 wird immer mehr eine Katastrophe... Dann das Momentum US Abhängig zu werden... Hat die Abschaltung vom Internationalen Gerichtshof komplett beschleunigt...

Muss mir nur noch einig werden was ich nun nehme. Bin persönlich durch mit Microsoft. Spätestens seit Nadela und Co bei Trump im Arsch tauchen geht...
Vorher war mir es relativ egal, da hatte ich Microsoft auch noch irgendwie vertraut. Das ist inzwischen nicht mehr vorhanden...

Von Morpheus gibt's ein Youtube Video, wird sogar erklärt, wenn Firmen auf Opensource umsteigen. Dann würde Softwareentwicklung massiv beschleunigen, günstiger etc nehmen. Weil zum Beispiel gibt es eine Software die ganz gut passt, tut der Entwickler der Firma die Anpassung entwickeln und würde dann für die vorhandene Software zugunsten kommen. Andere die des auch bräuchten hätten das. Würde anscheinend sogar der Börse gefallen.

Kurz gesagt in dem letzten Jahr haben die sich wohl so ins Knie geschossen, dass wird auf Dauer nicht schön für MS.

Neue Xbox werde ich sehr wahrscheinlich auch nicht mehr kaufen. Gamepass wurde so versaut... Habe ich zwangsweise Essential wegen online Spielen... Gamepass kann man den Unfug eh nicht nennen. Premium ist auch nicht viel besser... Premium hätte mindestens Ultimate ohne Ea, Cloud halt sein müssen... Essential komplett weg und Online spielen, wenn Geld dafür wollen, was auf PC nicht hast, eine kleinere Gebühr verlangen.

Mich haben die auf Lange Sicht nun komplett verloren und ärgere mich inzwischen, dass eine Xbox gekauft habe und doch nicht versucht habe den PC aufzurüsten oder neu zu bauen...
 
Neue Xbox werde ich sehr wahrscheinlich auch nicht mehr kaufen. Gamepass wurde so versaut... Habe ich zwangsweise Essential wegen online Spielen... Gamepass kann man den Unfug eh nicht nennen. Premium ist auch nicht viel besser... Premium hätte mindestens Ultimate ohne Ea, Cloud halt sein müssen... Essential komplett weg und Online spielen, wenn Geld dafür wollen, was auf PC nicht hast, eine kleinere Gebühr verlangen.
Was den Online-Multiplayer angeht, dürfte sich ja mittelfristig was tun.


Unabhängig davon bin ich ungefähr in der gleichen Situation. Beim Game Pass habe ich ein Downgrade auf Essential gemacht, einfach weil auch mein gelegentliches Gaming, was ich nur mache, für Premium und Ultimate maximal übertrieben wäre. Die Xbox Series S behalte ich und die wird wie meine Retrokonsolen auch weiter mit Updates versorgt, wenn sie kommen, aber die nächste Xbox wird hier sehr wahrscheinlich nicht mehr stehen. Wahrscheinlicher wäre eher, dass die Switch 2 irgendwann doch noch ihren Weg hierher findet.

Momentan ist es aber so, dass die Finanzplanung so oder so andere Bereiche deutlich stärker priorisiert, weil die für meine nähere Zukunft vor allem in der Eingliederungshilfe einfach sehr viel wichtiger sind. Linux-Gaming ist für mich da eine attraktive Low-Budget-Variante, die ich auch selbst verfolge, aber noch nicht weiß, wann in diesem Jahr ich hier Nägel mit Köpfen mache.
 
Selbstzerstörung an allen Fronten.
Wenn die nächste Xbox ein PC wird können sie kaum noch Geld für Multiplayer verlangen.
Das war eine gute Einnahmequelle.

Gamepass Ultimate kostet 324€ / Jahr Listenpreis.
Maximal unattraktiv. Dafür kann ich viele Spiele kaufen. Eine große Zielgruppe bleibt da nicht mehr.
 
Anticheatprogramme auf Kernelbasis sind ein Aergernis und auf Linux gibt es diese Berechtigungen nicht, auch unter Windows sollte es sie nicht geben. Die Spiele die damit ausgestattet werden spiele ich ebend nicht. Hier eine kurze Definition:"Anti-Cheat-Systeme auf Kernel-Ebene arbeiten mit den höchsten Berechtigungen im Betriebssystem (Ring 0) und überwachen den Speicher und die Prozesse in Echtzeit, um fortgeschrittene Cheats zu erkennen, bevor sie ausgeführt werden. Obwohl sie Cheats sehr effektiv blockieren, wirft ihr tiefer Zugriff auf die Hardware Sicherheits- und Datenschutzbedenken auf und kann zu Systeminstabilität führen."
Wer sich ueber Windows Recall aufregt, sollte auch nicht Spiele wie Battlefield 6 installieren.
 
Geht auch unter Linux. Man braucht Adminrechte - wie bei Windows.

(Natürlich funktioniert ein Windows-Treiber nicht.)
 
Ich denke das bleibt ne Nische.
Ich erinnere mich gut, das schon vor 10-20 Jahren immer wieder die Rufe nach linux Gaming laut wurden, aber passiert ist nie wirklich was.
Auch Steam OS ändert daran bisher so gut wie nichts.
 
Ich denke das bleibt ne Nische.
In der ich mich jetzt aber seit fast zwei Jahren ganz gut eingerichtet habe und ausserdem, ich spiele zur Entspannung, fuer mich ist wichtig dass das Spiel auf der Plattform laeuft, da mach ich keinen Glaubenskampf daraus. Was mich stoert ist nicht Windows sondern die Firmenpolitik von Microsoft, welche so meine ich negative Auswirkungen auf Windows hat und so glaube ich, stehe mit meiner Meinung nicht ganz allein. Ich verfolge auch viele spanischsprachige Kanaele und aus Lateinamerika und der Tenor ist immer der gleiche.
 
Für Multiplayer games wird Anticheat heute leider mehr benötigt wie früher, liegt aber primär an der richtigen Erziehung und Aufklärung. Wenn alle Hersteller (Hardware+OS+games) zusammenspielen würden hätten wir evtl. auch schon lange eine bessere Lösung. Und die heißt nicht Linux. Für mich als Gaming Enthusiast kommt Linux niemals in Frage, im besten Fall kann Linux mit Konsolen mithalten. Für diejenigen die sowieso "nur" auf der Couch spielen. Entwicklungen wie DXVK und Co. helfen immer nur temporär.
 
Bis sich die Situation zumindest hardwareseitig etwas entspannt, dürften noch etliche Monate oder wenige Jahre ins Land ziehen. Eine mögliche Brückenlösung könnte dabei Linux sein,
"Brückenlösung" ja vielleicht, aber ich denke, für richtige Hardcore-Gamer wird Linux keine Alternative sein. Wer schon vor der Speicherkrise bereit war, Unsummen für Größer-besser-schneller-Hardware auszugeben, wird wohl kaum dauerhaft auf Linux umsteigen. Diese Klientel hat jetzt allenfalls das Problem, wegen der exorbitanten Preise mit der weiteren Aufrüstung etwas warten zu müssen. Die Hardwareanforderungen von Win 11 dürften da das geringste Problem sein.

(Disclaimer: Hände weg von meinen Vorurteilen!)
 
@Mauersegler Deswegen habe ich das ja, anders als viele aus der Linux-Community, eben gerade nicht als das nächste große Ding beschrieben, sondern wirklich als Brückenlösung für diejenigen, die noch funktionierende und ausreichend starke Hardware aus älteren Beständen daheim haben. Zumal Hardcore-Gamer noch eine andere Kategorie sind als die gelegentlichen Zocker, deren Ansprüche sowieso eher niedriger sind.

Ein typisches Beispiel wären für mich Familien, die es finanziell sowieso nicht so dicke haben, aber vielleicht davon profitieren können, dass ältere Hardware ggf. aufbereitet und zeitwertgerecht aufgerüstet wird. Es gibt in Deutschland immer wieder mal solche Aktionen von Gruppen, die solche Rechner dann mit ausreichenden Linux-Distributionen an Bedürftige spenden.

Natürlich steht für die Kids da dann nicht Xbox, Playstation oder Nintendo drauf, das stimmt, aber es reicht allemal aus, dass sie mit ihren Freunden dann online gemeinsam Minecraft oder Hytale zocken können oder auch mal ein Spiel bei GOG oder Steam günstig mitnehmen können. Discord gibt es auch. Insofern kann es für solche Zielgruppen auch eine Option für mehr Teilhabe sein.
 
Ein guter Grund, nicht zu wechseln war halt, dass früher Linux instabil war. Nach genug Updates war irgendwas kaputt. Windows mochte doof sein, aber es tat einfach. Das hat sich geändert. Sie sind so stolz, zu verkünden, dass beim Code nun viel KI geholfen hat.... Und gleichzeitig warnt meine Firma derzeit vor einem Update, weil es Leuten massiv das System verhunzt.

Privat bin ich seit November auf CachyOS und bereue nichts. Viele Ende of Support Sachen funktionieren unter Linux halt ez weiter. AMD's FSR Sachen sind viel leichter auf älterer Hardware zu aktivieren. Selbst so etwas Komplizierteres, wie SteamVR war gestern mit WIVRN schnell eingerichtet und auf der Quest 3 funktional.

Klar, man muss ggf Bock zu googlen haben. Das Problem kannte man aber auch unter Windows, wenn mal die ASUS RGB Software nicht will und man sich vllt OpenRGB anschauen will oder wenn man alternative Minecraft Launcher mit Mod-Update Support installieren will.

Ich denke, vor allem stabile Distros, wie Debian-basierten Mint oder Ubuntu werden da vielen Usern gefallen. Während Gamer (und Konsolenreiter) zu Cachy, Bazzite, Nobara kommen. Es scheint fast, als würden die Distros erstmalig gut am Support zusammenarbeiten, statt sich ausstechen zu wollen. Am Ende ist es als User fast egal, was man sich installiert :)
 
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