Anzeige

Am Puls von Microsoft

Anzeige

Gegen Bezahlung: Microsoft verlängert Firmen-Support für Windows 7 bis 2023

DrWindows

Redaktion
Am 14. Januar 2020 endet der Support für Windows 7, ab diesem Datum wird Microsoft keine Sicherheitsupdates mehr bereit stellen. Schon heute ist klar: Windows 7 wird zu diesem Termin noch lange nicht verschwunden sein. Ich hatte mich vor ein...

Klicke hier, um den Artikel zu lesen
 
Anzeige

Sonnschein

gehört zum Inventar
[...] Ich bin ja gespannt, wie viele von den Unternehmen sich ab 2020 für ein komplett anderes OS entscheiden.
Viele wollen ja unbedingt Windows den Rücken kehren.
Na Mal sehen. Sind ja nur noch knapp 2 Jahre ;)
 

Sazeidya

nicht mehr wegzudenken
Na hoffentlich rutscht der Marktanteil dementsprechend schnell ab. Ich kann mir vorstellen, dass so eine Migration nicht einfach ist, gerade bei großen Unternehmen. Aber es muss doch möglich sein, sowas vor Ende eines Supportzeitraumes hinzubekommen oder nicht? Oder gibt es gewisse Dinge, die unter Windows 10 nicht mehr funktionieren und die zwingend Windows 7 voraussetzen?
 

Sonnschein

gehört zum Inventar
Es gibt immer wieder viele kleine Probleme unter win10 in Unternehmen.
Das OS zu wechseln ist heute nicht mehr ganz so kompliziert, wie es vor noch ca. 10 Jahren war.

Beispiel: Unternehmen nutzt eine Warenwirtschaft, die in .NET Framework geschrieben wurde. Es gibt dicke Backen, weil Winne all zu oft nicht alles ummodeln kann. Aber C++, JAVA und Co kann man sich zurecht biegen.

Der Vorteil wäre dann, das man weniger Ressourcen benötigt. Der Nachteil ist aber, das man den Kernel nicht updaten sollte, weil man dann wieder die Probleme wie bei win10 haben könnte.

Es ist leider immer irgendwie ein Teufelskreis. Man könnte viel Geld sparen, benötigt aber Admins, die Linux/Unix fit sind. Diese sind im Schnitt 3x so teuer, wie Admins für Windows.
Daher bin ich der Meinung, das Microsoft mit ihrem "Modell" durchkommen.
 

IngoBingo

gehört zum Inventar
Das sind alles selbstgemachte Leiden der Firmen. Das Problem ist, dass man einfach mal anfangen muss mit einer Migration. Viele Firmen haben sich bis zum Sanktnimmerleinstag an XP geklammert. Sind dann widerwillig irgendwann 2014/2015 auf Windows 7 umgestiegen, als das System schon jahrelang auf dem Markt war. Kein Wunder, dass die sich schwer tun, jetzt "schon wieder" eine größere Migration zu machen.
Die "softe" Migration auf Windows 10 ging hier Ende 2015 los (d.h. alles was neu installiert/geliefert wurde, wurde mit 10 betankt) und momentan sind wir bei über 80% Windows 10, der Rest ist meist 8.1 und die 7er Clients sind bis auf wenige Ausnahmen quasi ausgestorben. Und das ohne Hektik.
 
G

Gast5645

Gast
Na ja ganz so einfach wie du dir das vorstellst ist es für viele Firmen nicht mal eben auf die neueste Windows Version zu migrieren. Dazu läuft in sehr vielen Firmen viel zu viel Spezialsoftware die nicht einfach so mit einer neuen Windows Version funktioniert. Da sind oftmals aufwendige Anpassungen nötig oder die Unternehmen sind gar gezwungen auf komplett neue Software auszuweichen. Ich seh das bei uns im Unternehmen auch, teilweise wird W10 schon auf neuen Geräten eingesetzt aber es gibt nach wie vor erhebliche Probleme mit Spezialsoftware die nicht einfach so unter W10 funktioniert.
 

KeinUntertan

gehört zum Inventar
So eine Meldung wünschen sich Mobile-Fans. Verlängerung des Supports um zwei, drei Jahre, gegen Bezahlung, in Form eines Abo-Modells. Aber da gibt's ja noch nicht mal während des offiziellen Support-Zeitraumes echte Unterstützung ...
 

build10240

gehört zum Inventar
[...] Ich bin ja gespannt, wie viele von den Unternehmen sich ab 2020 für ein komplett anderes OS entscheiden.
Viele wollen ja unbedingt Windows den Rücken kehren.
Welches soll das denn sein? Die meiste Software gibt es für Windows. Trotz einiger Probleme läuft das meiste in Windows versionsübergreifend. Was unter Windows 10 nicht mehr läuft, war i.d.R. schon in Windows 7 alt oder der jeweilige Softwarehersteller betreibt Verkaufsförderung. Nur Unternehmen, deren Anwendungen schon für macOS oder Linux existieren oder portierbar sind, können es sich überhaupt leisten zu wechseln.

Die Wechselunwilligkeit in 16 Monaten wird vermutlich noch schlimmer als bei Windows XP. Es gibt etliche Unternehmen und Behörden, da laufen die Rechner mit XP wie selbstverständlich weiter - gerade sensible Bereiche wie das Gesundheitswesen und Banken sind davon betroffen. Wer aber schon kein Geld ausgeben wollte, um XP rechtzeitig zu ersetzten, wird auch kein Geld für den Ersatz geschweige denn kostenpflichtigen Support für Windows 7 ausgeben.

Es muß in den Bereichen endlich etwas passieren - sowohl auf Seiten der Softwarehersteller als auch auf Seiten der Anwender - und da es freiwillig nicht möglich ist, müssen wohl scharfe Gesetze her. Wenn ich als Privatmensch oder ein kleiner Unternehmer mit Daten, Systemen, Sicherheit usw. so umgehen würde, wie es mittlere bis große Unternehmen machen, fällt man auf kurz oder lang auf die Schnauze.

Übrigens, jammern gilt nicht. Wenn der kleine Häuslebauer von plötzlich eingeführten Straßenbeiträgen überrascht wird, heißt es allseits, daß er das hätte einplanen müssen, jeder müsse über Rücklagen verfügen und schließlich sei derartiges allgemeines Lebensrisiko. Wenn eine AG, die jahrelang dicke Dividenden an die Aktionäre ausgezahlt hat, vom zwar zehn Jahre lange bekannten, aber doch so plötzlich auftretenden Supportende einer Software überrascht wird, gibt es eher Steuererleichterungen statt Ärger.
 

Martin

Webmaster
Teammitglied
Also ich habe bisher keine Unternehmen kennen gelernt, die aus Sturheit bei einer alten Windows-Version bleiben wollen. Windows 10 ist ja außerdem sehr ähnlich, was das Deployment angeht. Wer einen Windows 7 Rollout gemacht hat, kann sehr Vieles davon beim Windows 10 Rollout recyclen. Dieses Angebot richtet sich in erster Linie an Kunden, die bestimmte Rechner schlicht und einfach nicht umstellen können, weil es unüberwindbare Hürden gibt. Ich habe selbst gerade erst an einem durchaus stattlichen Rollout mitgearbeitet und war unter anderem mit dem Test von Spezialsoftware betraut, die oft nur auf einem einzigen PC installiert ist. Da gibt es dann so Fälle wie diesen: Messgerät ist zehn Jahre alt, war schweineteuer und läuft mit einem speziellen Treiber für Windows 7. Hersteller existiert nicht mehr oder bietet keine Unterstützung mehr an. Nun steht man vor der Wahl, für 250.000 Euro ein neues Messgerät zu kaufen, obwohl das alte noch tadellos funktioniert, oder halt eben diese eine Kiste erst mal mit Windows 7 weiter laufen zu lassen. Ist klar, wie die Entscheidung ausfällt.
 

sneaker

gehört zum Inventar
Firmen sind einfach verschieden!
Zwei bis drei Jahre from Kickoff bis zum Start des regulären Rollout kenne ich noch von XP -> Windows7 und genauso heute Windows7 -> Windows10.
Für einen reibungslosen Rollout sind einge Spezialisten notwendig.

lg sneaker
 
Zuletzt bearbeitet:

build10240

gehört zum Inventar
Also ich habe bisher keine Unternehmen kennen gelernt, die aus Sturheit bei einer alten Windows-Version bleiben wollen.
Keine Ahnung, warum einige Unternehmen und Behörden nicht mehr unterstützte Windowsversionen einsetzen. Bin da i.d.R. nur aufmerksamer Kunde, dem auffällt, wenn auf einem Rechner noch XP oder sogar 98 läuft. An Arbeitsplatzrechnern liegt's kaum an irgendwelchen technischen Geräten, die nur mit dieser Windowsversion laufen. Vermutlich geht's ums Geld. Es gibt jedoch durchaus Branchen und Unternehmensbereiche, da sollte die Entscheidung für ein neues Messgerät ausfallen, selbst wenn das Geld kostet, aber damit die Sicherheit gewährleistet werden kann.

Welchen Schaden auch nicht mit dem Internet verbundene bzw. für den Internetzugang gesperrte Rechner mit Sicherheitslücken anrichten könnten, sollte seit WannaCry jedem bewusst sein.
 

Pixelschubse

gehört zum Inventar
@build10240
deine Vorstellungen von Wirtschaftlichkeit bzw. Ertrag gegen Aufwand solltest du besser für dich behalten. Nicht jede Behörde, jedes Unternehmen ist eine Bank mit angeschlossener Verwaltung bzw. Fertigung.
 

Stahlreck

Tech-Nerd
Nordlicht2112 schrieb:
Na ja ganz so einfach wie du dir das vorstellst ist es für viele Firmen nicht mal eben auf die neueste Windows Version zu migrieren. Dazu läuft in sehr vielen Firmen viel zu viel Spezialsoftware die nicht einfach so mit einer neuen Windows Version funktioniert. Da sind oftmals aufwendige Anpassungen nötig oder die Unternehmen sind gar gezwungen auf komplett neue Software auszuweichen. Ich seh das bei uns im Unternehmen auch, teilweise wird W10 schon auf neuen Geräten eingesetzt aber es gibt nach wie vor erhebliche Probleme mit Spezialsoftware die nicht einfach so unter W10 funktioniert.

Es ist nicht einfach...und trotzdem ist es doch einfach. Das Stichwort ist das man damit mal "anfangen" muss. Da spielt es auch gar keine Rolle wie viele spezielle Programme mit speziellen Treibern auf den PCs läuft. Man muss halt nen Plan machen...gibt's ne neue Version die man extra kaufen muss? Wenn nicht, was für Alternativen gibt es? Und bei kritischer Software wo es beides nicht hat oder wo es irgend eine superteure Maschine hat die genau DIE Version braucht kann man entweder mit ner isolierten VM oder einem isolierten PC arbeiten...wie es heute bei XP ja noch der Fall ist.

Zeit ist jetzt wirklich kein Problem. Man hätte schon längst anfangen können mit der Planung und hätte immer noch 1.5 Jahre dafür. Wer es immer weiter verzögert ist selber Schuld wenns nachher Stress gibt oder teuer wird.
 

PferdefusApfel

bekommt Übersicht
Nadella stellt Microsoft so dar, als wäre die Firma ach so lieb zu allen, würde Windows 10 verschenken und setzt auf Sympathie etc. Aber in Wahrheit hat sich die Geldgier vom Konzern nicht gewandelt. Nun ist mir das egal, da ich keine Firma bin/habe und wäre ich MS, würde ich ebenfalls mit Windows 7 den letzten möglichen Rest nicht W10-Wechsel-williger Firmen finanziell ausschöpfen.

Fraglich nur, ob Windows 7 noch Updates auf Pro und Enterprise bekommt, wenn man eine CPU hat wie Ryzen 2, die eigentlich keine Windows7/8.1-Updates mehr hergibt, weil es da ja MS-seitige Restriktioeen gibt. Theoretisch könnte man zudem die Patches für Home Basic und Premium und Pro sowie Ultimate für den Endnutzer anbieten. Macht man nur nicht. Bei XP POSReady kann ich es verstehen, dass die Updates nicht geeignet sein sollen fürs normale XP. Bei Windows 7 wo der Konsument ausgeschlossen wird, liegt die Sache für mich anders. So groß sind die Unterschiede zwischen Pro/Enterprise (Firmen, wobei: Pro gibts für Normalos) und Home/Ultimate ja nicht.
 

build10240

gehört zum Inventar
Die Firmen, die für den Support nach dem offiziellen Supportende bezahlen, werden sich bedanken, wenn die Updates weiter kostenlos für andere bereitgestellt werden, also werden die sich in Utimate und Home und in Pro ohne VL gar nicht installieren lassen. Schon alleine die Tests der Updates auf den Consumer-Editionen kosten Geld, das man sich sparen wird und dementsprechend ungetestete Updates auch nicht anbieten wird.

Ansonsten wieder mal die typische Jammere über das böse Microsoft. Ein Vorwurf an Nadella darf in einem solchen Beitrag auch nicht fehlen.
 
Anzeige
Oben