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Goldgrube KI-Dienste: Kassiert, so lange ihr könnt

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Redaktion
Goldgrube KI-Dienste: Kassiert, so lange ihr könnt
von Martin Geuß
Grosse Kasse mit KI-Diensten


Künstliche Intelligenz ist, daran besteht inzwischen kein Zweifel mehr, das nächste große Ding in der Computerindustrie. Es herrscht Goldgräberstimmung und viele Anbieter hoffen darauf, sich neue, kräftig sprudelnde Geldquellen erschließen zu können. Teure Abonnements auf KI-Dienste könnten allerdings eine weniger glorreiche Zukunft vor sich haben, als man derzeit vielleicht annimmt.

Ich will gerne erklären, wie ich zu dieser Einschätzung komme und warum ich denke, dass die Anbieter das sogar selbst nicht glauben.

Microsofts Copilot Pro kostet für Privatkunden 22 € im Monat, Geschäftskunden müssen rund 30 € berappen. Google bietet mit “Gemini Advanced” ein vergleichbares Abonnement und ist mit 21,99 € einen ganzen Cent günstiger.

Sind die Abos ihr Geld wert? Ich habe inzwischen diverse Testberichte gelesen, und um mir ein eigenes Bild zu machen, habe ich selbst ein Pro-Abo bei Microsoft abgeschlossen. Die Erkenntnis, dass die Leistungen, die man dafür erhält, den Preis nicht rechtfertigen, kam schnell und keineswegs überraschend.

Im beruflichen Umfeld mag das anders aussehen, da genügt schon ein geringfügiger Produktivitätszuwachs und die ausgegebenen 30 € sind wieder eingespart. Doch auch das ist eine Milchmädchenrechnung, mit diesem Argument könnte man für unzählige Funktionen in Microsofts Office-Suite einen satten Aufpreis verlangen.

Die Gründe, die diesen teuren Zusatzabos den Garaus machen werden, sind dieselben wie immer: Konkurrenz und technischer Fortschritt.

Für generative KI wie Bild- und Textgeneratoren benötigt man heute leistungsfähige Supercomputer. Aber die Zeit wird kommen – und das möglicherweise schneller als gedacht – wo diese KI-Modelle lokal laufen werden. Auf jedem Computer und jedem Smartphone sowie in Geräten, an die wir heute noch nicht denken. Qualcomm liefert noch in diesem Jahr das erste große Sprachmodell, das lokal auf einem Windows-Laptop läuft. Und das ist logischerweise nur der Anfang.

Ich hatte es vor einiger Zeit in meinem Artikel Wenn alles KI ist, ist nichts mehr KI zum Ausdruck gebracht: Künstliche Intelligenz wird von einer faszinierenden neuen Technologie (und einem Schreckgespenst) zu einer banalen, alltäglichen Sache werden.

Wenn wir in einigen Jahren daran zurückdenken, dass man für einen Textgenerator in einem Textverarbeitungsprogramm oder einen Bildgenerator in einem Grafikprogramm früher viel Geld bezahlen musste, dann wird das für die Leute, die diese Programme nicht mehr anders kennengelernt haben, vollkommen absurd klingen. Oder wer könnte heute einem jungen Menschen erklären, dass man für ein Navigationsgerät im Auto noch zu Anfang dieses Jahrtausends einen Aufpreis von zwei Monatsgehältern eines Durchschnittsverdieners bezahlen musste – und es Leute gab, die das tatsächlich getan haben?

Mein erster CD-Brenner mit zweifacher Brenngeschwindigkeit kostete 700 Mark, jeder Rohling 3,50 Mark und jeder zweite ging beim Brennen kaputt. Für den ersten TFT-Flachbildmonitor (17 Zoll, Auflösung 1024×768 Pixel) habe ich, wenn ich mich recht entsinne, um die 800 Mark (oder waren es schon Euro?) bezahlt. Weil die Technologie jeweils neu war und mit den hohen Preisen die enormen Entwicklungskosten eingetrieben werden mussten.

Genau das ist es, wofür die “Early Adopter” der Copilot-Abos bezahlen: Sie leisten die Anschubfinanzierung für das, was eines Tages alltäglich sein wird. Heute bezahle ich 22 € im Monat für den Copilot, in ein paar Jahren werde ich mir für 22 € Ohrstöpsel mit integriertem Offline-KI-Übersetzer für 48 Sprachen kaufen.

Die hohen Preise für die KI-Dienste sind in gewisser Weise auch ein Selbstschutz vor zu hoher Nachfrage. Der Ausbau und Betrieb der Infrastruktur sind sündhaft teuer und selbst bei den derzeit aufgerufenen Preisen würde ich nicht darauf wetten, dass diese kostendeckend oder allzu viel Geld verdient wird. Eines Tages wird das aber alles günstiger werden, und dann wird der Tag kommen, wo die erste KI-Funktion, die bei Anbieter A Geld kostet, bei Anbieter B kostenlos zu haben ist. Das wird der Anfang vom Ende der KI-Zusatzkosten und der Beginn der KI-Normalität sein.


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Danke für deine Einschätzung. Mich würde interessieren, welche der derzeitigen Funktionen sich sinnvoll einsetzen lässt und über technische Spielerei, welche nicht mit einfachen Automatismen und z. B. Textblöcken zu erschlagen ist, herausgeht.
 
Klingt einleuchtend. Und lokal geht ja schon einiges - siehe Stable Diffusion oder Nvidia Chat with RTX (LLM, derzeit Demo-Stadium). Letzteres könnte man z.B. als Dokumentenverwaltung (oder -archiv trifft es besser) verwenden.
 
welche der derzeitigen Funktionen sich sinnvoll einsetzen lässt
Die mir bekannte Anwendung findet schon jetzt im Börsenhandel (Bankenservice), in der Vertriebsarchitektur (Bestellwesen, Rechnungswesen, Lieferservice, Mahnwesen und Co) Lagerwirtschaft, Buchhaltung & Finanzen (Auch das Finanzamt arbeitet mit Algorithmen) und bei der Kriminalbekämpfung statt.

Die hochgelobte KI wird wohl in ein paar Jahren selbstständig neue Verknüpfungen erstellen können und auf andere Datenbestände zugreifen können, damit der jetzt schon existierende Algorithmus noch effektiver funktioniert.
Das wird dann wohl eine düstere Zeit für uns Steuerzahler werden, weil wir dann komplett gläsern sind und weil viele Berufe einfach obsolet werden.

Der Trend ist jetzt schon gut zu beobachten. Zum Beispiel, wo man einst 8 Bürofachkräfte benötigte, macht das der Computer alleine. Die Buchhaltung, wo einst 6 Personen die Bücher geführt haben, macht heute der Chef nebenbei usw.

Inwieweit der Normalo einen Nutzen daraus ziehen kann, ist in meinen Augen fraglich. Das bedingungslose Grundeinkommen wird immer wieder abgeschmettert. Das bedeutet wohl, dass sehr viele Menschen schlichtweg überflüssig werden. Was man mit ihnen anstellt und wo man sie hinsteckt, wird wohl spannend werden.
 
Der Trend ist jetzt schon gut zu beobachten. Zum Beispiel, wo man einst 8 Bürofachkräfte benötigte, macht das der Computer alleine. Die Buchhaltung, wo einst 6 Personen die Bücher geführt haben, macht heute der Chef nebenbei usw.
Ja, das ist so. Z.B. in der Sozialversicherung ist das Thema zwar noch verhalten, da noch ethische und datenschutzrechtliche Fragen geklärt werden müssen, aber das Thema ist präsent. Ich denke in den nächsten Jahren wird auch dort einiges an Stellen eingespart werden. Da auch immer mehr in die Rente gehen, kommt das den Entscheidungsträgern natürlich entgegen.
 
ethische und datenschutzrechtliche Fragen
Ist dir schon aufgefallen, dass immer dann auf den Datenschutz gepocht wird, wenn es zu deinem Nachteil ist?

Das erlebe ich so oft und jedes Mal rege ich mich darüber auf. Wobei ich es eigentlich besser wissen müsste und da viel gelassener herangehen könnte.
 
Da wird sich vermutlich sehr bald die Consumer- von der Enterpriseschiene trennen.
Für uns Normalos werden viele nette Gadgets am Smartphone, Tablett oder Laptop das Schreiben und Entwerfen von Bildern erleichtern, und das wird nichts kosten. Nada.
Ein Gedicht für Omas 90er in 2 Sekunden...

Unternehmen hingegen werden nicht bei Open AI oder ähnlichen 08/15 Anbietern bestellen, sondern sich fachspezifische Anwendungen maßschneidern lassen. Da liegt die Goldgrube begraben.

Erfreulicherweise spielt auch hierzulande ein Player ganz vorne mit:
ALEPH ALPHA in Heidelberg (Börsenwert heute 4,5 Milliarden Euro!). Die haben sich (wenn ich richtig informiert bin) auf Banking und Finanzsoftware spezialisiert und könnten auf dem Gebiet Weltspitze werden, zumal sie unlängst eine Kooperation mit HP eingegangen sind.

Im Medizinsektor gibt es eine Handvoll Unternehmen in den USA und UK, die die Nase vorn haben. In einer der letzten JAMA (Journal of the American Medical Association) Ausgaben wurden AI Anwendungen in der Medizin im Rahmen einer Metastudie mit herkömmlichen Methoden verglichen und schnitten durch die Bank besser ab.
[Beispiel: von ca. 400 Hautkrebspatienten im Großraum Chicago - Milwaukee wurden von der AI 98% (!!!) richtig diagnostiziert, zwei renommierte Dermatologen schnitten bei den selben Patienten mit 76% und nur 69% eher bescheiden ab.]

Und dann gibt es natürlich noch den Bereich der öffentlichen Einflussnahme durch KI.
Sozusagen the next level social engineering.
Hier wird's problematisch.
Wenn man sich vorstellt, dass der Rasputin AI für Microtargeting bei Wahlen im Westen einsetzt, oder gezielt die Öffentliche Meinung mit Fake News unterminiert, hinterlässt das vermutlich nicht nur bei mir ein mulmiges Gefühl. Das ist natürlich hybride Kriegsführung.

Künstliche Intelligenz wird jedenfalls nicht gleich Künstliche Intelligenz sein.
.
 
@Tadpole
Danke für die Hinweise! Wie oben schon erwähnt, wird man damit vermutlich die Datenverarbeitung von Menschen trennen und auch bei medizinischen Diagnosen scheint es was zu bringen. Das ist ja keine Schande, man muss nicht aufhören zu denken und lernt vielleicht was dazu, indem man sich hinterfragt, warum man falsch lag.

@Martin
Du hast damit gut ein Kapitel aus dem Kapital von Karl Marx erklärt. Ich müsste noch mal nachgucken, aber er sprach damals davon, dass letztlich Geld nur umverteilt wird, weil der Vorteil von einem Anbieter nicht dauerhaft sein wird und dann werden die Preise sich ändern.

Die mir bekannte Anwendung findet schon jetzt im Börsenhandel (Bankenservice), in der Vertriebsarchitektur (Bestellwesen, Rechnungswesen, Lieferservice, Mahnwesen und Co) Lagerwirtschaft, Buchhaltung & Finanzen (Auch das Finanzamt arbeitet mit Algorithmen) und bei der Kriminalbekämpfung statt.

Die hochgelobte KI wird wohl in ein paar Jahren selbstständig neue Verknüpfungen erstellen können und auf andere Datenbestände zugreifen können, damit der jetzt schon existierende Algorithmus noch effektiver funktioniert.
Das wird dann wohl eine düstere Zeit für uns Steuerzahler werden, weil wir dann komplett gläsern sind und weil viele Berufe einfach obsolet werden.

Der Trend ist jetzt schon gut zu beobachten. Zum Beispiel, wo man einst 8 Bürofachkräfte benötigte, macht das der Computer alleine. Die Buchhaltung, wo einst 6 Personen die Bücher geführt haben, macht heute der Chef nebenbei usw.

Inwieweit der Normalo einen Nutzen daraus ziehen kann, ist in meinen Augen fraglich. Das bedingungslose Grundeinkommen wird immer wieder abgeschmettert. Das bedeutet wohl, dass sehr viele Menschen schlichtweg überflüssig werden. Was man mit ihnen anstellt und wo man sie hinsteckt, wird wohl spannend werden.
Wo Du die Börse erwähnst, will ich auf diese Doku hinweisen, wo über Finanzmärkte gesprochen wird und wie sie sich verändert haben:

 
Und dann gibt es natürlich noch den Bereich der öffentlichen Einflussnahme durch KI.
Sozusagen the next level social engineering.
Hier wird's problematisch.
Wenn man sich vorstellt, dass der Rasputin AI für Microtargeting bei Wahlen im Westen einsetzt, oder gezielt die Öffentliche Meinung mit Fake News unterminiert, hinterlässt das vermutlich nicht nur bei mir ein mulmiges Gefühl. Das ist natürlich hybride Kriegsführung.
Und das ist der Grund, warum bei mir generative (!) KI vorerst das im Artikel angeführte Schreckgespenst bleiben wird. Wie bei vielen neuen Technologien erleben wir hier ein "Hauptsache veröffentlichen - um die Konsequenzen kümmern wir uns später". Das war bei den zahlreichen sozialen Netzwerken nicht anders, und heute haben wir Kriegsszenen auf TikTok, Depressionen bei Instagram und Volksverhetzung bei Twitter (Sorry: X). Und bei den generativen KIs erleben wir eine Flut an Fake News und Fake Bildern, die immer weiter unsere Demokratien gefährden. Nennt mich gerne Schwarzmaler. Ich will keine dieser Technologien in irgendeiner Weise verbieten, nutze selbst Social Media und den Copilot. Aber ich wäre froh, es würde mal jemand mit dieser Überregulierung anfangen, bevor die generativen in unserem Alltag angekommen sind - was sie ganz sicher werden und was auch überwiegend bereichernd sein wird. Bis halt drauf, dass unsere Wahlen wertlos werden.
 
Aber ich wäre froh, es würde mal jemand mit dieser Überregulierung anfangen, bevor die generativen in unserem Alltag angekommen sind
In der EU habe ich da keine Bedenken.
In den USA und in China wird gemacht werden, was möglich ist, darauf haben wir keinen Einfluss, egal was wir für Regeln beschließen.
Und der Rasputin tritt ohnehin jedes Gesetz mit Füßen und beschuldigt in bester KGB-Tradition dann seine Feinde, schuld zu sein.
 
In der EU habe ich da keine Bedenken.
Ich hab da schon Bedenken. Im Endeffekt müssen wir uns in Europa dem Silicon Valley doch immer irgendwie beugen, weil es keine Alternativprodukte und strenge Vorlagen für den Vertrieb in EU-Ländern gibt. Meine (privaten) Daten bei Microsoft liegen auf US-Servern und unterliegen deren Gesetzen und Regeln, obwohl ich deren Dienste in der EU nutze/Käufe in der EU getätigt habe. Ähnlich gut greifen auch die Regularien zu generativen KIs. Ich kann den Copilot unter Windows dank EU nicht nutzen, aber im Edge und bei Bing schon. Trainiert wird auch das deutsche Modell nach amerikanischen Gesetzen auf deutschen, EU-Gesetzen unterliegenden Internetdaten, evtl. auch Zeitungstexten (da kenne ich mich nicht so aus), womit die hiesigen Regularien ausgehebelt werden. Ob das nun wirklich so ein großes Problem ist, kann ich nicht sagen, aber wenn es um die Big Player von überm Teich geht, wirkt die EU ganz schön zahnlos (vlt ausgenommen die Kartellbehörde). Auch das mit den Unternehmenssteuern gehört zu diesem Thema
 
@Tadpole @AlaskanEmperor
Ich würde die EU nicht als einfach sicher betrachten, denn auch hier springen Politiker auf ähnliche Boote und möchten Verschlüsselung aufweichen und Spyware wie Pegasus nutzen, um Hintertüren erzwingen zu können. Aus Leichtsinnigkeit oder schlechter Informiertheit oder anderen Gründen können hier auch die Gesetze geändert und ausgehöhlt werden. Politik ist nicht in Stein gemeißelt, sich zurücklehnen und hoffen, dass die anderen es richten, ist ein Luxus, der in Deutschland bereits jetzt mit sozialer Unruhe bezahlt wird.
 
Für uns Normalos werden viele nette Gadgets am Smartphone, Tablett oder Laptop das Schreiben und Entwerfen von Bildern erleichtern, und das wird nichts kosten. Nada.
Persönlich ist mir diese Darstellung wirklich zu einfach, denn das kommt, wenn man wirklich differenziert, unterschiedlich stark auf die Bereiche zu, die es auch beim normalen Endkonsumenten betrifft. Ganz falsch sind deine Punkte nicht, solche Allerweltsfunktionen sehen wir ja zum Beispiel schon bei Microsoft Paint oder Microsoft Fotos. Aber es gibt eben auch ganz andere Punkte, die gravierender sind. Nur mal ein paar Beispiele:

  • Das klassische Beispiel ist immer noch die Suche. Die Frage, inwieweit Bing oder Google Informationen vorkuratieren dürfen, war ja schon vor dem KI-Zeitalter ein heißes Pflaster, weil die Suchmaschinen an der Seite immer die Infokarten von Wikipedia eingebaut hatten. Mit Copilot oder Google Gemini wird das sicherlich noch intensiver diskutiert werden, wenn man bedenkt, dass die KI die Fragen jetzt direkt beantwortet.
  • Das Thema Nachrichten und Information ist mehrfach betroffen. Wir haben das Problem mit den Deepfakes, wir haben Algorithmen in sozialen Netzwerken und Newsaggregatoren, die die Inhalte für uns kuratieren, und wir haben Experimente in Verlagen wie Axel Springer, wo KI eine ganze Redaktion ersetzen und eine Nachrichtenseite bespielen soll.
  • Interessant wird das auch im Bereich Entwicklung, wo selbst für Hobbyentwickler nicht nur bei Microsoft verstärkt KI-Funktionen dazukommen. Bei Microsoft ist das ja ein alter Hut, weil wir das schon vor Copilot mit Funktionen wie IntelliCode hatten, aber bei anderen großen Entwicklerhäusern wie Google, Oracle oder JetBrains wird mit Sicherheit ähnliches kommen.
  • Selbst beim Gaming wird das interessant, auch wenn Starfield da noch ein schlechtes Beispiel für ist. Aber Welten, die gerade bei cloud-angebundenen Games generativ und immer neu erstellt werden, werden künftig eine Rolle spielen.
Gerade mit den ersten beiden Punkten werden viele normale Menschen in Kontakt kommen und da werden wir uns als Gesellschaft auch mit auseinandersetzen müssen, wie wir damit umgehen.
 
@Kevin Kozuszek Es fehlt noch der Punkt der Entlohnung der Schreiber/Künstler, auf deren Werke neue Texte/Bilder basieren. Die Journalismus/Autoren/Künstlerszene wird sich durch KI radikal wandeln, weil schon Beispielbilder auf deiner Website genutzt werden können, um deinen Stil zu imitieren und neue Sachen zu erstellen. Ich denke, dass Stockfootage in den nächsten Jahren ganz verschwinden wird. Damit ist ja jetzt schon kaum noch Geld zu verdienen, mit breitem Einsatz von KI-Bildern wird der Kauf solcher Bildchen gänzlich überflüssig, da man exakt das kriegt, was man braucht und das auch noch mehr oder weniger rechtefrei. Dass dabei natürlich die ursprünglichen Bilder ohne irgendeine Kompensation als Trainigs-Basis dienten, interessiert die meisten aber nicht.

@Sonnschein Es ist ja noch viel schlimmer. Es braucht gar nichts manipuliert zu werden. Such zu einem Thema nach Informationen und der Copilot präsentiert dir ungefiltert den entsprechenden Marketingtext von der entsprechenden Website, perfekt eingelayoutet in einen vermeintlich neutralen oder gar kritischen Antworttext. Klar, da ist ein Link dabei, aber Menschen lesen nur Überschriften und klicken schon nicht auf Artikel, wenn sie manuell danach suchen, warum sollte das hier der Fall sein?
 
Persönlich ist mir diese Darstellung wirklich zu einfach
Das war zugegeben verkürzt.
Aber:
Erstens gehts ja hier um die "Goldgrube KI-Dienste" und nicht um die Gefahren.
Da wollte ich eben darauf hinweisen, dass diesbezüglich die Enterprise-Sparte ganz ein anderes Kaliber darstellt, und auch Firmen hierzulande durchaus nach europäischen Standards mithalten können.
Jonas Andrulis von Aleph Alpha ist bei erstaunlich prominent besetzten Konferenzen zugegen (u.a. mit US-Außenminister Blinken) und legt Wert auf die Feststellung, dass sie ihre gesamte Rechenleistung (inklusiver der tausenden Grafikkarten, die da scheinbar erforderlich sind) im Inland (TU München) generieren.
Querymodulation (tendentiöse Beeinflussung von Suchanfragen) fällt natürlich auch unter meinen Punkt Drei (Einflussnahme durch KI), den ich aber nur der Vollständigkeit halber angefügt habe, obwohl er unter der Überschrift nichts zu suchen hat, weil abzusehen war, dass diesbezügliche Warnungen nicht ausbleiben würden.
 
viele Menschen schlichtweg überflüssig
Guten Abend.

Ich würde eher sagen, dass diese Berufe ersetzt werden.
Die Menschen könnten, wenn sie denn wollen, andere nachgefragte Berufe erlernen und ausführen.
Soweit ich weiß, lernt nicht nur die KI, nein, auch der Mensch lernt nie aus. 🙃😊

Umschulungen oder zweite/dritte Ausbildung regeln. Auch wenn das nochmal im Leben ein paar Jahre finanzielle Einschnitte bedeutet.
 
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