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Google wird gesammelte Daten aus “Inkognito-Modus” von Chrome löschen

DrWindows

Redaktion
Google wird gesammelte Daten aus “Inkognito-Modus” von Chrome löschen
von Martin Geuß
Google Chrome Inkognito Modus


Google hat sich dazu verpflichtet, große Mengen an benutzerbezogenen Daten zu vernichten, die vom Chrome-Browser im “Inkognito-Modus” gesammelt wurden. Diese Verpflichtung ist Bestandteil eines Vergleichs, mit dem eine Sammelklage beigelegt wurden.

In den USA hatten zahlreiche Nutzer gegen Google geklagt, weil der Inkognito-Modus nicht hielt, was sie sich davon versprachen, unter anderem verhindert er nicht das Tracking, mit dem man beim Surfen im Internet von Werbetreibenden über Webseiten hinweg verfolgt wird.

Man könnte den Nutzern vorwerfen, dass sie schlicht nicht verstanden haben, worum es bei diesem Inkognito-Modus geht, denn er dient lediglich dazu, weniger lokale Spuren auf dem Gerät zu hinterlassen. Allerdings fand ich diese Bezeichnung schon immer sehr unglücklich, sie schreit geradezu nach einem Missverständnis.

Als Folge des Vergleichs hatte Google die Beschreibung des Inkognito-Modus angepasst, um besser zu erklären, wozu er dient – und wozu eben nicht.

Wie das Wall Street Journal berichtet, sieht die Vereinbarung des geschlossenen Vergleichs außerdem vor, dass Google alle Daten löscht, die man im Inkognito-Modus gesammelt hat. Dieser Verpflichtung beabsichtigt das Unternehmen jetzt nachzukommen. Streng genommen müssten nur die Daten der Nutzer gelöscht werden, die auch geklagt haben, allerdings dürfte das technisch kaum machbar sein und so wird man wohl die große Sense schwingen und alle Daten löschen.

Das dürfte Google allerdings kaum wehtun, denn die Daten sind alt und dementsprechend für Werbezwecke nur noch bedingt zu gebrauchen. Eine Verpflichtung, im Inkognito-Modus künftig weniger Daten zu sammeln, sieht der Vergleich offenbar nicht vor, der überarbeitete Disclaimer ist hier anscheinend ausreichend.


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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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"Don't be evil' habe ich bei google noch nie geglaubt. Wie sonst lässt sich erklären, dass google über 70% mit Werbung - also mit den Daten der Nutzer - verdient?
 
Wie sieht es denn mit dem Inkognitomodus von Edge und Firefox aus? Handhaben die es genau so wie Google bisher? Oder haben sie schon umgesetzt, was Goggle erst jetzt umsetzen muss?
 
Bei Firefox kann ich es nicht sagen, weil ich mich damit noch nicht näher beschäftigt habe, in Edge ist der Disclaimer des "InPrivate"-Modus schon vorher aussagekräftiger gewesen.
 
Wie sieht es denn mit dem Inkognitomodus von Edge und Firefox aus
das hatte ich mich auch gefragt. Und den von Edge sollte ich auch mal lesen.
Was auf jeden Fall bei allen Browsern der Fall sein sollte: wenn man für sein Kind ein Geburtsagsgeschenk sucht, sollte es nächste Tag nicht in der Suche oder als Vorschlag für irgendwas auftauchen (um mal ein seriöses Beispiel zu nennen).
Bei Google läuft es mir aber ohnehin nur kalt den Rücken runter. Wobei mein Chinabrowser (Opera) leider bestimmt auch nicht besser ist. Den nutze ich jedoch nicht für inkognito.
 
Der Private Modus speichert keine Ihrer Surf-Informationen (z. B. Chronik und Cookies) und hinterlässt keine Spuren, wenn Sie Ihre Sitzung im Privaten Modus beenden. Beim Surfen in privaten Fenstern sind Sie standardmäßig vor Drittanbieter-Cookies und Inhalts-Trackern geschützt. Unsere englischsprachige Anti-Tracking Policy (Anti-Tracking-Richtlinie) spiegelt unseren Anspruch und unser Engagement wider, Ihre Privatsphäre zu schützen und Ihre Sicherheit zu gewährleisten. Neue Firefox-Versionen verfügen zusätzlich über die Funktion „Verbesserter Schutz vor Aktivitätenverfolgung“. Sie verhindert, dass versteckte Verfolger Ihr Surfverhalten über mehrere Websites hinweg aufzeichnen, dabei Informationen über Sie sammeln und das Surfen verlangsamen.
Erkennbar daran, dass im private Mode besuchte Webseiten jedesmal wieder die Zustimmung zu Cookies anfordern, was mir eh wurscht ist, da sie per Cookie Autodelete auch im normalen Mode anschließend in die Tonne wandern.
 
Google hat sich dazu verpflichtet, große Mengen an benutzerbezogenen Daten zu vernichten, die vom Chrome-Browser im “Inkongnito-Modus” gesammelt wurden. Diese Verpflichtung ist Bestandteil eines Vergleichs, mit dem eine Sammelklage beigelegt wurden.
Eine Verpflichtung, im Inkognito-Modus künftig weniger Daten zu sammeln, sieht der Vergleich offenbar nicht vor, der überarbeitete Disclaimer ist hier anscheinend ausreichend.
Wie wurde der Vergleich überhaupt realisiert? Gab es Entschädigungen oder blieb es bei der "Verpflichtung" bzw. Absichtserklärung? Schließlich hatte die illegale Art der Datensammlung doch auch monetäre Auswirkungen.

Meines Erachtens ist es blanker Hohn, dass es in solchen Fällen immer Vergleiche als Lösung gibt. Keine Urteile, auf die man sich bei gleich gelagerten Fällen berufen kann.
 
Von Entschädigungen liest man nichts. Bei Vergleichen ist es immer wichtig, unter welchen Umständen sie zustande kamen. Insgesamt kommt Google hier ziemlich gut weg. Sie entsorgen die Daten, die ohnehin nicht mehr viel wert sind, und erklären die Funktion ein wenig besser. Das legt zumindest den Verdacht nahe, dass sie keine allzu schlechten Karten gehabt hätten, die Klage sogar zu gewinnen.
Denn wie gesagt - man kann durchaus auch argumentieren, dass die Leute es halt nicht verstanden haben, wie dieser Modus funktioniert.
 
Worum geht es? Lokale Daten oder Serverdaten?

Natürlich sammeln Webseiten immer Daten - egal in welchem Modus der Nutzer unterwegs ist. Die Webseite sollte das auch gar nicht unterscheiden können.
 
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