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Googles VPN verändert DNS-Einstellungen von Windows dauerhaft – notwendig oder übergriffig?

DrWindows

Redaktion
Googles VPN verändert DNS-Einstellungen von Windows dauerhaft – notwendig oder übergriffig?
von Martin Geuß
Google One VPN


Die Installation von Google One VPN unter Windows verändert die DNS-Einstellungen des Systems. Das ist schon länger so, aktuell erhält dieser Sachverhalt allerdings mediale Aufmerksamkeit. Ist dieses Verhalten übergriffig, ein Datenschutz-Problem oder am Ende einfach nur notwendig?

Google betreibt einen eigenen DNS-Dienst, der frei zugänglich und aufgrund seiner Geschwindigkeit durchaus populär ist. Wer ihn nutzen möchte, trägt als DNS-Server im Router oder in der Konfiguration der Netzwerkverbindung einfach die Adresse 8.8.8.8 als DNS-Server ein.

Im Rahmen seines Google One Abonnements bietet Google außerdem einen hauseigenen VPN-Service, für den es auch einen Windows-Client gibt. Installiert man diesen, wird im Rahmen des Setups auch die DNS-Konfiguration auf die DNS-Server von Google angepasst.

Das ist, wie zuvor erwähnt, schon seit längerer Zeit der Fall. Vor einigen Tagen hat ArsTechnica das Thema aufgegriffen, von dort ist es auch auf einige deutsche Medien übergeschwappt, weshalb ich ebenfalls ein paar Sätze dazu verlieren möchte.

Dass ein VPN-Dienst eine eigene Namensauflösung mitbringt, ist zunächst einmal vollkommen normal und auch notwendig. Ein VPN soll unter anderem die Privatsphäre schützen und da sollten keine Anfragen an fremde DNS-Server gehen.

Pikant an der Vorgehensweise von Google ist, dass der Eintrag in der DNS-Konfiguration von Windows dauerhaft ist. Auch wenn Google One VPN nicht aktiv ist, werden weiterhin die Google-Server angesprochen. Selbst bei einer Deinstallation werden die Änderungen angeblich nicht rückgängig gemacht (ich schreibe “angeblich”, weil ich es nicht selbst getestet habe, die Aussagen mehrerer Nutzer sind diesbezüglich aber eindeutig).

Auf einen entsprechenden Bugreport bei Github hat ein Google-Mitarbeiter im Januar mit der bei Firmen so beliebten Standard-Antwort reagiert: Das sei im Interesse der Kunden die beste Lösung. Man denke aber darüber nach, in einem zukünftigen Release eine Änderung vorzunehmen.

Abgesehen davon, dass viele Nutzer in weiteren Kommentaren darin durchaus ein Datenschutz-Problem sehen, sorgt dieses übergriffige Verhalten auch für handfeste Probleme, denn die dauerhaft geänderten DNS-Einstellungen können bewirken, dass Dienste im internen Netzwerk nicht mehr erreichbar sind. Werden alle DNS-Anfragen über Google abgewickelt, beeinträchtigt das zudem die Funktion diverser Tracking- und Werbeblocker, was einem Unternehmen, dessen Existenzgrundlage Werbeeinnahmen sind, nicht ganz unrecht sein dürfte.


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Im Endeffekt ist es die weitaus schlimmere Übergriffigkeit.
Deutsche Medien hoben Microsofts Werbung in einem Google Produkt auf den Thron eines riesen Skandals.

Dann sollte das hier mindestens das Gleiche erfahren.
Eher sogar sollte das Kartellamt eine Untersuchung einleiten, denn gerade letzter Punkt, dass Google so aktiv AdBlocker und somit die Ruhe und Nervengesundheit Millionen von Menschen angreift, um mehr Geld verdienen zu können, ist hochgradig "asozial".


Vermutung: Da Google in Deutschland sowieso everybodys Darling ist, wird das Thema totgeschwiegen und am Ende passiert nichts. 😔😩🫤😤
 
Du vergisst, dass es ja nur zum Besten der Anwender gemacht wird. 😂😂😂

Aber Scherz beiseite. Wie sollen Firmen ohne Übergriffigkeit von 'sehr groß' auf 'zu groß' wachsen?!? Da sind doch im Prinzip alle gleich.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
sehr groß' auf 'zu groß
😩
Leider lässt die Gier nach Mehr, jegliche Moral verdampfen.
Und die Maxime der Gewinnmaximierung sorgt für "Hunger" nach noch mehr Gewinn, obwohl "Zuviel" schon längst überschritten wurde.
Es überhaupt kein Maß mehr gibt, was nötig wäre.

Die Begründung, die Aktionäre würden sonst auf die Barrikaden gehen zählt nicht, da dort ja das Grundproblem liegt.

Firma xy bietet hervorragende Leistung.
Kunden zahlen.
Firma kann Kosten, u.A. die für die hervorragende Arbeit verantwortlichen Mitarbeiter, fair bezahlen.
Firma macht Gewinn, spart diesen Gewinn für schlechte Zeiten und fertig.

Wieso muss diese Firma von Aktionären gezwungen werden, zur Befriedung dieser, Mitarbeiter zu entlassen, die ja für die gute Arbeit zuständig sind, deswegen dann angeblich mehr wert sein, obwohl die Qualität der Arbeit darunter höchstwahrscheinlich leidet und die Mitarbeiter auch unzufrieden werden (weniger Mitarbeiter, mehr Stress, Löhne kürzen usw.).

Sobald die Richtung: nur mehr mehr mehr zählt, vorgegeben ist, werden Menschen nur noch als Last und Faktor für kurzfristige Kurssteigerung gesehen.
Nachhaltig und vorausschauend, den Mensch und seinen Anteil am Erfolg wertschätzen wird dann komplett der Excel-Tabelle untergeordnet.
🥴🥺
 
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