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Huawei MateBook E im Test: Seiner Zeit voraus?

DrWindows

Redaktion
Huawei MateBook E im Test: Seiner Zeit voraus?
von Martin Geuß
Huawei MateBook E Titelbild


Das Huawei MateBook E ist ein Tablet im Stil des Surface Pro, geht dabei aber eigene Wege. Das ist in einigen Punkten von Vorteil, und ein klein wenig ist das Gerät seiner Zeit sogar voraus. Schwächen gibt es aber auch.

Anders als beim Surface Pro ist der Kickstand nicht ins Gehäuse, sondern in die Tastaturhülle integriert. Dadurch ist es für ein Windows-Tablet schon fast sensationell dünn, 7,99mm stehen auf dem Datenblatt. Ein weiterer Vorteil dieses Konzepts ist der bessere Schutz des Tablets vor Kratzern und anderen Gebrauchsspuren.

Nachteil des Konzepts ist, dass man das Tablet nicht alleine z.B. auf den Tisch stellen kann, um ein Video zu schauen – dafür muss immer auch die Tastatur mit angedockt werden, was weniger schön aussieht und mehr Fläche benötigt.



Aber immer schön der Reihe nach, hier kommt zunächst der Steckbrief des MateBook E.

Technische Daten​

  • 12,6 Zoll OLED-Display mit 2.560×1.600 Pixel (16:10), max. Helligkeit 600 nits, 100% Abdeckung des P3-Farbraums
  • CPU: Intel Core i3-1110G4 mit Intel UHD Grafik
    oder Intel Core i5-1130G7 mit Intel Iris Xe Grafik
  • RAM: 8/16 GB
  • SSD: 128/512 GB NVMe
  • Kameras: 13 MP hinten (mit LED-Blitz), 8 MP vorne
  • Drahtlos: Wifi 6, Bluetooth 5.1
  • Anschlüsse: 3,5mm Klinke, 1xUSB-C mit Thunderbolt 4
  • Audio: vier Lautsprecher, vier Mikrofone
  • Biometrie: Windows Hello per Fingerabdruck
  • Akku: 42 Wh
  • Maße: 286,5 x 184,7 x 7,99mm
  • Gewicht Tablet/Tastatur: 709g/436g
  • Betriebssystem: Windows 11 Home
  • Preise: 649 Euro (i3/8GB/128GB), 1.199 Euro (i5/16GB/512GB

Durch das dünne Gehäuse sieht das MateBook E sehr schick aus, die leicht angeraute Rückseite des Tablets sorgt außerdem dafür, dass es sehr gut in der Hand liegt und kein bisschen glitschig ist. Die Kombination aus Schutzhülle und Tastatur hat ein mattes, leichtgummiertes Finish und präsentiert sich ebenfalls griffig und außerdem pflegeleicht, Fingerabdrücke hinterlässt man nur mit feuchten oder fettigen Fingern.



Die Hülle wird magnetisch ans Tablet angedockt, leider ist die Verbindung aber nicht sehr stark. Im regulären Betrieb ist das kein Nachteil, man muss beim Hantieren aber stets ans Tablet greifen, weil es sonst herausfallen könnte. Hat man sich daran gewöhnt, ist das nicht weiter tragisch, in den ersten Tagen hat mich das allerdings einige Male gestört.

Das Display​


Das MateBook E ist das erste Gerät von Huawei mit OLED-Panel, und wieder einmal sehe ich mich in meiner Begeisterung für diese Displays bestätigt. Vor allen Dingen mit dem dunklen Farbschema sieht Windows 11 auf dem MateBook E fantastisch aus, Filme und Fotos machen damit großen Spaß, aber auch Dokumente und Webseiten werden einwandfrei dargestellt.

Mit einer maximalen Helligkeit von 600 nits können Inhalte auch in sehr hellen Umgebungen noch einwandfrei gelesen werden. Was die Kategorie „Bildschirm“ angeht, lässt das Huawei MateBook E jedenfalls das Surface Pro 8 von Microsoft hinter sich, obwohl es nur mit 60 Hz arbeitet.

Stiftunterstützung ist vorhanden. Der Huawei M-Pencil muss separat für 99 Euro erworben werden, ich hatte ihn für meinen Test nicht zur Verfügung und kann zu diesem Punkt daher keine Aussage machen.

Smart Magnetic Keyboard​


Das Smart Magnetic Keyboard, so die offizielle Verkaufsbezeichnung, vereint wie bereits erwähnt Tastatur und Schutzhülle, in der auch der Kickstand untergebracht ist. Mit diesem Kickstand kann das Tablet in einem Winkel zwischen 110 und 160 Grad aufgestellt werden. Das funktioniert soweit gut, in der flachsten Position genügt allerdings schon minimaler Druck von oben, um den Kickstand vollständig einklappen und das Tablet flach auf den Tisch „fallen“ zu lassen. Handschriftliche Eingaben in dieser eigentlich dafür komfortabelsten Position sind somit praktisch unmöglich.



Auf der Tastatur schreibt es sich nach kurzer Eingewöhnung prima, die Tasten sind griffig, haben einen für mich angenehmen Druckpunkt und mit 1,3mm einen ausreichend langen Hub. Leider gibt es keine Tastenbeleuchtung, was bei dem Preis von 149 Euro, der für das Smart Magnetic Keyboard aufgerufen wird, schon beinahe unverzeihlich ist.

Ebenfalls schmerzlich vermisst wird die Möglichkeit, die Tastatur wie beim Surface Pro an das Tablet anzustellen, was für komfortableres Tippen und eine stabilere Verbindung sorgen würde.

Leistung​


Das MateBook E gibt es entweder mit Intel Core i3 oder Core i5 der 11. Generation. Ich finde die i3-Version wegen des Preises von 649 Euro grundsätzlich spannender, auch wenn man hier mit 128 GB internem Speicher ohne die Möglichkeit der Erweiterung auskommen muss. Die Leistung des i3 dürfte für Alltagsaufgaben allemal ausreichen.

Die i5-Version bietet mit 16 GB RAM und 512 GB SSD deutlich mehr Reserven, allerdings muss man mit 1.199 Euro auch fast doppelt so viel bezahlen.

Das MateBook E wird aktiv belüftet, und wenn der Lüfter unter Last die Luft durch die engen Schlitze des dünnen Gehäuse presst, dann ist das nicht zu überhören. Es kommt glücklicherweise aber nicht sehr oft vor.

Akkulaufzeit​


Die Herstellerangabe von „bis zu zehn Stunden“ kann ich wie üblich nicht bestätigen, in der Praxis komme ich auf eher 6-7 Stunden. Bei einer langen Zugfahrt sollte man also das Netzteil oder eine Powerbank griffbereit haben.

Fazit​


Das Huawei MateBook E ist ein Windows 11 Tablet mit fantastischem Display und beeindruckend gutem Sound. Die integrierte Frontkamera sorgt für gutes Bild in Videokonferenzen, die Mikrofone machen dabei ebenfalls einen sehr guten Job. Der in den Einschaltknopf integrierte Fingerabdruckscanner arbeitet schnell und zuverlässig.

Wenn Microsoft mit der Optimierung von Windows 11 für Tablets weitermacht, wie man das zuletzt in den Insider-Versionen beobachten könnte, dann könnte es als „reines Tablet“ in Zukunft noch interessanter werden, insofern ist das MateBook E seiner Zeit womöglich voraus (wer weiß, welche Windows 11 Features Microsoft den OEMs versprochen hat, als diese anfingen, Geräte dafür zu entwickeln).

In Verbindung mit dem Smart Magnetic Keyboard lässt es sich mit dem MateBook E prima arbeiten, die fehlende Tastenbeleuchtung und die nicht komplett ausgereift wirkende Schutzhüllen/Kickstand-Kombination machen es für den produktiven Arbeitseinsatz allerdings nicht zur ersten Wahl.

Beim Kauf über den hauseigenen Online-Shop legt Huawei derzeit noch den M-Pencil sowie das Smart Magnetic Keyboard kostenlos dazu, dadurch wird die kleine Version für 649 Euro zu einem echten Preis-/Leistungstipp.



Disclaimer: Das hier besprochene Produkt wurde uns von Huawei leihweise zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme auf die Berichterstattung oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gab es nicht.


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Wenn Microsoft mit der Optimierung von Windows 11 für Tablets weitermacht, wie man das zuletzt in den Insider-Versionen beobachten könnte, dann könnte es als „reines Tablet“ in Zukunft noch interessanter werden, insofern ist das MateBook E seiner Zeit womöglich voraus
Das ist eher so, wie die Jungfrau zum Kinde gekommen ist.
Für mich ist das Gerät ein altbekanntes Format, nur in neuen Kleidern.

Die Herrschaften in Redmond sollten so langsam was in Richtung Faltbildschirme machen, sonst werden wir in Zukunft weitere altbekannte Formate erleben, nur jeweils in neuen Kleidern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wäre interessant mal eine Liste von ähnlichen (Surface-like) Geräten zu sehen.

Ich könnte da noch das Lenovo IdeaPad Duet 3i nennen.
 
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