[gelöst] Laufwerk komprimieren - "Für und Wider" oder nur "Für"

Krischu

treuer Stammgast
Ich habe die Komprimierung meiner Systemplatte gestartet. 700GB und es waren nur noch 100 GB frei. Ist eine SSD (2TB mit noch anderen Partitionen).

Soll 19h dauern. Das würde ich noch überleben, aber jetzt schon kommen immer wieder Stopstellen.

Die erste gleich am Anfang, die besagte, daß C:\swapfile.sys in Benutzung sei. Ob ich ignorieren wolle. Dabei mal die Frage: wenn Windows so eine Operation wie komprimieren anbietet, wie kann es dann sein, daß solche elementaren Dinge wie benutzte Dateien nicht gleich automatisch übersprungen werden? Wer käme denn auf die Idee, einen Swapfile zu komprimieren?

Dann der nächste Stop:

"Beim Übernehmen der Attribute für die Datei ist ein Fehler aufgetreten: C:\cygwin64\bin\emacs."

Wenn ich jetzt 19h dabeisitzen muß und solche Stops wegklicken * muß, dann wäre das sicher ein Gegenargument gegen Komprimieren, wenn es da keine andere Methode gibt. Kann man sowas nicht im Hintergrund laufen lassen und auftretende Konfliktsituationen überspringen und evtl. im Nachhinein nach Sichtung eines Logs lösen?

Grüße
Christoph

*) man kann zwar auf "alle ignorieren" klicken, aber ob damit auch alle möglichen Konfliktfälle erfaßt werden, weiß ich nicht genau.
 
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Krischu

treuer Stammgast
Backup ist ja eine allgemeine Regel, die nichts mit der Fragestellung zu tun hat, was das Für und Wider betrifft.

Wäre ein Gegenargument vielleicht, ob es sinnvoll ist, VMs von mehreren 10GB zu komprimieren?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Henry E.

Moderator
Teammitglied
Hallo Krischu , für mich gesehen macht das keinen Sinn.

Da würde ich lieber alte Daten auslagern, auch bei Installationen oder Deinstallationen von Programmen bekommt man u.U. Probleme, Und ob Windows im allgemeinen Arbeiten damit klarkommt steht noch auf einem ganz anderen Blatt,

Meine Empfehlung , Lass es.
 

HerrAbisZ

unbequemer Zeitgenosse
So viel ich weiß, hat es schon Fälle gegeben, das der PC, nachdem man C: komprimiert hat, nicht mehr startete

Hast du denn dein Daten nicht auf eine andere Partition gespeichert ?
 

Krischu

treuer Stammgast
Auch Deiner Nachricht entnehme ich ein klares "Kontra Komprimierung". Auch gilt ja die Regel, daß jede Platte irgendwann mal überläuft, selbst wenn sie komprimiert ist.

Ich konnte 200GB an virtuellen Maschinen von den Versuchen der letzten Tage wegschmeißen, muß dazu allerdings erst einen Weg finden, die VMs aus den Hyper-V-Verzeichnissen zu löschen. Die sind vom System irdendwie festgehalten.

Muß gleich mal in den abgesicherten Modus , um die zu löschen. Geht vielleicht auch anders?

Oh, merke gerade: ich kann mich im abgesicherten Modus (ohne Netzwerk) gar nicht einloggen, weil ich mit der Microsoft PIN-Methode einlogge. Die funktioniert scheinbar nicht im abgesicherten Modus.
 

Krischu

treuer Stammgast
Mit Netzwerkzugriff.

Ja, weiß ich, aber bin jetzt gerade wieder im normalen Modus gebootet und dachte, ich könne mir einen weiteren Reboot sparen, da das hier ja ohnehin wie ein Chat läuft :)

Aber gut, ich boote jetzt wieder in den abgesicherten Modus mit Netzwerk (5).
... Sekunden später: Nöö, geht nicht. Ich werde nach einem Kennwort gefragt, da steht nicht PIN.

Mein Ethernet erkennt der Modus nicht. Wenn ich da r.u. auf den Globus klicke, bekomme ich nur WLAN angeboten und das funktioniert im Moment auch nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Henry E.

Moderator
Teammitglied
Im abgesicherten Modus muss das Admin-Kennwort vom MS-Konto eingegeben werden,

Ausserdem brauchst Du nur Den Hyper V -Mangager öffnen und dort die Virtuellen Computer mit Rechtsklick löschen

Dann im Explorer im Ordner Hyper V die entsprechende VHDX löschen

img_008.png
 

ntoskrnl

gehört zum Inventar
Komprimieren erhöht die Fragmentierung. Vor allem bei HDDs ein Nachteil.

Edit:
und vor allem beim nachträglichen Komprimieren.
 

Tetzlav

Computer-Honk
Dabei mal die Frage: wenn Windows so eine Operation wie komprimieren anbietet, ...
Das Komprimieren von Festplattenlaufwerken stammt noch aus Windows 95/98-Zeiten, weil die Festplatten damals, im Vergleich zu heute, sehr klein waren und somit der Speicherplatz mitunter nicht reichte.

Warum diese Operation sogar noch für Windows 10 angeboten wird :unsure:s , keine Ahnung.
Ich persönlich halte sie für überflüssig. Stelle dir nur mal vor, du willst ein komprimiertes Laufwerk wieder herstellen oder Daten daraus retten - viel Erfolg!

Gruß Tetzlav
 

Tetzlav

Computer-Honk
Hallo

Es liegt mir fern, einen "Glaubenskrieg" anzufangen.

Da das ein NTFS Feature ist kann es nicht von Win9x stammen. Bei 9x gab es DoubleSpace kommend aus der MS-DOS Zeit.
Ich hatte nicht von einem konkreten Komprimierungsfeature geschrieben, sondern von Komprimierung allgemein und die gab es bereits bei Windows 9x.

@Krischu

Jeder macht sein Windows kaputt, so gut er kann
In diesem Thema kann ich diese (allgemeine) Aussage nicht einordnen.
Allerdings sehe ich problematisch, u. a. Dateien aus komprimierten Laufwerken zu retten.

Außer bei der Erstellung von Images als Sicherung - ich speichere die in 2 - 3 Generationen - lehne ich persönlich Komprimierung von Laufwerken ab.

Gruß Tetzlav
 

SandyB

treuer Stammgast
Es macht m.E. keinen Sinn, eine schnelle SSD einzusetzen, um anschließend durch Komprimierung den Geschwindigkeitsvorteil wieder herzuschenken. Schon gar nicht bei der Systempartition.
BTW: die swapfiles sind in den meisten Fällen viel zu groß dimensioniert. Am Client reichen 100-200 MB locker aus, da im Fehlerfall die wenigsten User eine vollständiges Speicherabbild benötigen.
 

areiland

Computer Legastheniker
Ich weiß jetzt nicht, worauf diese Bemerkung abzielt, aber wenn der Betriebssystemhersteller Microsoft eine Option bereitstellt, so impliziert das ja nicht, daß man damit sein Windows „kaputt“ macht.
Falsch auf das Systemlaufwerk angewendet kann man damit sein Windows schrotten. Erst recht dann, wenn man ohne nachzudenken versucht das gesamte Systemlaufwerk zu komprimieren. Das mag Windows nämlich nach wie vor nicht, weil es zumindest die Dateisystemtreiber laden können muss, damit der Zugriff auf die komprimierten Daten möglich wird. Hat man seinen Bootmanager in der Systempartition liegen, dann würde Windows nach einer kompletten NTFS Komprimierung nicht wieder starten. Denn es wäre ausgeschlossen, weil auch der Dateisystemtreiber komprimiert in diesem Volume läge. Und die Komprimierung lässt sich auch dann noch erzwingen, wenn diese Voraussetzungen nicht passen. Ist ja eben ein optionales Feature.

Und es macht auch gar keinen Sinn, pauschal komplette Volumes zu komprimieren. Schon komprimierte Dateien lassen sich nämlich auch damit nicht weiter komprimieren. Es macht also nur dort wirklich Sinn, wo man sehr gut komprimierbare Daten vorfindet - nämlich vor allem bei Dokumenten, die textbasiert sind. Bei sämtlichen schon komprimierten Dateiformaten (Bilder, Sounds, Videos) kann es sogar passieren, dass die komprimierten Daten hinterher grösser sind als zuvor.

Das System und die Programme sollte eher gar nicht komprimieren, damit man sich keine unnötigen Bremsen einhandelt.
 

PeterK

gehört zum Inventar
Es geht schon den Laufwerksinhalt zu komprimieren, zumindest in Teilbereichen, nur macht es im großen und ganzen keinen Sinn, ich hab das auch mal mit einem Tablett PC mit fest verlöteter 32gb SSD getestet, leider lässt danach die Systemleistung Extrem nach, wenn danach das starten eines Programms oder Videos ewig lange dauert.

Was jedoch auf jeden Fall Sinn macht, ist nicht mehr benötigte Daten auf einen Externen Datenträger aus zu Lagern, es kann mir niemand erzählen das man zig 1000 Dokumente, 1000 Bilder, 10.000 Mp3 und zig Videos jederzeit verfügbar auf dem Rechner oder Laptop haben muss, wenn man den Ganzen kram nicht auch auf einen Externen Datenträger Speichern kann!
 
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