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Linux: Microsoft stattet WSL 2 mit neuer Systemd-Unterstützung aus

DrWindows

Redaktion
Linux: Microsoft stattet WSL 2 mit neuer Systemd-Unterstützung aus
von Kevin Kozuszek
Windows Terminal Titelbild


Gemeinsam mit Canonical arbeitete Microsoft schon seit einiger Zeit daran, das für die meisten modernen Linux-Distributionen wichtige Systemd auch innerhalb von WSL 2 zu unterstützen. Die unter anderem von Lennart Poettering entwickelte freie Software hat andere Init-Systeme wie OpenRC oder SysVinit weitgehend abgelöst und die Linux-Community immer wieder polarisiert. Nun wurde es auch für WSL 2 freigegeben.

Damit das möglich wurde, wurden bestimmte Änderungen an der Architektur von WSL 2 notwendig, die nun auch von Windows Insidern unter Windows 11 getestet werden können. Notwendig sind hierfür mindestens WSL in Version 0.67.6 oder höher in der Variante aus dem Microsoft Store, die in Windows integrierte Variante funktioniert damit nicht. Außerdem muss der Flag für Systemd in der jeweiligen Linux-Distribution gesetzt werden. Wie ihr das macht, hat Microsoft in dem Blogpost beschrieben, den ich unten als Quelle verlinkt habe.

Mit Systemd können in WSL-Distributionen jetzt auch moderne Werkzeuge wie snapd und systemctl genutzt werden, was bisher nicht möglich war. Für weitere Informationen hat Microsoft auf YouTube zudem ein weiteres Video veröffentlicht, was ich euch unter dem Beitrag einbette.


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Guber

gehört zum Inventar
Haben sich denn die Entwickler endlich mal dazu durchgerungen, Bugreports ernst zu nehmen?

Auch finde ich die Mitarbeit von Canonical bemerkenswert, da doch Shuttleworth ein ziemlich entschiedener Gegner von systemd war...

Ich habe seinerzeit mal die Diskussion zuerst rege und dann mäßig interesiert verfolgt, aber dann irgendwann mal aufgegeben. Vielleicht haben sich ja auch meine Bemerkungen inzwischen erledigt.
 

Kevin Kozuszek

Moderator
Teammitglied
Auch finde ich die Mitarbeit von Canonical bemerkenswert, da doch Shuttleworth ein ziemlich entschiedener Gegner von systemd war...
Man kann das in der heutigen Zeit aber auch etwas anders einordnen. Für Canonical ist der Linux-Desktop eigentlich nur noch ein Nebengeschäft, die wirklichen Innovationen in dem Bereich finden auch, was die Enterprise-Distributionen angeht, letztlich bei SUSE und vor allem bei IBM bzw. Red Hat statt. Gerade Red Hat kann mit seiner Arbeit über Fedora und den Milliarden von IBM im Rücken weiter den Ton angeben. Bei Ubuntu haben sie bis auf einzelne Sonderwege wie den Snap Store weitgehend alles in dem Bereich zurückgefahren.

Persönlich hat meine frühere Begeisterung für Ubuntu auch sehr nachgelassen, wenn ich ehrlich bin. Hat auch nichts mit der Distribution an sich zu tun, aber einerseits bevorzuge ich, wenn ich wirklich mal intensiver mit Linux arbeite, schon länger Rolling Releases wie Arch oder openSUSE Tumbleweed, was es auch für WSL 2 gibt, und wenn es wirklich was sehr Stabiles sein soll, mag ich Debian einfach lieber. Und für Fälle, wo es noch mehr abgehangen sein soll, gibt es ja glücklicherweise CentOS-Ersatz mit Distributionen wie Alma Linux oder Rocky Linux.
 

Guber

gehört zum Inventar
Persönlich hat meine frühere Begeisterung für Ubuntu auch sehr nachgelassen
Geht mir genauso. Bei mir ließ die Begeisterung bei der Einführung von Unity nach und mit den anderen Desktop-Umgebungen wurde ich für meine tägliche Arbeit auch nicht wirklich warm. Jetzt bin ich bei Mint gelandet. Ist ruckzuck installiert und macht sehr wenig Zicken. Da ich schon eine ganze Weile bei Linux dabei bin, will ich die Installation und Administration nicht mehr unbedingt üben. Es soll einfach nur laufen und gut iss.
Mit der Einführung von systemd folgt man wohl dem Mainstream. Meinetwegen. Ich persönlich brauche WSL 2 nicht. Würde mich ohnehin mal interessieren, für welche Szenarien WSL unbedingt nötig oder zumindest sehr sinnvoll ist.
 

L_M_A_O

gehört zum Inventar
Neuere WSL2 Versionen laufen unter Win10. Einzig WSLg läuft offiziell nicht unter Win10.
 
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