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Mangelhafte Leistung: Microsoft droht angeblich Verlust des HoloLens-Großauftrags für das US-Militär

DrWindows

Redaktion
Mangelhafte Leistung: Microsoft droht angeblich Verlust des HoloLens-Großauftrags für das US-Militär
von Martin Geuß
HoloLens 2


Im November 2018 erhielt Microsoft eine Großauftrag des US-Verteidigungsministeriums: Insgesamt 100.000 speziell angefertigte HoloLens sollten die Streitkräfte erhalten. Nach mehrfachen Verzögerungen soll der 480 Millionen Dollar schwere Auftrag nun gar vor dem Aus stehen.

Wie das Magazin Business Insider berichtet (via RoadtoVR), sollen die speziell auf- und umgerüsteten HoloLens-Brillen ab Mai in die Erprobung unter realen Bedingungen gehen. Anscheinend hat man bei Microsoft aber kein allzu großes Vertrauen in das gelieferte Produkt und bereitet sich schon jetzt auf negatives Feedback der Soldaten vor.

Bei schwierigen Lichtverhältnissen soll die AR-Technologie nicht zuverlässig arbeiten und auch die Leistung der integrierten Wärmebildkamera entspricht nicht den Erwartungen. Nachdem erste Tests Mängel bei der Robustheit offenbarten, hat man zwar nachgebessert, fürchtet aber weiterhin, dass es unter realen Bedingungen vermehrt zu Ausfällen kommen könnte. Nachdem sich das Projekt bereits mehrfach verzögerte, befürchtet man nun, dass das Pentagon einen Schlussstrich ziehen und den Auftrag stornieren könnte.

Ebenfalls von Business Insider stammt ein Bericht von Anfang Februar, der insgesamt ein ziemlich düsteres Bild zeichnete und von Auflösungserscheinungen im HoloLens-Team bei Microsoft sprach. Alex Kipman hatte sich daraufhin zu Wort gemeldet und auf Twitter geschrieben, die Leute sollen nicht alles glauben, was im Internet steht.

Der neuerliche Bericht zitiert eine angeblich interne Teams-Nachricht von Kipman, der sich „deprimiert, demoralisiert und gebrochen“ ob dieser „Berichte und der beschämenden Aktionen einzelner Personen“ zeigt. Das könnte man als Indiz dafür werten, dass die Berichte von Business Insider in der Tat von Microsoft-Mitarbeitern mit Zugang zu vertraulichen Informationen stammen.


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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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dtp

gehört zum Inventar
Munkelt man nicht, dass Apple auf den Zug der AR-Brillen aufspringen möchte? So ein Großauftrag könnte da ggf. ein Motivator sein.
 

MathiasS

Microsoft Alumini
Also wenn der Auftrag gekippt wird und dann 100k Brillen auf Halde lägen, würde ich schon zwei oder drei (Familie!) nehmen

🤭
 

skalar

gehört zum Inventar
Der neuerliche Bericht zitiert eine angeblich interne Teams-Nachricht von Kipman, der sich „deprimiert, demoralisiert und gebrochen“ ob dieser „Berichte und der beschämenden Aktionen einzelner Personen“ zeigt. Das könnte man als Indiz dafür werten, dass die Berichte von Business Insider in der Tat von Microsoft-Mitarbeitern mit Zugang zu vertraulichen Informationen stammen.
Da geht es um die Zusammenarbeit mit Samsung und die damit zusammenstehende Kompetezübertragung bezüglich Knowhow und Strategiefragen.
Das dies nicht jedem intern gefällt ist schon klar, denn es werden einige Positionen bei MS ihre bisherigen Aufgaben verlieren.
 

Blade VorteXx

gehört zum Inventar
Also wenn der Auftrag gekippt wird und dann 100k Brillen auf Halde lägen, würde ich schon zwei oder drei (Familie!) nehmen

🤭
Das sind Spezialversionen mit Modifikation, die niemals in den Markt kommen werden. Davon abgesehen, gibt es vor einem Sign off / Abnahme durch die Armee nur sogenannte Proof of Concept Devices bzw. Testdevices und keine eigene Serienproduktion.
 

brave78

kennt sich schon aus
Wenn Microsoft an der Brille mit dem gleichen engagement wie bei vielen anderen (gescheiterten) Projekten arbeitet, wundert mich das nicht ;)
 
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