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Microsoft Edge: Offenbar fehlerhaftes “Creator-Feature” sorgt für ein Datenschutzproblem

DrWindows

Redaktion
Microsoft Edge: Offenbar fehlerhaftes “Creator-Feature” sorgt für ein Datenschutzproblem
von Martin Geuß
Microsoft Edge Titelbild


Microsoft Edge überträgt die URLs aller besuchten Webseiten an Bing. Ursache dafür scheint die fehlerhafte Implementierung einer standardmäßig aktivierten Funktion zu sein, die dabei unterstützen soll, interessanten Creators zu folgen.

Entdeckt wurde das Problem bereits in der vergangenen Woche von einem Reddit-Nutzer (via TheVerge). Es fiel auf, dass Microsoft Edge jede besuchte Domain an bingapis.com sendet, was unter Datenschutz-Gesichtspunkten logischerweise höchst bedenklich ist. Rafael Rivera schaute sich den Sachverhalt genauer an und identifizierte die erwähnte Creators-Funktion als Ursache.

Zu finden ist diese Funktion unter Einstellungen / Datenschutz und Dienste. Hier muss man ganz nach unten scrollen, um die Option “Vorschläge zum Folgen von Creator in Microsoft Edge anzeigen” zu finden. Diese wurde kürzlich eingeführt und ist standardmäßig aktiv. Die Funktion soll dabei helfen, etwa interessante YouTube-Kanäle zu entdecken und diesen zu folgen.

Vorschläge zum Folgen von Creator in Microsoft Edge anzeigen

Das ist generell mal wieder solch ein Feature, über dessen grundsätzliche Sinnhaftigkeit man trefflich diskutieren kann, zumindest sollte sie aber korrekt funktionieren.

Wird die entsprechende Option deaktiviert, findet offenbar auch keine ungewollte Übertragung der besuchten Webseiten zu Bing statt.

Microsoft hat angekündigt, sich den Sachverhalt genauer anzusehen und entsprechend nachzubessern.


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die Wissenschaft hat festgestellt, das Marmelade Fett enthält....
Und ob das bewegen eines Schalters etwas bewirkt oder nicht, wer weiß das heute oder morgen.
 
@quisel Das hat aber rein gar nichts mit dem hier beschriebenen Sachverhalt zu tun. Bei dieser Richtlinie geht es darum, dass man nicht zwingend Bing als Internet-Suchmaschine benutzen muss, wenn man die interne Unternehmenssuche via Microsoft Search nutzen möchte. Das ist also eine Sache, die weniger Zwang bedeutet.
 
Einstellungen / Datenschutz und Dienste.
Es ist sowieso eine Frechheit, daß hier immer wieder "Dienste" eingebaut werden, und diese in der Standardeinstellung aktiviert sind.
Dank automatischer Zwangsupdates ohne Information des Nutzers.

Kann nur allen raten alles abzuschalten, und nur einzelne Sachen zu aktivieren, deren Verwendung man sich sicher ist.

Am besten man benutzt die Datenschleuder Edge gar nicht.
 
Vielleicht o.t.
Kann nur allen raten alles abzuschalten, und nur einzelne Sachen zu aktivieren, deren Verwendung man sich sicher ist.
Das sollte man mMn bereits bei der ersten Installation des BS machen und dann weiter in seinem Sinne pflegen.
Aber welcher 'normale' User macht das? Sicherlich nur wenige, weil das braucht zumindest Zeit.
Am besten man benutzt die Datenschleuder Edge gar nicht.
Nicht benutzen reicht ja leider nicht. Edge arbeitet im Hintergrund so fleissig, dass das Ignorieren nichts bringt.
Man kann Edge ja aber deinstallieren - halte ich nicht für sinnvoll, da zu sehr ins System eingebunden.
Oder man deaktiviert ihn - aber dann fangen die Probleme auch hier für den 'normalen' User an, da einige Funktionen des BS nicht mehr funktionieren. 2 simple Beispiele: Die interne Suche greift auf Edge zu, um als Suchergebnis angezeigte Links aufzurufen. Kein Egde vorhanden = kein Browseraufruf. Weiterhin sind viele 'Hilfelinks' direkt an Edge gebunden. Also auch da kein Ergebnis. Und das natürlich alles, obwohl ein anderer Browser als Standardbrowser definiert ist. Das wird dann eben ignoriert vom BS, der Edge soll's ja sein.
Wenn manch einer dann registriert, da geht was nicht, macht er es sich einfach und kehrt zu Edge zurück und meint: Ist wohl doch besser mit Edge, ist ja von Microsoft.
Oder er entscheidet sich für das noch größere Übel und wählt eine noch größere Datenkrake als Browser.
Man kann den 'Schaden' nur begrenzen, aber nicht verhindern, wenn man mit Windows arbeiten möchte.
 
Ein Schelm, der böses dabei denkt, bzw. über Microsoft denkt.

Zumal man einfach bloß bei Bing im Suchverlauf zu schauen braucht, und feststellen muss, dass jegliche Sucheinträge 2021 dort drinnen stehen, schön das jemand anderer auch mal festgestellt hat und ich nicht als Aluhutträger bezichtigt werde. Wenn ich etwas über Datenschutz schreibe.
 
Mir erschließt sich auch der Nutzen eines solchen Features nicht. Wenn ich mich für etwas interessieren, habe ich dazu einen Link in der Favoritenleiste. Ich finde es auch nicht schön, dass diese Features immer nach dem Opt-Out Prinzip implementiert werden. Wie ist das eigentlich bei Chrome?
Aber meine Daten sind mir wenn dann lieber von Microsoft/Bing abgegriffen, als von einem Konzern, dessen einziger Unternehmenszweck die Vermarktung von Daten ist.
 
Aber meine Daten sind mir wenn dann lieber von Microsoft/Bing abgegriffen, als von einem Konzern, dessen einziger Unternehmenszweck die Vermarktung von Daten ist.
Was meinst du denn, was Google und ko damit macht, schon lange nicht mehr die AGBs und Eula durchgelesen?

 
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