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Redaktion
Microsoft ernennt erstmals einen Chef-Designer
von Martin Geuß
Microsoft beschäftigt eine ganze Armee von Top-Managern. Kaum ein Bereich, für den es keinen „Chief Officer“ gibt. Eine Rolle ist beim Redmonder Konzern aber in der Tat ganz neu. Mit Jon Friedman gibt es erstmals in der 51-jährigen Geschichte von Microsoft einen „Chief Design Officer“.
Bei Friedman handelt es sich allerdings mitnichten um ein neues Gesicht. Er ist ein echter Microsoft-Veteran und seit über 22 Jahren im Unternehmen. Während seiner gesamten bisherigen Laufbahn hat sich Friedman nach seinem Master-Abschluss in „Human centered design“ in verschiedenen Rollen mit kreativen Entwicklungen beschäftigt. Unter anderem lag die mehrfache Überarbeitung der Microsoft 365-Icons in seiner Verantwortung.
Und so beschreibt er seine Beförderung in der Ankündigung seiner neuen Rolle auf LinkedIn dann auch als ein typisches Henne-Ei-Szenario. Folgt die neue Bezeichnung einfach nur dem Job, den er ohnehin schon lange ausübt, oder geht damit eine echte zukünftige Herausforderung einher? Praktischerweise beantwortet er die Frage gleich selbst mit der naheliegenden Antwort: Es ist beides.
Wer jetzt aber glaubt, Friedman ist angetreten, um den Dark Mode in Windows 11 endlich zu vervollständigen oder für ein konsistentes Design der Windows-Oberfläche zu sorgen, sieht sich getäuscht. Selbstverständlich geht es für den neuen Chefdesigner nur um ein Thema und ein Thema allein: KI und Copilot.
Er soll reparieren, was die Produktmanager bei der Einführung des Copilot verbockt haben. Das schreibt er seinem Beitrag gewissermaßen wörtlich:
„Zu Beginn des Copilot-Rollouts haben die Teams zu schnell versucht, KI produktübergreifend zu integrieren. Aber vereinfacht gesagt reicht es nicht aus, KI an bestehende Erlebnisse anzuhängen, um so einen Mehrwert zu schaffen. Der Zeitdruck und der zu groß gewählte Ansatz führten zu Fragmentierung und einer nicht durchgängigen Erfahrung.“
Wer die Entwicklung verfolgt hat, weiß genau, wovon Friedman hier spricht. Von oben herab hatten alle Abteilungen bei Microsoft die Aufgabe, den Copilot in ihre Produkte zu integrieren. Alle Kapriolen und Stilblüten aufzuzählen, die daraus entstanden, würde meinen Arbeitstag sprengen. In Summe wirkte das aber exakt so, wie Friedman es beschreibt. Der Copilot wurde überall auf- und angeklebt, ohne Frage nach dem eigentlichen Sinn.
Diese Integration zu vereinheitlichen und so umzusetzen, dass sie von den Kunden auch angenommen und als Verbesserung wahrgenommen wird, ist in der Tat eine spannende Aufgabe.
Der Beitrag Microsoft ernennt erstmals einen Chef-Designer erschien zuerst auf Dr. Windows.
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von Martin Geuß
Microsoft beschäftigt eine ganze Armee von Top-Managern. Kaum ein Bereich, für den es keinen „Chief Officer“ gibt. Eine Rolle ist beim Redmonder Konzern aber in der Tat ganz neu. Mit Jon Friedman gibt es erstmals in der 51-jährigen Geschichte von Microsoft einen „Chief Design Officer“.
Bei Friedman handelt es sich allerdings mitnichten um ein neues Gesicht. Er ist ein echter Microsoft-Veteran und seit über 22 Jahren im Unternehmen. Während seiner gesamten bisherigen Laufbahn hat sich Friedman nach seinem Master-Abschluss in „Human centered design“ in verschiedenen Rollen mit kreativen Entwicklungen beschäftigt. Unter anderem lag die mehrfache Überarbeitung der Microsoft 365-Icons in seiner Verantwortung.
Und so beschreibt er seine Beförderung in der Ankündigung seiner neuen Rolle auf LinkedIn dann auch als ein typisches Henne-Ei-Szenario. Folgt die neue Bezeichnung einfach nur dem Job, den er ohnehin schon lange ausübt, oder geht damit eine echte zukünftige Herausforderung einher? Praktischerweise beantwortet er die Frage gleich selbst mit der naheliegenden Antwort: Es ist beides.
Wer jetzt aber glaubt, Friedman ist angetreten, um den Dark Mode in Windows 11 endlich zu vervollständigen oder für ein konsistentes Design der Windows-Oberfläche zu sorgen, sieht sich getäuscht. Selbstverständlich geht es für den neuen Chefdesigner nur um ein Thema und ein Thema allein: KI und Copilot.
Er soll reparieren, was die Produktmanager bei der Einführung des Copilot verbockt haben. Das schreibt er seinem Beitrag gewissermaßen wörtlich:
„Zu Beginn des Copilot-Rollouts haben die Teams zu schnell versucht, KI produktübergreifend zu integrieren. Aber vereinfacht gesagt reicht es nicht aus, KI an bestehende Erlebnisse anzuhängen, um so einen Mehrwert zu schaffen. Der Zeitdruck und der zu groß gewählte Ansatz führten zu Fragmentierung und einer nicht durchgängigen Erfahrung.“
Wer die Entwicklung verfolgt hat, weiß genau, wovon Friedman hier spricht. Von oben herab hatten alle Abteilungen bei Microsoft die Aufgabe, den Copilot in ihre Produkte zu integrieren. Alle Kapriolen und Stilblüten aufzuzählen, die daraus entstanden, würde meinen Arbeitstag sprengen. In Summe wirkte das aber exakt so, wie Friedman es beschreibt. Der Copilot wurde überall auf- und angeklebt, ohne Frage nach dem eigentlichen Sinn.
Diese Integration zu vereinheitlichen und so umzusetzen, dass sie von den Kunden auch angenommen und als Verbesserung wahrgenommen wird, ist in der Tat eine spannende Aufgabe.
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