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Redaktion
Microsoft Family Safety und Google Chrome vertragen sich aktuell nicht: Browser wird blockiert
von Martin Geuß
Microsoft Family Safety blockiert Google Chrome. Das ist eine schöne Schlagzeile für eine Verschwörungstheorie oder eine Antitrust-Story. Dahinter steckt allerdings ein simpler Bug, der sich mit einer kuriosen „Lösung“ selbst beheben lässt.
Offenbar schon seit gut drei Wochen tritt bei der Nutzung von Microsoft Family Safety das Problem auf, dass Google Chrome sich nicht mehr starten lässt. Auslöser ist offensichtlich der Filter für nicht jugendfreie oder anderweitig problematische Webseiten. Ist dieser aktiviert, poppt Chrome nach dem Start kurz auf und schließt sich dann sofort wieder. Auf reddit sammeln sich Problem-Meldungen hierzu (via TheVerge). Auch in den offiziellen Microsoft-Foren gibt es einen Thread dazu (via borncity).
Google hat die Problematik in seinen Bugtracker aufgenommen, bislang gibt es von Microsoft aber keine Stellungnahme und somit keine Informationen darüber, wann mit einer Behebung des Fehlers zu rechnen ist.
Es ist leicht, in diesem Fall eine „böse Taktik“ seitens Microsoft zu vermuten, um die Nutzung von Microsoft Edge zu forcieren. Allerdings ist es in diesem Fall wohl nicht so einfach. Eine Kinderschutz-Funktion wie Family Safety muss sehr wohl den Finger auch auf anderen Browsern haben, sonst wäre jede Schutzfunktion sinnbefreit. Einmal mehr haben wir es aber mit einem Privatkunden-Angebot zu tun, das nicht wie erwartet funktioniert, und wo sich Microsoft in Schweigen hüllt und untätig wirkt.
Umso kurioser ist die Lösung, mit der sich das Problem umgehen lässt. Ein Umbenennen der ausführbaren Datei „chrome.exe“ in „chrome1.exe“ sorgt offenbar dafür, dass sich Family Safety für Chrome komplett aushebeln lässt. Das ist fast noch peinlicher als der Fehler selbst. Man muss dazu allerdings ergänzen, dass für das Umbenennen einer Datei im Windows-Programmverzeichnis Administratorrechte nötig sind. Wer diese Rechte hat, kann Family Safety auch gleich komplett deaktivieren. Dass man ein Kind mit Adminrechten an einen PC lässt, ist mit oder ohne Kinderschutz-Software eine schlechte Idee.
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von Martin Geuß
Microsoft Family Safety blockiert Google Chrome. Das ist eine schöne Schlagzeile für eine Verschwörungstheorie oder eine Antitrust-Story. Dahinter steckt allerdings ein simpler Bug, der sich mit einer kuriosen „Lösung“ selbst beheben lässt.
Offenbar schon seit gut drei Wochen tritt bei der Nutzung von Microsoft Family Safety das Problem auf, dass Google Chrome sich nicht mehr starten lässt. Auslöser ist offensichtlich der Filter für nicht jugendfreie oder anderweitig problematische Webseiten. Ist dieser aktiviert, poppt Chrome nach dem Start kurz auf und schließt sich dann sofort wieder. Auf reddit sammeln sich Problem-Meldungen hierzu (via TheVerge). Auch in den offiziellen Microsoft-Foren gibt es einen Thread dazu (via borncity).
Google hat die Problematik in seinen Bugtracker aufgenommen, bislang gibt es von Microsoft aber keine Stellungnahme und somit keine Informationen darüber, wann mit einer Behebung des Fehlers zu rechnen ist.
Es ist leicht, in diesem Fall eine „böse Taktik“ seitens Microsoft zu vermuten, um die Nutzung von Microsoft Edge zu forcieren. Allerdings ist es in diesem Fall wohl nicht so einfach. Eine Kinderschutz-Funktion wie Family Safety muss sehr wohl den Finger auch auf anderen Browsern haben, sonst wäre jede Schutzfunktion sinnbefreit. Einmal mehr haben wir es aber mit einem Privatkunden-Angebot zu tun, das nicht wie erwartet funktioniert, und wo sich Microsoft in Schweigen hüllt und untätig wirkt.
Umso kurioser ist die Lösung, mit der sich das Problem umgehen lässt. Ein Umbenennen der ausführbaren Datei „chrome.exe“ in „chrome1.exe“ sorgt offenbar dafür, dass sich Family Safety für Chrome komplett aushebeln lässt. Das ist fast noch peinlicher als der Fehler selbst. Man muss dazu allerdings ergänzen, dass für das Umbenennen einer Datei im Windows-Programmverzeichnis Administratorrechte nötig sind. Wer diese Rechte hat, kann Family Safety auch gleich komplett deaktivieren. Dass man ein Kind mit Adminrechten an einen PC lässt, ist mit oder ohne Kinderschutz-Software eine schlechte Idee.
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