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Microsoft treibt modernen Mopria-Standard für Drucker voran – keine Angst um alte Drucker

DrWindows

Redaktion
Microsoft treibt modernen Mopria-Standard für Drucker voran – keine Angst um alte Drucker
von Martin Geuß
Mopria Druckertreiber unter Windows


Unter Windows setzt Microsoft künftig auf den herstellerübergreifenden Mopria-Standard für den Betrieb von Druckern und Multifunktionsgeräten. Die Überschrift des zugehörigen Supportdokuments sorgt für Verwirrung. Funktionieren ältere Drucker unter Windows bald nicht mehr?

Kurze Antwort: Entsprechende Sorgen sind mit hoher Wahrscheinlichkeit unbegründet. Die anstehenden Änderungen betreffen primär die Auslieferung von Druckertreibern über Windows Update.

Das Thema ist alles andere als neu. Holen wir für die längere Antwort also etwas weiter aus.

Die Mopria-Allianz existiert bereits seit dem Jahr 2013. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, dem Treiber-Durcheinander ein Ende zu setzen und ein Standard-Protokoll zu entwickeln, auf das sich alle Hersteller stützen können. Inzwischen gehören dieser Gruppe praktisch alle namhaften Drucker-Hersteller an. Wer in den vergangenen Jahren einen Drucker gekauft hat, für den sind die anstehenden Änderungen daher höchstwahrscheinlich irrelevant, weil das Gerät den Mopria-Standard bereits unterstützt. Auf dieser Seite könnt Ihr selbst nachschauen. Mein acht Jahre alter Brother ist bereits Mopria-zertifiziert.

Wegen der schnellen Verbreitung entsprechender Geräte hat Microsoft bereits vor sieben Jahren die Druckertreiber aus den Windows-Installationsmedien entfernt.

Im September 2023 hat Microsoft schließlich einen Fahrplan vorgelegt, nach dem die Unterstützung von Legacy-Druckertreibern Schritt für Schritt beendet werden soll. Der damals veröffentlichte Zeitplan wurde sogar fast eingehalten.

Ursprünglich wollte man im Verlauf des Jahres 2025 keine proprietären Druckertreiber mehr in den Windows Update Katalog aufnehmen. Diesen Schritt hat man zum 15. Januar 2026 umgesetzt. Ab Juli 2026 ändert Windows Update die Priorisierung und verwendet standardmäßig den „Microsoft IPP Class Driver“ (IPP = Internet Printing Protocol), auch wenn ein proprietärer Herstellertreiber zur Verfügung steht.

Wirklich „ernst“ wird es ab 1. Juli 2027: Ab diesem Zeitpunkt lassen sich proprietäre Druckertreiber nicht mehr über Windows Update aktualisieren. Die Ausnahme bilden Sicherheitsupdates.

FAQ entschärfen (fast) alle Bedenken​


In den FAQ des entsprechenden Microsoft-Supportartikels finden sich viele Informationen, die so gut wie alle Bedenken hinsichtlich dieser Maßnahme zerstreuen.

Die wichtigsten Punkte:

  • Für Drucker, die den Mopria-Standard nicht unterstützen können, können die Hersteller weiterhin Treiber einreichen und sie über das WHCP (Windows Hardware Compatibility Program) zertifizieren lassen.
  • Die Installation von Druckertreibern über vom Hersteller bereitgestellte Installationsprogramme ist auch in Zukunft möglich.
  • Alle Geräte, die vor der endgültigen Umstellung bereits auf dem Markt waren, lassen sich weiterhin wie gewohnt in Betrieb nehmen, auch bei einer Neuinstallation von Windows

Warum die Verwirrung?​


Der oben verlinkte Supportartikel ist sinngemäß mit „Auslauf der Unterstützung für Drittanbieter-Druckertreiber unter Windows“ überschrieben. Wer nicht in die Details abtaucht, könnte also leicht auf den Gedanken kommen, dass sich proprietäre Treiber unter Windows künftig überhaupt nicht mehr nutzen lassen.

Das stimmt allerdings nicht. Sofern Windows Update keinen passenden Treiber (mehr) liefert, kann man weiterhin auf die Installationspakete der Hersteller zurückgreifen. Wirklich kritisch wird es also nur, wenn der Hersteller nichts anbietet und Windows Update keinen Treiber liefert. Aufgrund des konservativen Fahrplans sollte das allerdings nicht passieren.

Die Betonung auf „sollte“ lässt sich nicht vermeiden. Wer einen Drucker betreibt, der nicht Mopria-zertifiziert ist, sollte auf Nummer sicher gehen und den Herstellertreiber an einem sicheren Ort verwahren.

Der Beitrag Microsoft treibt modernen Mopria-Standard für Drucker voran – keine Angst um alte Drucker erschien zuerst auf Dr. Windows.


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Artikel im Blog lesen
 
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Der Canon TS6350 ist lt. Liste kompatibel. Wie sieht's mit der Druckersoftware aus? ScanGear, Scan Utility usw.. Funktionieren die weiterhin auch mit Mopria?
 
Mein HP Color LaserJet Pro MFP M277dw steht nicht auf der Liste der Geräte, die den Mopria-Standard unterstützen.
 
Mein HP Deskjet 2630 sowie mein Samsung SCX-3200 stehen ebenfalls nicht in der Liste.
Solange sie funktionieren (und ich sie bei Bedarf neu installieren kann), werde ich sie weiterhin nutzen.
 
Müsste eigtl so ziemlich jeder Drucker mit Wlan unterstützen und sonst ist wohl LAN Pflicht.
 
Entscheidend ist:

Drucken diese Treiber genauso gut wie die Spezialtreiber.
Bieten diese Treiber genauso viele Einstellmöglichkeiten wie die Spezialtreiber.


Technische Infos zu "Mopria" findet man auch wenig.

IPP is the basis of several printer logo certification programs including AirPrint, IPP Everywhere,[1] and Mopria Alliance, and is supported by over 98% of printers sold today.

Dann ist das ja eine uralte Geschichte.
IPP geht nur übers Netzwerk? Direkter Anschluß ist nicht mehr vorgesehen?

Edit:
Q: Will multi-function devices (print, scan, fax) work over IPP?
Yes, they will.  For network devices, the Print and Fax endpoints will work via IPP and IPP Fax Out, respectively, while the Scan endpoint will work via WS-Scan or eSCL.  For USB devices, the endpoints will only be accessible when the USB interface is in IPP Over USB mode which means IPP for Print, IPP Fax Out for Fax, and only eSCL for Scan.

Dieses eSCL klingt auch sehr eingeschränkt was Optionen betrifft:



Damit wären wir wieder beim üblichen Trend:
Opionen und Konfigurierbarkeit entfernen. Nur noch für "DAUs" gebaut. 🤮
 
Zuletzt bearbeitet:
Freuet euch und frohelecket, wenn eure <10 Jahre alten Drucker heute noch Treiber bekommen. Wie lange werden die Hersteller diese Gunst euch weiter erweisen?

Wenn Microsoft schon mit diesem Schmarren von viel besser Sicherheit mit TPM 2.0 und W11 so gut durch kommt, werden die Hersteller der Mopria Organisation auch Ideen bekommen, aus Sicherheit(?), für die "alten" Drucker keine Treiber mehr anbieten zu können. So what? Neuer Drucker.
 
Dieses Szenario kann ja frühestens mit einer neuen Windows-Version Realität werden, und auch nur dann, wenn sich das Treibermodell an dieser Stelle so verändert, dass die alten Treiber nicht mehr funktionieren.
 
Update vom 28. Februar: Microsoft hat sich der Verwirrung angenommen und die Geschichte gegenüber Windows Central klargestellt. Wenn der Drucker heute funktioniert, wird er das auch weiterhin tun, aber seit dem 15. Januar werden Legacy-Treiber, die über Windows Update verteilt werden, immer im Einzelfall geprüft. Die Roadmap wurde entsprechend nochmal aktualisiert.
 
Einen direkten Vergleich habe ich natürlich nicht gemacht. Die Druckqualität würde ich aber als gut bezeichnen. Da ich wissen wollte, ob es Nachteile gibt, habe ich mich bei ChatGPT schlau gemacht. Die Antwort war, dass eventuell randloser Druck nicht unterstützt wird. Auch die Auswahl der Papiersorten kann geringer sein als beim Original-Treiber. Dass Canon seine Treiber besser auf seine Drucker abstimmt als ein IPP-Treiber kann ich mir denken. Da ich allerdings nur ab und zu ein paar Seiten drucke, dürfe in meinem Fall weniger Features nicht ins Gewicht fallen. Zudem ist mein Canon G3520 sowieso nicht mehr im Standardsortiment, offiziell also veraltet. Von Windows aus sollte mir also IPP vollauf reichen, selbst wenn Canon keine aktualisierten Treiber mehr anbietet. Standardmäßig drucke ich aber sowieso kaum unter Windows, sondern via Air Print von meinem Mac, meinem iPhone oder iPad. Also alles im grünen Bereich.
Falls aber jemand Fotodruck macht, könnte die Sache anders aussehen.

Update: Ich habe eben mal drei Bögen Fotopapier geopfert, um zu sehen wie Fotos gedruckt werden. Der Mac mit Air Print hat das Foto im Landscape-Format gut hinbekommen, allerdings mit 3 bis 4 mm Rand.
Windows mit IPP-Treiber hat im Landscape-Format das Foto auf 1/3 der Seite gestaucht, allerdings randlos. Im Hoch-Format war es dann auch randlos. Beim ersten Druckversuch gab es sogar eine Fehlermeldung, sodass ich noch mal starten musste. An der Wand habe ich einen Fotoausdruck hängen. Den habe ich vor Jahren mit Canon-Treibern gemacht. Der ist auf Fotopapier randlos. Auf Mac und auf Windows wurde mir zum Ausdruck aber Fotopapier angeboten. Fazit: ChatGPT hat mit seinen Bedenken insofern recht, als dass der Original-Canon-Treiber mehr kann. Für mich reicht allerdings der IPP-Treiber.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ntoskrnl: insgesamt müsste man unter Windows den Treiber natürlich noch genauer testen. Gestern hatte ich mir ein Test-PDF heruntergeladen und dieses wurde soweit fehlerfrei gedruckt. Da ich inzwischen aber fast ausschließlich in der Apple Welt unterwegs bin, genügt mir der aktuelle IPP-Treiber unter Windows. Somit muss ich bei Canon nicht mehr nachschauen, ob die eventuell doch noch einen aktualisierten Treiber bereitstellen. Insgesamt werde ich da auch keine Energie mehr reinstecken, da mein Windows PC mehr und mehr zum Staubfänger wird, da ich fast ausschließlich meinen Mac verwende.
 
Das war ja immer die eine Sache, worüber ich früher bei Windows-auf-ARM so geschimpft hatte - Drucken war damals immer eine mittlere Katastrophe., weil es da ja keine Herstellertreiber gibt und man nur auf die IPP-Treiber zurück greifen kann.
Ich habe hier zwei Brother-Drucker (1x SW-Laser und 1x Farb-Tinte-Multi). Drucken läuft super. Brother hat auch eine App rausgebracht, die sich dann automatisch aus dem Store installiert und über das Fenster "Druckeinstellungen" legt. Bei dem SW-Laser habe ich dann alle Optionen, wie ich sie vom Herstellertreiber kenne. Der Farb-Tinte-Multi ist noch nicht drin; ich hoffe, der kommt mit einem Update aber noch rein.

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