ZUENTEC
Herzlich willkommen
Hallo zusammen,
im Laufe meines inzwischen etwas fortgeschrittenen Lebens haben sich bei mir rund 20 volle Leitz-Ordner mit wichtigen Dokumenten angesammelt.
Erstens störte mich irgendwann, dass mein Büro langsam wie eine muffige Behörde aussah. Zweitens kostete es jedes Mal Zeit und Nerven, etwas Bestimmtes wiederzufinden – besonders bei der Steuererklärung.
Also: alles digitalisieren.
Und dann?
Dann wären zwar die staubigen Ordner weg, dafür hätte ich mehrere Tausend Seiten auf meinem Rechner, die beispielsweise „Scan0245.pdf“ heißen. Also eigentlich auch kein wirklicher Fortschritt.
Dann fiel mir noch siedend heiß ein, dass da ja auch noch ein E-Mailgrab existiert, in dem sich über ungefähr 20 Jahre hinweg digitale Dokumente und Dateianhänge angesammelt haben. Auch dort tragen viele wichtige Anhänge Dateinamen, mit denen man nach dem Herunterladen herzlich wenig anfangen kann.
Da kam mir die Frage:
Was wäre, wenn eine KI das alles für mich aufräumen und archivieren könnte?
Am besten eine, die sämtliche Dokumente lesen kann, sie sinnvoll benennt, automatisch in eine passende Ordnerstruktur verschiebt und alles gleichzeitig in maschinenlesbarem OCR-Format und als PDF/A für die Langzeitarchivierung ablegt.
Und wenn ich später etwas suche, möchte ich nicht mehr wissen müssen, wo es liegt, sondern einfach Fragen stellen können wie:
Also musste eine lokale KI her. Und ein Programm, das sie entsprechend instruiert.
Das war die Geburtsstunde von ORDNA.
Nach etwa zwei Monaten Programmierarbeit und rund 18.000 echten Testdokumenten war die erste brauchbare Version fertig. Inzwischen habe ich selbst ein vollständig papierloses Büro und finde meine Dokumente tatsächlich innerhalb weniger Sekunden wieder.
Dieses Ergebnis möchte ich nun mit euch teilen.
So funktioniert ORDNA:
Man zeigt ORDNA den Ordner, in dem der Scanner seine Dateien ablegt, oder lässt das Programm Anhänge aus einem oder mehreren E-Mail-Postfächern holen.
ORDNA liest jedes Dokument, erkennt beispielsweise, ob es sich um eine Rechnung, einen Vertrag, einen Steuerbescheid oder eine Gehaltsabrechnung handelt, und benennt die Datei anhand von Datum und Absender.
Aus „Scan_0001.pdf“ wird dann zum Beispiel „2026-08-06_Stadtwerke.pdf“.
Anschließend wird das Dokument in ganz normalen Windows-Ordnern abgelegt – als PDF/A mit Textebene. Dadurch lassen sich auch reine Scans später per Volltextsuche durchsuchen.
Für Rechnungen führt ORDNA zusätzlich eine Excel-Übersicht mit Datum, Absender und Betrag.
Mir war bei der Entwicklung besonders wichtig, dass die eigentliche Dokumentenerkennung auf dem eigenen Rechner läuft.
Dafür nutzt ORDNA Ollama mit einem lokalen Sprachmodell (llama3.1).
Kein Konto, keine Cloud – die Dokumente verlassen den eigenen PC nicht.
Dokumente, die ORDNA nicht sicher zuordnen kann, landen in einem Auffangordner. Außerdem löscht das Programm grundsätzlich nichts. Der Quellordner bleibt unverändert, solange man das Aufräumen nicht ausdrücklich selbst aktiviert.
Damit niemand überrascht ist, noch ein paar technische Hinweise:
ORDNA – der Dokumentenordner, der sich selbst sortiert
Mich würde sehr interessieren, wie ihr dieses Problem löst.
Ich kann doch nicht der einzige Mensch sein, der irgendwann vor einem Berg aus Papier, PDFs und E-Mail-Anhängen sitzt und sich fragt, wie man das alles vernünftig organisiert …
Über Rückmeldungen freue ich mich sehr – ausdrücklich auch über kritische.
Ich lese hier mit und beantworte Fragen gern direkt in diesem Thema.
Viele Grüße
Eckehard
im Laufe meines inzwischen etwas fortgeschrittenen Lebens haben sich bei mir rund 20 volle Leitz-Ordner mit wichtigen Dokumenten angesammelt.
Erstens störte mich irgendwann, dass mein Büro langsam wie eine muffige Behörde aussah. Zweitens kostete es jedes Mal Zeit und Nerven, etwas Bestimmtes wiederzufinden – besonders bei der Steuererklärung.
Also: alles digitalisieren.
Und dann?
Dann wären zwar die staubigen Ordner weg, dafür hätte ich mehrere Tausend Seiten auf meinem Rechner, die beispielsweise „Scan0245.pdf“ heißen. Also eigentlich auch kein wirklicher Fortschritt.
Dann fiel mir noch siedend heiß ein, dass da ja auch noch ein E-Mailgrab existiert, in dem sich über ungefähr 20 Jahre hinweg digitale Dokumente und Dateianhänge angesammelt haben. Auch dort tragen viele wichtige Anhänge Dateinamen, mit denen man nach dem Herunterladen herzlich wenig anfangen kann.
Da kam mir die Frage:
Was wäre, wenn eine KI das alles für mich aufräumen und archivieren könnte?
Am besten eine, die sämtliche Dokumente lesen kann, sie sinnvoll benennt, automatisch in eine passende Ordnerstruktur verschiebt und alles gleichzeitig in maschinenlesbarem OCR-Format und als PDF/A für die Langzeitarchivierung ablegt.
Und wenn ich später etwas suche, möchte ich nicht mehr wissen müssen, wo es liegt, sondern einfach Fragen stellen können wie:
- „Wie viel Geld habe ich 2026 für die Kinderbetreuung ausgegeben?“
- „Welchen Umsatz hatte ich mit der Firma Müller im Januar 2026?“
- „Hat meine Waschmaschine noch Garantie?“
Also musste eine lokale KI her. Und ein Programm, das sie entsprechend instruiert.
Das war die Geburtsstunde von ORDNA.
Nach etwa zwei Monaten Programmierarbeit und rund 18.000 echten Testdokumenten war die erste brauchbare Version fertig. Inzwischen habe ich selbst ein vollständig papierloses Büro und finde meine Dokumente tatsächlich innerhalb weniger Sekunden wieder.
Dieses Ergebnis möchte ich nun mit euch teilen.
So funktioniert ORDNA:
Man zeigt ORDNA den Ordner, in dem der Scanner seine Dateien ablegt, oder lässt das Programm Anhänge aus einem oder mehreren E-Mail-Postfächern holen.
ORDNA liest jedes Dokument, erkennt beispielsweise, ob es sich um eine Rechnung, einen Vertrag, einen Steuerbescheid oder eine Gehaltsabrechnung handelt, und benennt die Datei anhand von Datum und Absender.
Aus „Scan_0001.pdf“ wird dann zum Beispiel „2026-08-06_Stadtwerke.pdf“.
Anschließend wird das Dokument in ganz normalen Windows-Ordnern abgelegt – als PDF/A mit Textebene. Dadurch lassen sich auch reine Scans später per Volltextsuche durchsuchen.
Für Rechnungen führt ORDNA zusätzlich eine Excel-Übersicht mit Datum, Absender und Betrag.
Mir war bei der Entwicklung besonders wichtig, dass die eigentliche Dokumentenerkennung auf dem eigenen Rechner läuft.
Dafür nutzt ORDNA Ollama mit einem lokalen Sprachmodell (llama3.1).
Kein Konto, keine Cloud – die Dokumente verlassen den eigenen PC nicht.
Dokumente, die ORDNA nicht sicher zuordnen kann, landen in einem Auffangordner. Außerdem löscht das Programm grundsätzlich nichts. Der Quellordner bleibt unverändert, solange man das Aufräumen nicht ausdrücklich selbst aktiviert.
Damit niemand überrascht ist, noch ein paar technische Hinweise:
- Beim ersten Start lädt ORDNA das Sprachmodell herunter. Das sind rund 4,6 GB. Insgesamt sollten etwa 5,5 GB Speicherplatz frei sein.
- Die Erkennung dauert je nach Rechner und Dokument einige Sekunden.
- Das Setup bietet an, Ghostscript für PDF/A und Ollama direkt mitzuinstallieren.
- ORDNA selbst benötigt keine Administratorrechte.
- Das Setup ist derzeit noch nicht digital signiert. Deshalb meldet sich Windows SmartScreen beim ersten Start und weist auf einen unbekannten Herausgeber hin.
- Es handelt sich um eine frühe Version (0.38).
- Aktuell läuft ORDNA nur unter Windows und ist für einen einzelnen PC gedacht, also noch nicht für einen Mehrplatzbetrieb.
ORDNA – der Dokumentenordner, der sich selbst sortiert
Mich würde sehr interessieren, wie ihr dieses Problem löst.
Ich kann doch nicht der einzige Mensch sein, der irgendwann vor einem Berg aus Papier, PDFs und E-Mail-Anhängen sitzt und sich fragt, wie man das alles vernünftig organisiert …
Über Rückmeldungen freue ich mich sehr – ausdrücklich auch über kritische.
Ich lese hier mit und beantworte Fragen gern direkt in diesem Thema.
Viele Grüße
Eckehard