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Outbank: Offizielle Windows-App kommt über den Amazon Appstore

DrWindows

Redaktion
Outbank: Offizielle Windows-App kommt über den Amazon Appstore
von Kevin Kozuszek
Outbank Titelbild


Manchmal gibt es diese Meldungen, wo man sich dreimal die Augen reiben muss, um die Gedanken dahinter zu verstehen. So dürfte es Einigen sicherlich bei der aktuellen Pressemitteilung der populären Banking-App Outbank gehen, die nun eine offizielle Windows-App für ihren Dienst ankündigen. Wer jetzt auf eine native App hofft, wird allerdings enttäuscht: Die Entwickler bringen das Windows Subsystem for Android zum Einsatz.

Entsprechend kommt diese Umsetzung mit mehreren Konsequenzen. Erstens wird Windows 10, obwohl es noch von sehr vielen Menschen verwendet und noch für über zwei Jahre offiziell von Microsoft unterstützt wird, von den Entwicklern außenvor gelassen, weil das Subsystem für Android hier anders als WSL schlicht nicht existiert. Zum anderen müssen Nutzer unter Windows 11 einen deutlich aufwändigeren Weg in Kauf nehmen, als wenn es einfache eine native Windows-App geben würde. Die relativ hohen Systemanforderungen, die WSA auch gerade vor dem Hintergrund, dass es sich nur um eine einfache Banking-App handelt, aufruft, kommen noch dazu.

Wenn ihr euch die offizielle Windows-App dennoch einmal ansehen und sie ausprobieren möchtet, findet ihr im offiziellen Blogpost weitere Informationen.


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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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Es geht nicht um WSA an sich, dessen Systemanforderungen sind am Ende auch nicht so viel mehr von dem entfernt, was Windows 11 basismäßig an Systemanforderungen selbst aufruft. Man muss sich aber die Frage stellen, ob diese Umsetzung, wenn man die Sache wirklich von den unerfahrenen Laien her denkt, die den überwiegenden Teil der Windows-Nutzer ausmachen, so kundenfreundlich ist.

Letztlich wollen diese Leute nur ein Programm installieren, einfach einrichten, nutzen, fertig - und hinterher hoffen sie, wenn sie das geschafft haben, nur noch, dass es bloß keine Probleme gibt, weil sonst ist das Geschrei groß. Von den Leuten kann man in der Regel nicht erwarten, dass sie wissen, was Virtualisierung ist, was WSA ist und wie man es bekommt, wieso man einen Android-Appstore unter Windows installieren kann und so weiter. Obendrauf ist es eben auch nicht wirklich effizient, weil ein ganzes Subsystem huckepack bei Windows die ganze Zeit mitrödeln muss, nur damit die Leute kurz ihre Bankgeschäfte erledigen können. Ob die das machen oder eher schnell den Browser starten und direkt ins Online-Banking gehen, man kann sich denken, was sie in dem Fall hier zumindest überwiegend eher machen würden.

Sachen wie WSL und WSA sind nett, aber das ist so ein Fall, wie man ihn auch bei mancher Electron-App oder PWA sehen würde. Wenn so eine App zur Alibiveranstaltung verkommt und die Entwickler sich keine wirkliche Mühe geben (müssen), weil sie z.B. keine native Anwendung entwickeln wollen, wird das problematisch und wertet das Windows-Ökosystem auch nicht sonderlich auf. Und Windows 10, was noch sehr viel verwendet wird und über zwei Jahre regulären Support hat, ist außenvor.
 
Ich tue jetzt mal so, als hätte ich keine Ahnung und wäre einfach nur ein dummer Windows-Nutzer (so sehr muss ich mich dafür gar nicht anstrengen :D).

Ich öffne den Microsoft Store, suche nach der Outbank-App, finde und installiere sie. Alles gut. Mehr muss ich gar nicht wissen.
 
Ich tue jetzt mal so, als hätte ich keine Ahnung und wäre einfach nur ein dummer Windows-Nutzer (so sehr muss ich mich dafür gar nicht anstrengen :D).

Ich öffne den Microsoft Store, suche nach der Outbank-App, finde und installiere sie. Alles gut.

2 Details sind an der Darstellung falsch:
  1. Es gibt fast keine "dummen" Benutzer ;)
  2. Der Hauptteil der Windows Anwender hat vielleicht Windows 10, mag dann die App im Store finden oder auch nicht, kann Sie aber auf jeden Fall (auch wenn er sie finden würde) nicht installieren ;). Hab gerade gesehen:
    Anteil Windows 10 User immer noch bei 70% (Windows 10 extrem beliebt: Nur jeder vierte nutzt Windows 11)
Damit ist eben nicht alles gut, sah man ja auch schon am Windows Phone und aktuell am Chromebook wo dann
auf vielen Geräten die emulierten Android Apps mehr oder weniger oder gar nicht funktionieren.

Kommt halt schon im Detail darauf an ob das native Apps sind oder nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn das WSA und der Amazon App Store standardmäßig installiert sind, ist das von einer nativen App kaum noch zu unterscheiden. Ideal wäre es, wenn die Entwickler ihre Android-Apps direkt in den Microsoft Store einstellen könnten, ich bin auch weiterhin sicher, dass das eines Tages so kommen wird.
Das hier ist ein perfektes Beispiel, wofür das WSA gebraucht wird. Weil eben niemand mehr neue Apps für Windows entwickelt.
 
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