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Per Dekret: US-Regierung will exklusiven Zugriff auf neueste KI-Modelle – Beschränkungen für Dritte

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Redaktion
Per Dekret: US-Regierung will exklusiven Zugriff auf neueste KI-Modelle – Beschränkungen für Dritte
von Kevin Kozuszek
Künstliche Intelligenz Titelbild


Betrachtet man bei den KI-Modellen die modernsten, die derzeit verfügbar sind, spricht man von den so genannten Frontier-Modellen. Mit einem neuen Dekret liefert die amtierende US-Regierung von Präsident Donald Trump nun einen Fingerzeig davon, wie die Wirtschaftspolitik auch in diesem Sektor künftig protektionistischer ausfallen könnte, auch wenn der Präsident etwaige Beschränkungen nicht erzwingen kann. Auch ein exklusiver Zugriff auf das Neueste vom Neuesten ist gefordert.

Neueste KI-Modelle, die frisch aus den AI Labs von Microsoft, Google, Anthropic oder OpenAI vom Band laufen, sollen den US-Behörden zunächst für 30 Tage möglichst exklusiv zur Verfügung stehen und nicht mehr direkt auf den Markt kommen. Das regelt Abschnitt 3 des Dekrets. Auch nach diesen 30 Tagen sollen die KI-Modelle nicht mehr frei auf den Markt kommen. Stattdessen sollen Betreiber und Regierung über eine freiwillige Selbstverpflichtung ein Framework erarbeiten und so festlegen, welche vertrauenswürdigen Partner die KI-Modelle noch bekommen können.

Zuständig ist das Clearinghouse der US-Regierung, ein gemeinsamer Arbeitskreis aus dem Geheimdienst NSA, der Informationssicherheitsbehörde CISA und dem Finanzministerium. Um zu ermitteln, was überhaupt als Frontier-Modell eingestuft wird, soll der Arbeitskreis einen geheimen Benchmark entwickeln, mit dem die NSA dann unter Geheimhaltung eine Entscheidung trifft. Nach Abschluss werden Forscher und KI-Entwickler, soweit das angemessen ist, informiert. KI-Unternehmen haben zudem das Recht, anzufragen, ob ein kommendes KI-Modell von ihnen voraussichtlich unter diese Einstufung fallen könnte.

Damit dürfte es auch für europäische Kunden und Unternehmen deutlich schwieriger werden, an die allerneusten Versionen der Spitzenmodelle wie Claude Opus von Anthropic, MAI-Thinking von Microsoft oder Gemini Pro von Google zu kommen, sollte die aktuelle US-Administration diese Linie durchziehen. Eine noch weiter verstärkte Arbeit an der eigenen digitalen Souveränität und Resilienz wird damit noch entscheidender.

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Und hier wird leider wieder deutlicher, wieso digitale Souveränität wichtig ist, wenn die anderen nur noch als Konkurrenz erscheinen. Schade dass diese überkommenen historischen Einstellungen immer aktueller wieder werden.
 
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