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Project Solara: Microsofts öffentliches Gedankenspiel um Geräte und Betriebssysteme im Zeitalter der KI-Agenten

DrWindows

Redaktion
Project Solara: Microsofts öffentliches Gedankenspiel um Geräte und Betriebssysteme im Zeitalter der KI-Agenten
von Martin Geuß
Microsoft Project Solara


Im Rahmen der BUILD-Konferenz hat Microsoft das „Project Solara“ öffentlich gemacht. Dabei geht es um Ideen, wie im Zeitalter der KI-Agenten Geräte aussehen und welche Aufgaben sie ausführen können.

Zugegeben: Es fällt zunehmend schwer, in diesen Zeiten gedanklich offen und technisch neugierig zu bleiben. Es vergeht kaum ein Tag, an dem uns nicht neue Marketing-Schlagworte zum Thema KI um die Ohren fliegen. Bisweilen wirkt es so, als habe die gesamte Technikbranche kollektiv den Verstand verloren und sei in ihre ganz eigene Traumwelt abgedriftet. Was teilweise sicherlich auch so ist.

„Agentische KI“ ist aktuell besonders angesagt. Das Marketing macht es uns leicht, darüber die Nase zu rümpfen. Stellenweise wird uns die Welt von morgen so dargestellt, dass wir nur noch den Computer einschalten und sagen: „KI, mach meine Arbeit“. Und der Rest geht dann von selbst.

Als ich die Ankündigung von Project Solara gelesen und das Titelbild gesehen habe, dachte ich, Microsoft will den PC jetzt durch eine Art „Alexa for Business“ ersetzen. Einige Berichterstatter sind auf diesen ersten Eindruck offenbar ebenfalls hereingefallen und sehen Project Solara als eine Art Ersatz oder gar Nachfolge von Windows.

Tatsächlich setzt Solara auf ein eigenes Betriebssystem, welches auf den Namen Microsoft Device Ecosystem Platform (MDEP) hört und auf Android basiert. Gemeinsam mit Qualcomm und MediaTek entwirft Microsoft derzeit verschiedene Hardware-Konzepte und Referenz-Designs. Mögliche Formfaktoren von Project Solara

Die Idee ist, dass in diesen Geräten KI-Agenten „wohnen“, die mit dem kompletten Microsoft-Ökosystem vernetzt sind. Allerdings nicht nur – MDEP ist als offene Plattform konzipiert, in die Unternehmen jederzeit ihre eigenen Lösungen einbringen können.

Die ersten ganz konkreten Konzepte sind ein smarter Badge sowie ein Gerät, welches unausweichlich an Amazons Echo erinnert. Letzteres soll ausdrücklich eine Ergänzung zum Windows-PC sein und kein Ersatz. Workflows, die sich mit KI-Agenten bewerkstelligen lassen, sollen auf diesen unabhängig ausgeführt werden.

Wenn man es schafft, die „KI-Übersättigung“ auszublenden, ist die Beschreibung von Project Solara überaus spannend. Da sich Microsoft hier ausschließlich auf Geschäftskunden konzentriert, wo es mit seinem Ökosystem nach wie vor einen festen Stand hat, ist der Ansatz nicht einmal komplett aussichtslos.

Der Beitrag Project Solara: Microsofts öffentliches Gedankenspiel um Geräte und Betriebssysteme im Zeitalter der KI-Agenten erschien zuerst auf Dr. Windows.


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sowie ein Gerät, welches unausweichlich an Amazons Echo erinnert
Ja, und selbst Amazon hat es jahrelang nie geschafft, derartige Geräte sinnvoll zu monetarisieren.
Das funktioniert im Consumerbereich einfach nicht wirklich, weil der Nutzen zu gering
ist. Ausser Medien (Musik, Videos, Spiele, E-Books) sehe ich da keine Chance.

Fürs Business wird das eine kleine Nische oder etwas was ein Smartphone/Tablet eh auch schon leisten kann.
Da braucht man keine weiteren spezialisierten Endgeräte für KI Agenten mehr, die können auch in einer
normalen Smartphone App wohnen.

Hätte M$ damals halt einfach die Lumias weitergepflegt hätten sie auch schon die
passende Plattform für so eine App gehabt ;).
 
Ich wollte nicht in diese Kerbe schlagen, um nicht wie ein verbitterter Windows Phone Fan zu klingen.
Aber Tatsache ist nun mal: Die Geräte, die sich Microsoft als „Kompagnon“ zum PC vorstellt, gibt es alle schon. Und es ist eher wahrscheinlich, dass die Kunden sagen: „Bring mir das auf meine vorhandene Hardware", als dass sie bereit sind, neue Geräte anzuschaffen, deren Betrieb und Verwaltung auch wieder Geld kostet.

Den Gedanken „Hätten sie mal einen längeren Atem gehabt" hatte ich ebenso. Aber es ist schwer abzuschätzen, was ein Festhalten an Windows Phone bis zum heutigen Tag gekostet hätte, und ob es inzwischen ernsthafte Aussichten auf langfristigen Profit gäbe.
 
"Es vergeht kaum ein Tag, an dem uns nicht neue Marketing-Schlagworte zum Thema KI um die Ohren fliegen."


Die Überschriften zu den letzten Artikeln seit Montag (01.06.2026) hier bei Dr. Windows.
Nichts gegen euch, ihr berichtet nur, aber ich kann es langsam nicht mehr lesen.
 
Das meinte ich allgemein, also nicht nur hier. Hier habe ich nur die Artikel der letzten 2,5 Tagen aufgelistet.
Sorry für das Missverständnis.
 
Nichts gegen euch, ihr berichtet nur, aber ich kann es langsam nicht mehr lesen.
Wir können nichts dafür, dass wir in dieser Woche nunmal Großkampfwoche mit der BUILD am Dienstag und Mittwoch und dem Xbox Showcase am Sonntag haben und dazwischen im Tagesgeschäft auch noch allerhand passiert, was wir bearbeiten müssen. Das ist einfach so, wäre aber auch auf jeder anderen Technikseite heutzutage so. Wenn du sowas also nicht mehr lesen kannst, musst du im Grunde Abstand von dieser gesamten Kategorie nehmen, Neuralis.

So mancher Kommentar von dir ist auch nur bessere Stichelei und die überlesen wir auch. Sollen wir uns daran aufhängen? Bestimmt nicht. Insofern ist das einfach ne Geschichte, die du mit dir für dich ausmachen musst. KI wirst du im Techsektor jedenfalls nicht entkommen.
 
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