Warum nimmt man nicht einfach einen "vernünftigen" Dateimanager ...?
Ganz einfach. Weil diese "Nachbauten" oder "Aufsätze" als Dauer-Explorer-Ersatz oftmals nicht den Geschmäckern bestimmter Anwender entsprechen. Du nimmst den FreeCommander - gut für Dich. Ich nehme den TotalCommander, der sich in den Funktionen und der Konfigurierbarkeit kaum von FreeCommander unterscheidet. Wohlgemerkt - ich nehme ihn nur, um Datenträger zu synchronisieren und wegen seiner Verlässlichkeit beim Kopieren von Massendaten. Auch das Massenumbenenn-Tool ist sehr brauchbar. Nicht zu vergessen die sehr leistungsfähige PlugIn-Schnittstelle.
Als produktiver Explorer-Ersatz käme er mir nie ins Haus, dazu ist mir die Philosophie des Herstellers zu fremd. Ich habe auch nie den Norton Commander verwendet, trotz seines guten Rufes und der Empfehlungen vieler Anwender.
Tabs sind mir eher hinderlich, da arbeite ich lieber mit mehreren Windows-Explorer-Instanzen nebeneinander.
Wozu dann noch uralte Add-Ons?
Ja, das kann er, doch auf das "wie" kommt es an. Definiert man eine eigene Symbolleiste und weist genau jene Schaltflächen zu, die man immer wieder benötigt, kann dies nicht nur jede Menge Klickerei vermeiden, man arbeitet auch effizienter. Stell' Dir einmal vor, Du hast eine Art Taskleiste als Symbolleiste im Explorer und dort findest Du genau jene Symbole mit Anwendungen bzw. Dateien, die Du von dort startest.
Kein Office und danach eine (immer wieder benötigte) Datei aufrufen, sondern sofort die Datei Deines Bedarfs. Ja, geht auch mittels Doppelklick auf die Datei. Mit dem Button brauche ich jedoch weder die Datei aufrufen, noch einen Doppelklick. Das macht die Schaltfläche nach einem einzigen Klick.
Oder die Eigenschaften einer Datei anzeigen. Normalerweise erfolgt ein Rechtsklick auf die markierte Datei und der Aufruf "Eigenschaften" aus dem Kontextmenü. Mit einem einzigen Button in der Symbolleiste geht es wesentlich schneller.
Ich habe auch versucht, bestimmte Funktionen in die Taskleiste zu verknüpfen und von dort aufzurufen, doch das ist anders. Mit einer Explorer-Leiste geht es subjektiv besser. Natürlich könnte ich auch Schnellstart-Verknüpfungen oder ähnliche Bordmittel des Explorers verwenden, doch das ist längst nicht dasselbe.
Allerdings rede ich hier nicht von QTTabBar, sondern von OpenShell und dessen Explorer-Erweiterung.
@DuBo und
@John Silver
Zurück zum Thema. Ich habe die Windows 11-Version 26H1 28000.2179 in einer VM laufen, die Anwendung QTTabBar installiert und bin genau wie bei Deskmodder beschrieben vorgegangen. In der Explorer-Ansicht unter "Optionen" werden mir allerdings nur die Ansichten left, vertical und bottom angeboten. Die übrigen Optionen fehlen. Das kann natürlich an der Verwendung in einer VM liegen, oder es fehlen bestimmte Systemkomponenten. Außerdem ist dieses System noch relativ jung und wird kaum benützt. Unmittelbar nach der Installation habe ich alles, was nach KI aussah, deinstalliert. Edge ist Geschichte, auch XBox & Co gibt es nicht mehr. Deshalb wäre es auch denkbar, dass hier Komponenten fehlen, die von QTTabBar genutzt werden.
Nur der guten Ordnung halber. Die Explorer-Erweiterung von OpenShell funktioniert in dieser Windows-Version auch nicht, wohl aber das Startmenü. Es kann mit OpenShell beliebig angepasst werden.