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Sichern und Wiederherstellen: Alte Windows 7 Funktion unter Windows 10 und 11 kaputt

DrWindows

Redaktion
Sichern und Wiederherstellen: Alte Windows 7 Funktion unter Windows 10 und 11 kaputt
von Martin Geuß
Windows 7 Sichern und Wiederherstellen


Aus den Tagen von Windows 7 steckt in Windows 10 und Windows 11 noch die alte Backup-Funktion „Sichern und Wiederherstellen“. Seit einem Update im Januar 2022 ist diese nun allerdings nicht mehr zu gebrauchen.

Wie Microsoft in einem Supportartikel schreibt (via Deskmodder), haben die im Januar veröffentlichten Sicherheitsupdates für Windows 10 und Windows 11 dazu geführt, dass sich mit dieser Funktion erstellte Backup-Archive nicht mehr öffnen lassen.

Die Funktion ist offiziell abgekündigt und Microsoft rät davon ab, sie zu benutzen, wie viele andere abgekündigte Windows-Funktionen bleibt sie aber vorerst noch erhalten. An dieser Vorgehensweise ist grundsätzlich nichts auszusetzen, bei einer Backup-Funktion hätte man aber vielleicht besser Nägel mit Köpfen gemacht und sie gleich komplett entfernt, denn wie man jetzt sieht, wird auf Seiteneffekte durch nachfolgende Updates nicht mehr wirklich geachtet.

Ein Workaround ist nicht beschrieben, er liegt allerdings auf der Hand: Wer derzeit ein solches Backup öffnen möchte, braucht entweder Windows 7 oder eine Installation von Windows 10 oder Windows 11 mit dem Patch-Stand vom Dezember 2021. Microsoft arbeitet an einer Lösung, die mit einem zukünftigen Update geliefert werden soll. Backup-Programme von Drittanbietern sind nach derzeitigem Kenntnisstand nicht von dem zugrunde liegenden Problem bestroffen.


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Jürgen

Moderator
Teammitglied
Ich müsste jetzt schon sehr lange zurückdenken, wann ich diese Methode „Sichern und Wiederherstellen (Windows 7)“ in den UI-Einstellungen das letzte Mal empfohlen habe, zumal dort schon seit min. 2015 steht, (Windows7 ) seitdem haben wir im Forum schon ständig auf andere Methoden verwiesen. Nur wer noch eine alte Sicherung aus Windows 7 hatte und wieder zurückwollte, konnte es noch ohne Gefahr nutzen,
Das ist aber auch schon sehr lange her
 

Alpha1

----------------
Für mich ist es schwer verständlich, dass bis jetzt diese Fehlfunktion nicht repariert, oder an einem Ersatz gearbeitet wird.
Eine zuverlässige integrierte Backup-Anwendung gehört zu einem System, genauso wie der Schutz des PCs gegen Schädlinge aller Art.

Mit Windows Defender wurde bewiesen, Microsoft kann es.

Im Moment wird aber zu vieles nicht nachvollziehbar umgeräumt, Grundfunktionen wurden und werden entfernt, an der Oberfläche wird scheinbar planlos gescharrt
(entschuldigt den Vergleich - ähnlich wie ein Huhn auf dem Heuhaufen)
und manchmal in Folge ein wenig Chaos hinterlassen.

Im Feedback-Hub werden dementsprechende Vorschläge (und Bitten) vornehm ignoriert.
 

Webwatcher

gehört zum Inventar
und manchmal in Folge ein wenig Chaos hinterlassen.
Der große Wurf, als der es verkauft wird, ist es auf keinen Fall und die Zwangshürden mit der Begründung der unbedingt erforderlichen Sicherheit sind nicht nachzuvollziehen, da sonst 1,2 Milliarden Windows 10 Installationen den Angriffen aus dem Netz ungeschützt ausgesetzt wären. Unter Windows 10 können bei neuerer Hardwäre diese Schutzmechanismen als Option aktiviert werden aber nicht als Zwang.
 
Zuletzt bearbeitet:

Hedonist

nicht mehr wegzudenken
Wer derzeit ein solches Backup öffnen möchte, braucht entweder Windows 7 oder eine Installation von Windows 10 oder Windows 11 mit dem Patch-Stand vom Dezember 2021.
Das kann Microsoft aber nicht ernst meinen !

Eine Backuplösung, welche die Daten seiner Vorgänger nicht mehr öffnen kann, ist mE ein NOGO ! Ist ja nicht so, dass ich freiwillig von BacupXY zu BackupFancyNew wechsel würde und diese unterschiedliche Arten der Datenverschlüsselung und Kompression und Strukturen nutzen. In einem solchen Fall ist es meine freiwillige Entscheidung und ich muss dafür sorgen, dass alte Backups noch funktionieren. Sprich ich lasse noch einige Jahre das BacupXY noch parallel laufen, um auf alte Sicherungen zugreifen zu können.

Aber in diesem Fall zwingt mich Microsoft ein neuen Tool zu nutzen, weil das alte nicht mehr gepflegt wird. Kann man noch im Zuge der "Modernisierung" akzeptieren. Aber es muss mir im Gegenzug auch die Möglichkeit gegeben werden, dass ich weiterhin auf die alten Sicherungen zugreifen kann, ohne dass ich für entsprechend alte Systeme vorhalten und betreiben muss. Entweder die alte Anwendung lässt sich parallel installieren oder aber die neue Software kann auch alte Sicherungen lesen.

Aber wer bin ich schon, dass ich einer Microsoft Vorschriften machen kann ;)

Da ich das Tool bisher eh nicht genutzt habe, kann es mir im Grunde egal sein; aber dieses Verhalten ist mE nicht in Ordnung. Denn es gibt sicherlich genug Menschen, die das Tool bisher nutzen.

Ganz genau. Dass Microsoft dieses Feature nicht schon längst entfernt hat ist absolut unverständlich.
Ich weiß ja nicht, was ihr von einem "fast kostenlosen" Backupsystem im privaten Gebrauch so alles erwartet.. aber hey, das Ding tut, was es tun soll.
Es sicher die Daten zuverlässig und erlaubt Daten wiederherzustellen.
Für den privaten Gebrauch reicht auch der Windows-Explorer und eine zweite Speicherquelle. Einfach die Daten regelmässig von C auf den zweite Speicherquelle kopieren und fertig ist ein Backup. Idiotensicherer geht es ja kaum noch. Wie oft muss ein Otto-Normal-Verbraucher in seinem Leben auf eine frühere Version seiner Fotos oder "Liebesbrief" an die Behörde zugreifen. Bei consumer mp3 oder mp4 Dateien braucht der Otto-Normal-Verbraucher sicherlich keine früheren Versionen.

Daher lasst doch bitte die Kirche im Dorf und vergleicht nicht Äpfel mit Birnen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

MSFreak

gehört zum Inventar
Ich weiß ja nicht, was ihr von einem "fast kostenlosen" Backupsystem im privaten Gebrauch so alles erwartet.. aber hey, das Ding tut, was es tun soll.
Daher lasst doch bitte die Kirche im Dorf und vergleicht nicht Äpfel mit Birnen.
... kann es sein, dass du diesen Thread und die Links dazu nicht richtig gelesen hast ?
Es sicher die Daten zuverlässig und erlaubt Daten wiederherzustellen.
... solange bist du dann mal gründlich auf die Schnauze gefallen bist und im Notfall keine Systemwiederherstellung machen kannst.
 

Alpha1

----------------
Ich weiß ja nicht, was ihr von einem "fast kostenlosen" Backupsystem im privaten Gebrauch so alles erwartet...
MSFreak und Screensaver meinten die nicht funktionierende Backup-Funktion (Systemabbild) in Windows.

Aus eigener Erfahrung ist mein Vertrauen zum Dateiversionsverlauf auch eher gering. Wichtige Dateien sichere ich meist per Cmd-Befehl (z.B.: xcopy mit den erforderlichen Parametern)
 

Hedonist

nicht mehr wegzudenken
... kann es sein, dass du diesen Thread und die Links dazu nicht richtig gelesen hast ?
Doch habe ich.. es geht darum, dass Microsoft die alte Backuplösung nicht mehr weiter unterstützt. Soweit richtig ?
Oder was übersehe ich?
... solange bist du dann mal gründlich auf die Schnauze gefallen bist und im Notfall keine Systemwiederherstellung machen kannst.
auf die Schnauze fallen kann man auch mit anderen Backupsystemen. Aber genau das meinte ich.. wer ist die Zielgruppe der Windows-internen Backuplösung? Sicherlich nicht die Unternehmen, Nerds, PowerUser etc. Und von daher ist das Tool für die Zielgruppe mehr als ausreichend, um Dokumente/Fotos/Musik etc. zu sichern. Aber das ist meine Meinung.

MSFreak und Screensaver meinten die nicht funktionierende Backup-Funktion (Systemabbild) in Windows.
OK.. das ist ein Argument und ja, dann habe ich den Artikel falsch verstanden !

Sorry
 

MSFreak

gehört zum Inventar
Aber genau das meinte ich.. wer ist die Zielgruppe der Windows-internen Backuplösung?
... die Windows-User, welche sich auf ein unzuverlässiges internes Backup-Programm verlassen und glauben im Notfall das System und die Daten wieder herstellen zu können.
Und von daher ist das Tool für die Zielgruppe mehr als ausreichend, um Dokumente/Fotos/Musik etc. zu sichern.
... die einfache Datensicherung der eigenen Dateien unter Windows ist aber damit nicht gemeint, für sowas benötigt man keine Win 7 CD/DVD.
Nicht umsonst gibt es spezialisierte und äußerst zuverlässige kostenlose externe Programme für sowas.
Und solltest du den Dateiversionsverlauf im Kopf haben, auch der funktioniert nicht immer zuverlässig und ist keine Backup-Lösung.
 

PexWeg

treuer Stammgast
Wenn Microsoft das nicht mehr pflegen will ist das ok, aber nur wenn es zumindest noch ein
Restore-Tool oder Konvertier-Tool der alten Backupsätze in ein neueres Format gäbe.

Das würde ich mir von Microsoft zumindest erwarten, dass sie sowas bereitstellen (und wenn des nur ein Kommandozeilentool wäre).
 

bx33

gehört zum Inventar
das waren noch Zeiten, als es von Lenovo noch Rescue & Recovery gab. Geradezu perfekt, und oft genutzt. Dann wurde das unsinnigerer weise eingestellt und auf MS verwiesen. Und während sich Apple mit Timemachine ziemlich dich an R&R bedient, müssen wir auf Drittanbietersoftware ausweichen (wenn man Abbilder erstellen will). Datensicherung ist ähnlich desolat.
Der ganze Sicherungsbereich gehört überarbeitet. Und das wesentlich dringender, als Uhren oder Symbole neu zu designen. Mittlerweile schaue ich bei MS diesbezüglich gar nicht mehr rein, einfach weil es mit zu gefährlich geworden ist. Der Restore soll ja schließlich auch klappen :)
 

Hedonist

nicht mehr wegzudenken
Also ich bin schon seit längerem dem Problem der Systemsicherung folgendermaßen aus dem Weg gegangen:

- Auf dem Rechner läuft der Host mit allem, was nicht benötigt wird deinstalliert. Drauf läuft VMWare
- Je nach Verwendungszweck sind unterschiedliche virtuelle Maschinen installiert. Diese können einfach gesichert und auch wieder zurückgespielt werden
- Daten sind auf der NAS gespeichert (ggf. auch geshart mit verschiedenen VMs)

Mag für den einen oder anderen umständlich sein, aber so gibt es keine Nebenwirkungen von Software und ich nutze ein VM nur für den vorbestimmten Zweck; ist auch auf eine Art der Cybersicherheit
 

Screensaver

nicht mehr wegzudenken
"Die Funktion ist offiziell abgekündigt und Microsoft rät davon ab, sie zu benutzen, wie viele andere abgekündigte Windows-Funktionen bleibt sie aber vorerst noch erhalten. An dieser Vorgehensweise ist grundsätzlich nichts auszusetzen."

Da möchte ich wirklich widersprechen. Wenn ein Betriebssystem bestimmte Funktionen anbietet, sollte der Nutzer auch erwarten dürfen, dass sich diese verwenden lassen. Wer, außer wenigen Informierten, weiß denn, dass "Sichern und Wiederherstellen" abgekündigt ist? Wie viele ahnungslose Nutzer verwenden diese Funktion noch als Backup? Microsoft lässt diese Altlast weiter existieren und kümmert sich nicht mehr darum. Dass "Sichern und Wiederherstellen" nicht längst aus Windows entfernt wurde finde ich kurz gesagt unverantwortlich.
 
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