Anzeige

Am Puls von Microsoft

Anzeige

UGREEN NASync DXP6800 Pro im produktiven Einsatz – Folge 1: Die Hardware

DrWindows

Redaktion
UGREEN NASync DXP6800 Pro im produktiven Einsatz – Folge 1: Die Hardware
von Martin Geuß
UGREEN NASync DXP6800 Pro im produktiven Einsatz - Folge 1: Die Hardware


Seit gut zwei Jahren mischt UGREEN im Markt für NAS-Geräte mit. Die Hardware war von Beginn an fantastisch, die Software präsentierte sich seinerzeit allerdings noch unausgereift. Das hat sich inzwischen glücklicherweise geändert. Das Synology DS923+, welches jahrelang mein treuer Begleiter war, wurde jetzt von einem UGREEN NASync DXP6800 Pro abgelöst.

In dieser kleinen Serie, von der ich selbst noch nicht weiß, wie viele Teile sie am Ende umfasst, schreibe ich meine persönlichen Erfahrungen auf und mache aus meiner Zufriedenheit keinen Hehl. Dennoch oder gerade deshalb ein wichtiger Hinweis zur Transparenz: UGREEN hat mir das DXP6800 Pro nebst Festplatten kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Umrüstung auf SSDs und die RAM-Erweiterung habe ich aus eigener Tasche bezahlt.

Technische Daten des UGREEN NASync DXP6800 Pro​

CPUIntel Core i5 1235u
RAM8 GB DDR 5 (aufrüstbar bis 64 GB, ein Slot frei)
interner Speicher128 GB
Laufwerke6 x 2,5 oder 3,5 Zoll SATA
2 x M.2 NVMe SSD 2280
RAID-KonfigurationSingle Drive, JBOD, RAID 0/1/5/6/10/5+Hot Spare
Anschlüsse hinten2 x RJ45/LAN mit bis zu 10 Gbps
1 x USB 3.2 Gen 1, max. 10 Gbps
2 x USB 2.0, max. 480 Mbps
1 x HDMI (8k)
Kensington Lock
Anschlüsse Front2 x USB-C/Thunderbolt 4, max. 40 Gbps
1 x USB 3.2 Gen 2, max. 10 Gbps
SD Card Reader
BetriebssystemUGREEN UGOS Pro
Maße293 × 258 × 200 mm (L×B×H)
Gewicht8,8 kg (vollbestückt mit 6 SATA-HDDs)
Preisum 1.000 Euro

In der Verpackung befinden sich neben dem NAS selbst das Stromkabel, zwei LAN-Kabel, das Montage- und Befestigungsmaterial sowie ein Handbuch.

UGREEN DXP6800 Pro Verpackungsinhalt

Die Schrauben und den Schraubendreher benötigt man nur, wenn man SSDs verwendet. Herkömmliche 3,5 Zoll-HDDs werden einfach eingeclipst.

Einbau der Festplatten in das UGREEN DXP6800 Pro

Von der Verarbeitungsqualität der Hardware und der gefühlten Wertigkeit war ich schon beim DXP4800 beeindruckt, es hätte mich also sehr überrascht, wenn das beim DXP6800 Pro anders gewesen wäre.

An der Vorderseite des DXP6800 Pro befinden sich zwei Thunderbolt 4-Ports, ein USB-A 3.2 Anschluss sowie ein microSD-Slot für eine passende Speicherkarte.

UGREEN DXP6800 Pro Vorderseite

Auf der Rückseite befinden sich weitere USB-Anschlüsse, die beiden LAN-Ports sowie ein HDMI-Anschluss.

UGREEN DXP6800 Pro Rückseite

An der Unterseite findet man hinter einer Abdeckung die beiden Slots für M.2 SSDs sowie die beiden RAM-Slots. Einer davon ist werksseitig mit einem 8 GB-Modul von Samsung bestückt. Ich habe zu Zeiten, als RAM noch bezahlbar war, ein 32 GB-Modul von Kingston gekauft, um den Arbeitsspeicher zu erweitern, da auf dem DXP6800 Pro virtuelle Maschinen laufen.

UGREEN DXP6800 Pro Erweiterungsschacht für RAM und SSD

Mit wenigen Handgriffen ist das NAS einsatzbereit. Über den Browser startet man anschließend ein kleines Tool, welches das DXP6800 Pro im Netzwerk aufspürt, um sich erstmalig mit ihm zu verbinden. Alternativ kann man auch direkt die App herunterladen.

Beim ersten Start dauert es erwartungsgemäß ein wenig, bis das Betriebssystem „UGOS Pro“ sich erstmalig initialisiert. Währenddessen zeigt eine Animation bereits diverse Tipps zur Einrichtung und Nutzung an.

Initialisierung des UGREEN DDXP6800 Pro

Nach Abschluss der Initialisierung erscheint erstmalig der Desktop. Einsteiger werden hier behutsam an die Hand genommen, indem die wichtigsten Anlaufstellen erklärt werden. Wer direkt loslegen möchte, klickt hier auf „Überspringen“.

Inbetriebnahme des UGREEN DDXP6800 Pro

Die grundlegende Einrichtung, Installation der Apps und weitere wichtige Elemente schauen wir uns dann im zweiten Teil an.



Disclaimer: Die hier vorgestellte Hardware wurde uns vom Hersteller kostenlos überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gab es nicht.

Der Beitrag UGREEN NASync DXP6800 Pro im produktiven Einsatz – Folge 1: Die Hardware erschien zuerst auf Dr. Windows.


Hinweis: Der Artikel wird möglicherweise nicht vollständig angezeigt, eingebettete Medien sind in dieser Vorschau beispielsweise nicht zu sehen.

Artikel im Blog lesen
 
Anzeige
Gerne mehr davon, bin auch gerade dabei mich nach einem neuem Daten Grab umzusehen. Frage von mir schon mal vorab für den zweiten teil: kann ich unterschiedliche Festplatten verbauen oder muss ich immer beispielsweise 6mla die gleiche 10TB Platte nehmen oder geht auch 2x 8TB plus 2x 12TB und 2x 18TB. So könnte ich/man bereits vorhandene Festplatten wiederverwenden 😉
 
2x 8TB plus 2x 12TB und 2x 18TB
Das geht, allerdings hast du dann Beschränkungen bei der Konfiguration.
Bei einem RAID 5 aus den 6 HDDS wird von den größeren HDDs auch nur je 8 TB genutzt werden. Wenn du diese HDDs wirklich verwenden willst (sind die für NAS geeignet?), würde ich dir 3x ein RAID 1 aus den jeweils gleich großen HDDs empfehlen.
 
Ich muss nochmal genau nachschauen, welche Platten ich genau hab, das war jetzt nur ein Fallbeispiel 😉
Ich muss mir auch nochmal genau anschauen wofür die jeweilige Zahl bei RAID steht 🙈
 
Sehr spannendes NAS 😊

Darf ich fragen, was in den VM's läuft? Ich habe auf meinem Synology lediglich HomeAssistent.
Seit Herbst letzten Jahres habe ich mich mit Docker beschäftigt und lasse paperless ngx und jellyfin laufen.
 
Um etwas auszuprobieren, kann man da irgendwelche Platten nehmen. Aber für den verlässlichen Dauerbetrieb schließe ich mich den von Westfale genannten Typen an.
 
Wenn das keine für ein NAS zertifizierten HDDs sind, würde ich davon absehen, sie einzubauen, da hast du auf Dauer keine Freude mit.
Im Prinzip richtig, aber es kommt auch auf das Nutzungsszenario an.

Wir haben eine Synology DS118 als Hauptserver und eine 216j als Tiefkühlschrank im Einsatz.

In der DS118 läuft eine Samsung QVO SSD, und natürlich habe ich da schon warnende Worte von einem Fachmann gehört. Allerdings: Wir nutzen es wirklich nur als zentralen Datenspeicher mit Synchronisierungsfunktion, mit einer wirklich vernachlässigbar geringen Zahl an Löschvorgängen.

Die 216j haben wir schon länger und da sind tatsächlich WD Red HDDs drin. Allerdings dient sie, seitdem wir die SSD-bestückte DS118 haben, wirklich nur noch als Archiv und Backup und wird planmäßig einmal in der Nacht für letzteres hoch- und nach getaner Arbeit wieder heruntergefahren. Bei dem aktuellen Belastungsszenario wären nicht unbedingt dedizierte NAS-HDDs notwendig.
 
Ich muss mir auch nochmal genau anschauen wofür die jeweilige Zahl bei RAID steht
Meine persönliche Wahl für das DXP6800 wäre:
  • 6 identische HDDs (WD Red Plus), konfiguriert als
  • RAID 5 + Hot Spare
Warum?
  • Mit den WD Reds habe ich in bisher zwei Systemen beste Erfahrungen, keine Defekte, schön leise.
  • Ein RAID 5 hat gegenüber anderen RAID-Konfigurationen den geringsten "Platzverlust". Man "verliert" genau den Platz einer HDD, egal aus wie vielen HDDs das RAID 5 besteht.
  • Ein RAID 5 ist bei einer ungeraden Anzahl von HDDs am effektivsten, aus diesem Grund
  • 5 HDD im RAID 5 und eine HDD als heiße Reserve.
 
Auch von mir wird bald noch etwas zu einem der neuen Zettlab NAS-Systeme kommen, könnte auch interessant sein.
Frage von mir schon mal vorab für den zweiten teil: kann ich unterschiedliche Festplatten verbauen oder muss ich immer beispielsweise 6mla die gleiche 10TB Platte nehmen oder geht auch 2x 8TB plus 2x 12TB und 2x 18TB. So könnte ich/man bereits vorhandene Festplatten wiederverwenden 😉
Kommt immer drauf an, was du machen willst, du kannst natürlich auch je 2 Platten ein RAID-Volume anlegen. Funktioniert in jedem Fall. Legst du ein Volume über mehrere unterschiedliche Platten an, wird außer bei JBOD (Keine Ausfallsicherheit, kein Geschwindigkeitsgewinn) immer nur der Teil der kleinsten Platte auf den großen Platten genutzt.
Ich muss mir auch nochmal genau anschauen wofür die jeweilige Zahl bei RAID steht 🙈
Hier die wichtigsten:
0 Nur Striping (Schnell, keine Ausfallsicherheit, Mind. 2 Platten)
1 Spiegel (Kein Geschwindigkeitsgewinn, Ausfallsicherheit, Mind. 2 Platten)
5 1x Parity (Schneller, da Verteilung der Daten über Platten, Ausfallsicherheit 1 Platte, , Mind. 3 Platten)
6 2x Parity (Schneller, da Verteilung der Daten über Platten, Ausfallsicherheit 1 Platte, , Mind. 4 Platten)
Ansonsten gibt es auch Kombinationen wie z.B. RAID 10
Die 216j haben wir schon länger und da sind tatsächlich WD Red HDDs drin. Allerdings dient sie, seitdem wir die SSD-bestückte DS118 haben, wirklich nur noch als Archiv und Backup und wird planmäßig einmal in der Nacht für letzteres hoch- und nach getaner Arbeit wieder heruntergefahren. Bei dem aktuellen Belastungsszenario wären nicht unbedingt dedizierte NAS-HDDs notwendig.
Als ITler würde ich auch eher zu NAS-Platten raten, schon alleine wegen der verlängerten Garantie, aber am Ende geht es natürlich auch mit normalen Platten. Aber: Bitte nicht das Offsite/Offline-Backup vergessen ;)
 
Meine persönliche Wahl für das DXP6800 wäre:
  • 6 identische HDDs (WD Red Plus), konfiguriert als
  • RAID 5 + Hot Spare
Warum?
  • Mit den WD Reds habe ich in bisher zwei Systemen beste Erfahrungen, keine Defekte, schön leise.
  • Ein RAID 5 hat gegenüber anderen RAID-Konfigurationen den geringsten "Platzverlust". Man "verliert" genau den Platz einer HDD, egal aus wie vielen HDDs das RAID 5 besteht.
  • Ein RAID 5 ist bei einer ungeraden Anzahl von HDDs am effektivsten, aus diesem Grund
  • 5 HDD im RAID 5 und eine HDD als heiße Reserve.
Wenn 5+HS, warum nicht gleich RAID 6?
 
warum nicht gleich RAID 6?
Resultat der Abwägung zwischen Vor- und Nachteilen.
  • Die Erhöhung um eine Ordnungszahl (RAID 5 >>> RAID 6) suggeriert eine generelle Verbesserung, dem ist aber nicht so; RAID 6 ist lediglich "anders".
  • Das nutzbare Datenvolumen ist in beiden Fällen gleich.
  • Die Lese- und Schreibleistung ist bei RAID 6 geringer als bei RAID 5.
  • Die Sicherheit ist bei RAID 6 etwas höher als bei RAID 5. Wenn eine HDD ausfällt und ersetzt werden muss, ist bei RAID 6 die Datensicherheit auch während des Wiederherstellungsprozesses noch gegeben, bei RAID 5 nicht. Anders gesagt: Bei RAID 6 dürfen zwei HDD ausfallen, bei RAID 5 nur eine; ein Ersatz sollte aber in beiden Fällen schnell erfolgen, sonst sind alle angestellten Sicherheitsüberlegungen für die Katz.
Alles in allem sehe ich im privaten Umfeld das Risiko, dass ausgerechnet während des Wiederherstellungsprozesses eines defekten RAID 5-Systems eine weitere HDD den Geist aufgibt, als vernachlässigbar gering an (man sollte ja auch ein Backup haben...). Ein schneller Ersatz der defekten HDD ist durch die Hot-Spare-HDD gewährleistet, schneller jedenfalls als bei einem RAID 6-System, bei dem erst ein manueller Eingriff erforderlich ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Super, danke für diese Auflistung. Da ich demnächst selbst vor der Entscheidung stehe, werde ich diese Punkte mit in meine Entscheidung einbeziehen.
 
Oben