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Ugreen Revodok Max 213 ausprobiert: Anschlussfreudiges Thunderbolt 4 Dock

DrWindows

Redaktion
Ugreen Revodok Max 213 ausprobiert: Anschlussfreudiges Thunderbolt 4 Dock
von Martin Geuß
UGREEN Revodok Max Testbericht


Mit dem Revodok Max 213 hat Zubehör-Hersteller UGREEN seit Beginn des Jahres ein neues Flaggschiff unter seinen Docking Stations am Start. Es wirbt mit Thunderbolt 4 und vielfältigen Anschlussmöglichkeiten um die Gunst der Käufer, die dafür allerdings auch tief in die Tasche greifen müssen.

Wie fast alle Thunderbolt 4 Docks kostet auch das Revodok Max 213 eine Stange Geld, die UVP liegt bei 399,99 €, durch einen Rabatt ist es aber bereits reduziert. Das vor einigen Monaten getestete Anker 778 ist vergleichbar ausgestattet und bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau.

Beginnen wir wie üblich mit einem Blick ins Datenblatt.

Technische Daten des UGREEN Revodok Max 213​


An der Vorderseite befinden sich folgende Anschlüsse:

  • 1 x USB-C 3.2 (10 Gbit/s, maximale Leistung 20 Watt via Power Delivery)
  • 2 x USB-A 3.2 (10 Gbit/s)
  • 1 x microSD-Slot UHS-II 4.0
  • 1 x SD-Slot UHS-II 4.0
  • 3,5mm Klinke für Mikrofon, Kopfhörer oder Headset

Anschlüsse auf der Rückseite:

  • 2 x USB-A 3.0 (5 Gbit/s)
  • 1 x DisplayPort 1.4 (max. 8k@30Hz, 2 x 4k@60Hz)
  • 2 x Thunderbolt 4 (15W Ladeleistung, max. 8k@30Hz, 2 x 4k@60Hz)
  • 1 x Thunderbolt 4 Upstream (90W PowerDelivery)
  • 1 x Ethernet (2,5 Gigabit)

Die Maße des Revodok Max 213 sind 15 x 5 x 9,5 cm, wobei es sowohl horizontal als auch vertikal aufgestellt werden kann, entsprechende Gumminoppen sind an zwei Seiten des Gehäuses vorhanden.

UGREEN Revodok Max - Blick auf die vorderen und hinteren Anschlüsse

Beim Auspacken finden wir folgende Komponenten in der Verpackung:

  • die Docking-Station
  • das 180W-Netzteil
  • ein Thunderbolt 4 Kabel
  • eine Kurzanleitung

UGREEN Revodok Max - Verpackungsinhalt

Das Revodok Max 213 steckt in einem massiven und dadurch vertrauenerweckenden Metallgehäuse. Das Gewicht beträgt stolze 780 Gramm, hier hat man also im wahrsten Sinne des Wortes etwas in der Hand. Auf dem heimischen Schreibtisch ist ein Elektronikgerät ja nun eher selten feindseligen Bedingungen ausgesetzt, man hat aber durchaus das Gefühl, dass dieses Dock so einiges aushält.

Was ebenfalls direkt ins Auge sticht, sind die großen Lüftungsöffnungen an den Seiten. Ich bin direkt erschrocken und fürchtete, dahinter könnte gar ein aktiver Lüfter sitzen, das ist allerdings nicht der Fall.

UGREEN Revodok Max Seitenansicht

Das beigelegte Thunderbolt-Kabel ist 80 cm lang. Das ist in meiner persönlichen Konfiguration, wo das Dock auf dem Schreibtisch hinten rechts steht und sich der USB-C-Anschluss an meinem Surface Laptop Studio 2 links befindet, deutlich zu kurz. Ich dachte erst, es sei der pure Geiz, aber UGREEN warnt in der Tat davor, längere Kabel zu benutzen, weil ansonsten nicht mehr die volle Leistung gewährleistet ist.

Dieses Dock dürfte besonders interessant für Fotografen und Filmer sein, die häufig mit Speicherkarten hantieren. An der Vorderseite befinden sich sowohl ein microSD- als auch ein SD-Kartenleser, die beide UHS-II 4.0 mit einer theoretischen Geschwindigkeit von bis zu 312 MB/s unterstützen.

Ebenfalls positiv finde ich die zwei USB-A Ports an der Front, das ist nun mal nach wie vor weitverbreitet. Dass auch die 3,5 mm Klinkenbuchse vorn sitzt, ist bei der gelegentlichen Verwendung von Kopfhörern und Headsets ein Vorteil. Hat man dauerhaft Lautsprecher via Klinke angeschlossen, wie das bei mir der Fall ist, wird diese Position allerdings zum Nachteil, denn das sieht dann gleich weniger aufgeräumt aus und mein innerer Monk dreht am Rad.

Der Vollständigkeit wegen sei erwähnt: In der Produktbeschreibung bei Amazon wird der LG-Monitor LG38WN95C als inkompatibel gelistet (und nur dieser). Ich habe mit dem LG38GN950 ein fast identisches Modell im Einsatz und konnte keine Probleme feststellen. Ich weiß nicht, was es damit auf sich hat.

Nicht im Datenblatt vermerkt, aber auf Nachfrage beim UGREEN-Kundendienst zu erfahren, ist die maximale Leistung der USB-A Anschlüsse. Die hinteren geben maximal 6W (1,2A) und die vorderen 8,5W (1,7A) ab.

Stichwort Leistung: Ich habe es nicht in der Praxis erprobt, aber zumindest theoretisch sollte man das Dock an allen Anschlüssen gleichzeitig maximal auslasten können, das 180 Watt starke Netzteil gibt das her. An ein angeschossenes Laptop gibt das Revodok Max 213 allerdings nur maximal 90 Watt via Power Delivery ab, weshalb mich mein Surface Laptop Studio 2 penetrant ermahnt, dass ich ein zu schwaches Netzteil verwende.

Für ein Fazit bietet es sich an, das Revodok Max 213 mit dem Anker 778 zu vergleichen. Beide Geräte sind die Topmodelle ihrer Hersteller und spielen preislich in der gleichen Liga. Außerdem hatte ich beide Modelle auf meinem Tisch.

Beim Revodok Max 213 gefällt mir die Anschlussvielfalt auf der Vorderseite deutlich besser, das Anker 778 hat hier nur zwei USB-C Anschlüsse zu bieten. Ebenso hat UGREEN bereits das fortschrittliche 2,5 Gbit-LAN an Bord. Im Gegenzug muss man auf Leistung verzichten, via Power Delivery liefert das Revodok Max 213 2x15W und 1x90W, bei Anker gibt es 2x20W und 1x100W.

Das Anker 778 überlässt dem Nutzer die Wahl zwischen HDMI und DisplayPort und kann bis zu drei Bildschirme befeuern, während das Revodok Max 213 nur einen DisplayPort hat und zwei Bildschirme gleichzeitig bedienen kann.

Beim Revodok Max 213 gibt es einen 3,5 mm Klinkenanschluss, den gibt es beim Anker 778 nicht.

Technisch irrelevant, aber je nach der Umgebung, in der es eingesetzt werden soll, dennoch wichtig: Ein Kensington-Schloss kann man am Revodok Max 213 nicht anbringen, dieser Punkt geht dann noch einmal an Anker.

Unter dem Strich würde ich dem UGREEN Revodok Max 213 wegen der Anschlussvielfalt an der Vorderseite und der schnelleren LAN-Schnittstelle den Vorzug geben.

Zu kaufen gibt es das gute Stück bei Amazon. Der Preis beträgt derzeit 319,99 €.

Disclaimer: Enthält Affiliate-Links. Das Testmuster wurde uns von UGREEN kostenlos überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gab es nicht.


Hinweis: Der Artikel wird möglicherweise nicht vollständig angezeigt, eingebettete Medien sind in dieser Vorschau beispielsweise nicht zu sehen.

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@Martin Es gab doch mal einen Surface-Patch in Verbindung mit genau einem Monitor, der irgendein Problem gelöst hat…

Eventuell hat das damit etwas zu tun.

Ich glaub das hatten wir sogar mal in ner News drin, müsste aber auch suchen.
 
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