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Universal Windows Platform: Ein tot gerittenes Pferd?

DrWindows

Redaktion
Windows 10 ist schon seit seinem Start im Juli 2015 ein Betriebssystem, was in vielen Punkten grundsätzlich anders sein sollte wie seine Vorgänger. Noch bevor Apple bei macOS seinen eigenen Sprachassistenten Siri fest integrierte, verankerte Microsoft mit Cortana seinen eigenen...

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Spotify stellt sicherlich einen Sonderfall dar, da man für Desktop und mobile (auf den verschiedenen Plattformen) bereits Apps hatte und in dem Fall offenbar stattdessen schneller damit fertig wurde, die vorhandene TV-App für X-Box zu konvertieren.

Mit Xamarin entwickelt man ja gerade für die UWP-Plattform, insofern ist das kein totgerittenes Pferd. Ein Code für UWP, Android & iOS mit Xamarin, eine Oberfläche mit Xamarin.Forms. Insofern ist für Apps, welche auch die anderen Plattformen bedienen sollen, UWP noch immer erste Wahl. Alles andere sind reine Desktop-Apps - und hier ist und bleibt es offenbar mittelfristig schwierig, Entwickler zu begeistern.
 
Als tot würde ich die UWP hier nicht sehen, es ist jedoch so, das man merkt das MS auch nicht so richtig hinter steht. Dies sieht man vor allem an dem immer noch schlechten Zustand des Stores, wenn ich mir da in Vergleich auf meinem Android Tablet den Google Marketplace angucke, da liegen Welten zwischen. Der Store ist auf dem PC furchtbar lahm und bietet wenige Funktionen, noch dazu ist einiges extrem unübersichtlich.

MS sollte hier zumindest endlich eine brauchbare Version liefern welche es würdig ist...

Bei den Apps verwende ich eine Handvoll aus dem Store, weil diese extrem praktisch für mich sind. Ein großes negativ Beispiel ist hier aber Netflix, welches als UWP App einfach eine Katastrophe ist-.- Bei den Win32 Programmen aus dem Strore sehe ich aber das Problem, das es wie bei Amazons Store so ist, das die Updates zu langsam verteilt werden (z.B. Telegram Messenger).
 
Naja eine richtige UWP kann nur auf die UWP APIs zugreifen die in ihren Rechten tatsächlich sehr stark auf Sicherheit ausgelegt sind. Ich kann als Entwickler beispielsweise nur auf sehr sehr wenige Dateien einfach so zugreifen (alle Dateien in den Bibliotheken und die Dateien im eigenen Installationsverzeichnis) für alles andere brauche ich den User der mir mittels FileOpenPicker mir explizit Zugriff zu Ordnern oder Dateien gibt. Ähnlich verläuft es mit den anderen Apis der uwp.
Die mit project centennial convertierten programme haben zugriff auf die normale win32 api die in der Hinsicht sehr viel weniger restriktiv ist. (Hier kann man in dem Datei Beispiel auf beinahe jede Datei einfach so zugreifen ohne, dass der User eingreifen muss)
Von daher finde ich es aus der Sicht der Sicherheit schon schade wenn UWP irgendwann abgeschrieben würde (auch wenn es für einen Entwickler aufwendiger ist mit den Restriktionen umzugehen)
Hinzu kommt die (gefühlte?) Performance. Da UWPs nicht in einer Runtime Umgebung laufen (.Net Runtime) sondern nativ in binärcode kompiliert werden haben sie den häufig vorkommenden "normalen" .Net Programmen da was vorraus ganz zu schweigen von Webapps die da noch schlimmer sind (habe da auf nem Seminar zu Xamarin mal nen schönen performancevergleich zwischen nativ und Web gesehen)
Ich habe ein kleines Atom Windows Tablet im Einsatz und merke dort den Unterschied zwischen Centennial apps und UWPs recht deutlich und verwende daher auf so vielen Geräten wie möglich UWPs eben wegen der insgesamt (aus meiner Sicht) schöneren Architektur im Gesamtpaket
 
Spotify stellt sicherlich einen Sonderfall dar, da man für Desktop und mobile (auf den verschiedenen Plattformen) bereits Apps hatte und in dem Fall offenbar stattdessen schneller damit fertig wurde, die vorhandene TV-App für X-Box zu konvertieren.

Mit Xamarin entwickelt man ja gerade für die UWP-Plattform, insofern ist das kein totgerittenes Pferd. Ein Code für UWP, Android & iOS mit Xamarin, eine Oberfläche mit Xamarin.Forms. Insofern ist für Apps, welche auch die anderen Plattformen bedienen sollen, UWP noch immer erste Wahl. Alles andere sind reine Desktop-Apps - und hier ist und bleibt es offenbar mittelfristig schwierig, Entwickler zu begeistern.

Das stimmt so aber nicht ganz. Xamarin ist letztlich eine eigenständige Plattform, bei der auch für Windows 10 dann ohnehin mal was hinten runterfällt bzw. runterfallen kann. Das ist für Entwickler bequem und für den Consumer glücklich, wenn er das nutzen (wollen) würde. Deswegen spreche ich aber auch gerade von der Universal Windows Platform in ihrer ursprünglichen Form. Wenn man ohnehin in Zukunft viel besser mit Xamarin entwickeln kann, wozu braucht man dann noch Elemente wie Project Centennial? Mit Xamarin kannst du große Teile der Codebasis für alle relevanten Plattformen weiter verwenden, während du mit Centennial nur Win32-Code in einen .appx-Container sperrst. Für den Gedanken einer plattformübergreifenden Programmierung samt Entlastung bei dem Arbeitsaufwand ist Xamarin also ohnehin deutlich besser.

Die klassischen Universal Apps sind nochmal eine andere Geschichte. Microsoft täte gut daran, diese mittelfristig mehr oder weniger komplett aufzugeben und stattdessen die Integration und Anbindung der freien Webplattform an Windows 10 voranzutreiben. Praktisch machen sie das ohnehin schon, indem sie ihre eigenen Webdienste so intensiv weiterentwickeln, Progressive Web Apps und WebAssembly unterstützen (werden) und im Hintergrund noch mit AI und künstlicher Intelligenz als den neuen Apps experimentieren. Für einen Anbieter wäre es ungleich zeitsparender und schneller, wenn er seine vorhandene Webanwendung dann nur noch auf entsprechende Webstandards wie Web Notifications, die bei uns dann im Infocenter auftauchen, hin optimieren müsste.
 
Für Anwender der nur den Store nutzt, um Apps einfach installieren- und deinstallieren zu können, ist es egal ob es sich dabei um eine UWP oder konvertierte App handelt. UWP-Apps auf der Xbox haben Sinn, jedoch muss man derweil unterscheiden (als Entwickler wie auch als Nutzer) was man möchte. Eine UWP bietet die Möglichkeit den für manche Entwickler zeitaufwendigen Weg zur Entwicklung einer "echten" Xbox-App zu umgehen. Dies ergibt Sinn, wenn die Anwendung keine spezielle, für den großen Bildschirm zugeschnittenen Interfaces, benötigt. Sehr wohl ließe sich auch das bewältigen, nur ist der Zeitaufwand, die UWP weitestgehend an die optimale Controller Nutzung anzupassen dann so groß, das es sich für 90 Prozent der UWP Apps nicht lohnt. Wer das Wissen hat eine richtige Xbox-App zu Erstellen, welche auf anderen Geräten keinen denkbar großen Nutzen hervorbringen würde, geht dann diesen Weg. Der Vorteil hierbei ist die optimierte Anpassung an sowie die hervorragende Bedienbarkeit. Das ist es letzten Endes wohl auch was Spotify dazu bewogen haben dürfte.

Eine UWP bietet in gewissermaßen Vorteile, doch eine zielgerichtete Entwicklung, zugeschnitten auf ein bestimmtes Gerät, bietet bekanntlich die beste Nutzererfahrung.
 
Dass klassische Apps und lokale Anwendungen ihre Bedeutung verlieren ist ja nun
wirklich keine Neuigkeit.
Die Zukunft liegt bei den Web-Apps, die auf Cloud-Plattformen und deren Diensten
basieren/laufen und bei dem das lokale OS/Hardware keine Rolle mehr spielen, weil
die Anwendungen im Browser laufen. Eine Cloud-Web-App hat aber nur noch wenig
mit den alten Webseiten die man bei einem Webhoster uploaded zu tun...das ist eine
andere Liga.
Denn genau genommen, könnte ich eine HTML-Seite(die allseits bekannte INDEX.HTML)
einer Cloud-Web-App auf folgende Zeilen reduzieren

Code:
<html>
<body>
<script> google.script.run.myfunction()</script>
</body>
</html>

Der Rest ab "myFunction()" läuft dann komplett auf den Servern von Google....mit schier
unendlichen Resourcen und Performance.
 
Dirk Ruhl schrieb:
Für Anwender der nur den Store nutzt, um Apps einfach installieren- und deinstallieren zu können, ist es egal ob es sich dabei um eine UWP oder konvertierte App handelt. UWP-Apps auf der Xbox haben Sinn, jedoch muss man derweil unterscheiden (als Entwickler wie auch als Nutzer) was man möchte. Eine UWP bietet die Möglichkeit den für manche Entwickler zeitaufwendigen Weg zur Entwicklung einer "echten" Xbox-App zu umgehen. Dies ergibt Sinn, wenn die Anwendung keine spezielle, für den großen Bildschirm zugeschnittenen Interfaces, benötigt. Sehr wohl ließe sich auch das bewältigen, nur ist der Zeitaufwand, die UWP weitestgehend an die optimale Controller Nutzung anzupassen dann so groß, das es sich für 90 Prozent der UWP Apps nicht lohnt.

Eine UWP bietet in gewissermaßen Vorteile, doch eine zielgerichtete Entwicklung, zugeschnitten auf ein bestimmtes Gerät, bietet bekanntlich die beste Nutzererfahrung.

Wobei das sich direkt ändern könnte, sobald die Xbox Maus+Tastaturunterstützung erhält dann könnte man die Xbox in Kombination mit UWPs als Spielekonsole mit PC Funktionen verkaufen
Das Interface als Entwickler anzupassen ist nicht so aufwendig man muss im Prinzip soweit ich weiß nen switch umdrehen und die Elemente so anordnen, dass man mit Rauf Runter Links Rechts den Fokus drauf legen kann (ich denke jetzt an einfach Apps mit Listen usw.) da das UWP Framework sowieso schon von Haus aus sehr gut Oberflächen skaliert
 
Ich finde es wirklich schade, das uwp nicht wirklich aus den hufen kommt. Ich bin selbst vom mac zum pc gewechselt, da mich dieses Konzept echt überzeugt hat... Und programmieren lässt es auch echt gut... Aber natürlich kann mf s an damit (noch) nicht als machen wir mit win32, was ich tendenziel begrüße. M.m.n. Wäre es wichtig ms würde hier mehr pushen und ihr eigene Plattform fördern. Es ist ja toll, dass alles opensource ist und alles angeboten wird... Vielleicht einfach ein wenig zu viel?
 
Also grundsätzlich ist UWP nichts anderes als ein modernes Paradigma Applikationen für Windows zu erzeugen. Für wen ist das interessant? Nicht so für Spotify (und viele andere), weil die ja schon eine Applikation haben oder gar mehrere für verschiedene Plattformen. Wenn Hersteller früher vor 15 Jahren eine Applikation mit Win32 API und C++ geschrieben haben, war deren Not diese Applikation jetzt mit dem damals neuen .Net Forms neu zu entwickeln auch eher überschaubar. Auch wenn es da neue Features gab, und neuere Technologien ist eine Portierung mal grundsätzlich mit Arbeit verbunden, die genau 0 neue Features für User bringt.
Interessant ist es eher dann, wenn ich eine neue Anwendung schreiben möchte. Da kann ich mir überlegen, wen ich aller wo erreichen will und welche Technologie ich dann verwende.
Das hat auch Microsoft inzwischen erkannt und mit dem Ziel, dass der Windows Store zu irgendwas brauchbar ist, die Centennial Bridge entwickelt. Es können bestehende Anwendungen mit vergleichseiwese geringem Aufwand in den Store gestellt werden, ohne das UWP Modell komplett übernehmen zu müssen.
Der Store wiederum ist an ein Deployment-Pattern - dem APPX Container, sowie dem Ausführen von Anwendungen in einer Sandbox gebunden.
Währen APPX nur ein Paketierungsformat darstellt (also im Wesentlichen eine ZIP Datei die alle Daten enthält und damit auch eine "Stinknormale" EXE) ist die Sandbox eine Umgebung, in der eine Applikation mit bestimmten Berechtigungen und Einschränkungen lebt. UWP Apps verwenden hier die Windows Runtime, eine auf COM basierende Technologie. Es wurden hier im Gegensatz zu klassischen Applikationen zusätzliche Modelle eingebaut, die Zugriff aus Ressourcen und das System massiv einschränken. Diese Einschränkungen der Sandbox gelten im Groben (hier fehlt mir etwas Detailwissen) auch für Win32 Anwendungen die mit Centennial installiert werden.
Soviel zum Windows Store und UWP. Bzgl. "Wahl der Technologie" ist Xamarin lediglich eine Möglichkeit zur Wiederverwendung von Code auf mehreren Plattformen. Das hat mit UWP nichts zu tun. Xamarin ist ein (mehr oder weniger) neuer Name für Mono auf mobilen Plattformen (Mono.Droid und Monotouch). Basis ist primär die Verwendung von .Net zur Entwicklung von Android und iOS Anwendungen. Xamarin.Forms abstrahiert das noch eine Stufe mehr und lässt damit Code per Meta-UI-Framework noch besser wiederverwenden, wobei man dazusagen muss, dass man hier meiner Meinung nach zu viele Kompromisse eingehen oder Aufwand reinstecken muss um wirklich gute Apps zu entwickeln. Wie gesagt, das hat nix mit UWP zu tun, da (reines) UWP ja quasi schon .Net ist und daher kein Binding auf .Net mehr erfolgen muss. Xamarin kann insofern UWP nicht ablösen, da UWP ein "Zielsystem" von Xamarin wäre und nicht Ersatz.
Wenn ich also als Entwickler eine neue App schreiben möchte, muss ich mich zunächst fragen, wo meine User sind. Wenn ich sehe, dass diese unter Windows sind, werde ich mich eventuell entschließen für diese Zielgruppe eine Applikation zu schreiben. Wenn meine User auch auf anderen Systemen sind, werde ich möglichst versuchen Code wieder zu verwenden und. z.B. Xamarin einsetzen. Während ich unter iOS und Android immer den Weg über den Store nehme, kan nich unter Windows entscheiden, ob ich den Store wähle oder nicht. Wähle ich nicht den Store kann ich keine UWP Anwendung schreiben und muss z.B. WPF verwenden (wie gesagt, auch das wäre mit Xamarin vereinbar - Technologie ist ja .Net (Framework)) oder irgendetwas anderes. Wenn ich in den Store möchte, kann ich entweder eine "klassische" Anwendung schreiben und mich der Sandbox unterwerfen oder eine UWP Applikation, deren API bereits auf die Sandbox ausgelegt ist.
Ist UWP ein totes Pferd? Weil nicht jede Applikation mit einem Hurra neu geschrieben wird wenn es sie schon gibt? Nein, finde ich definitiv nicht. Spotify wäre wahnsinnig gewesen, hätten sie anderes agiert! UWP ist eine (mögliche) Zukunft ausschließlich für neue Windows Anwendungen. UWP ist für ein Leben in der Sandbox entwickelt worden und bietet zusätzlich Entwicklerfeatures wie z.B. die Eingabemethoden, das moderne Adaptive-UI-Framework, Composition, Built-In ARM Unterstützung, Performance ... die über die offensichtlichen User-Features (Live-Tile) hinausgehen. Es kommt natürlich auf die Applikation an, aber wenn ich eine neue Applikation schreiben würde und diese halbwegs gut aussehen soll, gäbe es für mich nicht viele Gründe diese als "klassische" Applikation zu schreiben und dann über Centennial in den Store zu stellen. Als User sollte man sich da eigentlich keine Gedanken machen müssen - genauso wenig wie wenn eine Applikation in Java, .Net oder MFC geschrieben ist. Der Centennial Weg ist ein sehr pragmatischer, finde ich. Man möchte über den Store und die Sandbox auf längere Sicht das Applikationsmodell und Sicherheitsmodell von Windows verbessern - Centennial lässt Anwendungen da ohne groben Aufwände mitmachen.
Bzgl. Sicherheit der Sandbox ist es natürlich niemals gewollt, dass hier eine Anwendung "ausbricht". Dass es vorkommen kann ist eine Gegebenheit, da Software nicht zu 100% sicher ist, zumindest sollte man nicht davon ausgehen ;)
Über den Store existiert allerdings zumindest eine Kontrollinstanz die mutwillige Angriffe einschränken kann/könnte.
 
Meine Rede...

UWP ist tot. Es war von Anfang an eine Totgeburt. Ohne die Mobile Plattform macht UWP auch überhaupt keinen Sinn mehr. Die XBox beherrscht grundsätzlich alle x86_x64-Anwendungsportierungen über Centennial. Die Hobo-Lens ist längst auch ein Fall für's Dixiklo. Kurzum, bei den mobilen Devices ist UWP im Grunde unverzichtbar (weil alleinige Basis) und hätte - bei deren Erfolg - auch insgesamt einen UWP-Push in den desktopnahen Bereichen versuchen ausgelöst. Mobil bzw. desktopfern hat es Microsoft aber grandios versemmelt - von der Smartwatch über das Smartphone bis hin zur VR-Brille. Flop über Flop. MS kann es einfach nicht.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
ich kenn mich technisch zwar nicht im Detail aus, aber so wie ich das bisher verstanden hatte ist UWP nicht zwingend nur die klassische native StoreApp wie z.B. die dr.Windows-App oder myTube! etc. Auch Project Centennial und co KG sind letztlich Teil der Universalen Windows Plattform und können, so gewünscht, auch nur Teile dieser Platform nutzen. So z.B. WindowsHello, Cortana, LiveTiles, Benachrichtigungen etc. Dabei muss die App / das Programm nicht komplett um- oder neugeschrieben werden sondern es wird eher ergänzt um so im Extremfall, so der Entwickler will, eine komplette "UWP-App" wie die von dr.Windows oder myTube daraus zu schmieden. Wenn nicht sollte der Zwitter die Vorteile von beiden Systemen (klassische Win32 und neue Store/UWP-APIs) nutzen können. So oder so ist Micrsoft alles recht. Und warum auch nicht? Damit profitiert auch der Nutzer am schnellsten und am meisten! Wenn Progressive Web Apps dazustoßen ist das doch durchaus auch positiv zu sehen.

Ich sehe das nicht als Scheitern von UWP sondern eher als eine Weiterentwicklung.

Für mich am enttäuschendsten ist Cortana, da eine Verbesserung und tiefere Integration in meinen Workflow abseits der Suche im Startmenü nicht vorhanden ist. Auch die deutsche Anpassung lässt sehr zu wünschen übrig auch wenn ich neulich mal einige neue Befehle entdeckt habe, bei denen manches auch sehr unterhaltsam ist. Mehr jedoch nicht. Eine "Persönliche Assistentin" ist sie noch lange nicht. Stören tut mich das allerdings nicht. Wenn MS das hinbekommt, schön; wenn nicht, auch okay.
klassische Universal Apps nutze ich tatsächlich einige täglich und auch sehr gerne, da ich es einfach komfortabler finde als immer alles über den browser machen zu müssen (das ist sowas von 2000 ^^): MSN News, MSN Wetter, myTube!, drWindows, WindowsCentral, Mail, Kalender, OneNote, MS ToDo, FitBit, GroverPro, MoneyTracker, Netflix, Xing und ja sogar Edge (seit Adguard und wg dem dark Theme).
Ich weiß dass ich damit wohl ein Einzelfall bin aber für mein berufliches Umfeld würde ich definitiv noch deutlich mehr Apps benötigen, hier sehe ich keine Alternativen von Win32. Zumindest nicht mittelfristig.
 
Man muss bei UWP vielleicht die Technik und Wahrnehmung unterscheiden. UWP ist Bestandteil von Windows 10 und kann somit niemals "tot" sein, zumindest technisch nicht. Was mit dem Begriff UWP aber untrennbar verbunden ist, ist jene Vision, mit der Microsoft Windows 10 damals an den Start geschickt hat: Ein Windows für alle Geräte.

Da muss man nach zwei Jahren eben ernüchtert feststellen: Windows 10 ist ein PC-Betriebssystem und sonst nichts. Die Vision von der einen App, die ich auf meiner Smartwatch, meinem Kühlschrank, meinem Telefon, meinem PC und meinem Fernseher sofort wiedererkenne und deren Bedienung mich nahtlos über alle diese Geräte "verfolgt", ist bisher nicht einmal ansatzweise wahr geworden. Im Gegenteil, man hat das Gefühl, dass sich die Realität immer weiter davon entfernt. Das sollte ja letztlich der große Vorteil der UWP sein - davon ist bislang nichts geschehen, und meine Hoffnung, dass sich das in Zukunft ändern könnte, schwindet von Tag zu Tag.
 
Jo, sie haben es wieder geschafft. Es hätte schon Vorteile gehabt, aber das klassische Programm-System bot noch lange Vorteile, UWP musste erst Funktionen nachgereicht bekommen und ist immer noch nicht gleichwertig mit klassischen Programmen.

Zudem ist die Verbreitung kleiner, den Code kann man nicht so leicht übertragen auf andere Plattformen wie beworben, das alles überzeugte damals nicht richtig, auch wenn ich es mochte, und wird jetzt auch kaum mehr anlaufen.

Mal sehen, was für ein Frankenstein daraus wird oder ob der Store in heutiger Form irgendwann verschwindet und gekaufte Apps weg sind.
 
Ich sag nur. Nicht mal die supportmitarbeiter von ms kennen die Abkürzung Uwp wenn man bei OneNote Problemen den Support braucht muss man denen erstmal erklären was man mit OneNote uwp meint...?
 
Die UWP und auch schon die WP-Plattform sind meiner Meinung nach daran gescheitert, das sie neue proprietäre Technonologien von den Entwicklern vorraussetzen. Ich selbst bin C++- und Java-Programmierer. MS wirft uns Windows-Programmierern alle paar Jahre eine neue Technologie vor die Füße. Neben der dauerhaften Win32- und MFC-API, gibt es immer wieder was neues: WinForms, Silverlight, WPF, Metro und jetzt soll man UWP lernen.

Das Problem ist gar nicht diese Technologien zu verstehen. Aber um effiezient eine Anwendung zu entwickeln, die wirklich gut ist, muss man trotzdem Erfahrung (Fallstricke und Vorteile) mit diesen Technologien sammeln. Aber bei jeder neuen Windows-Version ist eine API deprecated und man soll doch bitte die nächste lernen.

Bei einer Plattform, die auch noch wenig User hat, wird man als Entwickler sich dieses zweimal überlegen, ob man seine Zeit investiert.

Die iOS- und Android-Plattformen haben hier viel mehr Kontinuität. Die Investitionen sind viel sicherer. So sicher wie die Win32-API.
 
"Auf der Build 2017 hat man mit neuen Features wie Windows Timeline ohnehin gezeigt, dass die neue Strategie lautet, iOS und Android im Auge der (bitteren...) Realität näher an Windows 10 zu binden und die Zusammenarbeit damit deutlich zu verbessern."

derzeit 14.8.17 im deutschem Microsoft Store der Link "Suchen Sie nach Nokia-Handys? Auf der Nokia Website erfahren Sie mehr über die neuesten Mobiltelefone von Nokia"

Für viele Anwender wäre Windows mobile auf dem Tablet das bessere Betriebssystem ohne irgend eine Anpassung. Viele Apps laufen ja schon sowohl im Hoch- als auch im Querformat.
 
derzeit 14.8.17 im deutschem Microsoft Store der Link "Suchen Sie nach Nokia-Handys? Auf der Nokia Website erfahren Sie mehr über die neuesten Mobiltelefone von Nokia"
Das hat nichts mit neuer Strategie zu tun. Es wurde einfach so lange geschlampt, die Homepage zu aktualisieren, bis der Link wieder aktuell war :p
 
Martin schrieb:
Das hat nichts mit neuer Strategie zu tun. Es wurde einfach so lange geschlampt, die Homepage zu aktualisieren, bis der Link wieder aktuell war :p

Trifft es.

M. E. reicht für viele Anwender Windows mobile auf dem Tablet ohne irgend eine Anpassung aus. Viele Apps laufen ja schon sowohl im Hoch- als auch im Querformat.
 
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