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Unterschiede in der Formatierung MS Office u. LibreOffice

rupipc

treuer Stammgast
Servus!
Die Idee einer europäischen Lösung gefällt mir.

ABER:
Zitate aus dem Artikel
>der Office-Teil stammt mutmaßlich von Collabora Online, welches wiederum auf LibreOffice basiert<
>Die Kompatibilität mit den MS Office-Dateiformaten ist gegeben<
>dass die volle Kompatibilität entscheidend davon abhängt, wie komplex die Dateien sind<

Ich habe gerade mal LibreOffice_26.2.0_Win_x86-64 installiert und ein Word-Dokument damit geöffnet.
Formatierung gab es bei Überschriften, ansonsten Text und ein paar Bilder.

Mein Word-Dokument hat 110 Seiten mit 35.500 Wörter
Das Writer-Dokument brachte es auf über 2.000 Seiten bei ähnlicher Wörteranzahl.

Aus der farbigen Überschrift wurde "schlichtes Schwarz" - siehe Screenshots

Screenshot 2026-03-09 110327.jpg Screenshot 2026-03-09 110445.jpg

Wenn das bisschen Formatierung schon "komplex" ist, dann werde ich mich damit nicht näher befassen.
LG
rupi
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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@rupipc: Diese Importfehler mit der Grafik dürfte es mit jedem Programm geben. Hast du es mal mit Free Office versucht? Der Unterschied in den Seitenzahlen ist so nicht nachvollziehbar. Meistens weist es auf Layoutprobleme beim Erstellen hin. Muss es aber nicht. Ich vermute mal, du kannst dieses Dokument nicht rausschicken (als PN oder so).
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich bin von LibreOffice wirklich positiv überrascht bis auch ein paar Zeilenumbrüche sind die meisten Docx Dokumente bei mir Problemlos nutzbar. Das die Grafikelemente von Microsoft nicht richtig funktionieren, überrascht mich Erlich gesagt nicht, das hat noch nie in einem anderen Programm funktioniert.
 
Aus der farbigen Überschrift wurde "schlichtes Schwarz" - siehe Screenshots
Vielleicht liegt es auch daran, dass das Beispiel doch eine eher komplexere Formatierung zeigt (wenngleich nur bei der Überschrift). Möglich wäre auch das verwendete Dateiformat.

Ich habe ebenfalls den Test gemacht: 313 Seiten, davon auf jeder Seite zwischen zwei und vier Grafiken (= Screenshots) und etwas Text (Datumsangaben und kürzere Beschreibungen).
Im Word-Dokument befanden sich übrigens knapp über 1.000 Grafiken.

Der Text wurde in LibreOffice Writer geladen und danach im gleichen Word-Format (.doc, ich verwende kein .docx) gespeichert. Writer verbrauchte zur Speicherung sogar 46 KB weniger Platz. Überraschend war, dass die Speicherung unter Writer sehr schnell von sich ging. Die von Writer erzeugte Kopie des Word-Textes ließ sich danach von Word anstandslos öffnen.

Allerdings muss ich zur Ehrenrettung von beiden Programmen anmerken, dass es sich hier um Word 2010 (32 Bit) und LibreOffice 25.8.4.2 handelt.
 
Der Text wurde in LibreOffice Writer geladen und danach im gleichen Word-Format (.doc, ich verwende kein .docx) gespeichert. Writer verbrauchte zur Speicherung sogar 46 KB weniger Platz.
Dann entzippe mal deine ODF-Datei. Wenn ich mich nicht irre, legt LO keine Schriften in seinen Dateien ab.
 
Aus der farbigen Überschrift wurde "schlichtes Schwarz" - siehe Screenshots

Anhang anzeigen 291016 Anhang anzeigen 291017
Das sieht mir nicht nach ein „bisschen Formatierung“ aus; ich denke eher, das ist WordArt. Und wenn ein Programm eine Funktion nicht hat (grafische Textmalereien fehlen bei LibreOffice), kann es so etwas auch nicht rendern und schon gar nicht bearbeiten.

Daraus folgt: Damit eine hundertprozentige Kompatibilität zu jeder Feinheit jedes Office-Formats gewährleistet ist, muss das alternative Programm im ersten Schritt absolut alle Funktionen der MS-Office-Programme nachbilden können.

Ich hatte neulich ein langes Gespräch mit Thorsten Behrens von Collabora (Mitgründer von The Document Foundation) zum Thema Dateikompatibilität. Es gibt einen Haufen Gründe, warum das nie zu 100 % funktionieren kann (und übrigens auch MS-Office OOXML nicht vollständig kompatibel zu sich selbst ist; abhängig von der jeweiligen Office-Version).

Aber ja, wenn stylische WordArt-Texte oder bestimmte DTP-Funktionen (z. B. Inline-Beschnitt von Grafiken) ein Kriterium sind, ist ein Weggang von MS Office eben nicht möglich. Für die meisten professionellen Anwender liegen die Probleme aber eher woanders, zum Beispiel der doch deutlich größere Funktionsumfang von Excel vs. Calc, Workflow-relevante VBA-Makros, COM-Add-ins in Outlook oder steinzeitliche Access-Lösungen.

Dass nicht alle umsteigen können (und sehr viele eigentlich nicht wollen), ist klar. Viele können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dass nicht alle umsteigen können (und sehr viele eigentlich nicht wollen), ist klar. Viele können.
Das dürfte die Problematik am ehesten beschreiben.

Um bei meinem Beispieltext zu bleiben. Müsste ich die Beschnittfunktion von LibreOffice Writer zur Bearbeitung eingefügter Grafiken verwenden (müssen), hätte ich wahrscheinlich schon verzweifelt. Ähnlich ist es beim Programm von Softmaker. Auch diese Anwendung macht die Bearbeitung von Grafikelementen unnötig kompliziert.
Aber auch Microsoft hat diese Funktion im Laufe der Versionen nicht unbedingt vereinfacht. Für mich ein Grund, weiterhin mit der Version 2010 (offline) zu arbeiten.
 
In Impress bzw. Draw von Libreoffice finde ich das Handling der Grafiken weniger nervig als im docx - Format. Hat halt den Unterschied, dass es sich nicht um einen Fließtext handelt. Ein bilderbuchartiges Dokument, wo die Bilder und Textfelder an fixen Positionen gesetzt werden, geht ganz gut.
 
Frage, bitte:

Ich habe vor kurzer Zeit mal gelesen, dass es zu Formatierungsproblemen kommen kann, da die Standardschriften von O365 aus lizenzrechtlichen Gründen in LO (und Konsorten?) nicht installiert und genutzt werden könne. Und dass es dafür extra frei zu nutzende und ähnlich klingende Schriftfonts gäbe, deren Abmessungen der einzelnen Zeichen genau den O365 Zeichen entsprächen.

Ok, das war jetzt alles extrem vage. Aber weiß vielleicht jemand, auf was ich da raus möchte? Welche Fonts da noch nachinstalliert werden sollten?
 
Wenn man sich mit Arial & Co. zufrieden gibt, dann kann man ein Paket mit diesen Schriften herunterladen und überall nutzen. Leider weiß ich die Quelle nicht mehr. Man ist allerdings auf diese "Uralt"-Fonts, welche es schon in den Windows-Versionen mit DOS-Unterbau gab, beschränkt.

Hier gibt es (offenbar) Originalfonts zum Download (Serifen und serifenlose Exemplare). Vielleicht findest Du etwas passendes.

Ansonsten fällt mir noch ein, dass das Softmaker-Officepaket häufig genutzte Schriften wie Calibri und Konsorten nach der Installation verfügbar macht. Diese könnten dann systemweit genutzt werden.

Edit: Hier ein Online-Tool zum Schriftenvergleich. Freefonts sind auch verfügbar.
Quelle
 
Zuletzt bearbeitet:
@JCR: Ohne jetzt Ratschläge zur illegalen Verwendung von Schriftarten geben zu wollen, so dürfte es dem Normalanwender – sofern dieser überhaupt in der Lage ist, verschiedene Arten von Schriftfamilien und -schnitten zu unterscheiden bzw. sich damit zu beschäftigen – völlig egal sein, ob es sich um freie oder geschützte Schriften (= Software) handelt. Da werden ganz einfach Schriften aus Windows unter Linux installiert und LibreOffice hat diese dann auch zur Auswahl und sie werden auch verwendet. Dann sieht das Layout auch unter Linux wie bei Windows aus.
Ich möchte gar nicht wissen welche Schriftarten von wie vielen Anwendern (ohne es zu wissen oder sich darum zu kümmern) ohne gültige Lizenz verwendet werden. Hier gilt wie immer – wo kein Kläger, da kein Richter.
 
Hier gilt wie immer – wo kein Kläger, da kein Richter.
Wer und wo sollte denn auch ein Kläger sein? Was ein Anwender (selbst ein Unternehmen) intern macht z.B druckt, ist schon mal völlig außen vor. Dass jemand allen Ernstes Webseiten auf Verletzung von Urheberrechten von Schriftarten forensisch abklappert dürfte der Jackpot im Lotto wahrscheinlicher sein.
Es gibt zwar Abmahnhyänen im WWW aber die haben andere weit einfachere und lohnendere Jagdgründe.
 
Monotype ist ein Sonderfall
https://www.anwalt.de/rechtstipps/font-abmahnungen-von-monotype-262385.html

Viele Unternehmen und Agenturen erhalten derzeit Zahlungsaufforderungen rund um die Nutzung und Einbettung von Schriftarten durch die Monotype GmbH bzw. deren internationale Dachgesellschaft Monotype Imaging Holdings Inc., die als globaler Anbieter und Lizenzgeber digitaler Schriftdateien auftritt. In diesen Schreiben wird oft behauptet, dass eine Lizenzverletzung vorliege und hohe rückwirkende Gebühren oder laufende Zahlungen fällig seien. Für betroffene Unternehmen stehen hohe Zahlungsforderungen im Raum.

Haben sich anscheinend darauf spezialisiert das WWW (vermutlich per KI ) abzugrasen und abzumelken
KI eröffnet neue Einnahmequellen
 
Zuletzt bearbeitet:
ot:

Monotype GmbH, Berlin
. Die weltweite Vermarktung der Schriftenbibliothek der früheren Linotype-Hell AG durch Lizenzierung der Marken und Geschmacksmuster sowie durch Verschaffung von sonstigen Nutzungsrechten daran, insbesondere unter Benutzung der Markenzeichen "Linotype" und "Linotype Library", bildet einen weiteren Schwerpunkt der Geschäftsaktivität.
Linotype: Fonts für Desktop, Web und vieles mehr
Ab dem 28. März 2024 sind Linotype-Schriften nun über Monotype Fonts oder MyFonts.com erhältlich. Ihre Kundenhistorie bleibt erhalten und wird auf MyFonts* verfügbar gemacht.
So wird es schon deutlicher, was hier abgeht
 
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