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Am Puls von Microsoft

Update-Chaos ohne Ende: Zweites Sonderupdate für Windows 10 zurückgezogen

bx33

gehört zum Inventar
dem Klick widerstehenden
ich weiß, dass viele Leute immer gleich das neueste Telefon haben müssen, die neueste App oder Trend folgen müssen, und so auch an ihrem Rechner agieren. Aber so, wie die Geräte die ersten drei bis sechs Monate heutzutage noch unfertig sind, Anwendungen (siehe z.B. Clubhouse) erst im nachhinein auf Datenschutz überprüft werden, so sind eben auch Updates nicht immer fertig, wenn sie fertig sein sollten.
Soweit ich weiß, ist das optional, und ich wüsste nicht, dass damit eine zero-Day Lücke gestopft wird. Also muss man ggf mal sich selbst fragen, warum man eigentlich überall draus klickt, alles unbedingt als erster braucht.

Bei mit jedenfalls liegt das Update immer noch in der Warteschlange.
Bei den Kunden stehen die ebenfalls als wartend. Na und?
Nur Testgeräte sind bei mir versorgt worden, wobei ich ja bis jetzt nirgends (fast leider) Probleme hatte. So kann ich nicht selbst prüfen, wann die Korrektur mit der Lösung kommt.
Aber wenn ich auf Heise etc. lese, dass da irgendwelche Admins hunderte Geräte korrigieren müssen, habe ich wirklich wenig Mitleid. Das Probleme ist nämlich neben dem Update vor allem Ihre Arbeitsweise.

Übrignes ist mein Einspielverhalten nicht nur bei Windows so konserativ, auch iOS, Mac-OS und auch Android, Switchupdates, Synologyversionen etc etc lasse ich ein paar Tage liegen, erst recht, wenn es ein Produktivgerät ist.
Ich sage deswegen nur (gewiss etwas provokant): selber Schuld liebe Generation oneklick.
 
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areiland

Computer Legastheniker
Wenn ich auf die Supportseite meines Druckers gehe, wird mir da ein Treiberpaket für Windows 10 und eines für macOS 11 angeboten, ebenso wie für alle anderen Versionen. Gleiche Grundvoraussetzungen also bei beiden Systemen.
Sind für MacOS auch Treiberversionen verfügbar, die vom System nicht mehr unterstützt sind und die deshalb auch nicht mehr installiert werden sollten? Das war meine Frage! Die pauschale Aussage "es gibt ein Treiberpaket für Windows 10 und MacOs 11" beantwortet meine Frage nicht.

Denn zumindest bei der Bluescreenproblematik lag es an veralteten Treibern der v3, die durch v4 Treiber ersetzt waren. Windows 10 hatte diese Treiber auch durch seine Automatik gegen die aktuellen Versionen ersetzt, soweit verfügbar. Es war ja auch schon früher so, dass es zu Updateproblemen kam, weil an veralteten Treiberversionen festgehalten wurde.
 

Uwi58

gehört zum Inventar
Hallo, ich denke mal, dass die meisten Normal User von den Problem gar nichts mitkriegen. Kenne einige Leute, die hauptsächlich froh sind, dass die bisherige Benutzung vom Rechner ohne Absturz funktioniert. Auf Anfrage kommt oft: " Kiste rödelt für meine Zwecke genug. "
Gruß Uwi58
 

OliverL

gehört zum Inventar
Die Probleme gehen auf mehrere Hersteller zurück, nicht nur Kyocera. Außerdem erklärt das nicht, warum Microsoft von seiner sonstigen Norm abgewichen ist und unbedingt ein kumulatives Update für den Kram veröffentlichen musste. In früheren Fällen wurden die Hotfixes erstmal nur im Update Catalog bereitgestellt, wäre es damit dann zu Problemen gekommen, wäre der Schaden wesentlich überschaubarer gewesen und man hätte das Update nicht mit der heißen Nadel aus der Tür treten müssen.

Natürlich kann niemand erwarten, dass Microsoft jede mögliche Konfiguration durchtestet, speziell da es sich bei dem Problem vor allem um Netzwerkdrucker in Unternehmen gehandelt haben dürfte. Hätte der Fix über den Update Catalog aber keine wesentlichen Auffälligkeiten gezeigt, hätte es vollkommen ausgereicht, ihn einfach im nächsten C/D-Update zu integrieren und ihn dann allen zugänglich zu machen. So wäre der Schaden wahrscheinlich wesentlich geringer ausgefallen.
Was meinst du mit "dem Kram", Sicherheitsupdates? Vermutlich ist ein solches Schuld, oder hast du präzise andere Informationen? Die Updates sind auch zuvor auf -zig Tausenden Computer, auch in Partnerunternehmen, getestet. Kernelmodus-Druckertreiber hingegen wurden ab Windows Vista (!) obsolet und gefährlich und dort vermutlich auch schon seit 10+ Jahren nicht mehr im Einsatz. Netzwerkdruckertreiber hat heutzutage jeder auch zu Hause im Einsatz, Stichwort Anbindung nicht via USB sondern (W)LAN für alle Clients. Welche Druckertreiber und -hersteller sind betroffen, von denen du schreibst? Mir sind bis jetzt nur Kyocera und Ricoh bekannt, und eben auch nur uralte und sehr gefährliche Kernelmodus-Treiber-Technologien.
Ich habe nur indirekt von einem einzigen meiner Kunden erfahren, dass er ein Problem mit einem Ricoh hatte, der dann mit einem anderen Treiber behoben werden konnte. Kein Wunder...
Ich selektiere meine Druckerempfehlungen schon ewig auch nach der Treiber-Qualität. Kyocera ist da bei uns schon vor weit über 10 Jahren rausgeflogen, weil sie für ein gar nicht so altes aber kleines Modell tatsächlich für das aktuelle Windows keine Treiber mehr herausgebracht haben, der Drucker damit zu Elektronikschrott wurde - so wie für mich dadurch gleich die ganze Firma.
Schaue ich mir hingegen bei Brother an, dass ich schon über die Webseite im Drucker mit nur einem Klick direkt auf die passende Download-Seite genau dieses Modells komme, die Treiber selbsttätig anzeigen, wenn es neuere Versionen von Treibern oder Software gibt und diese auch automatisch (nach Bestätigung) herunterladen und installieren, dann weiß ich, warum Brother-Druckertreiber z. B. nicht betroffen sind... Es mag also durchaus sein, dass durch die veralteten Druckertreiber gefährliche Dinge getan wurden, die die Sicherheitsupdates von Microsoft jetzt unterbunden haben. Dann muss man eben tätig werden, wenn man das vorher nicht war durch ordentliches Patch Management, was selbstverständlich auch alle Treiber mit einschließt.
 

Thomas52152

Erster Beitrag
Was benutzt du denn wenn du Kyocera für Schrott hältst?

Die gehören imo eindeutig zu den Besseren.

Ist jetzt auch keine exotische Hardware.
Das habe ich mich auch gefragt, Kyocera ist eine solide Marke. Ich verwende einen Kyocera Laser-Farbdrucker (per USB-Schnittstelle) sowie einen Brother Tintenstrahldrucker (über W-LAN), mit beiden zeigt sich das bluescreen Phänomen beim Drucken.

Meint ihr, dass ich alle März updates deinstallieren soll um den ordnungsgemäßen Druckbetrieb wieder zu gewährleisten?

Danke, Thomas52152
 

OliverL

gehört zum Inventar
Das habe ich mich auch gefragt, Kyocera ist eine solide Marke. Ich verwende einen Kyocera Laser-Farbdrucker (per USB-Schnittstelle) sowie einen Brother Tintenstrahldrucker (über W-LAN), mit beiden zeigt sich das bluescreen Phänomen beim Drucken.

Meint ihr, dass ich alle März updates deinstallieren soll um den ordnungsgemäßen Druckbetrieb wieder zu gewährleisten?

Danke, Thomas52152
Ich würde mal bei Kyocera nachschauen, ob sie immer noch nur Kernel-Modus-Druckertreiber (Windows-7-Sicherheitsstandard...) anbieten... - die sind so gefährlich wie der Name schon vermuten lässt. Die Hardware von Kyocera ist topp, die Software offensichtlich nicht...
 

klaus3

kennt sich schon aus
Als langjähriger Windows-Nutzer und jetzt Mac-Umsteiger muss ich sagen: Das ist es aber durchaus. Mit macOS muss ich mich endlich nicht mehr ständig um Fehlerbehebung und Systemwartung kümmern. Es läuft einfach. Eine sehr wohltuende Erfahrung. Dabei wäre ich durchaus bei Windows geblieben, aber angesichts der Tatsache dass Microsoft sein einstiges Zugpferd nur noch sehr nachlässig behandelt, und dies an allen Ecken und Enden spürbar ist, gehe ich da nicht mehr mit.
Habe ich einfach nur Glück? Hatte mit Windows nie erhebliche Probleme, außer die schlechte Performance von Vista. Die bestand aber auch nur beim Reboot (dafür aber empfindlich lange).

Ansonsten? Das einzige gröbere Problem das ich die letzten Jahre hatte war als ich kürzlich Windows 10 neu aufsetzen musste, nachdem ich versucht hatte, ein Netzwerkproblem bei WSL zu beheben. Das ging nach hinten los, und das Gerät konnte überhaupt nicht mehr mit anderen Geräten verbinden. Da habe ich mir aber Linux-Installationen schon mit geringeren Basteleien zerschossen...

Bei regulärer Nutzung hatte ich nie Probleme, auch in Zeiten als Magazine zumindest jährliches Neuaufsetzen empfohlen haben.

Abseits davon... Windows 10 HAT seine ärgerlichen Probleme, etwa dass mit Windows 8 die indizierte Suche massiv verschlechtert wurde und unter Windows 10 nur teilweise wieder verbessert wurde (siehe z.B. [1]). Aber hohen Wartungsaufwand kann ich nicht dazu zählen.

[1] How do I make Windows 10 Start Menu search find anything *containing* my search term (like Windows 7 did)?
 

Kevin Kozuszek

Moderator
Teammitglied
Was meinst du mit "dem Kram", Sicherheitsupdates? Vermutlich ist ein solches Schuld, oder hast du präzise andere Informationen?
Es geht nicht um die Treiber oder um die Sicherheitsupdates der vergangenen Woche. Was wir bis jetzt wissen, ist, dass dieses Problem mit den Druckern eine Gruppe von Herstellern mit Kyocera als dem bekanntesten Vertreter betroffen hat und dass, was ich so vernommen habe, vor allem ein Problem mit Netzwerkdruckern vorgekommen ist. Was dieses Drama jetzt so speziell macht, ist, dass Microsoft mit den beiden kumulativen Updates in dieser Woche von seinem sonst üblichen Vorgehen abgerückt ist.

Normalerweise läuft es bisher immer etwas anders. Wenn ein solches gravierendes Problem aufgetreten ist, wurde sonst a) ein möglicher Workaround angeboten und b) zwar ein Out-of-Band-Update veröffentlicht, aber der Hotfix wurde in der Regel erstmal nur im Update Catalog hinterlegt und es wurde darauf hingewiesen, dass man ihn nur installieren soll, wenn man Probleme hat. Hätten sie das diesmal auch so gemacht und entsprechend dokumentiert, wäre ihnen zum einen das mediale Tamtam erspart geblieben und zum anderen wäre der Schaden bei möglichen weiteren Problemen deutlich kleiner. Microsoft hätte mehr Zeit gehabt, das Update ggf. nachzubessern, es in Zusammenarbeit mit den betroffenen Herstellern, von denen sie wissen, besser zu testen, und dann ohne Druck entweder bei den C/D-Updates am Monatsende oder dem nächsten Patch Tuesday für alle zu inkludieren. Es wäre wahrscheinlich nicht viel passiert.

Das Problem ist, dass sie das diesmal - warum auch immer - eben nicht getan haben. Stattdessen haben sie mit der ganz heißen Nadel zwei kumulative Updates im Abstand von jeweils zwei Tagen veröffentlicht, die beide fehlerhaft waren. Ich denke, bei den möglichen Konfigurationen wird jeder zustimmen, dass zwei Tage unmöglich genug Zeit sind, um die vernünftig zu testen. Zudem wurde der Patch nach deutscher Zeit in der Nacht zum Freitag veröffentlicht, wenn Microsoft in den USA gerade Feierabend macht. Und dass die Leute vom Windows Update-Team sich am Freitag nicht selbst geäußert haben, sondern dass sich der Social Media Support mit seinen eigentlich ahnungslosen Mitarbeitern aus Sub- oder Auftragsunternehmen gemeldet hat, macht die Sache noch schlimmer.

Davon abgesehen hat Microsoft nunmal ein massives QA- und Kommunikationsproblem, was sich jetzt schon länger zeigt. Das betrifft nicht nur Windows, auch wie sie Sachen und Unzuverlässigkeiten bei Sachen wie Your Phone, Outlook (meistens gehen die Leute wegen dem lausigen Spamfilter hier durch die Decke, das wird auch von Leuten wie Paul Thurrott immer mal wieder aufgegriffen), den PowerToys im letzten Jahr (siehe weiter oben im Thread), die jetzige Geschichte mit Exchange und so weiter öfter mal handhaben, geht so eigentlich gar nicht, zumal auch die für Microsoft so heiligen Firmenkunden betroffen sind. Die heilige Kuh, die du melken kannst, solltest du besser nicht schlachten. Das jüngste Beispiel, was auch kurz vor dem Wochenende wieder angesprochen wurde, war übrigens wieder Skype.

Ich stehe Microsoft ja wirklich sehr offen gegenüber und es gibt eine relativ große Zahl an Produkten, auf die ich schwöre und die ich auch nicht eintauschen will und werde. Das Problem ist aber auch, dass man selbst bei wohlwollender Betrachtung nicht über die Schwächen hier hinwegsehen kann. Ich spreche ja auch außerhalb von Dr. Windows mit Leuten und wenn ich bedenke, dass die - ich nenne hier bewusst mal keine Namen - von sowas wie Microsoft Azure durchaus mal frustriert sind, wenn es woanders einfach läuft... Außerdem kann man nicht ignorieren, dass es mittlerweile jüngere Anbieter wie Zoom, Notion oder Asana gibt, die neben Google den großen Riesen aus Redmond mehr und mehr herausfordern.

Ich möchte auf Microsoft auch in Zukunft sicherlich nicht verzichten, aber ich arbeite auch schon länger daran, mich deutlich breiter aufzustellen und die Abhängigkeit von einigen Anbietern, darunter auch Microsoft, entweder zu reduzieren oder im Einzelfall auch zu beenden. In den letzten zwei Monaten hat das etwas gestockt, weil ich stattdessen meine Infrastruktur für Dr. Windows erneuert habe (Feedreader etc.), aber bis Ende April will ich hier die restlichen Entscheidungen treffen.
 

Miine

gehört zum Inventar
In Bezug auf Peripheriegeräte wie Drucker hat es Apple mit genau der gleichen Menge an Konfigurationen zu tun. Also ist das in diesem Fall kein Argument.
Und da habe ich erlebt das bei einem HP Drucker der druckbare Bereich nicht nur kleiner war als unter Windows, sondern das man zum "verrecken" die Sachen nicht mm-genau platziert ausgedruckt bekam ausser ein PDF zu erstellen und das dann über die Windows-VM auszudrucken. Das war so mit ein Erlebnis wo ich als langjähriger Mac-Only vom Glauben abgefallen bin...

Wenn man das dann gegen die seit Monaten gebetsmühlenartig vorgetragenen Bekundungen von Satya Nadella und Panos Panay hält, wie wichtig Windows für Microsoft ist und man wieder mehr in diesen Bereich investieren will, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass die beiden Herren aus voller Überzeugung und aus ganzem Herzen lügen.
Ich habe die Befürchtung beide müssen ihre Surfaces nicht selbst administrieren...
 

Marcus09

treuer Stammgast
Als langjähriger Windows-Nutzer und jetzt Mac-Umsteiger muss ich sagen: Das ist es aber durchaus. Mit macOS muss ich mich endlich nicht mehr ständig um Fehlerbehebung und Systemwartung kümmern. Es läuft einfach. Eine sehr wohltuende Erfahrung. Dabei wäre ich durchaus bei Windows geblieben, aber angesichts der Tatsache dass Microsoft sein einstiges Zugpferd nur noch sehr nachlässig behandelt, und dies an allen Ecken und Enden spürbar ist, gehe ich da nicht mehr mit.
Und wie äußert sich diese Vernachlässigung deiner Meinung nach?
 

OliverL

gehört zum Inventar
Es geht nicht um die Treiber oder um die Sicherheitsupdates der vergangenen Woche. Was wir bis jetzt wissen, ist, dass dieses Problem mit den Druckern eine Gruppe von Herstellern mit Kyocera als dem bekanntesten Vertreter betroffen hat und dass, was ich so vernommen habe, vor allem ein Problem mit Netzwerkdruckern vorgekommen ist. Was dieses Drama jetzt so speziell macht, ist, dass Microsoft mit den beiden kumulativen Updates in dieser Woche von seinem sonst üblichen Vorgehen abgerückt ist.
...
Ich lese hier zunächst nur Mutmaßungen: du gehst davon aus, dass das Update fehlerhaft war. Es ist genauso möglich, und nichts anderes stelle ich hier zur Diskussion, dass es in der Tat ein nötiges, tatsächlich sogar mutmaßlich fehlerfreies (!) Sicherheitsupdate war und eben nur Programmierfehler in Druckertreiber, die gefährliche, 10 Jahre alte Technologien einsetzen, dadurch zum Vorschein gekommen sind. Es geht wohl nachweislich (laut Fehlerbeschreibung) auch ausschließlich um besagte Kernel-Modus-Treiber.
Ich arbeite selbst mit Exchange, Azure, allen möglichen Microsoft-365-Diensten. Und natürlich wird mir als Admin selbst in Outlook fast täglich angezeigt, dass eine Gruppe irgendwelcher Anwender auf der weiten Weiten irgendwo Probleme haben, von denen aber meine Kunden und ich bislang so gut wie nie etwas mitbekommen. Aber es führt natürlich zu wunderbaren Clickbait-Möglichkeiten, siehe auch z. B. bei borncity, wo dann solche fast täglichen "Admin-Hinweise" von Kollegen zitiert werden. Das sollte er dann am besten täglich tun. Ich kann hier für uns nur eine Verfügbarkeit von weit über 99 % bestätigen, und bis auf den nötigen Druckertreiber-Tausch eines großen Farblasers, der mutmaßlich nicht auf aktuellem Stand der Sicherheitstechnik ist, läuft alles wie immer prächtig, inkl. automatischer sofortiger Sicherheitsupdates. Das bei ca. 1 Milliarde Nutzer immer mal irgendwelche Probleme weltweit auftreten, ist völlig normal. Und solange es mich und meine Kunden nicht betrifft, so wie seit Jahrzehnten, sehe ich das großflächige Rumgehäule eher sehr skeptisch, wie schlecht doch die Tests seien. Ich finde sie im Gegenteil sogar ganz ausgezeichnet, wenn ich bedenke, welch Unterschiedliche Hard- und Software all meine Kunden und wir hier haben und wie fantastisch alles immer durchläuft.
Bei den nachgeschobenen Updates dürfte es so sein, dass von den 100 % der mit Problemen vielleicht 95 % dadurch geholfen wurden und 10 andere % neue andere Probleme dadurch bekommen haben. Du siehst und kannst bestätigen: alles nur Mutmaßungen, ohne wirklich dabei zu sein... aber es füllt die Foren, weil schon 1-2 Anwender weltweit, die nachweislich Probleme haben, gleich zu massenhaft neuen Artikeln führen können. Ich klinke mich da mal lieber wieder aus und überlasse das Wettern gerne den anderen, kann wieder nur bestätigen, wie zufrieden wir hier alle sind :).
Und: Sicherheitslücken SOFORT zu stopfen ist um Größenordnungen wichtiger als eine geringe Zahl von Nutzern veralteter Software glücklich zu lassen. Wie gesagt: bitte nochmals nachlesen, es geht um Kernel-Modus-Druckertreiber. Mal nachlesen, was deren Nutzung bedeutet! Und dann überlegen, ob es nicht sogar gut war, hier mal solche Missstände offenzulegen.
 

Granolche

gehört zum Inventar
Man kann über Google Chrome OS, Android sagen was man will, die Updates funktionieren hier ohne Probleme. Ehrlich gesagt sind es die Updates die mich von Microsoft auf Dauer wegtreiben werden. Chrome OS ist mir sogar sehr sympathisch und für mich sehr einfach zu bedienen.

Meiner Meinung nach sollte Microsoft Windows irgendwie abgeben oder in eine Art Linux umwandeln und sich mehr auf seine Dienste konzentrieren.
 

ntoskrnl

gehört zum Inventar
Denn zumindest bei der Bluescreenproblematik lag es an veralteten Treibern der v3, die durch v4 Treiber ersetzt waren. Windows 10 hatte diese Treiber auch durch seine Automatik gegen die aktuellen Versionen ersetzt, soweit verfügbar.
v3 Treiber werden unterstützt, also sollten sie auch laufen.
So alt sind die auch nicht, v4 Treiber gibt's erst seit Windows 8. v3 Treiber seit Windows 2000.

Ein Grund für die Einführung dürfte Metro/RT/UWP gewesen sein - dort funktionieren keine Win32 Dialoge.

v4 Treiber haben auch ein paar Nachteile:

Daher fände ich das nicht nett wenn Windowsupdate mir automatisch meinen Druckertreiber ändert. Hat es bisher zum Glück auch nicht getan.


Übrigens: So ziemlich jeder hier hat v3 Druckertreiber installiert.
Einige v3 Treiber von MS sind vorinstalliert. Für Fax, RDP,...




Ich selektiere meine Druckerempfehlungen schon ewig auch nach der Treiber-Qualität. Kyocera ist da bei uns schon vor weit über 10 Jahren rausgeflogen, weil sie für ein gar nicht so altes aber kleines Modell tatsächlich für das aktuelle Windows keine Treiber mehr herausgebracht haben, der Drucker damit zu Elektronikschrott wurde - so wie für mich dadurch gleich die ganze Firma.
War das vielleicht einer von den kurzlebigen GDI Druckern?
Ich habe mit der Verfügbarkeit von Treibern gegenteilige Erfahrungen gemacht. Der aktuelle Kyoceratreiber unterstützt Drucker, die mehr als 10 Jahre alt sind.
Zur Not kann man auch mit einem generischen PCL oder PS Treiber drucken (natürlich nicht mit einem GDI Drucker).


Ich würde mal bei Kyocera nachschauen, ob sie immer noch nur Kernel-Modus-Druckertreiber (Windows-7-Sicherheitsstandard...) anbieten... - die sind so gefährlich wie der Name schon vermuten lässt.
Unter Windows 7 funktionieren keine Kernel Mode Druckertreiber. Siehe unten.
Druckertreiber für Windows NT und 2000 habe ich auf deren Webseite leider nicht mehr gefunden.


Es geht wohl nachweislich (laut Fehlerbeschreibung) auch ausschließlich um besagte Kernel-Modus-Treiber.

Nein. Es geht um um User Mode Treiber der Version 3. Seit Vista laufen nur noch User Mode Druckertreiber. Selbst bei XP waren die Kernel Mode Druckertreiber nicht mehr vorgesehen, funktionierten aber noch.

 
Zuletzt bearbeitet:

ntoskrnl

gehört zum Inventar
Die v3 Treiber lösten die Bluescreens aus.
Ja. Und damit ein Fehler in Windows da ein User Mode Druckertreiber keinen Systemcrash verursachen können sollte.

Serveradmins konnten das sogar auflösen, indem sie für diese Treiber im Druckermanager die Kernelisolation aktivierten. Dann unterblieb der Bluescreen.
Interessante Info. Das ist mir neu, gut zu wissen.


Edit:
Hier habe ich eine gute Erklärung zu den Optionen gefunden.
Die deutsche Übersetzung ist unterirdisch. "shared" mit "freigegeben" zu übersetzen ist an der Stelle einfach komplett falsch.

 
Zuletzt bearbeitet:

OliverL

gehört zum Inventar
Man kann über Google Chrome OS, Android sagen was man will, die Updates funktionieren hier ohne Probleme. Ehrlich gesagt sind es die Updates die mich von Microsoft auf Dauer wegtreiben werden. Chrome OS ist mir sogar sehr sympathisch und für mich sehr einfach zu bedienen.

Meiner Meinung nach sollte Microsoft Windows irgendwie abgeben oder in eine Art Linux umwandeln und sich mehr auf seine Dienste konzentrieren.
Ich wusste gar nicht, dass Chrome OS auch von den Druckerherstellern mit ihren sehr umfangreichen Treibern unterstützt werden. Oder meinst du rudimentäre PCL-/PostScript-Unterstützung? Diese Treiber kannst du auch unter Windows einsetzen. Macht nur kaum einer, warum auch?

v3 Treiber werden unterstützt, also sollten sie auch laufen.
...

Es war das kleinste Modell von Kyocera - mit GDI-Treiber, das mangels Treiber-Unterstützung zu Elektronikschrott wurde.

Windows Update liefert nur Treiber-Updates aus, die die Druckerhersteller an Microsoft liefern - siehe z. B. AVM-Hardware oder auch bestimmte, einfache Brother-Laserdrucker.

Normalerweise laufen ja auch alle alten Druckertreiber noch. Aber ohne genaue Kenntnis des Problems wissen wir nicht, ob nicht z. B. Kyocera und Konsorten einen Programmierfehler gemacht haben, der dann jetzt erst zu Tage tritt. Ich kenne das aus Jahrzehnten Erfahrung mit diversen C(auch ++)-Programmen anderer Entwickler. Da reicht es schon, wenn da echte Hammer im Code sind, wenn man eine andere Bibliothek einbindet oder den Code an völlig anderer Stelle erweitert, sich also z. B. Adresszuordnungen ändern. Es bleibt daher dabei, dass wir nicht wissen, wer hier den Programmierfehler gemacht hat. Möglicherweise (Mutmaßung!) kann man Microsoft nur vorwerfen, mit genau diesen Treibern und Modellen von Kyocera nicht auch getestet zu haben. Ich gehe stark davon aus, dass sie das aber schon mit -zig Tausenden von Treibern tun. Das wird sich daher auch in Zukunft nicht vermeiden lassen. Computer sind auch nur Menschen... .-)
 

ntoskrnl

gehört zum Inventar
Aber ohne genaue Kenntnis des Problems wissen wir nicht, ob nicht z. B. Kyocera und Konsorten einen Programmierfehler gemacht haben, der dann jetzt erst zu Tage tritt.
Mag sein. Ein Fehler in Windows liegt jedenfalls auf alle Fälle vor, da ein User Mode Treiber nicht das System crashen darf. Der kann das Drucksystem zum Absturz bringen, aber nicht das gesamte System. Das ist eigentlich genau der Vorteil solcher Treiber.

Die Updates mindestens eine Woche zurückstellen nicht vergessen.
Reicht nicht. Updates 14 Tage zurückgestellt. 14 Tage sind um und das problematische Update wird immer noch ausgeliefert. Automatisch installiert. Drucken => BSOD 🤬.
 
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