Anzeige

Am Puls von Microsoft

Anzeige

VelocityOne Flight für Microsoft Flight Simulator ausprobiert

DrWindows

Redaktion
VelocityOne Flight für Microsoft Flight Simulator ausprobiert
von Martin Geuß
VelocityOne Flight Review


Bitte anschnallen, Tische hochklappen und die Sitze aufrecht stellen, wir heben in wenigen Augenblicken ab.

Lange Zeit habe ich den Microsoft Flight Simulator mit dem Xbox-Controller und der Tastatur gespielt, denn nach Erscheinen des Spiels waren sämtliche HOTAS-Steuerungen vergriffen und auch das im letzten Jahr vorgestellte VelocityOne Flight war lange Zeit nicht zu bekommen. Nun hat mir Turtle Beach ein Review-Exemplar zur Verfügung gestellt.

Die Flugsteuerung wurde – wenig überraschend – mit besonderem Augenmerk auf den Microsoft Flight Simulator entwickelt und speziell darauf abgestimmt. Die VelocityOne Flight ist sowohl mit der Xbox als auch mit dem PC kompatibel. Grundsätzlich hebe ich lieber auf der Xbox Series X ab, weil die opulente Grafik auf dem großen Fernseher sehr viel besser zur Geltung kommt, aus Platzgründen musste dieser Test aber am Schreibtisch stattfinden.

Diesbezüglich hatte ich Bedenken, ob die Klemmvorrichtung, mit der die Steuerung befestigt wird, ausreichend flexibel ist, denn ich habe einen Echtholz-Schreibtisch mit einer etwas mehr als sechs Zentimeter dicken Tischplatte. Glücklicherweise war diese Sorge unbegründet, viel Platz war allerdings nicht mehr. Für einen solchen Fall hat Turtle Beach allerdings vorgesorgt und liefert Antirutsch-Pads mit, die man verwenden kann, falls man die Klemmbefestigung nicht nutzen kann oder will. Mit diesen steht das Gerät auf glatten Untergründen ebenfalls stabil.

Die VelocityOne Flight besteht aus zwei Teilen, dem Flugruder und der Schubregler-Einheit. Dieser werden ineinandergesteckt, was aber keine Pflicht ist. Die Verbindung ist rein mechanisch, die Signale fließen über ein USB-C Kabel. Grundsätzlich kann man die beiden Komponenten also auch getrennt voneinander aufstellen. Eine Pedaleinheit gibt es bei dieser Steuerung nicht.

VelocityOne Flight

Die Verbindung zwischen Steuerung und PC oder Konsole erfolgt ebenfalls über ein USB-Kabel. An der linken Seite befindet sich außerdem noch ein 3,5mm Klinkenanschluss für ein Headset.

Anschließen und Losfliegen können mit der VelocityOne Flight vermutlich nur erfahrene Piloten. Grundsätzlich ist erst einmal Lernen angesagt, denn die Bedeutung und Funktion der zahlreichen Buttons, Sticks und Schubregler will verinnerlicht werden, wenn man in die Luft kommen, dort bleiben und wieder sicher zurückkehren möchte.

Zu diesem Zweck liegt ein Poster bei, welches die Zuweisung der Buttons in den jeweiligen Profilen erläutert. Was man auf dem folgenden Bild ebenfalls sehen kann sind die zahlreichen Sticker, mit denen eine individuelle Konfiguration unterstützt wird. Die insgesamt zehn Funktionsknöpfe lassen sich so mit der zugewiesenen Funktion beschriften, dann muss man sie nicht mehr auswendig lernen.

VelocityOne Flight Übersichtsposter

Erschwert wird das Erlernen der Funktionen durch den ärgerlichen Umstand, dass die Standardbelegungen der Buttons auf dem Poster teilweise falsch sind.

Damit leider nicht genug: Im Microsoft Flight Simulator wird eine Illustration der Steuerung gezeigt, die Bezeichnungen der Tasten stimmen aber nicht mit denen überein, die im Optionsmenü für die Steuerung erscheinen, da steht dann z.B. einfach nur „Joystick Taste 1“. Ohne das obige Poster kommt man also nicht weit. Letztendlich habe ich mich zu der Option „Learning bei Doing“ entschlossen und nach 1-2 Stunden war ich dann auch mit allen gängigen Funktionen vertraut.

Tastenbelegung des Velocity Flight One im Microsoft Flight Simulator

Bevor wir mit dem VelocityOne Flight aber nun abheben, noch ein paar allgemeine Worte zur Hardware. Mit Ausnahme der mechanischen Hebel besteht alles an diesem Gerät aus Kunststoff. Es wirkt dennoch nicht unbedingt billig, für den aufgerufenen Preis von 349,99 Euro darf man aber vielleicht doch ein wenig mehr Wertanmutung erwarten. Alles funktioniert, wie es soll, nichts wackelt oder klappert, das ist also eher eine Frage des berühmten „Gesamterlebnisses“.

Das Ruder verfügt zwar über ein Display, dieses zeigt aber lediglich Flugzeit sowie die Zeit am Abflug- und Zielort an, ansonsten zeigt es das Menü für die Einstellungen, über das man beispielsweise die Farbe und Helligkeit der Beleuchtung regeln kann. An dieser Stelle wurde Potenzial verschenkt, wobei selbstverständlich die Frage ist, inwieweit das Spiel überhaupt weitere Möglichkeiten bietet, Informationen zu visualisieren.

VelocityOne Flight

Auf dem obigen Bild macht sich eine Boeing 747 auf dem Fughafen von Kapstadt zum Abflug bereit. Mit diesen großen Vögeln im Microsoft Flight Simulator abzuheben, ist immer wieder ein besonderes Erlebnis.

Ich habe keinen Vergleich zu anderen HOTAS-Steuerungen, wie bereits erwähnt war ich bisher immer nur mit Controller und Maus/Tastatur unterwegs. „Wie kann man nur“, höre ich die Enthusiasten verständlicherweise sagen, und das frage ich mich jetzt auch. Mit einem solchen System zu fliegen, macht so unvergleichlich mehr Spaß und es funktioniert vor allen Dingen auch sehr viel besser.

Sei es die eigentliche Steuerung, die Schubregelung, Trimmung oder was auch sonst – das fühlt sich einfach alles sehr viel „echter“ an. Die Maus sollte aber dennoch immer in Reichweite bleiben, denn zumindest in den Cockpits der großen Flugzeuge gibt es so viele Knöpfe, dass auch die zahlreich vorhandenen Buttons nicht ausreichen, um sie alle mit den entsprechenden Funktionen zu verknüpfen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die VelocityOne Flight eine prima Ergänzung zum Microsoft Flight Simulator ist. Ob die Steuerung den Preis von rund 350 Euro wert ist, das ist vermutlich mal wieder eher eine emotionale denn eine rationale Entscheidung. Wenn man dieses „Spielzeug“ unbedingt haben will, dann greift man eben zu.

Dadurch, dass man nur ein einziges USB-Kabel für die Verbindung mit dem PC oder der Xbox benötigt, ist das Gerät schnell einsatzbereit und auch schnell wieder abgebaut. Xbox Wireless wäre selbstverständlich eine sinnvolle Ergänzung gewesen, im Wohnzimmer könnte das mitgelieferte, etwa zwei Meter lange Kabel erstens im Weg und zweitens zu kurz sein.

Disclaimer: Das hier besprochene Produkt wurde uns vom Hersteller kostenlos überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gab es nicht.


Hinweis: Der Artikel wird möglicherweise nicht vollständig angezeigt, eingebettete Medien sind in dieser Vorschau beispielsweise nicht zu sehen.

Artikel im Blog lesen
 
Anzeige
Ich wünsche dir allzeit guten Flug.

Ich hatte damals, als 14 jähriger Bub, den Flight Simulator 98 zur Jugendweihe geschenkt bekommen und mir den MS Sidewinder Joystick 🕹️ dazu geholt und viele Stunden diese damals unglaublich beeindruckende Aussicht genossen.

Mit dem jetzigen FS2020 komme ich als alter Sack nicht mehr klar, viel zu viel zu lernen und viel zu viele Spiele die noch warten.
Dazu die Langzeittherapie.
Aber alleine die Videos dazu lassen mich schon ein wenig nostalgisch werden, wie mich doch damals schon dieses Erlebnis abgeholt hatte.
 
Absolut nicht meine Sorte Tee oder Kaffee, aber ich musste einfach den Artikel lesen und gucken und dann Martin damit mir vorstellen. Nichts gegen Liebhaber, das Gefühl mit den Rennspielen ist ja auch besser mit Lenkrad aus verständlichen Gründen, dann wird es auch hier sein. Bei Rennspielen scheinen aber (nach den Klagen der Lenkrad-Nutzer) allerdings die Controller-Spieler Vorteile zu haben, was hier aus dem Design der Spiele und Flugzeugsteuerung keine Rolle spielen wird.
 
Danke dir für den Test - interessant ist das Gerät auf alle Fälle.

Aber ein 2 Meter USB Kabel? Nicht das die Kabel jetzt die Welt kosten, aber das ist ja mehr ein schlechter Scherz, als eine sinnvolle Zugabe.
Bei einem 65 Zoll TV ist der Abstand dann doch eher das dreifache und wenn ich jetzt berücksichtige, dass das Kabel nicht quer durch das Wohnzimmer laufen soll, dann brauche ich wohl eher 10 Meter 😅
 
Da gebe ich Dir Recht, ich ärgere mich auch immer mal wieder über zu kurze beigelegte Kabel, es dürfte aber auch schwer sein, es allen recht zu machen. Am PC würde ein überlanges Kabel eher stören, das muss man dann irgendwo verstauen...
 
Bei einem 65 Zoll TV ist der Abstand dann doch eher das dreifache
😲😮

Du sitzt quasi in der Nachbarswohnung wenn du den TV nutzt?

Ich sitze bei meinem LG 65' auch nur maximal 1-1,5m entfernt.
Möchte ja auch Immersion haben, was bei zu großer Entfernung nicht möglich ist, da ich dann nur Wand sehe mit nem winzigen flimmern den Fleck in der Mitte.

Zur optischen Vergrößerung habe ich sogar noch eine Philips Grandient Play Ambilight Beleuchtung angebracht.

Allerdings ist meine Wohnung auch nur eine etwas mehr als 30m² Zwei-Raum Nische.

Brauche die eh nur zum Schlafen und die paar m² um das Sofa/TV herum.
 
Anzeige
Oben