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Diskussion Vor- und Nachteile beim Umstieg auf Windows 11

NLTL

gehört zum Inventar
Habe vorhin gerade mit dem Microsoft Support geschrieben wegen den CPU Anforderungen und angeblich wird aktuell daran gearbeitet den Intel i5-7200U kompatibel für Windows 11 zu machen
Die CPU ist von Intel und steckt als Silizium auf deinem motherboard. Wie soll Microsoft sie zu Windows 11 kompatibel machen?🤷‍♂️Ist wohl eher das Windows 11 zur CPU kompatibel gemacht werden soll.





Was mich an W11 sehr viel mehr interessiert als irgendwelche Hardware Anforderungen ist was macht MS irgendwann wirklich mittels nicht deaktivierbarem TPM2.0 + Secure Boot, wenn die kritische Masse oder point of no return erreicht wurde? Kann man dann noch selber geschriebenen Code installieren? Oder muss der von MS zertifiziert werden? Was ist mit älteren x86-Programmen? Was ist mit der Möglichkeit auf Linux etc. umzusteigen?
Wird Windows dann wie Mac OS, verrammelt und zum Nutzen des App- Stores verdammt? In Worst case kannst du nur noch das auf deinem gekauften PC machen was MS zulässt. Dir wird somit das Grundgesetz-konforme Recht auf eigene Selberschuld (für die man selbst gerade stehen muss) verweigert. Heißt Windows goes mobile. Zu mindest was die Einschränkungen betrifft.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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IngoBingo

gehört zum Inventar
Was mich an W11 sehr viel mehr interessiert als irgendwelche Hardware Anforderungen ist was macht MS irgendwann wirklich mittels nicht deaktivierbarem TPM2.0 + Secure Boot, wenn die kritische Masse oder point of no return erreicht wurde?

Was sollen sie damit machen, was sie in den letzten Jahrzehnten mit TPM 1.2 nicht hätten machen können?

Kann man dann noch selber geschriebenen Code installieren? Oder muss der von MS zertifiziert werden? Was ist mit älteren x86-Programmen? Was ist mit der Möglichkeit auf Linux etc. umzusteigen?

Das sind die Argumente von vor über 20 Jahren, als man das Ende des PC herbei fabulieren wollte, weil angeblich mit dem TPM das Ende von allem kommen würde. Ist nicht eingetreten. Warum sollte sich das mit einem TPM 2.0 ändern?

Dir wird somit das Grundgesetz-konforme Recht auf eigene Selberschuld (für die man selbst gerade stehen muss) verweigert.

Das Grundgesetz? Ach komm, das geht noch etwas größer! Die Menschenrechte! Mindestens! ;)
 

ntoskrnl

gehört zum Inventar
Das sind die Argumente von vor über 20 Jahren, als man das Ende des PC herbei fabulieren wollte, weil angeblich mit dem TPM das Ende von allem kommen würde. Ist nicht eingetreten
Salamitaktik.

Installier mal unsignierte Treiber.
Spiele Medien in einem Browser ohne EME ab.


Wohin die Reise geht siehst du bei Android.
Mit entsperrtem Bootloader und ohne SafetyNet Attestation verweigert so manche App ihren Dienst.


Je mehr Geräte DRM&Co unterstützen, desto mehr Anwendungen werden diese erzwingen.
 

ntoskrnl

gehört zum Inventar
- zu Deiner eigenen Sicherheit.
Gleichzeitig kann ich das Banking mit Windows 7 und einem chinesischen Browser machen :rolleyes: .

Mein Windows hat auch einen root Account :eek:.


Entweder ist das Argument Blödsinn, oder der Vorbote für die Zukunft des PC.

Edit:
"root" hatte ich oben gar nicht erwähnt. Entsperrter Bootloader ist das Gegenstück zu Secure Boot = Aus am PC.
 

IngoBingo

gehört zum Inventar
Gleichzeitig kann ich das Banking mit Windows 7 und einem chinesischen Browser machen :rolleyes: .

Und nur weil es auch noch unsichere, veraltete Umgebungen gibt und nicht jeder diese gleich ausschließt, darf man keine sichereren Umgebungen schaffen? Soll man nie etwas daran verbessern?


Entweder ist das Argument Blödsinn, oder der Vorbote für die Zukunft des PC.

Der PC muss sicherer werden. Wenn dazu gehört, dass halt unsignierte Treiber nicht mehr so einfach möglich sind, ist das ein Punkt.
Dass das nicht gleich heißen muss, dass dir nun die Ausführung jeglicher Software verboten wird, sollte aber auch klar sein. Wäre auch kaum umsetzbar. Die "S Mode" Geschichten sind ja nun auch eher gefloppt. Und ein solcher Zwang generell würde schon an den Kartellämtern scheitern. An den Kunden sowieso.
Ein PC ist nun mal kein geschlossenes Ökosystem, wie ein Handy.

Bisher hat das noch nicht einmal der "König des goldenen Käfigs" Apple geschafft. Auch da kann man auf den PCs noch Software ganz problemlos einzeln installieren.


"root" hatte ich oben gar nicht erwähnt. Entsperrter Bootloader ist das Gegenstück zu Secure Boot = Aus am PC.

Nein, nicht direkt. Mit SecureBoot kann man auch problemlos andere Systeme booten. Nicht nur ein Windows.
 

ntoskrnl

gehört zum Inventar
Auf einem Android Phone mit offenem Bootloader kannst du auch andere OS booten. Wird nur schwierig mit Treibern abseits des Linux Kernels.


Die "S Mode" Geschichten sind ja nun auch eher gefloppt. Und ein solcher Zwang generell würde schon an den Kartellämtern scheitern.
Die stören sich bisher auch nicht an der großen Menge anderer verschlossener Geräte.
 

1960tommy

gehört zum Inventar
Also genau genommen sitzt - wie eh und je - das größte Problem immer noch vor dem Rechner, es stellt sich daher die Frage, bis wo, bzw. ab wann muss der Rechner die Entscheidung treffen, also wie weit soll die "Bevormundung" reichen, möchte ich mehr Sicherheit oder mehr Freiheit? Und natürlich auch, wer entscheidet das?

Im Prinzip findet die gleiche Diskussion zum Thema "autonomes Fahren" statt. Lassen wir uns vom Fahrzeug komplett bevormunden, oder haben wir die "Freiheit" zu schnell zu fahren, zu überholen trotz Verbot usw.

Wen man auch fragt, man wird immer unterschiedliche Antworten bekommen, es kommt schon darauf an, wie die Frage formuliert wird. Beim Stichwort "mehr Sicherheit" wird man viel mehr Zustimmung bekommen, als wenn man die Frage unter dem Aspekt "mehr Bevormundung, Kontrolle und Überwachung" stellt.

Im Endeffekt kann man nicht beides haben, man muss für sich selbst entscheiden (dürfen) wo die persönliche Messlatte liegt, ich befürchte aber, dass uns die Freiheit der eigenen Entscheidung auf Dauer entzogen wird, man braucht sich dazu nur die letzten Jahrzehnte ansehen um zu erkennen, wo die Reise hingeht
 

IngoBingo

gehört zum Inventar
Auf einem Android Phone mit offenem Bootloader kannst du auch andere OS booten. Wird nur schwierig mit Treibern abseits des Linux Kernels.

Noch mal: auf Android brauchst du einen offenen Bootloader, um ein anderes System zu booten. Auf dem PC muss man SecureBoot nicht zwingend deaktivieren, um selbiges zu erreichen. Daher meine Aussage, dass man beides nicht miteinander vergleichen kann.

Die stören sich bisher auch nicht an der großen Menge anderer verschlossener Geräte.

Stimmt, aber wenn ein einzelner Hersteller, der zumindest in einem Bereich noch einen sehr hohen Marktanteil hat, nachträglich seine Plattform verschließen würde, dann sähe das anders aus.

Zudem gibt es niemanden, der irgendwelche Handyhersteller dazu zwingt, Bootloader zu verschließen. Und die Kartellämter schauen schon z.B. auf den Store von Apple, der die einzige Quelle ist, um Apps auf deren Handy und Tablets zu bekommen.
 

Iskandar

R.I.P
Auch wenn der PC der Eigene ist, so ist es das System nicht ! Die gekaufte Lizenz bedeutet nur das Recht, der Benutzung,bleibt aber weiterhin Besitz von Microsoft.
Daher ist es doch verständlich, dass MS siene Software beschützen will !
OK... sorrt,das ist nun OT !
 

IngoBingo

gehört zum Inventar
Genau. Nicht anderes ist relevant, zumindest auf dem eigenen PC.

Nun muss man aber leider die Leute oft genug auch vor sich selbst beschützen.

Bei genügend Sicherheitsfunktionen, bei denen ein User nicht einfach immer und überall vollen Zugriff hat, fluchen die Leute rum mit genau dieser Argumentation. "Das ist mein PC, da bestimme doch wohl nicht, was hier passiert!!!"

Dummerweise übernehmen die selben Leute aber kein Stück Verantwortung, wenn dann irgendein Problem auftaucht. Wer sich irgendeine Schadsoftware einfängt, sagt nicht "Oh, wie doof war ich doch, dass ich dank meiner selbst gewählten schlechten Sicherheitseinstellungen und meines nicht vorhandenen Wissens selbst irgendwelchen Schrott runtergeladen und völlig bekloppterweise auch noch ausgeführt hab, ich Depp!"
Nein, die sagen "ich wurde gehackt!" und fluchen auf Microsoft und auf alles sonst. Sie selbst sind trotzdem Helden und konnten natürlich nichts dafür... ;)

Insofern: nein, das muss man nicht unbedingt selbst entscheiden. Denn das Problem ist, dass die Mehrzahl der Leute gar nicht das Wissen hat, das selbst zu entscheiden. Und ein großer Teil der Leute begreift auch nicht, dass sie nicht das Wissen hat, sowas zu entscheiden. Ist also eine Form vom "Dunning-Kruger-Effekt". :)
 

ntoskrnl

gehört zum Inventar
Noch mal: auf Android brauchst du einen offenen Bootloader, um ein anderes System zu booten. Auf dem PC muss man SecureBoot nicht zwingend deaktivieren, um selbiges zu erreichen.
Das geht nur falls der Loader deines OS zufällig von Microsoft signiert ist (was bei ausgewählten Linuxdistros der Fall ist).
Ein üblicher PC hat nur die Keys von Microsoft vorinstalliert. Vom Prinzip das gleiche wie bei Androidgeräten.

Größter Unterschied: Secure Boot ist bei Windowsgeräten in der Regel abschaltbar und der User kann eigene Keys installieren.
Ersteres ist bei Android sehr oft nicht der Fall, letzteres noch seltener, gibt's aber vereinzelt auch (z.B. bei Google Geräten).
 

PeterK

eben noch da
Die gekaufte Lizenz bedeutet nur das Recht, der Benutzung,bleibt aber weiterhin Besitz von Microsoft.
Das sehe ich ein wenig anders, Windows hat nur ein begrenztes bleibe recht auf meiner Hardware, wenn ich kein Bock mehr habe wird es einfach gelöscht und durch ein anderes OS ersetzt.
Nun muss man aber leider die Leute oft genug auch vor sich selbst beschützen.
Das ist wohl war, aber es gibt viele Leute die das eben nicht begreifen, wer jedoch Tuning Sport betreiben möchte muss damit Rechnen das vielleicht auch mal etwas nicht auf Anhieb klappt und sich anschließend beim Hersteller beklagen.
 

PeterK

eben noch da
Das sehe ich ein wenig anders, Windows hat nur ein begrenztes bleibe recht auf meiner Hardware, wenn ich kein Bock mehr habe wird es einfach gelöscht und durch ein anderes OS ersetzt.
Das Begreift nur leider Microsoft nicht, das Ihr Betriebssystem gegen ein x-beliebiges Austauschbar ist und ist der festen Überzeugung das die Jungs sich alles installieren nur weil es immer noch mit einem Win7 Key Aktivierbar ist.

So nach dem ich mich nun ungefähr 14 Tage sehr Tief mit Linux Mint auf meinem Alten Rechner beschäftigt habe finde ich es richtig gut, vor allem Nervt es nicht so mit irgendwelchen Benachrichtigungen und ist viel Schneller beim Start und bearbeiten von irgendwelchem Kram.
 

Bonnyblank

Freigeist und "musical omnivore"
Insofern: nein, das muss man nicht unbedingt selbst entscheiden.
Ich entscheide darüber was ich mache und dafür trage ich auch die Verantwortung. Keine Firma, egal wer und wie groß, hat das Recht mir meine Entscheidungen abzunehmen, mit welchen Gründen auch immer mich zu überstimmen oder gar meine Entscheidungen anzuzweifeln.
Wenn ich Scheiße baue muss ich dafür gerade stehen und ich werde dafür zur Verantwortung gezogen.
Menschen die mental nicht in der Lage sind für sich selbst verantwortungsbewust zu entscheiden, sitzen, so weit ich weiß, in einer geschlossenen Anstalt.

Hier geht es doch nur darum, dass MS fein raus ist und immer sagen kann, dass sie alles getan haben. Das Einzige was die nervt ist der User, nicht aber seine Kohle oder seine Daten.

Ich habe mich noch nie verbiegen lassen und wer mich kennt weiß wie weit das geführt hat.

Es geht hier um ein OS, nicht mehr und nicht weniger. Ich habe es gekauft und verbiege es so lange bis es mir zusagt. Dazu gehört auch den ganzen Plunder an Zugaben rigoros zu entfernen. Mit dem Kauf habe ich meine Schuldigkeit getan. Ich muss nicht, hinterher weiter, mit meinen Daten ein unersättliches Maul füttern.
 
Zuletzt bearbeitet:

MCP2000

kennt sich schon aus
Achja, und wie ist das Wetter so bei Euch, hier ist Kieler Woche... wechselhaftes Wetter....

Wollte nur die Stimmung auflockern ;)
 
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