Vorschau-Updates für Windows 10 läuten das „Verschwinden“ des Internet Explorer ein

DrWindows

Redaktion
Vorschau-Updates für Windows 10 läuten das „Verschwinden“ des Internet Explorer ein
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Für die Versionen 1909 und 20H2 von Windows 10 hat Microsoft Vorschau-Updates veröffentlicht, die verschiedene Fehlerbehebungen enthalten und die eine interessante neue Gruppenrichtlinie enthalten, die den Internet Explorer unsichtbar macht. Die Auslieferung der beiden Updates geschieht auf unterschiedliche Weise.

Bei der Windows 10 Version 1909 wird das Update KB4598298 (OS Build 18363.1350) als „optionales Update“ angeboten. Es wird also nicht automatisch installiert, sondern wird in Windows Update als optionale Aktualisierung unter „weitere Updates“ angezeigt. Wenn der Nutzer die Installation nicht automatisch anstößt, passiert also gar nichts.

Neben diversen Fehlerbehebungen, die im Changelog eingesehen werden können, bringt das Update eine neue Gruppenrichtlinie, mit welcher der Internet Explorer als alleinstehendes Programm deaktiviert werden kann, während der IE Modus von Microsoft Edge vollständig erhalten bleibt. Damit will Microsoft Unternehmen dabei helfen, den Internet Explorer endgültig hinter sich zu lassen. Man darf gespannt sein, ob Microsoft diesen Parameter auch in den Endnutzer-Versionen von Windows 10 irgendwann setzt, um den Internet Explorer damit aus Windows 10 „verschwinden“ zu lassen.

Die identische Richtlinie wird auch mit dem Update KB4598291 (OS Build 19042.782) für die Windows 10 Version 20H2 eingeführt. Dieses Update sehen Nutzer der regulären Version allerdings überhaupt nicht, es wird an die Insider im Beta und Release Preview Kanal verteilt. Das Changelog ist dementsprechend im Windows Insider Blog zu finden.

Die Umfänge beider Updates werden in den kommenden kumulativen Updates für Windows 10 enthalten sein, die entweder in der kommenden Woche als separate Wartungsupdates oder spätestens mit dem Februar-Patchday an die Allgemeinheit verteilt werden.


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Dosenbit

treuer Stammgast
Mal sehen, wenn eines Tages der IE wirklich so richtig ganz, also total völlig, aus Windows verschwunden ist, wer alles jubelt und wer weint (Deutschland und Digital). Das Blog liest sich nämlich so, dass der IE weiter im Hintergrund aktiv sein kann/ist. Damit bleibt für Microsoft weiterhin ein Sicherheitsproblem.
 

Martin

Webmaster
Teammitglied
Mit dem IE Mode wird die Verwendung des Internet Explorer auf per Whitelist freigeschaltete Seiten beschränkt. Ein allzu großes Sicherheitsproblem sehe ich da nicht mehr.
Wann der IE vollständig aus Windows verschwindet, lässt sich exakt beantworten: Niemals.
Der IE bzw. seine Komponenten sind integraler Bestandteil der Abwärtskompatibilität von Windows. Das zu entfernen, würde ganz viele Programme (auch aktuelle) außer Betrieb nehmen.
 

tecwatcher

treuer Stammgast
Ich bin zwar überhaupt nicht betroffen, lese aber gern über das Thema weil es sehr schön das ein- oder andere Dilemma aufzeigt:

Kennt Ihr noch COBOL? DIE Programmiersprache zur kommerziellen Massen-Datenverarbeitung der 60-er bis 80-er Jahre. Die Logik, Konten zu Saldieren, Posten in auf Rechnungen zu drucken, etc. ändert sich nicht so schnell. Und man (ein Firma) hat einmal in diese Logik investiert. Sei es COBOL, IE, Silverlight, Flash, MP3, UWP, .Net, C#, um einfach mal ein paar in den Raum zu werfen.
Wenn das "Schwein durchs Dorf getrieben" wurde und die "Karavane weiter gezogen" ist, sitzt der Abteilungsleiter oder Privatmann mit seiner Sammlung an Daten oder Programmen da und muss zusehen, wie er sie am Leben erhält - in Budget!.

Wenn man viel investiert hat, sind vermutlich die Kosten der Konvertierung relativ hoch.
 
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