[gelöst] Windows 10 auf externe SSD

Winniete

treuer Stammgast
Hallo zusammen!

Meine Suche hier im Forum hat mir zwar sehr viele Beiträge, jedoch bislang keinen tatsächlich passenden erbracht, daher (hoffentlich also nicht zum 100. Mal) die Frage aus meinem Betreff. Vorausgeschickt zunächst noch eine Beschreibung.

Ich habe ein kleines 2 in 1 Gerät gekauft, das mit 64 GB Flashspeicher jetzt nicht gerade "üppig bestückt" ist. :ROFLMAO:

Zunächst war Windows 10 S darauf. Das hat mir auch erstaunlich gut gefallen, ist mir aber im Ergebnis nicht flexibel genug, daher erfolgte die "Umwandlung" in Windows 10 Pro. Das war, wie Martin in einem seiner Artikel mal erwähnte, tatsächlich sehr schnell erledigt, ohne Neuinstallation.

Das Einbauen einer SSD in das Gehäuse (unter einer Wartungsklappe) wäre mit etwas Aufwand (spezielles HD-Kabel und Halterung für die SSD) auch möglich, aber ist mir im Moment etwas zu umständlich. Deshalb hatte ich mir ein externes Festplattengehäuse für SSDs zugelegt und eine passende SSD (1 TB) hineingepackt. Mit einer Anleitung, wie man den internen Flashspeicher auf die externe Festplatte (SSD) kopiert, habe ich ein kleines Freewarewerkzeug (Partition Wizard, war, glaube ich, der Name) zum Kopieren genutzt und das hat alles fehlerlos 1 zu 1 kopiert.

Beim Einschalten (im UEFI-BIOS auch entsprechend das richtige Laufwerk ausgewählt) bleibt der Start allerdings kurz nach dem Einschalten hängen und möchte zwar eine automatische Systemreparatur beginnen, schafft das allerdings nicht. Auch die sonstigen Windowsmittel zur Reparatur schlagen fehl. Startet man dann wieder von dem internen Flash-Speicher, ist wieder alles in Butter.

Jetzt meine Fragen etwas genauer:
Bliebe mir hier auch die Möglichkeit, dass ich von einer DVD oder einem USB-Stick aus mit einer ISO eine komplette Neuinstallation direkt auf die externe SSD mache und dann nur noch davon starte, damit es mit der Aktivierung keine Probleme gibt?

Oder gibt es einen Kniff, dass Windows 10 doch von der lediglich kopierten SSD aus startet, bevor ich jetzt eine komplette Neuinstallation durchmache und es später eventuell doch wieder beim Starten hängen bleibt? :)
 
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build10240

gehört zum Inventar
Du kannst Windows nicht auf einen per USB angeschlossenen Datenträger installieren. Auch eine bestehende Installation läßt sich davon nicht starten, egal was Du versuchst. Auf USB-Datenträgern kannst Du höchstens Windows To Go nutzen und das erfordert offiziell eine Enterprise-Edition. Mit Home- und Pro-Edition ist das lediglich mit Tools von Drittanbietern wie https://www.easyuefi.com/wintousb/ möglich.
 

Winniete

treuer Stammgast
Vielen Dank für den Hinweis! (y)

Ich dachte schon, dass ich einfach nur zu blöd bin, die Einstellungen zu finden, damit das funktioniert. :D

Den Link schaue ich mir genauer an, das klingt interessant.
 

tkmopped

gehört zum Inventar
Du kannst dein Windows durchaus auch von einem externen Laufwerk starten. Es darf nur nicht über USB angeschlossen sein sondern über eSATA. Das Bios muß dabei die Ports alle gleichwertig behandeln.
Dein Board muß das erlauben und dann gibt es keine Hürde dafür. Die Kabelqualität sollte von exorbitanter Qualität sein! Einen Port auf ein Slotblech umzuleiten solltest du vermeiden.

Unter USB geht das nicht, weil die Vielzahl der Treiber erst nach dem Windowsstart geladen werden aber für den Zugriff schon vorher initialisiert sein müßten.
 

Winniete

treuer Stammgast
Hallo zusammen,

an tkmopped: leider habe ich nur USB zur Verfügung. eSATA wäre aber schon klasse, das stimmt. :)

an [email protected]: darüber war ich auch verwundert. Bislang sind gerade einmal runde 15 GB davon gefüllt, obwohl ich schon die Programme, die ich gerne nutze, alle darauf gepackt habe. Also insofern ist Dein Tipp auch sehr gut, vielen Dank! :)
 
Zuletzt bearbeitet:

build10240

gehört zum Inventar
Nach einer Neuinstallation belegt Windows ca. 10 +/- 2 GB. Mehr als 25 bis 30 GB sollten für Windows selbst ausreichen. Wenn man nicht gerade Software mit großem Platzbedarf nutzt, reichen 64 GB.
 
M

makodako

Gast
Darauf achten das mindestens 10% des Laufwerkes frei sind damit Windows vernünftig arbeiten kann. Zum aufräumen sollte man die Datenträgerbereinigung benutzen und hier die Systemdaten bereinigen, kann alles gefahrlos angeklickt werden. Wäre jetzt vielleicht schon angebracht.
 

Winniete

treuer Stammgast
Hallo miteinander!

Um dem Thread den Abschluss zu geben:
Was das andere von mir erwähnte Programm nicht geschafft hatte, hat WinToUSB geschafft! Wenn ich möchte, kann ich nun mein Windows auf der externen SSD nutzen! Was ich im Übrigen gerade praktiziere, um darin diese Antwort zu schreiben. :)

Danke also wiederum für den Tipp, build10240! Und insgesamt erneut ein Danke an alle, die hier geantwortet haben (das Aufräumen des Systems habe ich zum Beispiel auch schon erledigt, makodako)! (y)
Ein schönes Wochenende an alle Lesenden! :)
 
Das ist erfreulich, und danke für die Rückmeldung.

Es wäre noch interessant zu erfahren, ob Dir gelungen ist, das externe Windows 10 als "richtiges" Windows mit allem Drum und Dran auf die USB-Platte zu installieren (auf dem man also beispielsweise auch eigene Einstellungen vornehmen und Programme installieren kann) -- oder ob es "nur" ein übliches WinPE ist, welches beim Booten in eine temporäre RAM-Disk (bzw. read-only aus einem Imagefile) geladen wird, und daher bei jedem Runterfahren stets alle Einstellungen, Dateien etc. vergisst.
 

Winniete

treuer Stammgast
Bitte, wirklich gern, Ihr nehmt Euch ja ebenfalls die Zeit, zu lesen und zu antworten! :)

Es wäre tatsächlich ein "richtiges" Windows gewesen, quasi mit allem, was dazu gehört. ;):) Das vorhandene Windows wird von WinToUSB wirklich gespiegelt, was gar nicht so lange gedauert hatte. Aber natürlich möchte Windows nach kurzer Zeit eine erneute Aktivierung, weil es erkennt, dass es nicht mehr auf der ursprünglichen Festplatte läuft. Zu diesem Zeitpunkt habe ich das "Experiment" abgebrochen, weil ich lieber Deinem Rat folge, Windows auf dem etwas langsameren und kleineren internen Speicher zu lassen, und lediglich die neuen Daten auf die externe Festplatte leiten werde.

Sollte es irgendwann mal soweit sein, dass der interne Speicher mir wirklich zu langsam oder zu klein werden sollte, kann ich immer noch den Aufwand betreiben, eine interne SSD einzubauen. (y)
 
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