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Windows 10: Neuer Rechtsstreit in Kalifornien um verlängerten Support entbrannt

DrWindows

Redaktion
Windows 10: Neuer Rechtsstreit in Kalifornien um verlängerten Support entbrannt
von Kevin Kozuszek
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Die Nachricht betrifft uns in Deutschland zwar eigentlich nicht direkt, aber es ist doch ganz interessant, welche Klage in der vergangenen Woche bei einem Gericht in San Diego in Südkalifornien eingereicht wurde. Der Kläger Lawrence Klein wirft den Redmondern vor, mit seiner Strategie die Nutzer zum Kauf neuer Geräte zu zwingen und dabei den Markt für generative KI zu seinen Gunsten monopolisieren zu wollen. Entsprechend soll der Richter mit drastischen Maßnahmen einschreiten.

Konkret verlangt Klein in seiner Beschwerde, dass Microsoft die Unterstützung für Windows 10 so lange kostenlos verlängern soll, bis der Marktanteil des alternden Betriebssystems unter 10 % im Hinblick auf sämtliche Windows-Versionen gefallen ist. Über die Restmenge an Bestandsgeräten, die tatsächlich noch mit Windows 10 laufen, gibt es unterschiedliche Analysen. Weltweit geht man von bis zu 240 Millionen Rechnern aus, die nicht auf Windows 11 upgraden können. In Deutschland habe ich im Newsticker bei ZDFheute heute eine Kurzmeldung gelesen, dass nach Berechnungen des Sicherheitsunternehmens ESET noch 27,4 Millionen Rechner mit Windows 10 unterwegs sind.

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Bedenkt man, dass wir hier immerhin von einer Klage in den USA reden, die in ihrem Ausgang immer einen ganz eigenen Gang haben kann, würde ich gar nicht mal ausschließen, dass Klein mit seiner Beschwerde tatsächlich erfolgreich sein könnte. Auf der anderen Seite hatte Martin das in einem eigenen Beitrag zuletzt gut getroffen, wo ich letztlich auch nicht anders argumentiere. Selbst innerhalb von Windows 11 hat Microsoft die Fragmentierung mit der Einführung der Copilot+ PCs nochmal zusätzlich verschärft.

Letztlich muss man aber auch festhalten, dass man in Redmond einen gesichtswahrenden Mittelweg gefunden hat, um die Millionen Bestandssysteme mit nicht upgradefähigen Windows 10-Installationen einigermaßen aufwandsfrei weiter zu supporten, zumindest für eine gewisse Zeit. Eine Anleitung zum ESU-Programm für Privatnutzer im FAQ-Format findet ihr hier. Möchtet ihr euer System nachträglich für Windows 11 aufrüsten, findet ihr hier weitere Informationen.

Der Beitrag Windows 10: Neuer Rechtsstreit in Kalifornien um verlängerten Support entbrannt erschien zuerst auf Dr. Windows.


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In Deutschland habe ich im Newsticker bei ZDFheute heute eine Kurzmeldung gelesen, dass nach Berechnungen des Sicherheitsunternehmens ESET noch 27,4 Millionen Rechner mit Windows 10 unterwegs sind.
Wie viele davon könnten upgraden, wenn sie wollten?
Wie viele davon gehen demnächst kaputt oder werden eh ausgetauscht (Leasing erneuert etc.)?
Wie viele werden/würden nach Ablauf von ESU noch weiterleben, mit Windows (ggf. LTSC) oder Linux? In über einem Jahr kann viel passieren.
Das sind wieviel % von wieviel Gesamtbestand?

Will heißen, wie groß ist das Problem tatsächlich im Herbst 2026, wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind?
Mein ältester Rechner von 2012 läuft mit W11 - mal sehen, wie lange noch ;)

Edit: Bin mal gespannt, was das Gericht sagt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Konkret verlangt Klein in seiner Beschwerde, dass Microsoft die Unterstützung für Windows 10 so lange kostenlos verlängern soll, bis der Marktanteil des alternden Betriebssystems unter 10 % im Hinblick auf sämtliche Windows-Versionen gefallen ist.
So ein Wahnsinn ist wohl auch nur in den USA möglich. Man muss sich das mal konkret vorstellen. Schlussendlich ist Microsoft dann vielleicht bei Windows 15 bereits und Windows 10 hat immer noch 11 % Marktanteil und müsste supportet werden. Ein völliger Schwachsinn. Möglicherweise würde ein solches Vorgehen auch noch auf weitere Software ausgedehnt werden. Da kann man wirklich nur den Kopf schütteln.
 
Jetzt habe ich angeblich Windows 11 auf der Maschine und winver meldet weiterhin: Microsoft Windows [Version 10.0.26100.4770] ;)

Vielleicht könnte MS ja sagen: OK, für die Home-Version machen wir die Anforderungen etwas geringer, aber für Pro/Enterprise bracht man mindestens XYZ, um die speziellen Features nutzen zu können.

Wenn sich Lieschen Müller dann mal irgendwann einen neuen Rechner beim MM holt, hat der eh Windows 11 drauf. Andernfalls wechselt Lieschen vielleicht zu Linux, aber möglicherweise möchte MS das. Business-Kunden auspressen bringt mehr!
 
. Schlussendlich ist Microsoft dann vielleicht bei Windows 15 bereits

Vielleicht erübrigt sich der Support
  • Windows 1.0 (1985)
  • Windows 2.0 (1987)
  • Windows 3.1 (1992)
  • Windows NT (1993)
  • Windows 95 (1995)
  • Windows 98 (1998)
  • Windows ME und Windows 2000
  • Windows XP (2001)
  • Windows Vista (2006)[
  • Windows 7 (2009)
  • Windows Phone (ab 2010)
  • Windows 8 (2012)
  • Windows 8.1 (2013)
  • Windows 10 (2015)
  • Windows 11 (2021)
Die relevanten Versionen kamen im Abstand von +- 6 Jahren
[Ironie]Windows 15 wäre dann ca 2050 dran Ob es dann noch Windows gibt oder nur noch Copilot?
 
Zuletzt bearbeitet:
So ein Wahnsinn ist wohl auch nur in den USA möglich.
Inwieweit das Wahnsinn ist, muss sich noch zeigen. Letztlich muss man festhalten, dass die Klage eher einem Sturm im Wasserglas gleicht, denn im Grunde möchte Klein den Status Quo erreichen, den Microsoft bereits vorgegeben hat. Zwei der drei Enrollment-Methoden ins ESU-Programm für Consumer sind ja quasi kostenlos und ansonsten hat Microsoft problemlos eine Basissicherheit bis Oktober 2028 eingezogen, was Edge, Office, Defender und einige andere Produkte angeht, die noch unter Windows 10 betrieben werden.

Microsoft könnte dem im Grunde leicht durch einen Vergleich entgehen. Denkbar wäre zum Beispiel eine freiwillige Selbstverpflichtung, dass man die Marktanteile zum Ende des jetzigen Fiskaljahres im Sommer 2026 erneut evaluiert. Wenn der dann immer noch bei 25 % (plus, minus einige Prozente) liegen sollte, könnten sie ja anbieten, dass die Leute auf dem gleichen Wege nochmal für 6-12 Monate verlängern könnten, es dann aber etwas mehr "kostet", sowas wie 1.500 Rewards-Punkte. Im dritten Jahr dürfte der Marktanteil zumindest beim Privatnutzer dann so niedrig sein, dass sie aus dem Schneider wären.
 
Inwieweit das Wahnsinn ist, muss sich noch zeigen.
Da benötige ich nicht viel Fantasie, um mir die Folgen auszumahlen. Angenommen, die Klage würde angenommen, es gäbe keinen Vergleich und das Urteil würde der Klage entsprechen. Das wäre der schlimmste Fall. In Folge kämen andere auf die Idee, dass das Urteil auch für weitere Software anwendbar wäre und es gäbe weitere Klagen. Betroffen wären nicht nur Microsoft, sondern auch andere Firmen, ein Dominoeffekt. Man müsste also, obwohl Programme weiterentwickelt werden und in neuen Versionen erscheinen, immer mehr Ressourcen in das Patchen von Alt- und Uralt-Versionen stecken. Viele Anwender würden auf neuere Versionen nicht mehr umsteigen und auch bei Firmen wäre das ähnlich. Nicht auszudenken, was das für einen Rattenschwanz nach sich ziehen würde. Ab und zu würde mal eine Version aus dem Patch-Management herausfallen, da unter 10 Prozent. Gleich gäbe es wieder Klagen, welche die Messmethode anzweifeln, welche den Marktanteil berechnet.
Nein, es gibt an sich nur ein richtiges Vorgehen: Eine Software wird veröffentlicht und läuft erst mal, bis die nächste Version veröffentlicht wird. Dann wird ein Enddatum für das Patch-Management verbindlich verkündet, z.B. plus drei Jahre, und alle haben Planungssicherheit.
 
Wenn der dann immer noch bei 25 % (plus, minus einige Prozente) liegen sollte, könnten sie ja anbieten, dass die Leute auf dem gleichen Wege nochmal für 6-12 Monate verlängern könnten, es dann aber etwas mehr "kostet", sowas wie 1.500 Rewards-Punkte.
Microsoft ist mittlerweile schlimmer als Apple. Früher hat man sich wenigstens noch bei Apple über überteuerte Adapter, proprietäre Anschlüsse und "mutige" Entscheidungen wie das Entfernen des Kopfhöreranschlusses aufgeregt. Heute bekommt man bei Microsoft stattdessen eine Sicherheitsgarantie auf Ratenzahlung, bezahlt in Rewards-Punkten. Man stelle sich vor: Deine Betriebssicherheit hängt jetzt davon ab, wie viele Bing-Suchanfragen du durchhältst, bevor der Verstand den Dienst quittiert.

Es fehlt nur noch, dass man beim nächsten Mal für Windows-Updates ein Mini-Spiel spielen muss. Gewinne drei Runden Solitaire und du bekommst ein weiteres halbes Jahr Sicherheitsupdates!

;)
 
Alternative 30€ sind 2,5€ pro Monat.

Wird sich ein Durchschnittsverdiener gerade noch leisten können ohne einen Kleinkredit aufnehmen zu müssen.
 
Es fehlt nur noch, dass man beim nächsten Mal für Windows-Updates ein Mini-Spiel spielen muss. Gewinne drei Runden Solitaire und du bekommst ein weiteres halbes Jahr Sicherheitsupdates!

;)
Ist jetzt nicht böse gemeint, aber würde Microsoft das so vermarkten, wie du das jetzt andeutest, wäre das in etwa auf dem Niveau, wie Microsoft damals seine iLoo als die Zukunft des mobilen Internets vermarkten wollte. :D :D :D

Das iLoo (kurz für Internet-Klo) war ein abgebrochenes Microsoft-Projekt zur Entwicklung einer mobilen Toilette mit WLAN-Internetanschluss. Das iLoo, das auf britischen Sommerfestivals vorgestellt werden sollte, wurde als mobile Toilette mit drahtlosem Breitband-Internet, einem verstellbaren Plasmabildschirm, einer drahtlosen Membrantastatur, einem Sechskanal-Lautsprechersystem und Toilettenpapier mit aufgedruckten Adressen beliebter Websites beschrieben. Das iLoo sollte außerdem über einen zusätzlichen Bildschirm und eine Tastatur an der Außenseite verfügen und bewacht werden. Es sollte die nächste erfolgreiche Initiative von MSN UK sein, die das Internet an ungewöhnlichen Orten einführen wollte, darunter in der MSN Street, auf der MSN Parkbank und im MSN Liegestuhl.

Das Projekt wurde am 30. April 2003 von MSN UK angekündigt und weithin verspottet, bevor es am 12. Mai von Microsoft als Scherz deklariert wurde. Am 13. Mai hieß es in einer weiteren Pressemitteilung von Microsoft, dass das Projekt zwar kein Scherz gewesen sei, aber abgebrochen worden sei, da es wenig zur Förderung der Marke MSN beitragen würde.

Das iLoo sollte angeblich eine mobile Toilette mit WLAN-Anschluss sein, die es den Nutzern ermöglichen sollte, während der Toilettenbenutzung im Internet zu surfen.[2] Die Anlage sollte über einen Breitbandanschluss über Wireless 802.11b, eine kabellose, wasserdichte Tastatur, einen schwenkbaren Plasmabildschirm mit Windows XP Professional, ein 6-Kanal-Surround-Sound-System unter dem Waschbecken, Toilettenpapier mit geprägten URLs und eine Absaugtoilette verfügen.[2][3] Außen sollte die Anlage ein MSN-Logo tragen und über eine „Hotmail-Station“ mit einem zusätzlichen Plasmabildschirm und einer Tastatur für wartende Kunden verfügen.[3] In der Nähe der Anlage sollte ein Wachmann postiert werden, um die ordnungsgemäße Nutzung sicherzustellen und Diebstahl zu verhindern.

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Fruher war es auch bei MS Mal so, dass ich selbst entscheiden konnte, ob ich Update und etwas vielleicht nicht funktioniert oder das System langsam ist. Hab auf dem Laptop nur das Problem, dass es der letzte nicht unterstützte i7-Prozessor ist. Sonst ist alles vorhanden. Nutze den, wenn ich unterwegs bin zum Mails checken und im Internet zu schauen. Dafür reicht er noch völlig aus. Da es ein performanter Gaming-Laptop war, rennt der trotzdem noch relativ gut. So geht es sicher vielen und da sollte MS die User machen lassen. Auch in Hinsicht auf die Umwelt und den sonstigen Elektronik-Schrott. Aber das interessiert die Unternehmen letztlich doch nicht, wenn es um Umsätze geht. Hauptsache der Bürger zahlt für den Umweltschutz ...
 
Also ich werde mich weiterhin maximal über die haarsträubend willkürlichen „Hardware-Anforderung“ dieses größten Verschrottungsprogramms aller Zeiten aufregen. Und zwar bis ans Ende meiner Tage. Aber ich konnte noch nie gut umgehen mit frei drehender Willkür. Natürlich hat die HW-Unterstützung für Windows unglaublich lange gedauert, zum Beispiel im Vergleich zu Android oder mit gewissen Abstrichen auch zu Apple. Aber die Art wie hier mit den Nutzern umgesprungen wird - ohne Not wohlgemerkt, denn die Copilothardware hätte das Gleiche ja völlig geräuschlos ganz nebenbei erledigt - ist nicht nur extrem ungeschickt, sondern einfach unglaublich DUMM. Ein Attribut, das mir zunehmend Kopfschmerzen bereitet, nicht nur im Zusammenhang mit den USA.
 
Ist jetzt nicht böse gemeint, aber würde Microsoft das so vermarkten, wie du das jetzt andeutest, wäre das in etwa auf dem Niveau, wie Microsoft damals seine iLoo als die Zukunft des mobilen Internets vermarkten wollte. :D :D :D



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Wirklich sehr cool, samt üblichem Scherz-kein-Scherz-Rumgeeiere. Kannte ich noch nicht … Genau wie die Farbe des Zune-Players offenbar ein Produkt aus Microsofts rektaler Phase. Möglicherweise aber auch gescheitert (neben mangelnder Frauenkompatibilität) an dem Buchstaben i: denn der iMac war schon auf dem Markt - und Apple hatte ja noch viel vor mit dem kleinen i plus nachfolgendem Binnenmajuskel. Auch sehr cool das Verständnis von „mobilem Internet“ als Mobile Toilette mit WLAN. Nicht völlig falsch, aber doch meilenweit am Thema vorbei. Irgendwie typisch und fast schon wieder liebenswert.
 
So ein Wahnsinn ist wohl auch nur in den USA möglich. Man muss sich das mal konkret vorstellen. Schlussendlich ist Microsoft dann vielleicht bei Windows 15 bereits und Windows 10 hat immer noch 11 % Marktanteil und müsste supportet werden. Ein völliger Schwachsinn. Möglicherweise würde ein solches Vorgehen auch noch auf weitere Software ausgedehnt werden. Da kann man wirklich nur den Kopf schütteln.
Nun ja, es kommt schlicht auf die Sichtweise an. Technisch gibt es keinen Grund, dass die Sicherheitsupdates am 14. Oktober 2025 letztmalig kommen und die Leute einen kostenpflichtigen ESU-Support beziehen müssen (das eine Jahr für Consumer ist mit 31,34 Euro, Rewards oder MS-Konto letztendlich auch kostenpflichtig - und Firmen zahlen heftig).

Microsoft Windows 10 ist aktuell weltweit noch auf 43 % der Windows-Desktop vorhanden - und Microsoft hat ein Monopol im Markt. Und dieses Monopol wird schamlos ausgenutzt! Ich thematisiere es nicht in meinem Blog: Ich könnte eine Lösung für ~79 Euro einmalig vorstellen, mit denen Windows 10-Systeme ganz offiziell bis Anfang 2032 Support erhalten - solange muss Microsoft Sicherheitsupdates für Windows 10 entwickeln und bereitstellen. Alleine, diese Lösung in Form von Win 10 IoT Enterprise LTSC wird lizenzrechtlich verboten.

Und genau das ist es, was Lawrence Klein in den USA klären lassen will - ob er Erfolg hat, wird man abwarten müssen. Aus meiner Sicht macht nur ein Mexit Sinn - einige detailliertere Erläuterungen gibt es in meinem Beitrag:

Microsoft wird wegen Windows 10-Supportende in den USA verklagt

Wie geschrieben, muss nicht jeder so sehen, und jeder mag nach seinem Gusto handeln. Aber die Klage Kleins ist aus diesem Ansatz schon gerechtfertigt. Nur mal so: Wäre ja nicht auszudenken, wenn Hersteller verpflichtet werden, nach Support-Ende ihren Software-Klump zu öffnen und als Open Source bereitzustellen, so dass Dritte z.B. Cloud-Zwang und Funktionseinschränkungen entfernen und die Produkte am Leben halten können. Im Bereich IoT, oder OT ein ganz großes Thema - was in den USA durch das kaputte Recht zur Reparatur extrem behindert wird. Es geht eben nicht nur um den privaten Rechner von Hans, sondern um Milliarden Werte, die durch eine Monopol-Politik eines Herstellers vernichtet werden.
 
@gborn
Die sauberste Antwort aus meiner Sicht wäre der Mexit – also weg von Microsoft und hin auf Open Source-Lösungen oder Produkte anderer Anbieter zu wechseln

Das wäre sicherlich nicht schlecht, aber leider ...
Ich selbst bin vor ein paar Jahren zu Apple gewechselt. Mir gefällt die enge Verzahnung von MacOS, iPhone, iPad, Apple Watch, HomePods, usw. Persönlich ist mir keine Open Source-Lösung bekannt, welches dies ohne Abstriche leistet. Selbst wenn, hätte ich - bedingt durch meine Apple-Geräte - dann auch ein Elektroschrott-Problem.
 
Microsoft Windows 10 ist aktuell weltweit noch auf 43 % der Windows-Desktop vorhanden - und Microsoft hat ein Monopol im Markt. Und dieses Monopol wird schamlos ausgenutzt!
Das Windows 10 am 14. Oktober 2025 aus dem regulären Support fällt, obwohl es auf nahezu der Hälfte aller Windows-Desktops weltweit läuft, ist nicht nur eine technische Absurdität, sondern ein politisches Signal: Microsoft nutzt seine Monopolstellung gnadenlos aus, um Anwender, sei es im privaten, unternehmerischen oder industriellen Umfeld, in Richtung Windows 11 (und langfristig: Abo-Modelle, Cloud-Zwang, Kontrolle) zu drängen. Der Support-Stopp ist kein technischer, sondern ein rein kommerziell motivierter Hebel, der Milliarden von Geräten künstlich entwertet.
 
Technisch gibt es keinen Grund, dass die Sicherheitsupdates am 14. Oktober 2025 letztmalig kommen
Es gibt technisch gesehen auch keinen Grund, warum es für meine 50-Mark-Kaffeemaschine von 1978 keine Ersatzteile mehr gibt. Da sollte der Hersteller ebenfalls verpflichtet werden, mindestens für die nächsten 300 Jahre Unterstützung zu leisten.

Niemand ist gezwungen, Windows 10 zu verwenden. Niemand ist gezwungen, seinen PC wegzuwerfen, wenn Windows 10 nicht mehr unterstützt wird. Das Datum für das Supportende ist so alt wie Windows 10 selbst, es wurde am Erscheinungstag festgelegt. Es ist das erste Mal seit Windows Vista, dass sich im Rahmen einer neuen Windows-Version die Systemvoraussetzungen geändert haben.
Das darf man ruhig auch mal sachlich einordnen.

Ich vertrete ja inzwischen die Meinung, Microsoft sollte die Schleusen einfach öffnen, das wäre der einfachste Weg. Dann würde zu dem Thema auch endlich nicht mehr so viel Quatsch erzählt.
 
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